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Die Grenzen der Materialverwendung im Amateurfilm am Beispiel des Films "Heimat Deutschland 1933-1945"

Titre: Die Grenzen der Materialverwendung im Amateurfilm am Beispiel des Films "Heimat Deutschland 1933-1945"

Dossier / Travail , 2019 , 18 Pages , Note: 12

Autor:in: Georgia Langton (Auteur)

Filmologie
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Die Untergruppe des Films und Materials mit der sich diese Arbeit beschäftigen wird, ist die des Amateurfilms. Dieser vermag es, die Grenzen zwischen dem professionellen Schöpfen und dem Interesse daran, das festzuhalten was wir erleben und wie wir leben, zu lösen. Es wird die realistische und ‚wirkliche‘ Darstellung der menschlichen Historie, sozialer und gesellschaftlicher Prozesse, die dem Amateurfilm auf vielen Ebenen zugeschrieben werden kann, kritisch evaluiert.

Hierbei stützt sich die Arbeit auf das Schaffen des Amateurfilms im Dritten Reich. Die Frage, nach der sich die folgende Ausarbeitung richtet, ist die nach den Grenzen und der Materialverwendung der Filme aus Zeiten der nationalsozialistischen Diktatur und ob sich heute Schlüsse und historisch-gesellschaftliche Einblicke daraus ergeben. Die Materialverwendung des Amateurfilms und die Grenzen dessen werden anhand des im Jahre 2007 publizierten Films Heimat Deutschland 1933-1945 analysiert. In dem Film unter der Regie von Michael Kuball, werden private Aufnahmen der Zeit, die nie für die Veröffentlichung gedacht waren, in eine Art Dokumentationsfilm zusammengetragen. Er bedient sich dabei an verschiedensten Darstellungen und filmischen Eindrücken, die sich für die Ausarbeitung der Fragestellung der Arbeit eignen. Auch die Filmemacher des verwendeten Materials stammen aus unterschiedlichsten politischen, sozialen und finanziellen Hintergründen. Es werden von Familienfilmen bis hin zu auf Grund der damalig herrschenden Zensur oder des Drehverbots, heimlich aufgenommenes Filmmaterial eingebunden.

Im Verlauf der Arbeit werden auf die Besonderheiten des Amateurfilms eingegangen und mit dem Material der im zweiten Weltkrieg herrschenden Propaganda- und Reichsfilmkultur verglichen. So werden die grundlegenden Eigenschaften, die zu der Entstehung einer alternativen Perspektive des Dritten Reiches führen, herausgearbeitet, um einen tieferen Einblick in die zeitgenössische Kinematographie und dessen suggestive Macht zu erlangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Grundlagen des Amateurfilms

2.1 Definition und Formen

2.2 Materialverwendung

3. Der deutsche Amateurfilm des Dritten Reiches

3.1 Grenzen und Problematiken

3.2 Propaganda- und Amateurfilm: Eine Gegenüberstellung

4. Filmanalyse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial und die Grenzen des Amateurfilms als historische Quelle unter besonderer Berücksichtigung der nationalsozialistischen Diktatur (1933–1945). Ziel ist es, durch die Analyse privater Aufnahmen im Film "Heimat Deutschland 1933-1945" aufzuzeigen, inwieweit Amateuraufnahmen eine alternative, unzensierte Perspektive auf das Zeitgeschehen und den Alltag bieten, und wie sie sich von offiziellem Propagandamaterial unterscheiden.

  • Grundlegende Charakterisierung des Amateurfilms und seiner Abgrenzung zum professionellen Kino
  • Die Problematik der Nutzung privater Filmaufnahmen als historisches Dokument
  • Gegenüberstellung von Amateurfilm und staatlich gesteuertem Propagandafilm
  • Analyse von Fallbeispielen: Herbert Apfelthalers Schulausflug und Hugo Filbrichs Lageraufnahmen
  • Reflexion über die suggestiven Kräfte und die historische Aussagekraft von Amateurmaterial

Auszug aus dem Buch

3.1 Grenzen und Problematiken

Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der Grenzen und Problematiken des Amateurfilms zu Zeiten der nationalsozialistischen Diktatur. Dabei wird sich vor allem auf die Problematiken der Verwendung des Materials als historische Quelle gewidmet. Viele Dokumentationen, die die historische Epoche thematisieren, arbeiten mit und inkludieren Amateurfilmmaterial, „insbesondere das [des] persönlichen Umfeld des Amateurfilmers, das sich in seinen Filmen wiederfindet“ (Ziegler 97). Dem Amateurfilm kommt für die Zeit wahrlich eine Sonderrolle zu, denn mit Hilfe von ihm, ist es möglich sowohl das Grauen des Kriegs, als auch die Darstellung der empfundenen Realität der Gesellschaft aus einer neuen Perspektive der Zeitzeugen zu illustrieren.

