Diese Arbeit hat zur Aufgabe, Betriebssysteme für Desktop-PCs und Laptops anhand ausgewählter nicht-funktionaler Anforderungen für den Informations- und Datenaustausch von Organisation innerhalb eines verteilten Systems zu bewerten. Hierfür wird zunächst eine Einleitung in verteilte Systeme anhand von Grundlagen und einer Auswahl nicht-funktionaler Anforderungen von verteilten Systemen gegeben. Darauf aufbauend werden die technischen Anforderungen solcher Systeme ergründet, die an Betriebssysteme gestellt werden.
Hier finden sich das Konzept der Middleware, Funktionsweisen von Betriebssystemen und das Prinzip der Nebenläufigkeit wieder. Im Anschluss werden die populärsten PC-Desktop- und Laptop-Betriebssysteme inklusive jeweiliger gegenwärtiger Markenanteile vorgestellt. Die nachfolgende Analyse besteht aus der Gewichtung definierter Kriterien, der Bildung von Zielerfüllungsgrößen sowie einer literarischen Analyse der Betriebssysteme.
Der verstärkte Einsatz von Rechnern in Organisationen fand in den 1950er-Jahren Anwendung, als erstmalig Computertechnologien zur Verarbeitung von Informationen verwendet wurden, um organisationale Arbeit zu unterstützen. Die vermehrte Nutzung von Computertechnik ist insbesondere durch die Verschiedenheit der Einsatzmöglichkeiten hinsichtlich institutioneller Aktivitäten gekennzeichnet. Gleichwohl haben die beschleunigte Weiterentwicklung und das Wachstum der Informationstechnologie (IT) innerhalb der letzten Jahrzehnte einen wesentlichen Einfluss auf die Verfahrensweise von Unternehmen ausgeübt.
Ferner hat die IT eine Neubestimmung von Unternehmensstrategien forciert. So steht im Zuge des aktuell vorherrschenden Informationszeitalters das Implementieren von Informationstechnologie in Unternehmen im direkten Zusammenhang mit dem Unternehmensfortschritt. Bereits in den frühen 1990er-Jahren wurde dieser Trend deutlich, als im jährlichen Bericht von General Electric (GE) sogenannte "Informationssysteme" zur obersten Priorität der strategischen Unternehmensziele ausgerufen wurden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Zielsetzung, Aufbau und Methodik
2 Einführung in Verteilte Systeme
2.1 Grundlagen Verteilter Systeme
2.2 Nicht-funktionale Anforderungen Verteilter Systeme
3 An Betriebssysteme gestellte technische Anforderungen Verteilter Systeme
3.1 Middleware als verbindendes Element von Anwendungen
3.2 Bedeutung von Betriebssystemen für Verteilte Systeme
3.3 Nebenläufigkeit in Verteilten Systemen
4 Identifizierung von Betriebssystemen
5 Bewertung von Betriebssystemen anhand definierter Kriterien im Rahmen einer Nutzwertanalyse
5.1 Gewichtung der Kriterien
5.2 Entwerfen der Zielerfüllungsgrößen
5.3 Bewerten der Alternativen
5.3.1 Skalierbarkeit
5.3.2 Offenheit
5.3.3 Fehlertoleranz
5.3.4 Sicherheit
5.4 Vorstellen der Ergebnisse
6 Einsatz ausgewählter Betriebssysteme im Kontext des Wirtschaftens von Organisationen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit bewertet gängige Betriebssysteme für Desktop-PCs und Laptops hinsichtlich ihrer Eignung für Anforderungen in verteilten Systemen innerhalb von Organisationen. Das primäre Ziel ist die Identifikation des am besten geeigneten Betriebssystems mittels einer Nutzwertanalyse unter Berücksichtigung definierter technischer Kriterien.
