In diesem Unterrichtsentwurf wird ein Stundenkonzept für den katholischen Religionsunterricht am Berufskolleg erstellt. Das Thema der Unterrichtsstunde sind die fünf Säulen des Islam. Die SuS lernen die Alltagsleitregeln für Gläubige im Islam kennen. Ein anschließender Bezug zum Christentum soll nicht die Unterschiede der beiden Weltreligionen in den Mittelpunkt stellen, sondern auf Ähnlichkeiten aufmerksam machen.
Der Religionsunterricht wird an der Schule prinzipiell in Form einer konfessionellen Kooperation erteilt und bietet so allen SuS in allen Schularten und Klassenstufen die Möglichkeit, am Religionsunterricht teilzunehmen. Bei der Klasse 1 BK 1T handelt es sich um eine Klasse des ersten Schuljahres aus dem zweijährigen Berufskolleg für Technik. Das Alter der Lerngruppe liegt zwischen 16 und 20 Jahren. Die Klasse setzt sich aus 24 Schüler und 4 Schülerinnen zusammen. 14 SuS sind katholisch, 5 SuS sind evangelisch und 9 SuS sind muslimisch.
Inhaltsverzeichnis
1. Überblick und zentrales Anliegen
2. Begründungszusammenhänge/Vertiefung
2.1 Rahmenbedingungen und Einbettung der Stunde
2.3 Inhalte
2.4 Gestaltung des Lehr-/Lernarrangements
3. Anhang
3.1 Literaturverzeichnis
3.2 Quellenverzeichnis
3.4 Abbildungsverzeichnis
3.5 Abkürzungsverzeichnis
3.6 Verlaufsplan
3.7 Weitere Materialien
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Unterrichtsentwurfs ist es, den Schülern die fünf Säulen des Islam als zentrale Alltagsleitregeln für gläubige Muslime zu vermitteln und durch einen Vergleich mit dem Christentum Ähnlichkeiten zwischen den beiden Weltreligionen aufzuzeigen, um ein friedvolles Miteinander zu fördern.
- Vermittlung der fünf Säulen des Islam (Schahada, Salat, Zakat, Saum, Hadsch)
- Kompetenzentwicklung (religiöse und personale Urteilsfähigkeit)
- Interreligiöses Lernen durch Vergleich von Christentum und Islam
- Methodische Umsetzung durch Gruppenarbeit und Ergebnissicherung
- Förderung der Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Elementare Strukturen
Die Elementarisierung dient als Kern der Unterrichtsvorbereitung. Zum einen geht es hierbei um die Vereinfachung verschiedener Unterrichteinheiten fokussiert auf die jeweilige Lerngruppe. Zum anderen konzentriert sich die Elementarisierung auf den Kern der Sache – Inhalte sollen auf das Essentielle reduziert werden. Des Weiteren sollen im Religionsunterricht der Glaube und das Leben miteinander verbunden werden.
Im Rahmen des Themenfelds 8 „glauben und hoffen“ habe ich mich innerhalb einer Fülle an Themen aus der Lehrplaneinheit 8.3 „Weltreligionen begegnen“ auf das Thema „Eine Weltreligion im Vergleich mit dem Christentum“ fokussiert. Gezielt habe ich mich für einen Vergleich mit dem Islam entschieden, da dieser mit dem Christentum die am weitverbreitetsten Religionen in unserer Gesellschaft sind und ein respektvoller Umgang innerhalb der Religionen unabdingbar ist. Grundsätzlich finde ich, dass dem Thema „Christentum und Islam“ eine bedeutsame Thematik zugesprochen werden kann, die in jeder Klassenstufe Anwendung finden sollte. Demzufolge sehe ich es als Pflicht an, die Lerngruppe für das Thema zu sensibilisieren. Die 10 Gebote und das Hauptgebot der Gottes- und Nächstenliebe gelten im Christentum für Gläubige als Alltagsregeln. „Die fünf Säulen“ (das Bekennen des Glaubens an Allah, das fünfmalige Gebet am Tag, die Armensteuer, das Fasten im Monat Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka) begleiten das Leben eines Moslems.
Daher ist es notwendig die Lerngruppe mit den Alltagsleitregeln eines Moslems vertraut zu machen, um den Glauben innerhalb dieser Religion offen legen zu können. Da „die fünf Säulen des Islam“ sowohl den moslemischen als auch den christlichen SuS oftmals nur sehr vage oder überhaupt nicht bekannt sind, habe ich mich bewusst für diese Thematik entschieden. Ein anschließender Bezug zum Christentum soll den SuS zeigen, dass die beiden Weltreligionen durchaus Ähnlichkeiten haben. Gleichzeitig bauen die Inhalte dieser Unterrichtsstunde auf die nächste Veranstaltung auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Überblick und zentrales Anliegen: Dieses Kapitel stellt das Thema, den Lehrplanbezug sowie die Lernziele der Unterrichtseinheit vor.
2. Begründungszusammenhänge/Vertiefung: Hier werden die Lerngruppe, die didaktischen Ansätze der Elementarisierung und die Gestaltung des Unterrichts detailliert begründet.
3. Anhang: Dieses Kapitel enthält die Literatur- und Quellenverzeichnisse, das Abbildungsverzeichnis, die Abkürzungen, den tabellarischen Verlaufsplan sowie alle Arbeitsmaterialien.
Schlüsselwörter
Islam, Christentum, fünf Säulen, Weltreligionen, Religionsunterricht, Interreligiöses Lernen, Elementarisierung, Schahada, Gebet, Armensteuer, Ramadan, Pilgerfahrt, Urteilsfähigkeit, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?
Die Arbeit behandelt die Erstellung eines Unterrichtsentwurfs für eine Lehrprobe im Fach Katholische Religionslehre an einem Technischen Berufskolleg zum Thema „Die fünf Säulen des Islam“.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Mittelpunkt stehen die fünf Säulen des Islam und deren Bedeutung für das Leben gläubiger Muslime sowie der Vergleich dieser religiösen Praxis mit christlichen Grundsätzen.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen die fünf Säulen des Islam kennenlernen und befähigt werden, Gemeinsamkeiten zwischen dem Islam und dem Christentum zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vorbereitung genutzt?
Es kommt die Methode der Elementarisierung zum Einsatz, um komplexe religiöse Inhalte auf das Essentielle zu reduzieren und sie für die Lerngruppe zugänglich und bedeutsam zu machen.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?
Nach einem Einstieg durch Brainstorming vertiefen die Schüler das Thema in Gruppenarbeiten zu jeweils einer der fünf Säulen, gefolgt von einer Präsentation und abschließender Anwendung durch den Vergleich zum Christentum.
Welche Kompetenzen sollen bei den Schülern gefördert werden?
Es werden insbesondere die religiöse und die personale Kompetenz adressiert, wobei ein besonderer Fokus auf der Entwicklung der Urteilsfähigkeit gegenüber anderen Religionen liegt.
Warum wurde explizit das Thema „Christentum und Islam“ gewählt?
Aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz und der heterogenen Zusammensetzung der Lerngruppe wird ein respektvoller Umgang und das Verständnis für die jeweils andere Religion als unabdingbar erachtet.
Wie gehen die Schüler mit den unterschiedlichen Leistungsniveaus in der Klasse um?
Die Lehrkraft bildet bewusst leistungsähnlich starke Gruppen und nutzt didaktische Reserven sowie differenzierte Aufgaben, um Unruhe zu vermeiden und alle Schüler aktiv einzubinden.
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- Corinna Seidenberger (Autor), 2016, „Die fünf Säulen des Islam“ (Religion, Berufskolleg), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/952181