Auch Roger Odin setzt sich mit diesem Phänomen und den Einschränkungen der Verwendung auseinander. Er schreibt bezüglich des Familienfilms, dass „the difficulty emerges from the stereotypical character of the home movie”, dass diese Repetitionen im Abgebildeten zu einem „weakening of informational value” führt (Odin 261). Damit wird gemeint, dass der Familienfilm nur das abbildet, was abgebildet werden muss, sprich die Darstellung mit einer Ideologie, in dem Falle die der Familie verbunden ist, die negative und realitätsgetreue Darstellungen vernachlässigt (vgl. ebd.). Diese These lässt sich auch auf Material aus Sicht der Soldaten oder anderen Akteuren anwenden, da sie eine objektive Kriegsberichtserstattung durch die Subjektivität des Filmemachers nicht garantieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Bedeutung des Amateurfilms als Medium zur Festhaltung menschlicher Bewegungen und gesellschaftlicher Prozesse und führt in die Fragestellung zur Materialverwendung während der NS-Diktatur ein.

2.Grundlagen des Amateurfilms: Dieses Kapitel definiert den Amateurfilm, grenzt ihn von professionellen Produktionen ab und beleuchtet die besonderen Anforderungen an die Materialverwendung im Kontext von Familienfilmen und historischen Quellen.

3. Der deutsche Amateurfilm des Dritten Reiches: Hier werden die spezifischen Hürden wie Zensur, technischer Zugriff und ideologische Vereinnahmung analysiert und der Amateurfilm kritisch dem staatlichen Propagandafilm gegenübergestellt.

4. Filmanalyse: Anhand zweier konkreter Beispiele, Aufnahmen eines Schulausflugs von 1940 und Filmmaterial aus einem Kriegsgefangenenlager, wird die historische Relevanz und der unzensierte Charakter des Amateurfilms praktisch demonstriert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Amateurfilm trotz subjektiver Einschränkungen und Zensur ein wertvolles, authentisches Dokument bietet, das für historische Diskurse unersetzlich ist.

Schlüsselwörter

Amateurfilm, Materialverwendung, NS-Diktatur, Propaganda, Familienfilm, historische Quelle, Filmgeschichte, Dokumentationsfilm, Zeitzeugenschaft, Heimkino, Michael Kuball, Heimat Deutschland, Alltag, Zensur, Kinematographie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Amateurfilms als historische Quelle und untersucht dabei besonders die Bedingungen und Grenzen von privatem Filmmaterial in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung des Amateurfilms, die Problematik seiner Nutzung als historische Quelle, der Vergleich mit Propagandafilmen sowie die Analyse realer Filmbeispiele aus dieser Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist zu erforschen, welche Grenzen und Möglichkeiten der Materialverwendung bei Amateurfilmen aus der NS-Zeit existieren und ob daraus heute aussagekräftige historisch-gesellschaftliche Einblicke gewonnen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie auf eine Filmanalyse von exemplarischem Material aus dem Dokumentarfilm "Heimat Deutschland 1933-1945", um die Thesen zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Grundlagen des Amateurfilms, die Analyse der spezifischen Bedingungen (Zensur, Verbote) im Dritten Reich sowie eine detaillierte Filmanalyse anhand von zwei konkreten Amateurfilmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Amateurfilm, NS-Diktatur, historische Quelle, Propaganda, Familienfilm, Filmgeschichte, Zeitzeugenschaft und Materialverwendung.

Inwieweit spielt die Zensur im Dritten Reich eine Rolle für die Amateurfilmer?

Die Zensur schränkte die Möglichkeiten der Amateurfilmer massiv ein; viele Themen, insbesondere Bombardierungen oder kriegskritische Aufnahmen, waren strengstens verboten, was die Überlieferung von authentischem Material erschwerte.

Welche Rolle spielt die subjektive Perspektive des Amateurfilmers bei der Analyse?

Die subjektive Perspektive ist sowohl eine Herausforderung für Historiker – da sie keine objektive Berichterstattung bietet – als auch ein Gewinn, da sie einen unzensierten Einblick in das persönliche Empfinden und den Alltag ermöglicht, den offizielle Propaganda bewusst ausspart.

Was zeigt das Beispiel von Herbert Apfelthaler besonders deutlich?

Sein Film zeigt auf, wie kriegerische Ereignisse und soldatisches Heldentum bereits im Kindesalter innerhalb der Familie eine Überhöhung erfuhren und durch spielerische Inszenierungen auch im Alltag der Jugendlichen präsent waren.

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Résumé des informations

Titre
Die Grenzen der Materialverwendung im Amateurfilm am Beispiel des Films "Heimat Deutschland 1933-1945"
Université
University of Marburg  (Medienwissenschaft)
Cours
Amateurfilmpraktiken
Note
12
Auteur
Georgia Langton (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
18
N° de catalogue
V953427
ISBN (ebook)
9783346297563
ISBN (Livre)
9783346297570
Langue
allemand
mots-clé
Amateurfilm Materialverwendung Analyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Georgia Langton (Auteur), 2019, Die Grenzen der Materialverwendung im Amateurfilm am Beispiel des Films "Heimat Deutschland 1933-1945", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/953427
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Extrait de  18  pages
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