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Die Citizens' Jury New South Wales. Die Integration von Mini-Publics in parlamentarische Ausschussarbeit

Chancen zur Stärkung der Rolle von Mini-Publics im Rahmen politischer Entscheidungsprozesse

Title: Die Citizens' Jury New South Wales. Die Integration von Mini-Publics in parlamentarische Ausschussarbeit

Term Paper , 2020 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Yannick Uppenbrink (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Sogenannte „Mini-Publics“ bilden seit dem „deliberative turn“, der Hinwendung zu deliberativen Demokratieformen im Bereich der Politischen Theorie, einen vielversprechenden Ansatz innerhalb des vielfältigen Spektrums „neuartiger“ Demokratieformen, die unter dem Begriff der „Demokratischen Innovationen“ (DI) gefasst werden und zum Ziel haben, dem „Normal“-Bürger über konventionelle Verfahren hinaus, eine Möglichkeit der „direkteren“ Einflussnahme auf den politischen Prozess zu bieten. In Abgrenzung zu anderen DI – wie beispielsweise Referenden oder „Bürgerhaushalte“ – zeichnen sich deliberative Mini-Publics, von denen es wiederum zahlreiche sich leicht unterscheidende Modellformen gibt, grundsätzlich durch die Deliberation repräsentativ ausgewählter BürgerInnen in kleinen Gruppen zu einer bestimmten politischen Thematik aus. (...)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Theoretischer Hintergrund

4. Das Fallbeispiel: Die Citizens’ Jury New-South-Wales

5. Chancen der Anbindung von Mini-Publics an legislative Politikprozesse

6. Risiken und Probleme

7. Ideen zur Stärkung der Rolle von Mini-Publics

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, wie durch die institutionelle Einbindung von deliberativen Mini-Publics in parlamentarische Ausschussarbeit die Rolle und der Einfluss von Bürgerbeteiligung in repräsentativen Systemen gestärkt werden kann, wobei das Fallbeispiel der Citizens’ Jury in New South Wales aus den Jahren 2011/2012 als zentraler Analysegegenstand dient.

  • Deliberative Demokratie und demokratische Innovationen
  • Institutionalisierung und „Coupling“-Konzepte
  • Integration von Mini-Publics in die legislative Arbeit
  • Chancen und Risiken bei der Verknüpfung von Bürgerbeteiligung und parlamentarischem Entscheidungsprozess
  • Strategien zur Stärkung der Wirksamkeit von Bürgerempfehlungen

Auszug aus dem Buch

4. Das Fallbeispiel: Die Citizens’ Jury New South Wales

Das Fallbeispiel stammt aus dem Jahre 2011/2012. Australien gilt ohnehin als Vorreiter der Integration von Demokratischen – vor allem deliberativen – Innovationen in das governmental decision making in erster Linie auf Bundesstaats-Ebene, häufig im Bereich der Umweltpolitik (environmental issues), wie es auch auf die Mini-Public in NSW zutrifft (vgl. Michels 2011: 281ff.). Zunächst sollen überblicksartig die Hintergründe des Projektes erläutert werden, ehe der Blick etwas genauer auf das „Design“ und die Anbindung der Mini-Public an den politischen Prozess fallen soll.

Beim ältesten Parlament Australiens im bevölkerungsreichsten Bundesstaat New South-Wales handelt es sich um ein Zwei-Kammern-Parlament, bestehend aus dem Unterhaus, der parlamentarischen Versammlung (Legislative assembly), und dem Oberhaus (Legislative Council), dem parlamentarischen Rat. Die Abgeordneten beider Kammern werden alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt und es herrscht eine starke Parteidisziplin. Als legislatives Organ besitzt es für den Bundesstaat weitreichende Entscheidungs- und Gesetzgebungskompetenzen, unter anderem im Bereich der Gesundheit, Bildung, Strafverfolgung, Umweltschutz sowie – für den behandelten Fall zentral – die Energieversorgung (vgl. NSW Parliament 2020).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der mangelnden Wirksamkeit von Mini-Publics und Vorstellung der zentralen Fragestellung zur institutionellen Integration in Entscheidungsprozesse.

2. Aktueller Forschungsstand: Überblick über die Literatur zu den Auswirkungen von Mini-Publics auf politische Entscheidungsprozesse und das „Coupling“-Konzept.

