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Homosexualität in der Politik am Beispiel Ole von Beust. Inwieweit werden Outings von den Medien beeinflusst?

Titre: Homosexualität in der Politik am Beispiel Ole von Beust. Inwieweit werden Outings von den Medien beeinflusst?

Dossier / Travail , 2015 , 22 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Leonie Stuckart (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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In dieser Arbeit wird eine Analyse des unfreiwilligen Outings von Hamburgs ehemaligem Bürgermeister Ole von Beust mit Hilfe der Theorien nach Andreas Heilmann und Raewyn Connell angestellt. Der CDU Politiker wurde im Jahre 2003 von seinem Vater geoutet, nachdem der damalige Innensenator Ronald Schill ihm gedroht hatte, seine Liebe zu einem anderen Mann öffentlich zu machen.

Nachfolgend wird untersucht, wie Ole von Beust mit dem plötzlich stark angestiegenen Interesse an seinem Privatleben umgegangen ist. Zudem soll im Verlauf der Arbeit die Frage beantwortet werden, wie sein Outing von den Medien beeinflusst wurde. Die Analyse umfasst dabei den Zeitraum zwischen seinem Outing im Jahre 2003 bis zu seiner Hochzeit 2013. Der Fall Ole von Beust ist deshalb von besonderem Interesse, da von Beust zum einen zum Zeitpunkt seines Outings zu Deutschlands Spitzenpolitikern zählte und er sich zum anderen nicht selber zu seiner Homosexualität bekannte, sodass sein Outing nicht auf vollkommen freiwilliger Basis erfolgte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Männlichkeit und Homosexualität

2.1 Männlichkeit nach Raewyn Connell

2.2 Politik als Beruf heute nach Andreas Heilmann

3 Hypothese

4 Outing in der Politik: Analyse des Falles Ole von Beust

4.1 Fallbeschreibung Ole von Beust

4.2 Berichterstattung in den Medien über den Fall Ole von Beust

4.3 Einordnung des Outings in die Theorie hegemonialer Männlichkeit nach Raewyn Connell

4.4 Einordnung des Outings in „Politik als Beruf heute“ nach Andreas Heilmann

5 Fazit- Werden Outings durch die Medien beeinflusst?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Medien auf politische Outings am Beispiel des ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust. Dabei wird analysiert, inwiefern eine mediale Berichterstattung den weiteren Karriereverlauf und das öffentliche Image beeinflusst, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen dem Privatleben der Akteure und deren politischer Inszenierung im Fokus steht.

  • Analyse des Einflusses von Medien auf politische Karrieren bei Outings
  • Theoretische Fundierung durch Männlichkeitskonzepte nach Raewyn Connell
  • Untersuchung der politischen Praxis und Inszenierung nach Andreas Heilmann
  • Fallstudie zum unfreiwilligen Outing von Ole von Beust
  • Vergleichende Betrachtung von Umgangsstrategien mit medialem Druck

Auszug aus dem Buch

4.2 Berichterstattung in den Medien über den Fall Ole von Beust

Nachdem von Beust mit dem Erpressungsversuch von Ronald Schill an die Öffentlichkeit gegangen war und sowohl Schill als auch Walter Wellinghausen entlassen wurden, überschlagen sich die Ereignisse. In den Medien wird noch am selben Tag von einem doppelten Outing gesprochen, obwohl von Beust keine Stellung zu seiner Homosexualität nimmt und sowohl er als auch Kusch öffentlich abstreiten, dass sie mehr als eine lange Freundschaft verbindet. Die Medien sprechen seither von den beiden als geoutete homosexuelle Politiker.

Auf der Pressekonferenz geben von Beust und Schill widersprüchliche Erklärungen über den am Morgen stattgefundenen Gesprächsverlauf im Hamburger Rathaus ab, was zu einer kritischen medialen Berichterstattung führte.

