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E-Learning im Strafvollzug. Chancen und Herausforderungen der Lernplattform "E-Learning im Strafvollzug"(elis)

Titel: E-Learning im Strafvollzug. Chancen und Herausforderungen der Lernplattform "E-Learning im Strafvollzug"(elis)

Masterarbeit , 2020 , 125 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sara Förster (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Chancen und Herausforderungen des Lernens es im Strafvollzug gibt. Dafür wird sowohl ein allgemeiner Überblick über E-Learning und Digitalisierung aufgezeigt, als auch detailliert die Lernplattform "elis" untersucht.

In der Erziehungswissenschaft erweisen sich die Freiheitsstrafe sowie Strafgefangene als Klienten der Erwachsenenbildung als Randgebiet. Für ein einheitliches Verständnis über die besonderen Begebenheiten des Strafvollzugs wird zunächst grundlegendes Wissen über die Freiheitsstrafe sowie den Resozialisierungsprozess und das Übergangsmanagement vermittelt. Mit diesem Grundverständnis wird anschließend das Thema Weiterbildung erörtert. Bildung ist für den Resozialisierungsprozess von große Bedeutung. Daher ist es wichtig, die Besonderheiten von Weiterbildung in der Erwachsenenbildung zu erläutern und diese anschließend auf den Strafvollzug zu übertragen. Deshalb werden die spezifischen Herausforderungen der Weiterbildung im Strafvollzug dargestellt.

Ein möglicher Lösungsansatz für die Herausforderungen zeigt sich im E-Learning (s. Kapitel 2.3), was neue Chancen für den Bildungsprozess und auch für die Resozialisierung aufweist. Zur Ausarbeitung der Chancen des digitalen Lernens wird zunächst auf die Bedeutung des Internets in der Gesellschaft sowie auf die Bedeutung von E-Learning außerhalb des Strafvollzugs eingegangen. Die drei bekannten Lehr- und Lerntheorien werden anschließend auf E-Learning bezogen und durch den Konnektivismus als neue Lerntheorie des E-Learnings ergänzt. Mit diesem Vorwissen über E-Learning lässt sich anschließend ein besseres Verständnis über die Begebenheiten von E-Learning im Strafvollzug erlangen. Da E-Learning im deutschen Strafvollzug ausschließlich über die E-Learning-Plattform elis möglich ist, steht diese im Fokus der vorliegenden Arbeit. Um die theoretischen Überlegungen empirisch zu unterstützen, wird auf ein qualitatives Interview zurückgegriffen. Die Auswertung anhand der qualitativen Inhaltsanalyse bringt neue Erkenntnisse, die zu der Weiterentwicklung der E-Learning-Plattform elis beitragen könnten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Freiheitsstrafe im deutschen Strafvollzug

