Die Rolle der Mutter in den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm


Hausarbeit, 2019

29 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Sozialgeschichtlicher Kontext der Kinder- und Hausmärchen
2.1 Die Rolle der Mutter im Biedermeier
2.2 Die Rolle der Frau im Umfeld der Brüder Grimm

3 Typisierung der Mutterfigur
3.1 Fürsorgliche Mütter
3.1.1 Verstorbene Mütter
3.1.2 Gute lebende Mütter
3.1.3 Die Hexe als gute Mutter
3.2 Großmütter
3.3 Ambivalente Mütter
3.3.1 Schlechte leibliche Mütter
3.3.2 Böse leibliche Mütter
3.4 Stiefmütter
3.4.1 Die Stiefmutter als böse Mutter
3.4.2 Die Stiefmutter als gute Mutter
3.5 Schwiegermütter

4 Figurenbildung der Mutter durch Redaktion
4.1 Intention der Brüder Grimm
4.2 Idealisierung von Mutterschaft durch Figurenbildung
4.2.1 Die Verlagerung des Bösen
4.2.2 Die Tilgung des Bösen
4.2.3 Die Überhöhung des Guten
4.3 Ambivalenzen in der Figurenbildung der Mutter

5 Funktion der Mutterfigur

6 Auswertung

7 Literaturverzeichnis

1 Einführung

Die Kinder-und Hausmärchen der Brüder Grimm wurden weltweit übersetzt und gehören bis heute zu den beliebtesten deutschen Erzählungen. Sie wurden in allen Gesellschaftsschichten von Generation zu Generation weitergegeben und rufen bei uns Kindheitserinnerungen wach. Besonders die „Kleine Ausgabe“, die erstmals 1825 gedruckt wurde, machte aus den Kinder -und Hausmärchen das bekannteste Vorlesebuch für Kinder. In vielen dieser Märchen spielt die Mutter eine zentrale Rolle, ihre Darstellung prägt somit auch das Mutterbild von ganzen Generationen.

Die vorgelegte Hausarbeit befasst sich mit der Rolle der Mutter in den Kinder –und Hausmärchen der Brüder Grimm und geht folgenden Fragen nach: Wie werden die Mutterfiguren in den Kinder-und Hausmärchen dargestellt? Inwieweit wird durch diese Darstellung das Mutterideal des 19. Jahrhunderts abgebildet?

In einem Bilderbuch mit lyrischen Texten wird dieses Mutterideal in folgendem Gedicht Konrad Drehers von 1860 abgebildet:

Das Mutterglück macht überreich, / Ob hoch, ob nieder, das ist gleich,

Das ist die Lieb‘, die immer gibt, / Die ohne jede Grenze liebt.

Die selbstlos Gut und Leben schenkt, / Und nimmer an sich selber denkt.1

Zunächst soll die Idealisierung der Mutter in ihrem sozialgeschichtlichen Kontext beleuchtet werden, wobei auch der Einfluss der Frauen im persönlichen Umfeld der Brüder Grimm kurz aufgezeigt wird. Der Schwerpunkt der Arbeit wird darauf liegen, die Mutterfigur im Blick auf das Mutterideal nach Typen einzuteilen und die Abwandlung der Mutterfigur durch die Redaktion der Brüder Grimm zu untersuchen. Dabei wird auf die Intention der Brüder Grimm bei ihrer Arbeit an der Märchensammlung eingegangen. Es werden Textanalysen und Textvergleiche herangezogen, die über redaktionelle Bearbeitungen der Quellen, über die Auswahl von Erzählungen und über Textanpassungen in den verschiedenen Auflagen der Kinder -und Hausmärchen Aufschluss geben sollen. Außerdem soll die Frage aufgeworfen werden, inwieweit Interpretationsansätze der Funktion der Mutterfigur gerecht werden können. In einer abschließenden Zusammenfassung sollen die Ergebnisse der Untersuchung ausgewertet werden.

2 Sozialgeschichtlicher Kontext der Kinder- und Hausmärchen

Die Märchensammlung der Brüder Grimm entstand im frühen 19. Jahrhundert und fiel in eine Epoche, die von enormen sozialgeschichtlichen Veränderungen und einer beginnenden Neuordnung der Familie geprägt war.

