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Reproduktion von sozialen Ungleichheiten im Bildungssystem anhand von Bourdieus Theorie

Titre: Reproduktion von sozialen Ungleichheiten im Bildungssystem anhand von Bourdieus Theorie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2019 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Ferdi Schwed (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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In der Arbeit soll anhand von Bourdieus Theorie sozialer Ungleichheit erläutert werden, inwiefern sich soziale Ungleichheiten im Bildungssystem reproduzieren. Dafür werden zuerst die Grundbegriffe seiner Theorie erklärt, um daraufhin die Mechanismen des fortgesetzten Ausschlusses in der Schule darzulegen. Zum Schluss wird noch kritisch auf die Funktion der Schule eingegangen.

Nach Bordieu ist der Erfolg im Bildungssystem beziehungsweise das Erlangen höherer Bildungszertifikate nach wie vor von der Beherrschung der Unterrichtssprache, der außerschulischen (Vor-)Bildung, der Lernmotivation und den habitualisierten Lerngewohnheiten abhängig. Dies bedeutet, dass Unterschiede zwischen einzelnen Kindern hinsichtlich ihrer ökonomischen, sozialen und kulturellen Ressourcen in der Schule von essentieller Bedeutung sind.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundbegriffe

2.1 Kapitalformen

2.2 Der soziale Raum, Lebensstile und Habitus

3. Mechanismen des fortgesetzten Ausschlusses

3.1 Übertragung des kulturellen Kapitals

3.2 Bildungsaspirationen und Erwartungen der Eltern

4. Die Funktionsweise der Schule

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Theorie von Pierre Bourdieu, durch welche Mechanismen soziale Ungleichheiten im Bildungssystem reproduziert werden und warum diese trotz Bildungsexpansion fortbestehen.

  • Analyse der verschiedenen Kapitalformen nach Bourdieu (ökonomisches, kulturelles, soziales und symbolisches Kapital).
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sozialem Raum, Lebensstil und Habitus.
  • Darlegung der Mechanismen des fortgesetzten Ausschlusses durch ungleiche Startvoraussetzungen.
  • Erörterung des Einflusses familiärer Bildungsaspirationen auf den Schulerfolg.
  • Kritische Beleuchtung der Funktion der Schule als Institution zur Legitimierung von Ungleichheit.

Auszug aus dem Buch

2.1 Kapitalformen

In Bourdieus Theorie spielt nicht lediglich das ökonomische Kapital eines Individuums, sondern auch kulturelles und soziales Kapital eine entscheidende Rolle bei der Positionierung im sozialen Raum (vgl. Burzan 2007, S.127). So betont er die Bedeutsamkeit des Kapitals in seinem Werk folgendermaßen:

„Die zu einem bestimmten Zeitpunkt gegebene Verteilungsstruktur verschiedener Arten und Unterarten von Kapital entspricht der immanenten Struktur der gesellschaftlichen Welt, d.h der Gesamtheit der ihr innewohnenden Zwänge, durch die das dauerhafte Funktionieren der gesellschaftlichen Wirklichkeit bestimmt und über die Erfolgschancen der Praxis entschieden wird.“ (Bourdieu 1983, zit. n. Burzan 2007, S.127)

Neben dem ökonomischen Kapital, worunter Bourdieu materiellen Reichtum aber auch Eigentum, Besitz und Vermögen versteht, gilt es bei seiner Theorie noch zwischen kulturellem und sozialem Kapital zu differenzieren (vgl. Schroer 2017, S.321). Beim kulturellen Kapital handelt es sich um den zentralen Punkt seiner Einordnung der Kapitalsorten. Dabei müssen wiederum drei Unterformen des kulturellen Kapitals unterschieden werden. Beim inkorporierten Kulturkapital handelt es sich vorallem um verinnerlichtes sowie körpergebundenes Kapital in Form von Bildung (vgl. ebd., S.321). Hierbei ist ein langfristiger Prozess gemeint, in welchem Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben oder Rechnen angeeignet werden. Dabei muss sich das Individuum selbst mit all seinen Kräften bemühen um sich immer wieder neues Wissen anzueignen (vgl. ebd, S.321). Da das inkorporierte Kapital zu einem festen Bestandteil der Person geworden ist, kann es auch nicht verkauft, vererbt oder verschenkt werden (vgl. ebd, S.322).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit sozialer Ungleichheit im Bildungssystem trotz Bildungsexpansion und führt in die Fragestellung ein, inwiefern dies durch Bourdieus Theorie erklärt werden kann.

