Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der Balanced Scorecard in das strategische Management eines Unternehmens und die daraus resultierenden positiven sowie negativen Effekte für die Praxis.
Um ein Unternehmen zielgerichtet strategisch führen zu können, benötigt das Management verdichtete Informationen, auf deren Grundlage Entscheidungen getroffen werden können. Ähnlich wie im Inneren eines Flugzeugcockpits, in dem der Pilot über die Instrumente jederzeit über die Lage und den Kurs des Flugzeugs informiert wird, dienen im Unternehmen Kennzahlensysteme dazu, die Unternehmensführung jederzeit über die Lage und desiderabel auch über den Kurs in Kenntnis zu setzen. Die Balanced Scorecard beleuchtet zusätzlich zu monetären (harte) auch nicht-monetäre (weiche) Faktoren, die die eigentlichen Wertetreiber darstellen, die für den Erfolg der finanziellen Aspekte sorgen. Durch die Integration weicher Faktoren ist es möglich, Strategie und Ziele des Unternehmens direkt in das operative Geschäft zu übertragen. Dadurch gelingt es, eine Strategie auf kleinere Ebenen herunterzubrechen, sie zu kommunizieren und somit auch den Mitarbeitern im täglichen Geschäft verständlich zu machen. Die Balanced Scorecard trennt sich vom reinen Kennzahlensystem: Sie bildet vielmehr ein umfassendes strategisches Managementsystem auf dessen Basis fundierte strategische Führung ermöglicht wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2. Die BSC als integrativer Bestandteil der strategischen Unternehmensführung
2.1 Einführung in das strategische Management
2.2 Historische Entwicklung der Balanced Scorecard
2.3 Perspektiven der Balanced Scorecard
2.4 Strategisches Management mit der Balanced Scorecard
2.5 Grenzen in der Anwendung
3. Die Balanced Scorecard in der Praxis
3.1 Ausgangssituation der Siemens AG
3.2 Analyse der Einführung der Balanced Scorecard
3.3 Schlussfolgerung und Handlungsempfehlung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Integration der Balanced Scorecard (BSC) in das strategische Management eines Unternehmens darzustellen und die daraus resultierenden Effekte für die Praxis aufzuzeigen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie die BSC als ganzheitliches Steuerungsinstrument genutzt werden kann, um Strategie und operatives Geschäft effektiv zu verbinden.
- Grundlagen des strategischen Managements und der Balanced Scorecard
- Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard und ihre Ursache-Wirkungsbeziehungen
- Methoden der Strategieumsetzung und Performance-Messung
- Praxisbeispiel: Einführung und Anwendung der BSC bei der Siemens AG
- Kritische Analyse von Anwendungsgrenzen und Erfolgsfaktoren
Auszug aus dem Buch
2.3 Perspektiven der Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard umfasst in ihrer Grundkonzeption vier Perspektiven: Finanzperspektive, Kundenperspektive, Interne Prozessperspektive, Lern- und Erfolgsperspektive.
Diese Perspektiven stellen die Blickwinkel dar, aus denen das Unternehmen betrachtet werden kann. Wie bereits der Name signalisiert, bilden sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den relevanten Aspekten und sollen so eine einseitige Betrachtung verhindern. Empfohlen werden pro Perspektive maximal 25 Kennzahlen, die in einem direkten Zusammenhang stehen und eine Konzentration auf Schlüsselgrößen zulassen. Diese Größenordnung sollte nicht überschritten werden, um einer Datenflut und der damit einhergehenden Unübersichtlichkeit vorzubeugen.
Die Besonderheit der BSC besteht darin, dass die Unternehmung nicht strikt an die grundsätzlichen Vorgaben gebunden ist. Die BSC ist vielmehr als Schablone zu sehen, die auf das individuelle Unternehmen abgestimmt wird. Sind die vier Perspektiven nicht suffizient um alle relevanten Bereiche des Unternehmens abzudecken, können Sie, sofern dies zum Erfolg der Unternehmensstrategie beiträgt, um weitere Perspektiven ergänzt werden. Somit wird es keine zwei Unternehmen geben, die die exakt gleiche BSC nutzen, sondern vielmehr jeweils eine auf ihren individuellen Bedarf abgestimmte Version. Zentraler Punkt der BSC ist die Vision & Strategie. Um diese zu erreichen muss jedes Unternehmen passend ausgerichtete Ziele mit relevanten Messkriterien und Maßnahmen erstellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Dynamik im globalen wirtschaftlichen Umfeld und führt die Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Unternehmensführung ein.
2. Die BSC als integrativer Bestandteil der strategischen Unternehmensführung: Hier werden die theoretischen Grundlagen des strategischen Managements, die Historie der BSC sowie deren vier zentrale Perspektiven und deren Anwendung im Unternehmen detailliert analysiert.
3. Die Balanced Scorecard in der Praxis: Dieses Kapitel veranschaulicht die praktische Implementierung der BSC am Beispiel der Siemens AG, von der Ausgangslage über die Analyse bis hin zu den erzielten Ergebnissen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der BSC als etabliertes Managementinstrument zusammen und betont die Notwendigkeit einer individuellen Anpassung sowie eines hohen Planungsaufwands.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategisches Management, Performance Measurement, Unternehmensstrategie, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Kennzahlensysteme, Siemens AG, Strategieumsetzung, Ursache-Wirkungskette, Wertetreiber, Change-Management, Unternehmenserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Balanced Scorecard als ein zentrales Instrument zur strategischen Steuerung von Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das strategische Management, die methodische Struktur der BSC, deren Implementierung in Organisationen und die praktische Anwendung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es darzustellen, wie die BSC genutzt werden kann, um eine Unternehmensstrategie in das operative Geschäft zu übertragen und dadurch den langfristigen Erfolg zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Grundlagen und einer praxisorientierten Fallstudie am Beispiel der Siemens AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des strategischen Managements und der BSC sowie die Analyse der praktischen Anwendung und deren Herausforderungen bei Siemens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Kernbegriffen gehören Balanced Scorecard, Strategisches Management, Kennzahlensysteme, Performance Measurement und Unternehmenserfolg.
Warum ist die BSC bei der Siemens AG besonders relevant?
Die Siemens AG dient als Praxisbeispiel, um zu zeigen, wie ein weltweit agierender Konzern die BSC einsetzt, um die Lücke zwischen Strategie und operativem Geschäft zu schließen.
Welche Rolle spielt die Kommunikation bei der Einführung einer BSC?
Kommunikation ist entscheidend, um Akzeptanz bei den Mitarbeitern zu schaffen und sicherzustellen, dass die strategischen Ziele im Tagesgeschäft verstanden und umgesetzt werden.
Gibt es Grenzen bei der Anwendung der Balanced Scorecard?
Ja, eine der Grenzen ist die Gefahr der Vereinfachung bei komplexen Unternehmenskulturen; zudem ist eine individuelle Anpassung anstatt einer pauschalen Übernahme ("One size fits all") zwingend erforderlich.
Wie trägt die BSC zur Vermeidung von Fehlentscheidungen bei?
Durch die Verbindung von finanziellen und nicht-finanziellen Faktoren in Ursache-Wirkungsketten ermöglicht die BSC eine ganzheitliche Sicht, die kurzfristiges Handeln auf langfristige Strategieziele ausrichtet.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2015, Die Balanced Scorecard als Instrument der strategischen Unternehmensführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963124