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Achtsamkeit zwischen Online-Vigilanz und wahrgenommenem Stress. Quantitative Untersuchung an einem Sample der Digital Natives

Titel: Achtsamkeit zwischen Online-Vigilanz und wahrgenommenem Stress.  Quantitative Untersuchung an einem Sample der Digital Natives

Bachelorarbeit , 2020 , 123 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Charlotte Gehm (Autor:in)

Psychologie - Medienpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Online-Vigilanz, Achtsamkeit und wahrgenommenem Stress sowie der einzelnen Achtsamkeits- und Online-Vigilanz-Dimensionen untereinander. Ziel der Arbeit ist es zu überprüfen, ob Achtsamkeit als intervenierende Variable zwischen Online-Vigilanz und wahrgenommenem Stress wirkt.

In eine mediale Konversation involviert zu sein oder die Verfügbarkeit für diese sicherzustellen, wird nahezu an jedem Ort und zu jeder Zeit vorausgesetzt. Auch wenn sich Menschen im Gespräch mit einer physisch anwesenden Person befinden, im Straßenverkehr unterwegs sind oder eine Mahlzeit zu sich nehmen, wird die Aufmerksamkeit häufig auf das Smartphone-Display gerichtet. Aufgrund der Allgegenwärtigkeit digitaler Medien denken, fühlen und handeln Menschen in der Erwartung, permanent über das Internet vernetzt zu sein. Das Konzept der Online-Vigilanz beschreibt, wie Mediennutzer ihrer inneren und äußeren Welt gegenüberstehen. Zunehmend mehr Belege deuten darauf hin, dass die dauerhafte Auseinandersetzung mit Medien(inhalten) diverse gesundheitsrelevante Risiken nach sich zieht.

Aufgrund der durch IKT bereitgestellten schnellen und zuverlässigen Belohnungen sowie Formen der Bedürfnisbefriedigung, richten Menschen ihre Kognitionen oftmals habituell auf die Online-Umgebung aus. Aus der Intensivierung und Beschleunigung der Informationsübermittlung ergeben sich sowohl Episoden des Multitaskings als auch verschiedene Formen kognitiver Überlastungen. Diese können in einer Überlastung der Sinne sowie in einer zunehmend fragmentierten und diskontinuierlichen Wahrnehmung der Gegenwart resultieren.

Online-Vigilanz, Mediengewohnheiten, Multitasking und kognitive Überstimulation können sich nachteilig auf das Wohlbefinden der Nutzer auswirken, indem z. B. Stressreaktionen ausgelöst werden. Aus diesem Grund wächst das Interesse an Strategien zur Förderung eines vorteilhaften Medienumgangs sowie zur Stressbewältigung, welche zumeist auf Achtsamkeit beruhen.

Achtsamkeit umfasst in den gängigen Konzeptualisierungen eine Aufmerksamkeitslenkung auf den gegenwärtigen Moment sowie ein offenes und nicht wertendes Bewusstsein für innere und äußere Reize. Ein urteilsfreies und offenes Gewahrsein stellt die Voraussetzung dafür dar, dass nachteilige Mediengewohnheiten und dysfunktionale Copingstrategien von Stress als solche enttarnt und schließlich gezielt eingegrenzt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer und empirischer Hintergrund

2.1 Online-Vigilanz

2.1.1 POPC-Forschung

2.1.2 Definition von Online-Vigilanz

2.1.3 Abgrenzung der Online-Vigilanz von Gewohnheit, Sucht und Multitasking

2.1.4 Verstärkungsfaktoren von Online-Vigilanz

2.2 Achtsamkeit

2.2.1 Definition und Geschichte von Achtsamkeit

2.2.2 Achtsamkeitsbasierte Interventionen

2.2.3 Auswirkungen von Achtsamkeit

2.3 Digitaler Stress

2.3.1 Definition und Konzeptualisierung von Stress

2.3.2 Entstehung von digitalem Stress

2.3.3 Forschungsstand von digitalem Stress

2.4 Achtsamkeit und POPC-Verhalten

2.4.1 Herausforderungen von POPC-Bedingungen

2.4.2 Vorteilhaftes POPC-Verhalten durch Achtsamkeit

2.4.3 Forschungsstand von Achtsamkeit und Online-Vigilanz

2.5 Überblick über die vorliegende Studie

2.6 Fragestellung und Hypothesen

3 Methode

3.1 Stichprobe

3.2 Planung und Durchführung der Untersuchung

3.3 Fragebogenverfahren

4 Ergebnisse

4.1 Deskriptivstatistische Ergebnisse

4.2 Inferenzstatistische Ergebnisse

5 Diskussion

5.1 Implikationen und Bedeutung der Ergebnisse

5.2 Einordnung in den aktuellen Forschungsstand

5.3 Limitation

5.4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Phänomen der Online-Vigilanz, Achtsamkeit und dem wahrgenommenen Stress bei Digital Natives. Ziel ist es zu klären, ob Achtsamkeit als intervenierende Variable zwischen einer erhöhten Online-Vigilanz und dem Erleben von digitalem Stress fungiert, um daraus Ansatzpunkte für eine vorteilhaftere Mediennutzung abzuleiten.

