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Der gläserne Kunde: Anwendungsbeispiele, Probleme und Lösungsansätze der Generierung von Daten zum Nachfragerverhalten im Internet

Title: Der gläserne Kunde: Anwendungsbeispiele, Probleme und Lösungsansätze der Generierung von Daten zum Nachfragerverhalten im Internet

Seminar Paper , 2001 , 25 Pages , Grade: gut

Autor:in: Dr. Carsten Wendelstorf (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Im Geburtsjahr des Internets 1969 sollte dies zunächst den Austausch von Daten zwischen Forschern erleichtern. Bei einer ersten öffentlichen Demonstration anlässlich einer Konferenz in Washington 1972 unterhielt sich ein aus künstlicher Intelligenz entwickelter Psychiater am MIT mit einem paranoiden Computer in Stanford. Diese Vorführung war der Startschuss für das Wachstum und den Ausbau des weltweiten Netzes, genannt Internet. Wenig später lieferte das TCP (Transmission Control Protocol) die notwendige universelle Sprache für den Datenaustausch zwischen einzelnen Rechnern. Von nun ab entwickelte sich das Internet zu dem heutigen weltumspannenden Kommunikationsnetz mit den fast unbegrenzten Möglichkeiten des gegenseitigen Datenaustausches und Zugriffsmöglichkeiten durch jedermann zu jeder Zeit und von fast jedem Ort der Welt 1.
Aus diesem enormen Kommunikationspotential entstand in den letzten Jahren die sogenannte ,,New Economy", welche viele Bereiche der bisherigen Geschäfts-beziehungen und Abwicklungsmöglichkeiten grundlegend änderte. Es entwickelte sich der neue Geschäftsbereich ,,Elektronic Commerce", bei dem man unter einer allgemeinen Perspektive alle Formen der elektronischen Geschäftsabwicklung über öffentliche oder private Computernetze versteht 2. Eine weitreichendere Definition findet sich in Kotler/Bliemel3: ,,Electronic Commerce ist ein Konzept zur Nutzung von bestimmten Informations- und Kommunikationstechnologien zur elektronischen Integration und Verzahnung von Wertschöpfungsketten und unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen". Im Informations- und Geschwindigkeitspotential zeigt sich die Möglichkeit des Internets tiefgreifende Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft auszulösen 4. Die weltweiten Umsatzprognosen zeigen einen exponentiellen Verlauf und sollen im Jahr 2002 bei ca. 1200 Mrd. $ liegen 5.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Entwicklung, Einfluss und Möglichkeiten des Internets

1.2 Fragen, Probleme und Nutzung des größten Datenspeichers der Welt, dem Internet

1.3 Ziele und Vorgehensweise der Untersuchung „Der gläserne Kunde?“

2. Begriffsdefinitionen und Sichtweisen

2.1 Was bedeutet der Begriff „gläserner Kunde“?

2.2 Sichtweisen bei der Generierung von Daten

2.3 Was bedeutet Nachfrageverhalten im Internet?

3. Möglichkeiten der Generierung von Daten zum Nachfrageverhalten im Internet

3.1 Reaktive Untersuchungsverfahren, die Kombination klassischer Methoden mit denen des Internets

3.2 Nicht-reaktive Untersuchungsverfahren, die neuen Methoden des Internetzeitalters

3.2.1 Online-Beobachtung mit Hilfe der Log-file-Analyse

3.2.2 Online Beobachtung mit Hilfe von Cookies

3.2.3 Die Analyse des Navigationsverhaltens

3.2.4 Weitere Möglichkeiten der online Nutzer-Beobachtung

4. Analyse der Probleme und mögliche Lösungsansätze

4.1 Probleme und Lösungsansätze aus der Sicht des Kunden

4.2 Probleme und Lösungen aus Sicht der Unternehmen

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser wissenschaftlichen Arbeit besteht in der Untersuchung der Methoden zur Generierung von Daten über das Nachfrageverhalten im Internet sowie der damit verbundenen Interessenkonflikte zwischen Unternehmen und Kunden. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie sich die neuen Möglichkeiten der Datenerhebung auf die Privatsphäre des Nutzers auswirken und welche Lösungsansätze für den Interessenkonflikt zwischen datenhungrigen Unternehmen und dem Wunsch nach Anonymität der Kunden bestehen.

  • Entwicklung und Potential des Internets als Informationsspeicher und Kommunikationsnetz.
  • Differenzierung zwischen reaktiven und nicht-reaktiven Methoden der Datengenerierung.
  • Analyse der technischen Möglichkeiten zur Nutzerverfolgung (Log-Files, Cookies, Navigationsanalyse).
  • Gegenüberstellung der unterschiedlichen Problemwahrnehmungen aus Kunden- und Unternehmenssicht.
  • Zukunftsperspektiven im Spannungsfeld zwischen individualisiertem One-to-One-Marketing und Datenschutz.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Online-Beobachtung mit Hilfe der Log-file-Analyse

Eines der am weitesten verbreiteten Verfahren zur Analyse des Nutzer-Verhaltens ist die Analyse seines Log-files. Bei jedem Klick im Internet sendet der Computer des Nutzers einen sogenannten Log-file an den Rechner der Internet-Seite. In diesem Log-file erkennt der Rechner

- unter welcher IP-Adresse ein Website-Besucher im Internet ist

- aus welchem Top-Level-Domain-Bereich der Besucher kommt

- welchen Browser er verwendet

- auf welcher Seite der Besucher vorher war

- wann der Besucher die Seite aufsucht und verlässt

- und welche Seiten angefordert werden.