Dem Focus gegenüber macht von Beust später deutlich, welche Ernsthaftigkeit hinter Schills Erpressungsversuch steckte: „Ich habe Herrn Schill gefragt, ob er das ernst meint. Da sagte der: Heute Abend, Prime Time, bundesweit im Fernsehen“ (Behrend 2003, o.S.).

Durch diese Aussage Schills und von Beusts Reaktion mit der Erpressung an die Öffentlichkeit zu gehen, zeichnet Ole von Beust von sich in den Medien ein Bild als ehrlichen Politiker, der sich von keinerlei Erpressungsversuchen einschüchtern lässt; auch dann nicht, wenn es um sein Privatleben geht, welches er eigentlich aus der Öffentlichkeit halten möchte.

Sowohl die Bürger als auch seine Partei stehen voll und ganz hinter ihm.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Outings prominenter Politiker ein und skizziert die Fragestellung zur mediale Einflussnahme anhand des Fallbeispiels Ole von Beust.

2 Männlichkeit und Homosexualität: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Männlichkeitskonstruktionen sowie politische Praxen erarbeitet, wobei insbesondere die Ansätze von Raewyn Connell und Andreas Heilmann herangezogen werden.

3 Hypothese: Es wird die Annahme aufgestellt, dass eine hohe Medienpräsenz beim Outing eines Politikers einen negativen Karriereverlauf nach sich zieht.

4 Outing in der Politik: Analyse des Falles Ole von Beust: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Fallbeschreibung, analysiert die Medienberichterstattung und ordnet den Fall in die theoretischen Konzepte von Connell und Heilmann ein.

5 Fazit- Werden Outings durch die Medien beeinflusst?: Das Fazit stellt fest, dass das Image durch ein Outing verbessert werden kann, sofern der Politiker professionell agiert, und widerlegt die aufgestellte Hypothese im konkreten Fall.

Schlüsselwörter

Politik, Outing, Homosexualität, Medien, Ole von Beust, Männlichkeit, Hegemoniale Männlichkeit, Raewyn Connell, Andreas Heilmann, Politische Inszenierung, Mediendemokratie, Karriere, Ronald Schill, Privatleben, Machtverhältnisse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Medienberichterstattung auf das Outing von Politikern, speziell am Beispiel von Ole von Beust.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Wechselwirkungen zwischen Politik und Medien, die Konstruktion von Männlichkeit sowie der gesellschaftliche Umgang mit Homosexualität im politischen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie Medien Outings beeinflussen und ob eine hohe mediale Aufmerksamkeit zwangsläufig negative Folgen für die politische Karriere hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Fallanalyse, die auf soziologischen Männlichkeits- und Politiktheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Fallbeschreibung von Ole von Beust und eine anschließende Einordnung in die gewählten Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politische Inszenierung, hegemoniale Männlichkeit, Mediendemokratie und Outing-Diskurs beschreiben.

Wie hat Ole von Beust auf den Erpressungsversuch reagiert?

Er hat sich entschieden, offensiv an die Öffentlichkeit zu gehen, um sich nicht erpressen zu lassen, wodurch er in den Medien als ehrlicher Politiker wahrgenommen wurde.

Warum konnte Ole von Beust sein Image durch das Outing verbessern?

Indem er sich als nicht erpressbar darstellte, verband er seine Homosexualität mit positiven Attributen wie Ehrlichkeit und Stärke, statt als Opfer zu erscheinen.

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Résumé des informations

Titre
Homosexualität in der Politik am Beispiel Ole von Beust. Inwieweit werden Outings von den Medien beeinflusst?
Université
University of Duisburg-Essen
Note
1,3
Auteur
Leonie Stuckart (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V980957
ISBN (ebook)
9783346333452
ISBN (Livre)
9783346333469
Langue
allemand
mots-clé
Homosexualität Politik Medien Outing
Sécurité des produits
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Citation du texte
Leonie Stuckart (Auteur), 2015, Homosexualität in der Politik am Beispiel Ole von Beust. Inwieweit werden Outings von den Medien beeinflusst?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/980957
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Extrait de  22  pages
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