Durch die Industrialisierung kam es zu einer Umstrukturierung der Arbeitswelt. Die Schaffung von Produktionsstätten mit Maschinen führte dazu, dass Arbeits- und Familienleben zu getrennten Bereichen wurden. Die Hausgemeinschaften in Handwerk und Bauerntum, in denen die Eltern und die Kinder mit den jeweiligen Arbeitskräften zusammenlebten und -arbeiteten, wurden abgelöst. Der Arbeitsplatz wurde in Manufakturen und Fabriken mit Lohnarbeitern verlagert.2

Die Trennung von Erwerbs- und Familienleben sowie der zunehmende Wohlstand des Bürgertums führten dazu, dass sich eine Mittelschicht etablierte, in der die Aufgaben der Frau auf den Haushalt und die Kindererziehung beschränkt blieben. Das Bild der treusorgenden Gattin, tüchtigen Hausfrau und liebevollen Mutter wird in der bürgerlichen Gesellschaft des Biedermeiers zum Ideal der Frau erhoben; die private Häuslichkeit wird zum Wert an sich.3

Rölleke weist daraufhin, dass „die Grimmschen Märchen große Bereiche menschlicher und seelischer Wirklichkeit abspiegeln.“4 Die Stiefmutter im Märchen verweist auf die jahrhundertelangen sozialen Lebensbedingungen von Müttern und Kindern. Auch im Bürgertum des späten 18. Jahrhunderts war die Frau zu ihrer finanziellen Absicherung auf eine Heirat angewiesen.5 Die hohe Müttersterblichkeit im Wochenbett führte dazu, dass viele Kinder einer angeheirateten Ersatzmutter anvertraut wurden.6

2.1 Die Rolle der Mutter im Biedermeier

Eine innige Mutter-Kind-Beziehung war bis zum späten 18. Jahrhundert nicht die Regel. Badinter sieht darin eine Schutzreaktion der Eltern auf die hohe Kindersterblichkeit.7 Es war üblich, das Kind nach der Geburt einer Amme oder einem Hospital zu übergeben, obwohl die meisten Kinder unter diesen Umständen bereits im ersten Lebensjahr starben. Blieb das Kind in der Obhut der Mutter, war die Sterberate der Säuglinge nur halb so hoch.8

So wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts das Mutterbild neu definiert.9 Das staatliche Interesse war darauf ausgerichtet, die Kindersterblichkeit zu senken. Daher sollten die Mütter die Hauptverantwortung für die Pflege der Kinder übernehmen.10 Im öffentlichen Diskurs wurde die Mutterschaft idealisiert und „als Lebensziel und -aufgabe, aber auch als Pflicht der Frauen gepriesen.“11

Der Philosoph und Pädagoge Jean-Jacques Rousseau nahm mit seinem 1762 erschienenen Buch Emile ou de l‘éducation maßgeblich Einfluss auf das neue Idealbild der Mutter. Für ihn ist Muttersein die ‚natürliche Bestimmung‘ der Frau.12 „Der Mythos vom Mutterinstinkt und der spontanen Liebe einer jeden Mutter zu ihrem Kind“ wird propagiert.13 Fehlt es der leiblichen Mutter an Liebe für ihr Kind, macht sie sich eines Verbrechens schuldig.14 Rousseau sah das Mutterideal in der Natur verwirklicht, besonders im Mutterinstinkt der Tiere, der „nicht durch den Egoismus der Frau abgelenkt ist“.15 Wer die Rolle der aufopfernden Mutter nicht übernehmen wollte, sah sich dem Vorwurf ausgesetzt, widernatürlich zu handeln und wurde als schlechte Mutter gebrandmarkt.16 Das von Rousseau geprägte Mutterbild führt dazu, dass „Mutterschaft ein heiliges Amt“ wird. Die gute Mutter nimmt auch „Schmerzen und Leiden“ auf sich17, Mütter sind die „naturgegebenen Hüterinnen der Moral und der Religion.“18 Ihre Erziehung hat zum Ziel, ihren Kindern Verhaltensweisen einzuprägen, die sie zur Einhaltung von bürgerlichen Normen wie Fleiß und Ehrgeiz befähigen und ihnen einen angemessenen sozialen Status sichern.19 Somit zieht die ideale Mutter des 19. Jahrhunderts gute Bürger heran und wirkt an der Bildung der biedermeierlichen Gesellschaft mit.

