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Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung

Title: Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung

Term Paper , 2019 , 28 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jana Held (Author)

Didactics - Ethics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit soll die Wichtigkeit der eben genannten Fächer und deren moralphilosophische Inhalte begründet darstellen und didaktische Aspekte erläutern, welche bei einer Planung moralphilosophischen Unterrichts unbedingt bedacht werden sollten. Zu Beginn dieser Arbeit werden Grundpositionen der Moralphilosophie nach Bentham, Mill, Kant und Aristoteles definiert sowie der Moralbegriff und das moralische Dilemma, da diese Definitionen sich als grundlegend für moralphilosophischen Unterricht erweisen. Anschließend wird darauf eingegangen, aus welchem Grund der Philosophie- oder Ethikunterricht eine Notwendigkeit darstellt. Hierzu wird besonders auf die Position Ekkehard Martens eingegangen. Es folgten theoretisch-konzeptionelle Ansätze den Aspekten didaktische Transformation nach Rohbeck, Problemorientierung nach Tiedemann und Lebensweltbezug nach Stelzer, die im Unterricht berücksichtigt werden sollten. Im letzten Kapitel erfolgt der Versuch einer Unterrichtsplanung im Bereich Moralphilosophie, unter der Berücksichtigung 4 der in den vorherigen Kapiteln erläuterten theoretischen Ansätze. Den Abschluss bilden ein Fazit und eine Schlussbemerkung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Moralbegriff

2.1. Das moralische Dilemma

3. Grundlegende Positionen der Moralphilosophie

3.1. Der klassische Utilitarismus nach Bentham und Mill

3.2. Moralphilosophie nach Kant- Der kategorische Imperativ

3.3. Die Tugendethik nach Aristoteles

4. Zur Notwendigkeit der Philosophie und Ethik

5. Fachdidaktische Ansätze

5.1. Philosophie als Kulturtechnik

5.2. Die Vermittlung im Philosophieunterricht

5.3. Das Argumentieren als Werkzeug / Methode

6. Unterrichtsplanung-Was berücksichtigt werden sollte

6.1. Problemorientierung

6.2. Lebensweltbezug

7. Unterrichtsplanung-Ein Versuch

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und didaktische Gestaltung des Philosophie- und Ethikunterrichts in der gymnasialen Oberstufe. Das zentrale Ziel ist es, aufzuzeigen, wie moralphilosophische Grundpositionen durch eine schülerzentrierte, problemorientierte und lebensweltbezogene Didaktik vermittelt werden können, um die Urteils- und Orientierungsfähigkeit der Lernenden zu stärken.

  • Grundlegende Positionen der Moralphilosophie (Utilitarismus, Pflichtethik, Tugendethik)
  • Fachdidaktische Konzepte zur Unterrichtsgestaltung
  • Notwendigkeit ethischer Orientierung in modernen, mediengeprägten Gesellschaften
  • Methoden der didaktischen Transformation und Problemorientierung
  • Praktische Erprobung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Fridays for Future"

Auszug aus dem Buch

6.1. Problemorientierung

Die Problemorientierung ist ein wesentlicher Bestandteil des Philosophieunterrichts. Es könnte sogar behauptet werden, die Philosophiedidaktik könne „[…] eine gewisse Urheberschaft an der Problemorientierung beanspruchen“. (vgl. Tiedemann 2015, S.70). Der Grundgedanke der Problemorientierung liegt darin, dass Fragen und Probleme formuliert werden, welche bisher nicht verstanden wurden, nun aber verstanden werden sollen. Nur durch die Orientierung an Problemen und Fragestellungen kann eine Wissenschaft wie die Philosophie wachsen und sich entwickeln.

Ein weiterer Aspekt, warum Problemorientierung so wichtig ist, besteht darin, dass in der heutigen Gesellschaft und immer weiter fortschreitender Technik eine Orientierung notwendig ist mit großen Entscheidungsbedarf. Hierfür ist es wichtig, sich Problemen bewusst zu werden und diese angemessen zu analysieren. Diese Fähigkeit sollte also bestmöglich schon durch die schulische Bildung erprobt werden. Aus diesem Grund kann Problemorientierung als fachdidaktische Konsequenz angesehen werden, die auf drei Ebenen stattfinden kann.