  • Analyse des "permanently online, permanently connected" (POPC)-Phänomens
  • Untersuchung der psychologischen Konstrukte Online-Vigilanz und Achtsamkeit
  • Übertragung des transaktionalen Stressmodells auf den Kontext digitaler Medien
  • Quantitative Untersuchung an einer Stichprobe von 322 Digital Natives
  • Evaluation von Achtsamkeit als Mediator zur Stressminderung bei digitalem Nutzungsverhalten

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Definition von Online-Vigilanz

Das Konstrukt der Online-Vigilanz lehnt sich nach Reinecke et al. (2018) an dem psychologischen Konzept der Vigilanz an, welches definiert werden kann als „the ability to sustain attention to a task” (Oken, Salinsky, & Elsas, 2006, p. 1885). Online-Vigilanz bildet den Kern der kognitiven Präsenz der Online-Sphäre und bezieht sich auf die enge und intensive Beziehung, die NutzerInnen mit ihren Informations- und Kommunikationstechnologien pflegen (Klimmt, Hefner, Reinecke, Rieger, & Vorderer, 2018).

Auch wenn sich das Wirkungsfeld der Online-Vigilanz auf alle IKT erstreckt, beschränkt sich der Fokus der vorliegenden Arbeit hauptsächlich auf Smartphones. „Das Smartphone ist vor allem deswegen so virulent im Hinblick auf Risiken und Nebenwirkungen, weil es mit entsprechenden Programmen kombiniert eine Fülle von Funktionalitäten bietet.“ (Spitzer, 2015, S. 599). Im Folgenden werden die drei Komponenten von Online-Vigilanz erläutert, die eine POPC-Denkweise beschreiben.

Salienz (engl. Salience) beschreibt die dauerhafte, oftmals automatisierte gedankliche Auseinandersetzung mit der Online-Umgebung in alltäglichen Situationen, in welchen keine physische Verbindung zum Internet besteht (Klimmt et al., 2018; Reinecke et al., 2018). Selbst wenn das Smartphone in diesem Moment nicht aktiv im Einsatz ist, so widmet sich ein Teil der Aufmerksamkeit oftmals unbewusst der Frage, was sich derzeit in der Online-Medienumgebung ereignet. Die Online-Sphäre wird aufgrund der dauerhaften Verfügbarkeit als zusätzliche Ebene der Realität in jeder Offline-Umgebung wahrgenommen (Klimmt et al., 2018).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das POPC-Phänomen und Herleitung der Forschungsfrage bezüglich der intervenierenden Rolle von Achtsamkeit.

2 THEORETISCHER UND EMPIRISCHER HINTERGRUND: Theoretische Herleitung von Online-Vigilanz, Achtsamkeit und digitalem Stress sowie Aufstellung der sieben Forschungshypothesen.

3 METHODE: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der Stichprobe und der eingesetzten Fragebogenverfahren zur quantitativen Erhebung.

4 ERGEBNISSE: Präsentation der deskriptiv- und inferenzstatistischen Ergebnisse, inklusive der Überprüfung des Mediationsmodells.

5 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf den Forschungsstand, Erörterung der Limitationen sowie Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Online-Vigilanz, Achtsamkeit, Digitaler Stress, POPC, Digital Natives, Smartphone-Nutzung, Technostress, Medienpsychologie, Mediation, Stressbewältigung, Kognitive Überlastung, Bewusstes Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die ständige Online-Verfügbarkeit (Online-Vigilanz) von Digital Natives zu Stress führt und ob Achtsamkeit dabei helfen kann, diesen Zusammenhang positiv zu beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind das POPC-Phänomen ("permanently online, permanently connected"), die psychologische Konstruktion von Achtsamkeit und die Entstehung von digitalem Stress basierend auf dem transaktionalen Stressmodell.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist zu überprüfen, ob Achtsamkeit als sogenannte intervenierende Variable (Mediator) zwischen dem Stress durch ständige Online-Verfügbarkeit und dem wahrgenommenen Stress wirkt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative Untersuchung mit einem Online-Fragebogen durchgeführt, an der 322 Digital Natives teilnahmen. Die Daten wurden mittels Regressions- und Korrelationsanalysen ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil liefert zunächst den theoretischen Rahmen inklusive Begriffsdefinitionen, stellt dann das Studiendesign vor und analysiert abschließend die Ergebnisse hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Online-Vigilanz, Achtsamkeit, digitaler Stress, POPC, Digital Natives sowie Technostress und kognitive Ressourcen.

Warum ist das "transaktionale Stressmodell" für diese Arbeit wichtig?

Es dient als theoretische Grundlage, um zu erklären, warum objektiv gleiche digitale Anforderungen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich starken Stress auslösen können.

Welches Fazit zieht die Autorin zu Achtsamkeit und Mediennutzung?

Die Autorin empfiehlt einen achtsamen und bewussten Umgang mit digitalen Medien, da dieser helfen kann, vorteilhafte Gewohnheiten aufzubauen und als präventive Maßnahme gegen digitalen Stress und Internetsucht fungiert.

Ende der Leseprobe aus 123 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Achtsamkeit zwischen Online-Vigilanz und wahrgenommenem Stress. Quantitative Untersuchung an einem Sample der Digital Natives
Hochschule
Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft
Note
1,0
Autor
Charlotte Gehm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
123
Katalognummer
V946985
ISBN (eBook)
9783346294500
ISBN (Buch)
9783346294517
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Achtsamkeit Meditation Smartphones Internetabhängigkeit Digitaler Stress Coping Transaktionales Stressmodell Psychologie Internetsucht Smartphonesucht Online-Vigilanz Perceived Stress Scale Mindfulness Problematische Internetnutzung Regression Mediator Intervenierende Variable Bewusstsein Aufmerksamkeit POPC Online-Welt Medienhygiene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charlotte Gehm (Autor:in), 2020, Achtsamkeit zwischen Online-Vigilanz und wahrgenommenem Stress. Quantitative Untersuchung an einem Sample der Digital Natives, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/946985
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