2.2 Die Rolle der Frau im Umfeld der Brüder Grimm

Die Märchensammlung der Brüder Grimm zählt zu den Werken der Romantik und wurde zwischen 1812/15 und 1857 in sieben Auflagen veröffentlicht20, wobei die Erzählungen von den Brüdern Grimm redaktionell bearbeitet wurden.21 Nach Rölleke ist es schwierig einzuschätzen, inwieweit das Umfeld der Brüder Grimm diese Redaktionsarbeit beeinflusst hat. Das Frauenbild der jungen Brüder mag von Mutter, Tante und Schwester geprägt sein,22 da der Vater früh verstarb. In der Märchensammlung der Brüder Grimm ist aber keine Erzählung aus Kinderzeiten der beiden zu finden.23 Hildebrandt weist auf den „Mutterkult“ hin, den die Geschwister Grimm nach dem Tod der Mutter pflegten.24 Die Brüder Grimm verblieben lebenslang in einer engen Arbeits- und Hausgemeinschaft, die auch durch die Heirat Wilhelms mit der anspruchslosen Dortchen Wild nicht beeinträchtigt wurde.25 Sie pflegten aber auch freundschaftlichen Kontakt zu selbstbewussten Frauen wie Bettina von Arnim.26

Die Märchen wurden den Brüdern Grimm zum großen Teil von jungen Frauen des Bildungsbürgertums zugetragen. Sie stammen also aus einer weiblich dominierten Erzähltradition, was sich entscheidend auf die Auswahl der Erzählungen auswirkte.27 Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass nicht wenige Märchen der Brüder Grimm aus der Perspektive der Frau erzählt sind.

3 Typisierung der Mutterfigur

„Die Polarisation in gut und böse“ ist charakteristisch für das Märchen. Die jeweiligen Figuren zeichnen sich durch ihr Handeln als gut oder böse aus, wobei es zur Stereotypisierung der Personen kommen kann.28 In ihrem Buch Mütter und Anti-Mütter in den Märchen der Brüder Grimm beschreibt Nathalie Blaha-Peillex zwei gegensätzlich dargestellte Muttercharaktere, die den Kategorien gut oder böse zugeordnet werden können.29 Im Folgenden sollen die verschiedenen Muttertypen, die in den Kinder-und Hausmärchen der Auflage von 1857 vorkommen, im Blick auf diese Polarisierung an einzelnen Beispielen näher beleuchtet werden.30

3.1 Fürsorgliche Mütter

Eine fürsorgliche Mutter ist selbstlos und kümmert sich unermüdlich um das Wohlergehen ihrer Kinder. Sie erzieht sie umsichtig und möchte ihnen eine Zukunft in Glück und Wohlstand ermöglichen. Eine fürsorgliche Mutter ist somit nach biedermeierlichen Vorstellungen auch eine gute Mutter.

3.1.1 Verstorbene Mütter

In der Auflage von 1857 finden sich vierzehn verstorbene Mütter.31 Ihr Tod wird in manchen Erzählungen zu Beginn zumindest erwähnt, so sagt zum Beispiel in KHM 11 Brüderchen zu Schwesterchen: “[S]eit die Mutter tot ist, haben wir keine gute Stunde mehr“.32 Leibliche Mütter, die zu Beginn des Märchens sterben, tragen hingegen auch zum Verlauf der Handlung bei. In KHM 21 Aschenputtel verspricht die sterbende Mutter beispielsweise ihrer Tochter ihren mütterlichen Beistand über den Tod hinaus. Dieses Versprechen wird durch einen Baum auf dem Grab der Mutter eingelöst, von dem aus ein weißer Vogel Aschenputtel alle ihre Bitten erfüllt.33

Durch die Stiefmutter, die ihre Mutterrolle nicht einnimmt, wird die Güte der toten Mutter noch betont, „die verstorbenen Mütter sind generell wesensgut dargestellt“34. Sie werden idealisiert, auch da es zu keinen Konflikten mehr mit ihnen kommen kann. Somit erhalten sie „den Status einer heiligen Frau“35.

Eine besonders stark ausgeprägte Fürsorglichkeit weist die Figur der vom Tod zurückkehrenden Mutter auf. Es sind die Heldinnen, die als junge Mütter von ihren Schwiegermüttern oder ihrer Stiefmutter umgebracht werden und nachts zu ihrem Säugling zurückkehren, um ihn zu stillen. (KHM 11, KHM 13) . “Nicht einmal der Tod kann sie davon abhalten, ihre Mutterpflichten zu erfüllen“36.

3.1.2 Gute lebende Mütter

Eine besondere Rolle kommt den lebenden guten Müttern zu, die ihrer mütterlichen Fürsorge nicht nachkommen können, da der Vater in Konflikt mit den gemeinsamen Kindern kommt.

Die Mutter, die auch dann nicht agiert, als der Vater die Tochter weggibt (KHM 3 Das Marienkind) oder sie verstümmelt (KHM 31 Das Mädchen ohne Hände) oder ihr Leben gefährdet (KHM 169 Das Waldhaus) oder sie im Wald aussetzen lässt (KHM 179 Die Gänsehirtin am Brunnen), wird nur als Frau beziehungsweise Königin bezeichnet. Die beiden Mütter in KHM 169 und KHM 179 beklagen sich zwar und trauern um ihre Töchter, haben also Muttergefühle, können ihre Kinder aber nicht schützen. Sie handeln jedoch nach dem Ideal der Ehefrau des 19. Jahrhunderts, indem sie sich nicht gegen ihren Ehemann auflehnen, sodass sie aus der Sicht ihrer Zeitgenossen zu den guten Müttern gezählt werden können.37

Umso bemerkenswerter ist die Handlungsweise der Mutter in KHM 9 Die zwölf Brüder. Sie ist sowohl der Tochter als auch ihren zwölf Söhnen eine liebende Mutter, warnt ihre Söhne vor dem Mordanschlag ihres Vaters und verhilft ihnen zur Flucht. Trotz ihres Schmerzes über den Verlust ihrer Söhne durch die Geburt eines Mädchens, wendet sie sich nicht von ihrer Tochter ab. Sie kommt damit dem Ideal der selbstlosen Mutterliebe sehr nahe.38

3.1.3 Die Hexe als gute Mutter

Eine klare Abgrenzung zwischen Hexenfiguren und Stiefmüttern kann nicht vorgenommen werden. Im Folgenden sollen aber die Hexenfiguren nur in ihrer Rolle als leibliche Mütter behandelt werden. Nach Blaha-Peillex stellen die Hexenfiguren in den Kinder-und Hausmärchen die „Verkörperung des Bösen“ dar.39

Daher kann die Darstellung einer Hexe als gute Mutter herausfordernd sein. Dennoch kann eine Hexenmutter eine intakte Mutter-Tochter-Beziehung führen (KHM 122 Der Krautesel), sich für das zukünftige Glück ihrer leiblichen Tochter einsetzen (KHM 134 Die sechs Diener), die Schönheit ihrer Tochter preisen (KHM 49 Die sechs Schwäne).40

Gemessen an dem Mutterideal des 19. Jahrhunderts, das die Bindung zwischen Mutter und Tochter und die mütterliche Fürsorge ins Zentrum stellt, können also bestimmte Hexenfiguren als gute Mütter eingeordnet werden.

3.2 Großmütter

In den Kinder-und Hausmärchen treten Großmütter nur in drei Erzählungen auf, wobei sie sich als fürsorgliche Mutterfiguren erweisen. Sie agieren aber ausschließlich in ihrer Beziehung zu den Enkelkindern. In zwei Erzählungen tritt der Teufel als Enkelkind auf, der als Inbegriff des Bösen in starkem Kontrast zu der liebevollen und hilfreichen Figur der Großmutter steht (KHM 29 Der Teufel mit den drei goldenen Haaren, KHM 125 Der Teufel und seine Großmutter).41

Die Großmutter wird ihrer Rolle als gute Frau damit gerecht, dass sie den Helden hilft und sie vor dem Teufel beschützt. Sie übernimmt mütterliche Pflichten, indem sie das Haus in Ordnung hält und für das Essen des Teufels sorgt.42

Lediglich in KHM 26 Rotkäppchen entspricht die Großmutter als bettlägerige, alte Frau gängigen Vorstellungen. Die Großmutter hat eine innige Beziehung zu ihrer kleinen Enkelin. Die besonders große Liebe der Großmutter drückt sich auch in den vielen Geschenken für Rotkäppchen aus, das ihre Großmutter sehr gerne besucht.43

So weisen die Großmütter Eigenschaften auf, die zum mütterlichen Rollenverhalten im 19. Jahrhundert gehören.

3.3 Ambivalente Mütter

Das Rollenbild der fürsorglichen Mutter hat sich im Bürgertum des 19. Jahrhunderts tief eingeprägt. „Die gute Mutter ist liebevoll oder sie ist keine Mutter.“44 Sie verhält sich vorbildlich, kennt weder Zorn noch Ungeduld45. Mütter, die dieser Rolle nicht gerecht werden, gelten als schlechte oder böse Mütter.46 So sind leibliche Mütter mit ambivalentem Verhalten durchweg negativ konnotiert.

3.3.1 Schlechte leibliche Mütter

Schlechte leibliche Mütter lassen mütterliche Eigenschaften vermissen und ihr Fehlverhalten hat für sie und ihre Kinder weitreichende Konsequenzen.

Die Mutter kommt zum Beispiel ihrer Rolle als mütterliche Beschützerin ihres kleinen Kindes nicht nach. Ihr Kind wird entführt, während sie schläft (KHM 76 Die Nelke 47 und KHM 51 Fundevogel). Einen Mangel an Autorität zeigt die Mutter in KHM 43 Frau Trude, denn sie kann ihre eigenwillige Tochter nicht davon abhalten, in den Wald zu der Hexe Frau Trude zu gehen.48 Eine andere Mutter weist einen Mangel an Geduld beziehungsweise Selbstbeherrschung auf. Sie verwünscht ihre kleine unruhige Tochter, die auf ihrem Arm nicht stillhält, sodass diese sich in einen Raben verwandelt (KHM 93 Die Rabe). 49 Eine Schwangere kann ihre unstillbare Gier nach den Rapunzeln aus dem Garten der Zauberin nicht bezwingen, so dass ihr Mann in einer Situation, die ihm ausweglos erscheint, der Zauberin das ungeborene Kind verspricht (KHM 12 Rapunzel).50

[...]


1 Thomas Eden (1989): Die Bürger und die Erfindung der mütterlichen Liebe. In: Gottfried Mergner und Peter Gottwald (Hgg.): Liebe Mutter - böse Mutter. Angstmachende Bilder von der Mutter in Kinder- und Jugendbüchern. Neuaufl. Oldenburg: Bibliotheks- und Informationssystem der Univ. Oldenburg, 29-44; hier S. 42, zit. n. Franz Pocci; Konrad Dreher (1919): Kunterbunt. Mit lustigen Versen und Erzählungen. Luxusausg. München: Dietrich.

2 Vgl. Ingeborg Weber-Kellermann (1983): Frauenleben im 19. Jahrhundert. Empire und Romantik, Biedermeier, Gründerzeit. München: Beck, S. 12 f.

3 Vgl. ebd., S. 49 f.

4 Heinz Rölleke (2004a): Die Frau in den Märchen der Brüder Grimm. In: Heinz Rölleke (Hg.): Die Märchen der Brüder Grimm. Quellen und Studien ; gesammelte Aufsätze. 2. Aufl. Trier: WVT Wiss. Verl. Trier (Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Bd. 50), S. 210.

5 Vgl. Heidi Rosenbaum (1996): Formen der Familie. Untersuchungen zum Zusammenhang von Familienverhältnissen, Sozialstruktur und sozialem Wandel in der deutschen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. 7. Aufl. Frankfurt a. M.: Suhrkamp (Suhrkamp-Taschenbuch, 374), S. 278.

6 Vgl. Isabella Wülfing (1986): Alter und Tod in den Grimmschen Märchen und im Kinder- und Jugendbuch. Herzogenrath: Murken-Altrogge (Studien zur Medizin-, Kunst- und Literaturgeschichte, 11), S. 76.

7 Vgl. Elisabeth Badinter (1999): Die Mutterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute. 4. Aufl. München: Piper. S. 61.

8 Vgl. ebd., S. 108.

9 Vgl. Nathalie Blaha-Peillex (2008): Mütter und Anti-Mütter in den Märchen der Brüder Grimm. Tübingen: Vereinigung für Volkskunde e.V. (Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen, 106), S. 18.

