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Die Reform des Substitutionsrechts und ihre Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker

Titel: Die Reform des Substitutionsrechts und ihre Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker

Bachelorarbeit , 2018 , 91 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Egly (Autor:in)

Medizin - Pharmakologie, Arzneimittelwesen, Pharmazie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Reform des Substitutionsrechts und den daraus resultierenden Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen dem substituierenden Arzt und der öffentlichen Apotheke im Rahmen der Substitutionstherapie.

Durch die Reform sollen vor allem Therapiemöglichkeiten ausgeweitet und verbessert werden sowie eine gewisse Rechtssicherheit für die substituierenden Ärzte geschaffen werden. Die Richtlinie wurde von der bundesärztlichen Suchtgruppe „Sucht und Drogen“, der sächsischen Landesärztekammer und einer weiteren ärztlichen Expertengruppe erarbeitet. Um entsprechende Rechtssicherheit für die beteiligten Parteien zu schaffen und einen gewissen Anreiz für die Ärzteschaft zur Teilnahme an der Substitutionstherapie zu erwirken, beschloss das Bundeskabinett am 15. März 2017 die „Dritte Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung“, deren Änderungen zum 30. Mai 2017 in Kraft getreten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Die Substitutionstherapie

I. Erlaubnis des Verkehrs von Betäubungsmitteln

II. Voraussetzungen zur Einleitung der Substitutionstherapie

1. Opioidabhängigkeit des Patienten

a) Abgrenzung Opiate/Opioide

b) Abhängigkeit

2. Anforderungen an den Substitutionsarzt

a) Konsiliarregelung

b) Vertretungsfall

3. Nutzen-Risiko-Abwägung

4. Patientenaufklärung

a) Rechtliche Vorgaben

b) Medizinische Inhalte

III. Bestimmung der Therapieziele

IV. Auswahl des Substitutionsmittels

1. Methadon

2. Levomethadon

3. Buprenorphin

4. Codein/Dihydrocodein

V. Dokumentation und Meldung

VI. BtM-Rezept

C. Die wichtigsten Änderungen der BtMVV

I. Verschreibung und Einnahme des Substitutionsmittels

1. Sichtbezug

2. „Kleiner“ Take-Home-Bedarf

3. „Großer“ Take-Home-Bedarf

a) Fortführung der Sieben-Tages-Regelung

b) Eigenverantwortliche Einnahme für bis zu 30 Tage

c) Novum „Mischrezept“

II. Einbeziehung der Bundesärztekammer

1. Richtlinienkompetenz der BÄK

2. Verlagerung der Dokumentationspflichten

a) Dokumentationspflichten des Arztes

b) Dokumentationspflichten des Apothekers

III. Vereinbarung zwischen Arzt und Apotheker

D. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker

I. Substitutionsverschreibung und Einnahme des Substitutionsmittels

1. Reduzierung des bürokratischen Aufwands

2. Freie Apothekenwahl

a) Zuweisungsverbot – Arzt

b) Zuweisungsverbot – Apotheker

c) Antikorruptionsgesetz

aa) Heilberufe – Staatlich geregelte Ausbildung

bb) Vorteil für sich oder einen Dritten

cc) Tathandlung

dd) Unrechtsvereinbarung

ee) Unlautere Bevorzugung

d) Retaxierungsrisiko

Stellungnahme

II. Missbrauchsrisiko

1. Schweigepflicht

a) Einschränkung der Schweigepflicht – Interessenabwägung

b) Einschränkung der Schweigepflicht – Erklärung zur Entbindung

Stellungnahme

III. Mischrezept und Ausweitung des Take-Home-Bedarfs

Stellungnahme

IV. Verlagerung der Dokumentationspflichten

1. Dokumentationspflichten des Arztes

2. Dokumentationspflichten des Apothekers

Stellungnahme

V. Vergütung

1. Vergütung des Arztes

2. Vergütung des Apothekers

a) Vergütungsfrage Take-Home-Bedarf

b) Vergütungsfrage Mischrezept

Stellungnahme

VI. Einbeziehung der Apotheker

Stellungnahme

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Reform des Substitutionsrechts (basierend auf der Dritten Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung) und analysiert deren Auswirkungen auf das professionelle Verhältnis sowie die Zusammenarbeit zwischen substituierenden Ärzten und öffentlichen Apotheken. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die Neuregelungen – wie die Einführung des Mischrezepts und erweiterte Take-Home-Regelungen – die Praxis der Suchttherapie verändern und welche rechtlichen sowie organisatorischen Herausforderungen für die beteiligten Akteure entstehen.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Substitutionstherapie und der BtMVV-Reform
  • Auswirkungen der neuen Dokumentationspflichten auf Arztpraxen und Apotheken
  • Analyse der Schnittstelle zwischen ärztlicher Verordnung und pharmazeutischer Abgabe
  • Strafrechtliche Risiken im Kontext des Antikorruptionsgesetzes bei Kooperationen
  • Wirtschaftliche Aspekte und Vergütungsfragen in der substitutionsgestützten Behandlung

Auszug aus dem Buch

C. Die wichtigsten Änderungen der BtMVV

Essenzielle Reformziele bilden die Anpassung bestehender Regelungen an aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft sowie die Verbesserung praktischer Bedürfnisse und Abläufe im Rahmen der Substitutionstherapie. Da dies eine offene und weit gefasste Zielformulierung darstellt, werden im Folgenden ausschließlich die relevantesten Änderungen des Substitutionsrechts betrachtet, die mittel- oder unmittelbare Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker begründen.