Die theoretisch-konzeptionelle Ebene unterscheidet ganz deutlich zwischen Philosophieunterricht als Kanonorientierung und Problemorientierung. Der problemorientierte Unterricht ist hierbei derjenige, der zu den bereits in den vorherigen Kapiteln genannten Ziele der Orientierung und des eigenständigen Philosophierens führt (vgl. Tiedemann 2015, S.72). Eine Auseinandersetzung mit relevanten und aktuellen Problemen ist zudem Kompetenzorientiert. Um an einem problemorientierten Unterricht aktiv Teilzunehmen, sind nach Martens drei Komponenten notwendig: Das Wissen, um ein Problem erkennen und verstehen zu können, das Können, für beispielsweise eine Analyse, Bewertung oder Darstellung einer Problematik und die Haltung, welche die Bereitschaft einschließt, Fähigkeiten zur Problembearbeitung einzusetzen. Dies gilt nicht nur für die SuS, sondern selbstverständlich auch für die Lehrpersonen. Der Philosophieunterricht sollte sich daher Zentral um eine Problematik oder Fragestellung drehen, zu der bisher keine oder keine eindeutige Lösung oder Antwort vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die steigende Relevanz des Ethik- und Philosophieunterrichts als Orientierungshilfe in einer komplexen und mediengeprägten Welt.

2. Der Moralbegriff: Dieses Kapitel definiert den allgemeinen Moralbegriff und erläutert die spezifische Konstellation des moralischen Dilemmas als Entscheidungssituation.

3. Grundlegende Positionen der Moralphilosophie: Hier werden die zentralen ethischen Theorien des Utilitarismus, der Pflichtethik nach Kant und der Tugendethik nach Aristoteles theoretisch hergeleitet.

4. Zur Notwendigkeit der Philosophie und Ethik: Dieses Kapitel rechtfertigt die Notwendigkeit dieser Fächer durch den hohen Orientierungsbedarf der heutigen Generation angesichts globaler Informationstransfers.

5. Fachdidaktische Ansätze: Es werden didaktische Modelle diskutiert, wobei die Philosophie als Kulturtechnik und die Bedeutung der fachdidaktischen Transformation im Vordergrund stehen.

6. Unterrichtsplanung-Was berücksichtigt werden sollte: Das Kapitel erläutert die didaktischen Prinzipien der Problemorientierung und des Lebensweltbezugs für die konkrete Planung.

7. Unterrichtsplanung-Ein Versuch: Hier findet die praktische Anwendung der zuvor diskutierten theoretischen Ansätze anhand einer Unterrichtseinheit zum Thema "Schule schwänzen für die Umwelt" statt.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer flexiblen, schülerzentrierten Unterrichtsplanung gegenüber reiner Wissensvermittlung.

Schlüsselwörter

Ethikunterricht, Philosophieunterricht, Moralphilosophie, Utilitarismus, Pflichtethik, Tugendethik, Problemorientierung, Lebensweltbezug, Didaktik, Didaktische Transformation, Urteilsfähigkeit, Kompetenzorientierung, Orientierungshilfe, Schulpraxis, Unterrichtsplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und fachdidaktischen Umsetzung von Philosophie- und Ethikunterricht in der gymnasialen Oberstufe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Moralphilosophie, fachdidaktische Transformation, die methodische Förderung von Argumentationskompetenz sowie die Anwendung theoretischer Ansätze in der Schulpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu begründen, warum Ethikunterricht eine notwendige Orientierungshilfe für Schüler ist und wie dieser Unterricht didaktisch hochwertig geplant werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretisch-konzeptionelle Analyse fachdidaktischer Literatur, um daraus praktische Kriterien für die Unterrichtsplanung abzuleiten und diese in einem Unterrichtsentwurf zu erproben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Moralphilosophie, eine Begründung für die Notwendigkeit des Faches sowie eine Erläuterung fachdidaktischer Prinzipien wie Problemorientierung und Lebensweltbezug.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Didaktische Transformation, Moralphilosophie, Problemorientierung und Kompetenzorientierung beschreiben.

Warum spielt das Thema "Fridays for Future" eine Rolle?

Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, um zu zeigen, wie hochaktuelle, lebensweltrelevante Themen genutzt werden können, um Schüler zum Philosophieren und zur eigenständigen Positionierung anzuregen.

Welche Rolle spielt das "Kaffeefiltermodell" in der Planung?

Es fungiert als strukturelles Modell für einen problemorientierten Unterrichtseinstieg, um gemeinsam mit den Schülern zu einer Leitfrage für eine Unterrichtseinheit zu gelangen.

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Details

Title
Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung
College
University of Kassel
Grade
1,7
Author
Jana Held (Author)
Publication Year
2019
Pages
28
Catalog Number
V983930
ISBN (eBook)
9783346340269
ISBN (Book)
9783346340276
Language
German
Tags
moralphilosophie ethikunterricht notwendigkeit ansätze versuch umsetzung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Held (Author), 2019, Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983930
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