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Going Private - Das Going Private der Friedrich Grohe AG

Title: Going Private - Das Going Private der Friedrich Grohe AG

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bernd Berg (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Hausse an den internationalen Kapitalmärkten Ende des letzten Jahrhunderts führte in Europa zu einem sprunghaften Anstieg der Eigenkapitalbeschaffung durch einen Börsengang, in der Finanzpresse auch IPO oder Going Public genannt. In Deutschland wurde diese Entwicklung durch die Einführung des "Neuen Marktes", eines Börsensegments für dynamische Wachstumsunternehmen, beschleunigt. Viele Unternehmen wurden durch den allgemeinen High-Tech Boom und die sehr hohe Bewertung ihres Firmenwertes durch die Investmentbanken bzw. deren Analysten angelockt und wagten den Sprung an die Börse.

Mittlerweile hat sich jedoch Enttäuschung breitgemacht. Nicht mehr Going Public, sondern Going Private, aus dem englischen übersetzt "Reprivatisierung", heißt der Modetrend. Die Finanzpresse bezeichnet so die Transformation einer Publikumsgesellschaft in eine Privatgesellschaft. Ziel eines Going Private ist also der Rückzug von der Börse. Ein Trend, der sich in Deutschland in den nächsten Jahren zunehmender Bedeutung erfreuen könnte.

Der deutsche Going Private Markt ist bisher im Vergleich zu Amerika oder Großbritannien, wo bereits in den 70-ziger und 80-ziger Jahren ein regelrechter Going-Private-Boom zu verzeichnen war, unterentwickelt. Vor allem angelsächsische Investoren waren bisher am deutschen Going Private Markt unterengagiert. Das konsolidierende Börsenumfeld mit den sinkenden Profitmargen für die Investmentbanken im IPO Geschäft, vor allem aber das neue Übernahmegesetz und die Steuerreform 2002, lassen erwarten, dass Going Privates in Deutschland erheblich an Bedeutung gewinnen werden.
Zielgesellschaften für Going Privates können unterbewertete Aktiengesellschaften oder Eigentümergesellschaften, die in der Börsennotierung für sich keine Funktion mehr sehen, sein. "Wir strampeln uns ab und der Kurs bewegt sich überhaupt nicht"1, so die Klage vieler Firmenchefs, deren Unternehmen die Börse verlassen. Die Beschaffung von Eigenkapitalmitteln über die Börse und viele weitere Vorteile, die man sich von dem Börsengang versprochen hatte, treten nicht ein. Ein Going Private kann die logische Konsequenz sein.
Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst der Begriff Going Private definiert. Es werden Hintergründe und Motive für ein Going Private erläutert und bewertet. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Folgen, die sich durch das neue Übernahmegesetz für den deutschen Going Private Markt ergeben, gelegt. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Going Private

2.1. Entstehung des Begriffes Going Private

2.2. Definition Going Private

3. Motive und Ertragspotentiale eines Going Private

3.1. Funktionslosigkeit des Börsenlistings

3.2. Steuervorteile eines Going Private

3.3. Zugriff auf das Unternehmensvermögen

3.4. Kosten des Börsenlistings

3.5. Squeeze Out

4. Techniken zur Durchführung eines Going Private

4.1. Das reguläre Delisting - Wiederruf der Börsenzulassung

4.2. Das kalte Delisting

5. Umsetzungsformen des Going Private

5.1. Abgrenzung der Begriffe

5.2. MBO und MBI

5.3. LBO

6. Fallstudie: Das Going Private der Friedrich Grohe AG

6.1. Einleitung

6.2. Sichern einer wesentlichen Beteiligung von Grossaktionären

6.2.1. Historie und Eigentümerstruktur der Friedrich Grohe AG

6.2.2. Verkauf der Aktienpakete an einen Finanzinvestor

6.3. Aktienrückkauf und öffentliches Übernahmeangebot

6.4. Kaltes Delisting durch Formwechsel

6.5. Bewertung

7. Ausblick für den deutschen Going-Private-Markt

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert das Phänomen des "Going Private" als strategisches Instrument zur Reprivatisierung von Aktiengesellschaften. Die zentrale Forschungsfrage untersucht die Motive für den Rückzug von der Börse, die verschiedenen methodischen Techniken der Umsetzung sowie die Auswirkungen des regulatorischen Rahmens, illustriert durch die Fallstudie der Friedrich Grohe AG.

  • Analyse der Motive für ein Going Private (u.a. Kostensenkung, Kapitalzugriff)
  • Untersuchung der rechtlichen Techniken wie reguläres vs. kaltes Delisting
  • Vergleich von Umsetzungsformen wie MBO, MBI und LBO
  • Kritische Würdigung der Squeeze-Out-Regelungen nach dem WpUEG
  • Detaillierte Fallanalyse der Friedrich Grohe AG inklusive Bewertung der Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

3.1. Funktionslosigkeit des Börsenlistings

Neben der Kapitalbeschaffungsfunktion soll die Börsennotierung die Funktion erfüllen, einen liquiden Handel der Anteilsscheine zu gewährleisten, den Unternehmenswert zu reflektieren und damit unter anderem die Managementleistung zu kontrollieren. Verliert das Börsenlisting eine oder mehrere der nachfolgend erläuterten Funktionen, so kann dies eine Firma zu einem Delisting durch Going Private veranlassen.