2. Theoretische Grundbegriffe: Dieses Kapitel definiert zentrale Konzepte wie die verschiedenen Kapitalformen, den sozialen Raum, Lebensstile und den Habitus als Basis für das Verständnis sozialer Positionierung.

3. Mechanismen des fortgesetzten Ausschlusses: Hier wird erläutert, wie kulturelles Kapital übertragen wird und welchen Einfluss elterliche Aspirationen und Erwartungen auf den Bildungserfolg der Kinder haben.

4. Die Funktionsweise der Schule: Das Kapitel analysiert, wie die Schule durch ihre Struktur und Beurteilungskriterien soziale Unterschiede ignoriert und dadurch bestehende Ungleichheiten legitimiert und reproduziert.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Pierre Bourdieu, Bildungssystem, Kulturelles Kapital, Sozialer Raum, Habitus, Bildungsexpansion, Chancengleichheit, Bildungsaspiration, Kapitalformen, Inkorporiertes Kapital, Sozialer Ausschluss, Begabungsideologie, Institutionalisiertes Kapital, Schulerfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie soziale Ungleichheiten im Bildungssystem durch die Theorie von Pierre Bourdieu erklärt und warum diese trotz Reformen und Bildungsexpansion reproduziert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die verschiedenen Kapitalformen (kulturell, sozial, ökonomisch), die Bedeutung des sozialen Raums, das Konzept des Habitus sowie die institutionelle Rolle der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie unterschiedliche soziale Startbedingungen und kulturelle Ressourcen dazu führen, dass Bildungserfolg nach wie vor stark von der sozialen Herkunft abhängt.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Soziologie von Pierre Bourdieu, ergänzt durch Fachliteratur und Studien zu Bildungschancen in Deutschland.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Bourdieus Begrifflichkeiten expliziert und angewendet, um die Mechanismen aufzuzeigen, durch die Schüler aus privilegierten Verhältnissen strukturelle Vorteile gegenüber Kindern aus Volksklassen genießen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Habitus, kulturelles Kapital, soziale Ungleichheit, Bildungschancen und die Begabungsideologie.

Warum spielt das kulturelle Kapital bei Bourdieu eine so entscheidende Rolle für den Schulerfolg?

Da die Schule laut Bourdieu kulturelle Ungleichheiten ignoriert und ihre Anforderungen an einem spezifischen, bildungsnahen Habitus ausrichtet, haben Kinder mit entsprechendem kulturellem Erbe signifikante Vorteile.

Wie wirkt sich laut der Arbeit die "Begabungsideologie" auf benachteiligte Schüler aus?

Die Begabungsideologie dient als Legitimationsinstrument, das Schulerfolg als reine Einzelleistung darstellt, wodurch benachteiligte Schüler ihre Lage fälschlicherweise als Resultat mangelnder eigener Begabung wahrnehmen.

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Résumé des informations

Titre
Reproduktion von sozialen Ungleichheiten im Bildungssystem anhand von Bourdieus Theorie
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Note
1,3
Auteur
Ferdi Schwed (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
15
N° de catalogue
V956426
ISBN (ebook)
9783346297723
ISBN (Livre)
9783346297730
Langue
allemand
mots-clé
reproduktion ungleichheiten bildungssystem bourdieus theorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ferdi Schwed (Auteur), 2019, Reproduktion von sozialen Ungleichheiten im Bildungssystem anhand von Bourdieus Theorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956426
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Extrait de  15  pages
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