2.1.1 Vollzugsziel

2.1.2 Resozialisierung als Vollzugsziel

2.1.2.1 Sozialisation

2.1.2.2 Resozialisierung

2.1.3 Erhebung zum deutschen Strafvollzug

2.1.4 Freiheitsstrafe aus Sicht der Strafgefangenen

2.1.5 Übergangsmanagement

2.1.5.1 Übergangsmanagement im Strafvollzug

2.1.5.2 Erfolgreicher Übergang nach Oehme und Matt im Vergleich

2.2 Weiterbildung

2.2.1 Bildung und Lernen im Vergleich

2.2.2 Relevanz von Bildung und Lernen im Strafvollzug

2.2.2.1 Herausforderungen und Chancen beim Lernen im Strafvollzug

2.2.2.2 Lösungsansätze zur verbesserten Bildungssituation im Strafvollzug

2.3 E-Learning

2.3.1 Gesellschaftliche Bedeutung des Internets

2.3.2 Bedeutung des E-Learnings

2.3.3 Die Lernplattform als Möglichkeit des E-Learnings

2.3.4 Lehr- und Lerntheorien in Bezug auf E-Learning

3 E-Learning im Strafvollzug am Beispiel der Lernplattform elis

3.1 Die E-Learning Plattform elis

3.2 Einsatzgebiete der E-Learning Plattform elis

3.3 Chancen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf Lernen im Strafvollzug

3.4 Herausforderungen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf den Strafvollzug

4 Empirische Untersuchung

4.1 Planungs- und Entwicklungsphase

4.1.1 Auswahl des Interviewpartners

4.1.2 Entwicklung des Leitfadens

4.2 Auswertungsphase

4.2.1 Interviewauswertung mit der Qualitativen Inhaltsanalyse

4.2.2 Kategorienbildung und Codierung

4.3 Darstellung und Interpretation der empirischen Ergebnisse

4.3.1 Kategorie1: Schule und Bildung im Strafvollzug

4.3.1.1 Lehrkräfte und ihre Tätigkeiten

4.3.1.2 Bildung

4.3.1.3 Schulkurse/ Abschlussmöglichkeiten

4.3.1.4 Möglichkeiten von Bildungsmaßnahmen im Strafvollzug

4.3.1.5 Herausforderung von Bildungsmaßnahmen im Strafvollzug

4.3.2 Kategorie 2: Strafgefangene

4.3.3 Kategorie 3: Digitalisierung

4.3.3.1 Digitalisierungsverständnis im Hinblick auf Lernen

4.3.3.2 Medienkompetenz

4.3.3.3 Digitales Lernen

4.3.4 Kategorie 4: Elis als E-Learning Plattform im Strafvollzug

4.3.4.1 Infrastruktur der Lernplattform elis

4.3.4.2 Aufbau der Lernplattform elis

4.3.4.3 Möglichkeiten der Lernplattform elis

4.3.4.4 Sicherheitssorgen und Sicherheitsvorkehrungen

4.3.4.5 Elis Nutzung anderer Fachdienste

4.3.4.6 Herausforderungen der Lernplattform elis

4.3.4.7 Chancen der Lernplattform elis

4.4 Zusammenführung der Interviewergebnisse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Chancen und Herausforderungen von E-Learning im deutschen Strafvollzug unter besonderer Berücksichtigung der Lernplattform 'elis' zu analysieren und deren Beitrag zum Resozialisierungsprozess sowie zur Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit zu bewerten.

  • Grundlagen des Strafvollzugs und des Resozialisierungsprozesses
  • Bedeutung von Bildung und Weiterbildung für Straffällige
  • Digitalisierung und E-Learning als moderne Bildungsansätze
  • Detaillierte Untersuchung der E-Learning Plattform 'elis' (Struktur, Möglichkeiten, Herausforderungen)
  • Qualitative Interviewanalyse zur Anwendung von 'elis' in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.4 Herausforderungen der E-Learning Plattform elis in Bezug auf den Strafvollzug

Digitales Lernen bringt einige Herausforderungen mit sich, die sowohl während des Strafvollzugs als auch außerhalb von Justizvollzugsanstalten zu finden sind. Dazu zählt der Vorbehalt von einigen Lehrenden gegenüber dem Umgang und der Nutzung digitaler Medien im Unterricht. Diese kennen sich oft selbst nicht ausreichend mit dem Umgang und den Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien aus und stehen digitalen Lernangeboten und Tools daher erst einmal kritisch oder skeptisch gegenüber. Das spiegelt sich auch in der mangelnden Ausbildung des pädagogischen Personals wider, wobei fehlende Medienkompetenz häufig eines der Hauptprobleme darstellt. Aus diesem Grund muss die Medienkompetenz erst erlernt werden, sowohl bei Lehrenden als auch bei den Lernenden (vgl. Haberer et al. 2019, S. 221f.). Bei den Lernenden kommt hinzu, dass einige, je nach Haftlänge, bisher wenig bis keine Erfahrungen mit digitalen Medien gesammelt haben. Aus diesem Grund ist es wichtig, niederschwellige Angebote zu schaffen. Die Vermittlung von Medienkompetenz muss dabei als erstes stattfinden, bevor tiefer in Lerninhalte eingegangen wird (vgl. Bärnthaler 2017, o.S.). Häufig stehen andere Herausforderungen an erster Stelle, wodurch das Vorantreiben des digitalen Lernens vernachlässigt wird. Fehlende Inhalte oder keine durchgängige Abdeckung von Curricula mit digital relevanten Inhalten sowie eine fehlende IT-Ausstattung erschweren das digitale Lernen zusätzlich (vgl. Haberer et al. 2019, S. 222). Zu der IT-Ausstattung gehören neben der Infrastruktur und Bandbreite, auch technische Lösungen, die Sicherheit schaffen und vor Missbrauch schützen. Durch die Digitalisierung in Justizvollzugsanstalten wird häufig ein neues Sicherheitsrisiko als Herausforderung genannt. Es ist zu gewährleisten, dass die Strafgefangenen mit dem eingeschränkten Zugang ins Internet, nicht illegal auf gesperrte Internetseiten gelangen oder sich unerlaubten Kontakt zu anderen ermöglichen. Das IBI hat dafür technische Lösungen entwickelt, die diesem Sicherheitsrisiko entgegenwirken (vgl. Aschemann 2016, o.S.).

