Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics

Ethische Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi Arabien. Folgen der Rüstungsgüter- und Waffenexporte

Title: Ethische Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi Arabien. Folgen der Rüstungsgüter- und Waffenexporte

Master's Thesis , 2019 , 93 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Sara Auth (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit stellt die Frage nach den Folgen sowie ethischen Gesichtspunkten von deutschen Rüstungsgüter- und Waffenexporten nach Saudi-Arabien. Saudi-Arabien gehört in die Kategorie der sogenannten Drittländer. Exporte in Drittländer sind als kritisch zu betrachten, da diese Länder oft keine Demokratien sind, Teile ihrer eigenen Bevölkerung unterdrücken, Menschenrechte missachten und in nationale oder internationale Gewaltkonflikte verwickelt sein können.

Dennoch sind die Exporte von Rüstungsgütern und Waffen in solche Länder in den letzten Jahren gestiegen. Die Auswirkungen dieser werden am Beispiel des Kriegs im Jemen, der Problematik von Kindersoldaten sowie der Verbreitung von Kleinwaffen über den afrikanischen Kontinent verdeutlicht. Über das Modell des Homo Oeconomicus und die utilitaristische Ethik wird sich dem Thema genähert und eine Gegenüberstellung von wirtschaftlichem Nutzen sowie den damit verbunden Folgen versucht und im ethischen Kontext hinterfragt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Waffenexporte der Bundesrepublik Deutschland

2.1. Gesetzgebung und Lücken

2.2. Die Rolle von Menschen- und Völkerrecht

3. Die Saudis und der Westen

3.1. Waffenlieferungen an Saudi-Arabien

3.2. Bewertung der Exporte

4. Folgen

4.1. Lizenzen, oder wie ein Gewehr Afrika erobert

4.2. Exkurs: Waffen in den Händen von Kindern

4.3. Jemen und die Missachtung des Völkerrechts

5. Homo Oeconomicus und der ökonomische Nutzen

5.1. Einführung

5.2. Das Menschenbild des Homo oeconomicus

5.3. Ökonomischer Nutzenbegriff

6. Utilitaristische Sicht

6.1. Von Glück und Nutzen

6.2. Ethischer Nutzen von Waffenexporten

7. Ökonomischer Nutzen vs. Utilitarismus

7.1. Akteure und Rahmenbedingungen

7.2. Bewertung

7.3. Ausblick in eine friedliche Zukunft

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht kritisch die ethische Vertretbarkeit deutscher Waffenexporte an Saudi-Arabien unter Anwendung utilitaristischer Prinzipien. Dabei wird analysiert, wie politische und wirtschaftliche Entscheidungen das Modell des Homo Oeconomicus widerspiegeln und welche schwerwiegenden humanitären Folgen diese Exporte, insbesondere im Kontext des Jemenkriegs, nach sich ziehen.

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen und deren Lücken bei Rüstungsexporten.
  • Untersuchung der moralischen und völkerrechtlichen Auswirkungen von Waffenlieferungen.
  • Vergleich zwischen ökonomischem Nutzen und utilitaristischer Verantwortung.
  • Betrachtung der Rolle einzelner Akteure (Politik, Industrie, Medien) bei der Exportpraxis.
  • Reflektion über Abrüstung und die Vision eines globalen Friedens.

Auszug aus dem Buch

4.1. Lizenzen, oder wie ein Gewehr Afrika erobert

Im Al-Kharj-Arsenal, einem Teil des Prince Sultan Military Camps südwestlich von Riad wurde 1977 ein Heckler & Koch (H&K) G3 Produktionswerk errichtet. Bereits im Jahr 1969 hat das Königshaus in Riad von der Bundesregierung die Lizenz zum Nachbau des G3-Schnellfeuergewehrs erhalten. Gut 15 Jahre später erfolgt eine Lizenzvergabe direkt durch den Hersteller H&K für die Maschinenpistole MP5. Aber dabei bleibt es nicht. Nachdem die Bundesregierung 2008 Technologieunterlagen und Herstellungsausrüstung zur Fertigung von Bestandteilen des G36 an Riad genehmigt, teilt die Military Industries Corporation (MIC) ein Jahr später mit, nun auch das G36 in einer Basis- und Kurzversion einzuführen. Neben diesen deutschen Waffen, wird seit 1993 mit der Unterstützung durch Rheinmetall auch Munition produziert.

Damit ist das Königshaus nicht nur in der Lage, seine zivilen und militärischen Streitkräfte mit Kleinwaffen und Munition auszustatten, sondern wird auch selbst zum Exporteur. Wie ist das möglich?