Sollte der Besucher sich einlogen, so werden diese Daten ebenfalls preisgegeben. Die tatsächliche Identität des Besuchers erfährt der Zielrechner jedoch noch nicht, sondern nur die vom Provider zugeteilte IP-Adresse. Erst durch einen Einlog-Vorgang oder sonstiges preisgeben der eigenen Identität kann die IP-Adresse einer realen Person zugeordnet werden. Genau dies erfolgt z.B. durch das Einlogen bei den meisten E-Mail Anbietern. Direktbanken bei denen man sich logischer bei der Nutzung einlogen muss, nutzen dieses Analyseverfahren im großen Maßstab. Ca. 75 % der Banken nutzen in regelmäßigen Abständen die Zugriffsstatistiken ihrer Kunden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Evolution des Internets von einem Forschungswerkzeug zu einem globalen Handels- und Kommunikationsmedium und führt in die Problematik des „gläsernen Kunden“ ein.

2. Begriffsdefinitionen und Sichtweisen: Definiert den Begriff des gläsernen Kunden und beleuchtet die divergierenden Sichtweisen von Unternehmen und Konsumenten auf die Datengenerierung.

3. Möglichkeiten der Generierung von Daten zum Nachfrageverhalten im Internet: Unterscheidet methodisch zwischen klassischen, reaktiven Erhebungsverfahren und neuen, oft unbewussten, nicht-reaktiven Beobachtungsmethoden.

4. Analyse der Probleme und mögliche Lösungsansätze: Erörtert die ethischen und rechtlichen Konflikte der Datenverwertung und diskutiert Lösungsansätze für beide Interessengruppen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die technologische Entwicklung und prognostiziert eine zunehmende Akzeptanz von personalisiertem Marketing bei gleichzeitigem Wandel traditioneller Datenschutz-Denkweisen.

Schlüsselwörter

Gläserner Kunde, Internet, Nachfrageverhalten, Datenerhebung, Online-Marketing, Log-file-Analyse, Cookies, Privatsphäre, Datenschutz, CRM, One-to-One-Marketing, Data Mining, Nutzerprofil, E-Commerce, Anonymität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die zunehmende Transparenz des Internetnutzers gegenüber Unternehmen durch moderne Methoden der Datengenerierung und die daraus resultierenden Spannungsfelder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die technischen Instrumente zur Verhaltensbeobachtung, die unterschiedlichen Interessen von Unternehmen und Kunden sowie die ethischen und rechtlichen Grenzen des Datenschutzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Methoden der Datengenerierung im Internet zu systematisieren und aufzuzeigen, wie diese zur Erstellung detaillierter Nutzerprofile führen und welche Lösungskonzepte für den Interessenkonflikt existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener Untersuchungsverfahren (reaktiv vs. nicht-reaktiv) im Rahmen der Online-Marktforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Technologien wie Log-file-Analysen, Cookies und Navigationsverhaltensanalysen und diskutiert deren Auswirkungen auf die Privatsphäre sowie unternehmerische Lösungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind der „gläserne Kunde“, E-Commerce, Datenmining, Online-Tracking-Methoden sowie das Spannungsverhältnis zwischen technologischem Fortschritt und Datenschutz.

Welche Rolle spielen Cookies bei der Beobachtung?

Cookies dienen als kleine Textdateien dazu, das Nutzerverhalten über Webseiten hinweg zu verfolgen, wodurch Unternehmen den Besucher bei Rückkehr wiedererkennen und Profile erstellen können.

Warum ist die jüngere Generation weniger besorgt um den Datenschutz?

Die jüngere Generation ist mit der Technologie aufgewachsen und priorisiert häufig den Nutzen von personalisierten Diensten (wie intelligente Einkaufsassistenten) gegenüber dem Schutz der eigenen Daten.

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Details

Title
Der gläserne Kunde: Anwendungsbeispiele, Probleme und Lösungsansätze der Generierung von Daten zum Nachfragerverhalten im Internet
College
University of Hagen  (Betriebswirtschaftliches Institut)
Course
Electronic Commerce
Grade
gut
Author
Dr. Carsten Wendelstorf (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V9626
ISBN (eBook)
9783638162777
Language
German
Tags
Electronic Commerce gläserne Kunde Marketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Carsten Wendelstorf (Author), 2001, Der gläserne Kunde: Anwendungsbeispiele, Probleme und Lösungsansätze der Generierung von Daten zum Nachfragerverhalten im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9626
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