10 Vgl. Elisabeth Badinter (1999) Die Mutterliebe. Geschichte eines Gefühls vom 17. Jahrhundert bis heute. S. 114.

11 Vgl. Blaha-Peillex (2008): Mütter und Anti-Mütter in den Märchen der Brüder Grimm. S. 10.

12 Vgl. ebd., S. 18.

13 Badinter 1999, S. 113.

14 Vgl. ebd., S. 219.

15 Vgl. ebd., S. 148.

16 Vgl, ebd., S. 151.

17 Vgl. ebd., S. 198.

18 Ebd., S. 204.

19 Vgl. Ute Frevert (2007): Frauen-Geschichte. Zwischen bürgerlicher Verbesserung und neuer Weiblichkeit. 1. Aufl., [Nachdr.]. Frankfurt am Main: Suhrkamp (Edition Suhrkamp Neue historische Bibliothek, 1284 = N.F., 284), S. 19.

20 Vgl. Heinz Rölleke (2004b): Die Märchen der Brüder Grimm. Eine Einführung. 5., durchgesehene Aufl. Stuttgart: Reclam (Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 17650), S. 8.

21 Lothar Bluhm (2012): Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Eine literatur- und kulturwissenschaftliche Einordnung eines 'Bestsellers'. [Online] https://literaturkritik.de/id/17417 [27.03.2019].

22 Vgl. Heinz Rölleke (2004a): Die Frau in den Märchen der Brüder Grimm. S. 197.

23 Vgl. Heinz Rölleke, (2004b): Die Märchen der Brüder Grimm. Eine Einführung. S. 31.

24 Vgl. Irma Hildebrandt (1984): Es waren ihrer Fünf. Die Brüder Grimm u. ihre Familie. 1. Auflage. Köln: Diederichs (Diederichs Kabinett), S. 53.

25 Vgl. Rölleke 2004b, S. 30.

26 Vgl. Elke Feustel (2004): Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten. Typologie und Funktionen der weiblichen Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. 1. Aufl. Georg Olms Verlag AG (Germanistische Texte und Studien, Bd.72), S. 181.

27 Vgl. Rölleke 2004b, S. 79.

28 Hermann Bausinger (1990): Gut und böse. In: Rudolf Wilhelm Brednich et al. (Hgg.): Enzyklopädie des Märchens. Bd. 6. Berlin: De Gruyter, S. 316 u. S. 318. [Online] https://www.degruyter.com [25.03.2019].

29 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 11.

30 Angabe KHM im folgenden Kapitel: vgl. Heinz Rölleke (Hg.) (2010): Brüder Grimm: Kinder-und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand mit den Originalanmerkungen der Brüder Grimm. Mit einem Anhang sämtlicher, nicht in allen Auflagen veröffentlichter Märchen und Herkunftsnachweisen hrsg. von Heinz Rölleke. 3 Bände. Stuttgart: Reclam.

31 Vgl. ebd., S. 63.

32 Heinz Rölleke (Hg.) (2010): Kinder-und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand. Bd.1, KHM 11, S. 77.

33 Vgl. Elke Feustel (2004): Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten. S. 235; vgl. Heinz Rölleke (2010): Brüder Grimm: Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand. Bd.1, KHM 21, S. 131 und 133.

34 Feustel 2004, S. 230.

35 Blaha-Peillex 2008, S. 61.

36 Blaha-Peillex 2008, S. 75.

37 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 65.

38 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 64.

39 Blaha-Peillex 2008, S. 153.

40 Vgl. ebd., S. 84 ff.

41 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 95.

42. Vgl. ebd., S. 96.

43 Vgl. ebd.

44 Badinter 1999, S. 168.

45 Vgl. ebd., S. 194.

46 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 99.

47 Vgl. Feustel 2004, S. 236.

48 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S.66.

49 Vgl Feustel 2004, S. 236.

50 Vgl. Blaha-Peillex 2008, S. 66.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Die Rolle der Mutter in den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Themen und Motive der deutschen Literatur
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
29
Katalognummer
V975869
ISBN (eBook)
9783346320667
ISBN (Buch)
9783346320674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder- und Hausmärchen, Brüder Grimm, Rolle der Mutter
Arbeit zitieren
Astrid Biegert (Autor), 2019, Die Rolle der Mutter in den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975869

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