Eine der wichtigsten Funktionen des Börsenlistings ist die Finanzierung von Investitionen durch Eigenkapital. Dabei wird der Aktiengesellschaft im Rahmen der Außenfinanzierung durch eine Kapitalerhöhung Eigenkapital zugeführt. Die Kapitalaufnahmemöglichkeiten sind jedoch bei vielen „kleineren“ Gesellschaften, die nicht im Anlegerfokus stehen, begrenzt. Das Anlegerinteresse steigt proportional zur Marktkapitalisierung eines Unternehmens, wobei im DAX die Unternehmen mit der höchsten Kapitalisierung vorzufinden sind. Aufgrund der erheblich geringeren Marktkapitalisierung der im MDAX und SDAX gelisteten Aktiengesellschaften, spielen diese im Dispositionskalkül der institutionellen Anleger oft überhaupt keine Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den Trend vom "Going Public" hin zum "Going Private" und führt in die Relevanz des Themas auf dem deutschen Kapitalmarkt ein.

2. Der Begriff Going Private: Definiert den Begriff der Reprivatisierung und skizziert dessen historischen Ursprung in den amerikanischen Märkten der siebziger Jahre.

3. Motive und Ertragspotentiale eines Going Private: Analysiert die strategischen Beweggründe wie den Wegfall der Börsenfunktionen, Steuervorteile und die Optimierung des Vermögenszugriffs.

4. Techniken zur Durchführung eines Going Private: Erläutert die methodischen Unterschiede zwischen dem regulären Delisting und dem in der Praxis häufigeren "kalten Delisting".

5. Umsetzungsformen des Going Private: Differenziert zwischen Management-Buy-Out (MBO), Management-Buy-In (MBI) und Leveraged Buy Out (LBO) als primäre Transaktionsformen.

6. Fallstudie: Das Going Private der Friedrich Grohe AG: Bietet eine detaillierte Untersuchung der Transaktion bei der Friedrich Grohe AG von der Übernahme bis zur kritischen Erfolgsbewertung.

7. Ausblick für den deutschen Going-Private-Markt: Prognostiziert die zukünftige Entwicklung unter Berücksichtigung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen und Übernahmeaktivitäten.

Schlüsselwörter

Going Private, Börsenrückzug, Delisting, Friedrich Grohe AG, Squeeze Out, Management Buy Out, MBO, LBO, Leveraged Buy Out, Kapitalmarkt, Reprivatisierung, Übernahmegesetz, Finanzinvestoren, Unternehmensübernahme, Kapitalgesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Strategie des "Going Private", bei der eine börsennotierte Gesellschaft in eine nicht-börsennotierte Gesellschaft transformiert wird, um strategische Ziele besser umsetzen zu können.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Motive für einen Börsenrückzug, die rechtlichen und methodischen Umsetzungsformen sowie die Auswirkungen auf verschiedene Stakeholder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, warum Unternehmen die Börse verlassen und wie diese Prozesse, insbesondere unter Berücksichtigung deutscher Gesetze, effizient vollzogen werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung der Begriffe und Methoden sowie eine detaillierte Fallstudienanalyse der Friedrich Grohe AG zur Illustration der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung der Motive (wie Steuervorteile oder Kosten des Listings), die Gegenüberstellung von Durchführungstechniken und eine vertiefende Fallstudie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Going Private, Squeeze Out, Delisting, LBO (Leveraged Buy Out) und Shareholder Value geprägt.

Welche Rolle spielte die Steuerreform für die Going-Private-Aktivitäten?

Die Steuerreformen ab 2001 haben die steuerlichen Vorteile, die zuvor maßgeblich durch den Rechtsformwechsel in Personengesellschaften erzielt wurden, reduziert und die Rahmenbedingungen für solche Transaktionen verändert.

Wie bewertet der Autor den Verlauf der Fallstudie Friedrich Grohe AG?

Der Autor bewertet die Transaktion insgesamt als erfolgreich, da sie den Beteiligten, insbesondere dem Unternehmen und den Finanzinvestoren, die angestrebte strategische Flexibilität verschaffte.

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Details

Title
Going Private - Das Going Private der Friedrich Grohe AG
College
University of Tubingen  (Lehrstuhl für Bankwirtschaft)
Course
Bankwirtschaftliches Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Bernd Berg (Author)
Publication Year
2002
Pages
29
Catalog Number
V9515
ISBN (eBook)
9783638161992
Language
German
Tags
Going Private Going Private Friedrich Grohe Bankwirtschaftliches Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernd Berg (Author), 2002, Going Private - Das Going Private der Friedrich Grohe AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9515
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