I. Verschreibung und Einnahme des Substitutionsmittels

Enthalten Arzneimittel bestimmte Wirkstoffe in einer gewissen Menge, die eine ärztliche Überwachung notwendig machen, bedarf es zur Abgabe nach §§ 48, 49 AMG einer ärztlichen Verschreibung. § 48 AMG begründet einerseits eine Verschreibungspflicht für die dort genannten Arzneimittel und gleichermaßen ein Abgabeverbot für diese, sofern keine gültige Verschreibung vorliegt. Diese allgemeinen Regeln der Verschreibungspflicht gelten ebenso im Bereich der Substitutionstherapie, wobei immer die speziellen Regelungen des Betäubungsmittelrechts beachtet werden müssen. Die in der Substitutionstherapie eingesetzten Betäubungsmittel der Anlage III des BtMG dürfen ausschließlich auf Grundlage einer ärztlichen Verschreibung auf einem BTM-Rezept abgegeben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Ziele der Reform des Substitutionsrechts, insbesondere die Steigerung der Rechtssicherheit für Ärzte sowie die Verbesserung der Therapiemöglichkeiten für Opioidabhängige.

B. Die Substitutionstherapie: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen, Voraussetzungen für die Einleitung der Therapie, die Patienteneignung sowie die Anforderungen an den Substitutionsarzt und die Auswahl des Substitutionsmittels.

C. Die wichtigsten Änderungen der BtMVV: Hier werden die zentralen Neuerungen der BtMVV-Reform dargestellt, insbesondere Regelungen zu Sichtbezug, Take-Home-Bedarf, Mischrezepten sowie die Kompetenzverlagerung hin zur Bundesärztekammer.

D. Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker: Dieser Hauptteil analysiert die praktischen Folgen der Reform für die Kooperation zwischen den Akteuren, inklusive bürokratischer Aspekte, des Antikorruptionsgesetzes, der Schweigepflicht, möglicher Missbrauchsrisiken und der Vergütungsstruktur.

E. Fazit: Das Fazit bewertet die Auswirkungen der Reform, zeigt noch bestehende Rechtsunsicherheiten auf und empfiehlt eine aktivere Einbindung der Apothekerschaft in zukünftige Gesetzgebungsprozesse.

Schlüsselwörter

Substitutionstherapie, BtMVV, Betäubungsmittel, Opioidabhängigkeit, Mischrezept, Take-Home-Bedarf, Sichtbezug, Arzt-Apotheker-Kooperation, Antikorruptionsgesetz, Dokumentationspflichten, BtM-Rezept, Gesundheitsrecht, Suchtmedizin, Vergütung, Schweigepflicht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Reform des Substitutionsrechts, insbesondere der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV), auf die Zusammenarbeit zwischen substituierenden Ärzten und öffentlichen Apotheken.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Substitutionstherapie, die neuen Verschreibungsmöglichkeiten (insbesondere Take-Home und Mischrezepte), die Dokumentationspflichten, die Rolle des Antikorruptionsgesetzes sowie die Vergütung der ärztlichen und pharmazeutischen Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen der Reform auf das professionelle Verhältnis und die Rechtsbeziehung zwischen Arzt und Apotheker zu beleuchten, Probleme in der praktischen Umsetzung zu identifizieren und Lösungsansätze zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse der relevanten Gesetze und Verordnungen sowie auf einem Praxisbezug, der durch zwei Expertengespräche mit Apothekern untermauert wird.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Neuregelungen der BtMVV, der Verlagerung von Zuständigkeiten zur Bundesärztekammer und den Auswirkungen dieser Veränderungen auf die tägliche Praxis der Patientenversorgung.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Substitutionstherapie, BtMVV, Mischrezept, Take-Home-Bedarf, Sichtbezug, Antikorruptionsgesetz, Schweigepflicht und Dokumentationspflichten.

Welches Problem ergibt sich durch das neue "Mischrezept" für die Praxis?

Das Mischrezept erlaubt die Kombination von Sichtvergabe und Take-Home-Bedarf auf einer Verschreibung. Dies schafft Unsicherheiten in der Dokumentation und Abrechnung, da unklar bleibt, in welcher Situation ein Patient gleichzeitig für eigenverantwortliche Einnahme stabil genug, aber für Sichtbezug kontrollbedürftig sein soll.

Warum wird die Rolle der Bundesärztekammer durch die Reform kritisch betrachtet?

Durch die Verlagerung von Kompetenzen zur Bundesärztekammer wird die Ärzteschaft gestärkt, während die Interessen der Apotheker – trotz gestiegener Anforderungen an Dokumentation und Kooperation – oft nicht ausreichend berücksichtigt werden, was zu einer einseitigen Belastung führen kann.

Ende der Leseprobe aus 91 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Reform des Substitutionsrechts und ihre Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,0
Autor
Nadine Egly (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
91
Katalognummer
V962438
ISBN (eBook)
9783346311894
ISBN (Buch)
9783346311900
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reform substitutionsrechts auswirkungen verhältnis arzt apotheker
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Egly (Autor:in), 2018, Die Reform des Substitutionsrechts und ihre Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Arzt und Apotheker, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962438
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Leseprobe aus  91  Seiten
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