3. Theoretischer Hintergrund: Theoretische Herleitung der Notwendigkeit einer Verknüpfung deliberativer Elemente mit den machtausübenden Stellen in repräsentativen Systemen.

4. Das Fallbeispiel: Die Citizens’ Jury New South Wales: Detaillierte Darstellung des Prozesses und Designs der Citizens’ Jury im Kontext des Public Accounts Committee in New South Wales.

5. Chancen der Anbindung von Mini-Publics an legislative Politikprozesse: Analyse der Potenziale, die sich durch die Einbindung von Bürgerperspektiven in die parlamentarische Ausschussarbeit ergeben.

6. Risiken und Probleme: Diskussion der Gefahren, wie etwa der Instrumentalisierung von Mini-Publics durch politische Eliten oder des „Cherry-Pickings“ von Empfehlungen.

7. Ideen zur Stärkung der Rolle von Mini-Publics: Vorschläge für innovative Designs und Mechanismen, um den Einfluss von Bürgerbeteiligungsformaten nachhaltig zu erhöhen.

8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse der Fallstudie.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der im Text verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Mini-Publics, Demokratische Innovationen, Deliberative Demokratie, Citizens' Jury, New South Wales, Politischer Entscheidungsprozess, Parlamentsausschuss, Institutionelles Design, Coupling, Repräsentative Demokratie, Bürgerbeteiligung, Makro-politischer Uptake, Legislative, Politikberatung, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen einer institutionellen Verknüpfung von deliberativen Bürgerbeteiligungsformaten, sogenannten Mini-Publics, mit der parlamentarischen Ausschussarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die deliberative Qualität, das Konzept des „Coupling“ (Verknüpfung), die Rolle von parlamentarischen Ausschüssen und die Frage nach der effektiven Integration von Bürgerimpulsen in legislative Prozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, welche Chancen die Integration von Mini-Publics in die parlamentarisch-legislative Arbeit hinsichtlich der Stärkung der Rolle und des Einflusses von Bürgerbeteiligung auf politische Entscheidungsprozesse bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Fallstudien-Analyse (Case-Study), basierend auf der Auswertung des Projekts „Citizens’ Jury New South Wales“ (2011/2012) und der Diskussion einschlägiger Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung des Fallbeispiels in Australien sowie eine kritische Abwägung der Chancen und Risiken bei der Integration in parlamentarische Ausschüsse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mini-Publics, Demokratische Innovationen, institutionelles Design, legislatives Coupling und politische Partizipation.

Warum wurde gerade die Citizens’ Jury in New South Wales als Fallbeispiel gewählt?

Dieses Beispiel gilt als Pionierprojekt, bei dem eine Mini-Public formal an die Arbeit eines ständigen parlamentarischen Ausschusses (Public Accounts Committee) angebunden wurde.

Welche Rolle spielt das „Cherry-Picking“ in dieser Arbeit?

Das „Cherry-Picking“ wird als zentrales Risiko identifiziert, bei dem politische Entscheidungsträger lediglich diejenigen Empfehlungen der Bürger aufgreifen, die ihrer eigenen politischen Agenda entsprechen, während kontroverse Themen ignoriert werden.

Wie bewertet die Arbeit die Zukunft von Mini-Publics?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine verstärkte Institutionalisierung sinnvoll und notwendig ist, wobei insbesondere Ausschüsse als geeignete Schnittstellen für die Autorisierung von Bürgerempfehlungen dienen könnten.

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Details

Title
Die Citizens' Jury New South Wales. Die Integration von Mini-Publics in parlamentarische Ausschussarbeit
Subtitle
Chancen zur Stärkung der Rolle von Mini-Publics im Rahmen politischer Entscheidungsprozesse
College
University of Stuttgart  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Democratic Innovations
Grade
2,0
Author
Yannick Uppenbrink (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V956772
ISBN (eBook)
9783346307088
ISBN (Book)
9783346307095
Language
German
Tags
Democratic Innovations Mini-Public Mini-Publics Demokratie Demokratieforschung New South Wales Citizen Jury Politische Theorie Setälä Hendriks Mansbridge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yannick Uppenbrink (Author), 2020, Die Citizens' Jury New South Wales. Die Integration von Mini-Publics in parlamentarische Ausschussarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/956772
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