Wie in vorherigen Kapiteln beschrieben, sind viele der Strafgefangenen Analphabeten oder Menschen mit geringer Grundbildung. Auf dem Markt gibt es nur wenige digitale Lernangebote für Erwachsene mit niedrigem Bildungsstand und gleichzeitig einer Gestaltung und Aufarbeitung, die für Erwachsene ansprechend ist. Das erschwert die Zusammenstellung der Lerninhalte für die Strafgefangene, die meist wenig Bildung in der Vergangenheit erfahren haben (vgl. Haberer et al. 2019, S. 227).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Digitalisierung im Strafvollzug ein und benennt die Relevanz für den Resozialisierungsprozess.

2 Grundlagen: Hier werden theoretische Grundlagen zu Freiheitsstrafe, Resozialisierung, Weiterbildung sowie dem E-Learning-Konzept im Kontext der Erwachsenenbildung gelegt.

3 E-Learning im Strafvollzug am Beispiel der Lernplattform elis: Dieses Kapitel widmet sich der spezifischen Lernplattform 'elis' und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Herausforderungen im Strafvollzug.

4 Empirische Untersuchung: Die empirische Untersuchung präsentiert die Ergebnisse eines qualitativen Experteninterviews zur Nutzung von 'elis' und analysiert diese inhaltsanalytisch.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für den Strafvollzug und gibt Ausblicke auf zukünftige Optimierungspotenziale.

Schlüsselwörter

Strafvollzug, Resozialisierung, E-Learning, elis, Digitale Medien, Bildung, Medienkompetenz, Übergangsmanagement, Strafgefangene, Qualitative Inhaltsanalyse, Digitalisierung, Lernplattform, Erwachsenenbildung, IT-Sicherheit, Soziale Integration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz, die Chancen und die Herausforderungen von E-Learning im Kontext des deutschen Strafvollzugs, speziell am Beispiel der Lernplattform 'elis'.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft die Bereiche Strafvollzug und Resozialisierung mit der Erwachsenenbildung und dem digitalen Lernen, um zu evaluieren, wie digitale Medien zur Wiedereingliederung beitragen können.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Chancen und Herausforderungen sich durch den Einsatz der Lernplattform 'elis' für Strafgefangene und das Justizpersonal ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative empirische Untersuchung, konkret ein Leitfadeninterview mit einer Lehrkraft in einer JVA, welches mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Strafvollzug, Bildung, E-Learning) und die Analyse der Plattform 'elis', gefolgt von der empirischen Darstellung und Interpretation der Forschungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Strafvollzug, Resozialisierung, E-Learning, Medienkompetenz, Digitalisierung, elis, und Übergangsmanagement.

Warum ist die Medienkompetenz bei der Nutzung von 'elis' so kritisch?

Viele Strafgefangene verfügen über keine oder nur geringe Erfahrungen mit digitalen Medien. Eine fundierte Vermittlung von Medienkompetenz ist daher eine notwendige Basisvoraussetzung, bevor fachbezogene Lerninhalte überhaupt effektiv bearbeitet werden können.

Wie geht 'elis' mit Sicherheitsbedenken im Strafvollzug um?

Die Plattform ist als geschlossenes System (Intranet) konzipiert, das über ein zentrales Rechenzentrum des IBI verwaltet wird. Der Internetzugang ist stark reglementiert und erfolgt über Whitelists, um jeglichen unerwünschten Kontakt nach außen oder Missbrauch zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 125 Seiten  - nach oben

Details

Titel
E-Learning im Strafvollzug. Chancen und Herausforderungen der Lernplattform "E-Learning im Strafvollzug"(elis)
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,3
Autor
Sara Förster (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
125
Katalognummer
V956101
ISBN (eBook)
9783346299758
ISBN (Buch)
9783346299765
Sprache
Deutsch
Schlagworte
e-learning strafvollzug chancen herausforderungen lernplattform
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sara Förster (Autor:in), 2020, E-Learning im Strafvollzug. Chancen und Herausforderungen der Lernplattform "E-Learning im Strafvollzug"(elis), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956101
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