Die Arbeit stellt die Frage nach den Folgen sowie ethischen Gesichtspunkten von deutschen Rüstungsgüter- und Waffenexporten nach Saudi-Arabien. Saudi-Arabien gehört in die Kategorie der sogenannten Drittländer. Exporte in Drittländer sind als kritisch zu betrachten, da diese Länder oft keine Demokratien sind, Teile ihrer eigenen Bevölkerung unterdrücken, Menschenrechte missachten und in nationale oder internationale Gewaltkonflikte verwickelt sein können.
Dennoch sind die Exporte von Rüstungsgütern und Waffen in solche Länder in den letzten Jahren gestiegen. Die Auswirkungen dieser werden am Beispiel des Kriegs im Jemen, der Problematik von Kindersoldaten sowie der Verbreitung von Kleinwaffen über den afrikanischen Kontinent verdeutlicht. Über das Modell des Homo Oeconomicus und die utilitaristische Ethik wird sich dem Thema genähert und eine Gegenüberstellung von wirtschaftlichem Nutzen sowie den damit verbunden Folgen versucht und im ethischen Kontext hinterfragt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Waffenexporte der Bundesrepublik Deutschland
- Gesetzgebung und Lücken
- Die Rolle von Menschen- und Völkerrecht
- Die Saudis und der Westen
- Waffenlieferungen an Saudi-Arabien
- Bewertung der Exporte
- Folgen
- Lizenzen, oder wie ein Gewehr Afrika erobert
- Exkurs: Waffen in den Händen von Kindern
- Jemen und die Missachtung des Völkerrechts
- Homo Oeconomicus und der ökonomische Nutzen
- Einführung
- Das Menschenbild des Homo oeconomicus
- Ökonomischer Nutzenbegriff
- Utilitaristische Sicht
- Von Glück und Nutzen
- Ethischer Nutzen von Waffenexporten
- Ökonomischer Nutzen vs. Utilitarismus
- Akteure und Rahmenbedingungen
- Bewertung
- Ausblick in eine friedliche Zukunft
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit befasst sich mit der ethischen Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi-Arabien. Ziel ist es, die ethischen und rechtlichen Aspekte dieser Exporte zu beleuchten und die Folgen für die betroffenen Menschen und Regionen zu analysieren.
- Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Waffenexporte in Deutschland
- Die Rolle des Völkerrechts und der Menschenrechte im Kontext von Waffenexporten
- Die Folgen von Waffenexporten für die politische und gesellschaftliche Situation in Saudi-Arabien
- Die ökonomischen Interessen und der Nutzen von Waffenexporten
- Die ethische Bewertung von Waffenexporten unter Berücksichtigung unterschiedlicher ethischer Perspektiven
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Kontext der Arbeit und die Relevanz des Themas beleuchtet. Anschließend werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Waffenexporte in Deutschland, die Rolle von Menschen- und Völkerrecht sowie die spezifischen Aspekte der Waffenlieferungen an Saudi-Arabien untersucht. Es folgt eine Analyse der Folgen der Waffenexporte für die betroffenen Regionen, insbesondere für den Jemen, und eine Auseinandersetzung mit dem Konzept des Homo oeconomicus und dem ökonomischen Nutzen von Waffenexporten. Die Arbeit schließt mit einer utilitaristischen Betrachtung der Waffenexporte und einer Diskussion des Spannungsverhältnisses zwischen ökonomischem Nutzen und ethischen Prinzipien.
Schlüsselwörter
Waffenexporte, Saudi-Arabien, Menschenrechte, Völkerrecht, Homo oeconomicus, Utilitarismus, ethische Bewertung, ökonomischer Nutzen, Jemen, Konflikt, Friedensforschung.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind deutsche Waffenexporte nach Saudi-Arabien umstritten?
Saudi-Arabien gilt als Drittland mit problematischer Menschenrechtslage und ist aktiv am bewaffneten Konflikt im Jemen beteiligt, was ethische und völkerrechtliche Fragen aufwirft.
Was besagt das utilitaristische Argument bei Waffenexporten?
Utilitaristen wiegen den wirtschaftlichen Nutzen (Arbeitsplätze, Profit) gegen das Leid durch den Einsatz der Waffen ab. Oft wird kritisiert, dass kurzfristige Gewinne das langfristige Leid nicht rechtfertigen.
Welche Rolle spielt das Konzept des „Homo Oeconomicus“ hierbei?
Das Modell beschreibt Akteure, die rein rational ihren eigenen Nutzen maximieren. Im Kontext von Waffenexporten führt dies oft zur Priorisierung ökonomischer Vorteile vor moralischen Bedenken.
Welche Folgen haben Kleinwaffenexporte für Afrika?
Durch Lizenzvergaben und Weiterverkäufe gelangen Waffen (z.B. G3-Gewehre) oft in Konfliktgebiete, wo sie zur Destabilisierung beitragen und teils in die Hände von Kindersoldaten geraten.
Gibt es gesetzliche Lücken im deutschen Rüstungsexportrecht?
Kritiker weisen darauf hin, dass Endverbleibskontrollen oft lückenhaft sind und Exporte über Tochtergesellschaften im Ausland deutsche Richtlinien umgehen können.
- Quote paper
- Sara Auth (Author), 2019, Ethische Betrachtung deutscher Waffenexporte an Saudi Arabien. Folgen der Rüstungsgüter- und Waffenexporte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/979589