- Grundlagen und Definitionen verteilter Systeme
- Technische Anforderungen an Betriebssysteme in verteilten Umgebungen
- Methodik der Nutzwertanalyse zur objektiven Bewertung
- Detaillierte Analyse der Kriterien Skalierbarkeit, Offenheit, Fehlertoleranz und Sicherheit
- Vergleich von Windows, Mac OS und Linux
Auszug aus dem Buch
3.1 Middleware als verbindendes Element von Anwendungen
Laut Steen und Tanenbaum (2016) sind Verteilte Systeme im Sinne einer Softwareschicht organisiert, um die Heterogenität von Rechnern zu unterstützen und das Erscheinungsbild eines einzelnen und einheitlichen Systems zu realisieren. Gemäß Abbildung 1 befindet sich diese sogenannte Middleware zwischen der höheren Ebene – bestehend aus Benutzern und Anwendungen – und der unteren Ebene – bestehend aus Betriebssystemen und Kommunikationseinrichtungen (Steen & Tanenbaum, 2016b, S. 19).
Als elementarer Bestandteil Verteilter Systeme verbindet die Middleware Clients und Server mittels verschiedener Kommunikationseinheiten. Zum Repertoire der Funktionalitäten der Middleware gehören Kommunikations-, System-, Informations-, Ablaufkontroll-, Präsentations- und Berechnungs-Dienste (Tresch, 1996, S. 250). Im Kontext der Kommunikations-Dienste gilt es, „Remote Procedure Calls“ zu nennen. Dieser als Protokoll agierender Dienst ermöglicht es mithilfe des Client-Server-Modells, eine Rechner-übergreifende Kommunikation zwischen Anwendungen herzustellen (Rouse, 2016a).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von IT und Informationssystemen sowie Darlegung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Einführung in Verteilte Systeme: Definition und Erläuterung der Grundlagen sowie der wesentlichen nicht-funktionalen Anforderungen verteilter Systeme.
3 An Betriebssysteme gestellte technische Anforderungen Verteilte Systeme: Untersuchung der Rolle von Middleware, der Bedeutung von Betriebssystemen und der Relevanz der Nebenläufigkeit.
4 Identifizierung von Betriebssystemen: Darstellung der aktuellen Marktanteile der untersuchten Betriebssysteme im März 2020.
5 Bewertung von Betriebssystemen anhand definierter Kriterien im Rahmen einer Nutzwertanalyse: Durchführung einer gewichteten Nutzwertanalyse zur qualitativen Bewertung der Betriebssysteme.
6 Einsatz ausgewählter Betriebssysteme im Kontext des Wirtschaftens von Organisationen: Praktische Einordnung der Ergebnisse in den betrieblichen Kontext von Organisationen.
7 Fazit: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und kritische Reflexion der durchgeführten Untersuchung.
Schlüsselwörter
Verteilte Systeme, Betriebssysteme, Middleware, Nutzwertanalyse, Skalierbarkeit, Offenheit, Fehlertoleranz, Sicherheit, Windows, Mac OS, Linux, Nebenläufigkeit, Informationssysteme, Systemarchitektur, IT-Infrastruktur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert und bewertet Betriebssysteme für Endgeräte hinsichtlich ihrer Eignung für den Einsatz in verteilten Systemen innerhalb von Organisationen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an Betriebssysteme in verteilten Umgebungen sowie dem Vergleich von Windows, Mac OS und Linux.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, durch eine strukturierte Nutzwertanalyse eine objektive Bewertung der Betriebssysteme basierend auf festgelegten Kriterien zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche sowie einer Nutzwertanalyse mit gewichteten Kriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Erläuterung verteilter Systeme, die Identifikation von Anforderungen, die Vorstellung der Betriebssysteme und die Durchführung der Nutzwertanalyse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Verteilte Systeme, Betriebssysteme, Middleware, Skalierbarkeit, Offenheit, Fehlertoleranz und Sicherheit.
Wie schneidet Windows im Vergleich ab?
Windows erzielt in der Nutzwertanalyse mit 7 Punkten den höchsten Wert, insbesondere aufgrund guter Ergebnisse bei Skalierbarkeit, Fehlertoleranz und Sicherheit.
Warum wird Linux trotz technischer Stärken kritisch bewertet?
Obwohl Linux technisch gut abschneidet, beeinflussen Aspekte wie die Verbreitung und die Usability für den Endanwender die Gesamtbewertung im Kontext der Nutzwertanalyse.
- Citation du texte
- David Lewenko (Auteur), 2020, Bewertung von Betriebssystemen im Kontext des Wirtschaftens. Nicht-funktionale Anforderungen von verteilten Systemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980346