Nach den Politischen Grundsätzen dürfen Waffen und Rüstungsgüter nur in Drittstaaten geliefert werden, wenn ihr Endverbleib im Bestimmungsland von der Empfängerregierung sichergestellt wird. Dazu gibt es eine Endverbleibsklausel im Vertrag. Der ehemalige Saudi-Arabien - Beauftragte von H&K, Michael Lehmann, weiß, wie diese Klausel von der saudischen Regierung außer Kraft gesetzt wird: „‘Der Trick ist einfach. Von Saudi-Arabien her weiß ich, dass man nicht gewillt ist, eine Endverbleibsklausel in Arabisch zu unterzeichnen. In Englisch wird das akzeptiert. Das heißt, in Englisch ist es wiederum in Saudi-Arabien rechtlich nicht gültig‘“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die ethische Vertretbarkeit deutscher Waffenexporte an Saudi-Arabien unter Nutzung des Homo Oeconomicus-Modells.

2. Waffenexporte der Bundesrepublik Deutschland: Es werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Missachtung durch die deutsche Politik analysiert.

3. Die Saudis und der Westen: Dieses Kapitel beleuchtet die widersprüchliche politische und wirtschaftliche Beziehung zwischen Deutschland und Saudi-Arabien.

4. Folgen: Untersucht werden die weltweiten Auswirkungen der Waffenexporte, insbesondere Kindersoldaten und der Jemenkrieg.

5. Homo Oeconomicus und der ökonomische Nutzen: Definition und geschichtliche Entwicklung des Homo Oeconomicus als rationales Entscheidungsmodell.

6. Utilitaristische Sicht: Einführung in die utilitaristische Ethik als Gegenpol zur rein ökonomischen Nutzenmaximierung.

7. Ökonomischer Nutzen vs. Utilitarismus: Kritische Gegenüberstellung von wirtschaftlichen Interessen und moralischer Verantwortung.

8. Zusammenfassung: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Plädoyer für ein friedensorientiertes Umdenken in der Rüstungspolitik.

Schlüsselwörter

Waffenexporte, Saudi-Arabien, Jemenkrieg, Ethik, Homo Oeconomicus, Utilitarismus, Rüstungsindustrie, Menschenrechte, Völkerrecht, Kindersoldaten, Außenwirtschaftsgesetz, Kriegswaffenkontrollgesetz, Friedensethik, Abrüstung, Interessenabwägung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ethischen Aspekte und Folgen der deutschen Waffenexporte an Saudi-Arabien, insbesondere im Kontext des Jemenkriegs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Rüstungsexportpolitik mit wirtschafts- und unternehmensethischen Fragestellungen, dem Modell des Homo Oeconomicus und dem Utilitarismus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob deutsche Waffenexporte trotz bestehender Gesetze und Richtlinien ethisch vertretbar sind und wie ökonomische Eigeninteressen die moralische Entscheidungsfindung beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Analyse, indem sie politikwissenschaftliche Fakten mit philosophischen und ökonomischen Modellen (Homo Oeconomicus, Utilitarismus) konfrontiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen, die Rolle Saudi-Arabiens, die Auswirkungen auf den Jemen, die ökonomische Modellbildung und die ethische Gegenüberstellung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Waffenexporte, Menschenrechte, Jemenkrieg, utilitaristische Ethik und die systemische Verantwortung von Politik und Industrie.

Wie umgehen Rüstungsunternehmen laut der Arbeit die deutschen Exportrichtlinien?

Unternehmen nutzen Tochterfirmen im Ausland, Joint Ventures oder die unzureichende Kontrolle von Lizenzen, um Exportkontrollen zu umgehen und so die Genehmigungspflicht durch die Bundesregierung zu umgehen.

Welche Rolle spielen Medien bei der Wahrnehmung dieser Exporte?

Laut der Arbeit berichten Medien oft lückenhaft oder priorisieren andere Themen, wodurch die Öffentlichkeit über das Ausmaß der deutschen Mitschuld an Krisen wie im Jemen weitgehend uninformiert bleibt.

Inwiefern spielt der Homo Oeconomicus bei Politikern eine Rolle?

Politiker agieren laut Arbeit wie der Homo Oeconomicus, indem sie Arbeitsplätze sichern und Spenden der Rüstungsindustrie annehmen, um ihre eigene politische Macht zu stärken.

Excerpt out of 93 pages  - scroll top

Details

Title
Ethische Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi Arabien. Folgen der Rüstungsgüter- und Waffenexporte
College
University of Würzburg  (Volkswirtschaftslehre)
Grade
2,3
Author
Sara Auth (Author)
Publication Year
2019
Pages
93
Catalog Number
V979589
ISBN (eBook)
9783346330116
ISBN (Book)
9783346330123
Language
German
Tags
Waffen Waffenexporte Saudi-Arabien Menschenrecht Völkerrecht Jemen Utilitarismus Peter Singer Homo Oeconomicus Frieden Krieg Ethik Dalai Lama Kleinwaffen Kindersoldaten Afrika Naher Osten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Auth (Author), 2019, Ethische Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi Arabien. Folgen der Rüstungsgüter- und Waffenexporte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979589
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  93  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint