Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung


Hausarbeit, 2019

28 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Moralbegriff
2.1. Das moralische Dilemma

3. Grundlegende Positionen der Moralphilosophie
3.1. Der klassische Utilitarismus nach Bentham und Mill
3.2. Moralphilosophie nach Kant- Der kategorische Imperativ
3.3. Die Tugendethik nach Aristoteles

4. Zur Notwendigkeit der Philosophie und Ethik

5. Fachdidaktische Ansätze
5.1. Philosophie als Kulturtechnik
5.2. Die Vermittlung im Philosophieunterricht
5.3. Das Argumentieren als Werkzeug / Methode

6. Unterrichtsplanung-Was berücksichtigt werden sollte
6.1. Problemorientierung
6.2. Lebensweltbezug

7. Unterrichtsplanung-Ein Versuch

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Schon lange hat sich das Schulfach Philosophie oder Ethik, zumindest im fachdidaktischen Bereich, von seinem veralteten Ruf als Ersatzfach für Religionslehre verabschiedet und wird als ordentliches und wichtiges Lehrfach angesehen. Auch die Gesellschaft erkennt immer mehr den hohen Wert dieser Fächer, vorangetrieben durch den Wunsch nach Orientierung in einer Gesellschaft, welche stetig an Schnelllebigkeit zunimmt. Immer weiter fortschreitende Technik, die Informationsflut durch digitale Medien und kaum bis keine Geschichte oder Erfahrung, auf welche bezüglich dieser Punkte zurückgeschaut werden kann, lassen immer undurchdringlichere Entscheidungsfelder aufkommen, denen sich insbesondere die Generation von Schülerinnen und Schülern (im weiteren Verlauf mit SuS bezeichnet) stellen werden muss. Hinzu kommen unzählige Einflüsse und Perspektiven, die auf Jugendliche und Kinder einwirken und es erschweren eigene reflektierte Perspektiven zu erschaffen. Der Orientierungsbedarf scheint so groß wie nie zuvor. An diesem Punkt setzt der Ethik- und Philosophieunterricht als Orientierungshilfe, insbesondere im moralischen Bereich, für Schülerinnen und Schüler auf ihrem Lebensweg an. Die essenzielle Bedeutung dieses Unterrichts wird durch gut durchdachte und begründete fachdidaktische Positionen verschiedener Didaktiker unterstrichen. Diese Hausarbeit soll genau diese Wichtigkeit der eben genannten Fächer und deren moralphilosophische Inhalte begründet darstellen und didaktische Aspekte erläutern, welche bei einer Planung moralphilosophischen Unterrichts unbedingt bedacht werden sollten.

Zu Beginn dieser Arbeit werden Grundpositionen der Moralphilosophie nach Bent- ham, Mill, Kant und Aristoteles definiert sowie der Moralbegriff und das moralische Dilemma, da diese Definitionen sich als Grundlegend für moralphilosophischen Unterricht erweisen. Anschließend wird darauf eingegangen, aus welchem Grund der Philosophie- oder Ethikunterricht eine Notwendigkeit darstellt. Hierzu wird besonders auf die Position Ekkehard Martens eingegangen. Es folgten theoretisch-konzeptionelle Ansätze den Aspekten didaktische Transformation nach Rohbeck, Problemorientierung nach Tiedemann und Lebensweltbezug nach Stelzer, die im Unterricht berücksichtigt werden sollten. Im letzten Kapitel erfolgt der Versuch einer Unterrichtsplanung im Bereich Moralphilosophie, unter der Berücksichtigung der in den vorherigen Kapiteln erläuterten, theoretischen Ansätze. Den Abschluss machen ein Fazit und eine Schlussbemerkung.

2. Der Moralbegriff

Moral ist verallgemeinert und kurzgefasst eine Ansammlung von Werten und Normen, die als Orientierung für Handlungen gelten kann, vor allem im Zusammenleben einer Gesellschaft. Es kann zwischen individueller Moral, Normen und Werten des Einzelnen oder kollektiver Moral, nicht-rechtlichen Normen einer Gesellschaft, unterschieden werden (vgl. Graf 2017, S.34).

2.1. Das moralische Dilemma

Im deutschen Duden wird das Dilemma als Situation beschrieben, in der zwischen zwei Sachverhalten entschieden werden muss, die jedoch beide eine Schwierigkeit aufweisen (vgl. Duden 2018). Werden die beiden Begriffe Moral und Dilemma zusammengefügt, so entsteht die Bedeutung des moralischen Dilemmas: Eine spezielle Situation, in welcher der/die Handelnde zwischen verschiedenen Handlungen entscheiden muss. In jedem Fall, unabhängig von der Entscheidung, tritt ein moralischer Verstoß ein.

3. Grundlegende Positionen der Moralphilosophie

3.1. Der klassische Utilitarismus nach Bentham und Mill

Utilitarismus kann beschrieben werden als: „[...] eine moralphilosophische Analyse erster Ordnung: eine normative Ethik im Sinne einer Theorie der Ziele und Prinzipien moralisch richtigen Handelns“ (Höffe 1992, S.10).

Wie bereits im oben aufgeführten Zitat dargelegt, beschäftigt sich der Utilitarismus mit der Analyse und Beurteilung moralisch richtigen oder unmoralischen Handlungen. Dies ist eine Form der konsequentialistischen Ethik, in der die Qualität der Handlungsfolgen ausschlaggebend dafür ist, ob eine Handlung moralisch als falsch oder richtig bewertet werde kann (vgl. Pfeifer 2016, S.42). Entscheidend sei also nur das Ergebnis der Handlung, unabhängig dessen, was der/die Handelnde oder Unterlassende ursprünglich beabsichtigt hat. Diese konsequentialistische Komponente, welche den klassischen Utilitarismus prägt, wird von zwei weiteren Strukturmerkmalen ergänzt. Zum einen durch eine hedonistische Basis, durch welche die Werte Interessenbefriedigung und Lust, Glück und Schmerz- und Leidvermeidung berücksichtigt werden. Zum anderen, die gleichmäßige Berücksichtigung von Zuständen, die als wertvoll anerkannt werden, die sogenannte Gleichheitskomponente (vgl. Pfeifer 2016, S.44ff.). Der Grundgedanke des Utilitarismus lautet: „[...]; der Utilitarismus rekonstruiert die moralisch richtige Handlung als Resultat einer rationalen Wahl zwischen alternativen Möglichkeiten“ (Höffe 1992, S.10). Die Folgen einer Handlung werden aus ihrem Nutzen, dem „utilitas“, gemessen, auch Nutzenoder Utilitäts-Prinzip genannt. Dieser Nutzen werde anhand des Zieles bemessen, die Bedürfnisse und Interessenbefriedigung zu maximieren und die Frustration zu minimieren. Zusammengefasst bedeutet dies für den klassischen Utilitarismus, als eine der Grundpositionen der Moralphilosophie, dass Handelnde beachten sollten, dass die moralische Richtigkeit oder Falschheit von dem hervorgebrachten Nutzen abhängt, welcher anhand der Differenz der hervorgebrachten Lust und Unlust bestimmt werden kann. Es wird deutlich, dass es sich bei den alltäglichen Moralprinzipien unserer Gesellschaft zum größten Teil um sekundäre Prinzipien der Moral handelt, wohingegen der klassische Utilitarismus den Gesamtnutzen und die Maximierung von Lust thematisiert (vgl. Mill 2006, S.73).

Vertreter des klassischen Utilitarismus waren beispielsweise Jeremy Bentham und John Stuart Mill. Mills Utilitarismus nimmt hierbei Bentham als Basis und entwickelt diese weiter. Er berücksichtigte neben der Qualität auch die Quantität der Freuden. Nach Mill könne eine Freude von hoher Qualität die Quantität übertreffen. Veranschaulicht wird dies durch sein Beispiel, dass kein intelligenter Mensch ein Narr sein wollen würde, selbst wenn der Narr weniger Leiden und mehr Freuden hätte, denn der intelligente Mensch sei in der Lage, höhere Freuden zu empfangen (vgl. Mill 2006, S.27-29). Des Weiteren ergänzte Mill den klassischen Utilitarismus mit dem Präferenzutilitarismus, bei dem es bevorzugt um eine Erfüllung von Interessen oder Wünschen und deren Maximierung geht und die bloße sinnliche Lust hinter den geistigen Freuden steht. Moralisch richtige Handlungen sind somit das Resultat einer rationalen Wahl, welche das Nützlichkeitsprinzip, das universalisti- sche-Prinzip, das hedonistische-Prinzip und das folgen-Prinzip berücksichtigt und das höchste Ziel einer Handlung soll es sein, das Glück für die höchstmögliche Anzahl an Betroffenen zu maximieren und nicht als schlechtes Exempel zu fungieren (vgl. Mill 2006, S.25ff).

3.2. Moralphilosophie nach Kant- Der kategorische Imperativ

Immanuel Kant entwarf den kategorischen Imperativ als oberstes Prinzip der Moralität, welches als deontologisches Prinzip beschrieben werden kann. In der deon- tologischen Ethik bestimmt die Handlung an sich, ob diese moralisch gut oder schlecht ist. Eine Handlung gilt dann als moralisch gut, wenn sich der/die Handelnde aus seiner normativen Verpflichtung heraus für diese Handlung entschieden hat. Danach richtet sich auch Kants eben genannter kategorischer Imperativ. Kant sagt bezüglich Handlungen: „Ich soll niemals anders verfahren als so, dass ich auch wollen könne, meine Maxime solle ein allgemeines Gesetz werden“ (vgl. Kant 2016, S. 19). Bei jeglicher Handlung sei damit zu bedenken, wie sich diese auswirken würde, wenn sie ein allgemeingültiges Gesetz wäre. Zusätzlich unterscheidet er zwischen Handlungen aus Pflicht und pflichtmäßigem Handeln. Bei Handlungen aus Pflicht lässt sich die Sittlichkeit der Handlungen auf der Grundlage des Motivs bewerten, welchen dem Handeln zu Grunde liegt. Durch pflichtgemäßes Handeln wird hingegen nur die Richtigkeit des Handelns im allgemeinen Sinn beschrieben (vgl. Kant 2016, S.42). Eine Handlung, die moralischen Wert haben soll, muss nach Kant aus Pflicht ausgeführt werden und nicht pflichtmäßig sein, da ein guter Wille nur im Handeln aus Pflicht begründet werden könne. Zusätzlich vermeidet der Grundsatz, nur die Handlungen zu vollziehen, die auch als allgemeines Gesetz geeignet wären, dass Handelnde aus egoistischen Hintergründen handeln und statt- dessen alle betroffenen Menschen mit einbezogen werden.

Der eben benannte Begriff der Pflicht entspringt für Kant der Vernunft, beziehungsweise dem Vernunftvermögen. Nach Kant gibt es eine Erkenntnis, die rein aus Vernunft besteht und schon von vornherein, „a prior“ gegeben sei (vgl. S.12). Durch diese These der „Erkenntnis a prior“, lässt sich die „Metaphysik der Sitten“ erläutern. Diese ist eine von jeglicher Erfahrung unabhängige Erkenntnis der sittlichen Gesetze, hervorgerufen durch die menschliche Vernunft (vgl. S.11). Diese Moralphilosophie basiert somit einzig und allein auf der Vernunft. Der Gebrauch der Vernunft führt dazu, dass der Mensch Ideen erkennt, wie beispielsweise die Pflicht oder das Gesetz. Insgesamt liegt der moralische Wert nicht in der Wirkung der Handlung, sondern in der Motivation, aus welcher heraus gehandelt wird. Demnach wäre beispielsweise eine Handlung aus einer persönlichen Neigung oder Vorliebe heraus moralisch verwerflich. Im Gegenteil dazu, ist eine Handlung moralisch wertvoll wenn das Wollen ein gutes ist, ganz unabhängig von den Folgen der Handlung.

3.3. Die Tugendethik nach Aristoteles

In der Tugendethik nach Aristoteles besteht die wesentliche Frage darin, was getan werden muss, um ein tugendhafter Mensch zu sein und dementsprechend zu handeln. Der Mensch soll die bestmögliche Version seiner selbst werden und benötigt dafür bestimmte Eigenschaften. Grundsätzlich ging Aristotles davon aus, jedes Lebewesen hätte ein Ziel hat auf das es hinarbeite. Dieses Ziel jedes Lebewesens sei hierbei die Glückseligkeit (eudaimonia), welche aus einem erfüllten Leben bestehe. Alle Handlungen eines Lebewesens sein somit darauf ausgerichtet dieses Ziel der Glückseligkeit zu erreichen. Die Glückseligkeit an sich besteht für Aristoteles darin, dass jedes Lebewesen seine spezifische Funktion erfüllt. Das Ergon-Argument greift dies auf. Ergon bezeichnet im altgriechischen die Funktion einer Sache. Wie gut etwas ist kann somit daran gemessen werden, wie gut es seine Funktion erfüllt (vgl. Aristoteles 2018, S. 43ff.) Dies gilt auch für die Menschen, deren Funktion es nach Aristoteles ist, ihre Vernunft einzusetzen, da sie die einzigen Lebewesen seien die über Vernunft verfügen würden. Der Mensch sei somit dann gut, wenn er seine Vernunft gut einsetze. Die Eigenschaften einer gut eingesetzten Vernunft können als Tugenden bezeichnet werden. Handlungen werden durch die Tugendethik nicht von Verboten oder Gesetzen eingeschränkt, sondern dadurch geleitet, dass richtiges Handeln aus richtigen Einstellungen und persönlichen Haltungen entsteht, welche auf inneren Neigungen beruhen. Als Tugend wird dann die Fähigkeit bezeichnet, durch diese inneren Neigungen etwas Gutes zu tun. Der Wert einer Handlung ergibt sich somit aus dem Wert der Tugenden. Grundsätzlich lassen sich die Tugenden in zwei verschiedene Kategorien unterteilen: die Verstandestugenden und die Charaktertugenden. Die Verstandestugenden, zu welcher beispielsweise Klugheit zählt, sind für Aristoteles die höchsten Tugenden, da diese der Vernunft entspringen. Damit begründet Aristoteles, dass das beste Leben für den Menschen ein Leben sei, in dem nur von Verstandestugenden Gebrauch gemacht wird. Besonders Tugendhaft sei es, durch den Einsatz des Verstandes einen Mittelweg zwischen Mangel und Übermaß an Emotionen zu finden, denn eine Tendenz zu einem der beiden führe zu Problemen und der Gefahr, falsche Handlungen auszuführen. Dieser durch die Vernunft entstandene Mittelweg bringt dann Charaktertugenden hervor, wie beispielsweise Tapferkeit. Insgesamt besteht für Aristoteles ein gutes und tugendhaftes Leben darin, einen guten Charakter zu entwickeln, wobei auch die Gewöhnung eine große Rolle spielt, da Tugendhaftigkeit durch ständige Anwendung antrainiert und erlernt werden müsse (vgl. 2018, S.81ff.). Alle Handlungen die ein Mensch begeht sind somit darauf auszurichten, einen tugendhaften Charakter und ein gutes Leben zu erreichen, wodurch keine Einheitsregel für die Tugendethik aufgestellt werden könne.

4. Zur Notwendigkeit der Philosophie und Ethik

Zunächst stellt sich die Frage, welchen Stellenwert das Philosophieren und die philosophische Bildung im schulischen Kontext haben, warum diese notwendig sind, was sie leisten können und welche Zielen dadurch verfolgt werden.

Schon in der Vergangenheit wurden Sittenvermittlung und die Verhinderung moralischer Abtragung von Bildung und Erziehung im schulischen Kontext gefordert. Dieses Bedürfnis besteht noch bis heute und soll zum Teil durch den Philosophieunterricht, aber besonders durch den Ethikunterricht an Schulen gestillt werden. Hierbei tritt jedoch die erste Problematik auf, denn oft widerspricht die gesellschaftliche Vorstellung bezüglich der Vermittlung von Werten und Normen dem eigentlichen Gedanken des Ethikunterrichts, nämlich eine ethische Orientierung und eine Befähigung der Schülerinnen und Schüler, eigene durchdachte Positionen zu beziehen. Hierauf wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit noch einmal eingegangen. Aus welchem Grund überhaupt Philosophie- und Ethikunterricht stattfinden muss, kann theoretisch-konzeptionell gerechtfertigt werden (vgl. Tiedemann 2015, S.23). Diese Rechtfertigung greift das Hauptargument des Orientierungsbedarfs auf. In der heutigen modernen Gesellschaft besteht ein höherer Orientierungsbedarf als je zuvor. Dies liegt vor allem an der scheinbar unerschöpflichen Informationsflut, welche besonders durch digitale Medien fortwährend auf den Menschen zufließt. Das Internet und soziale Medien füttern die Schülerinnen und Schüler unaufhörlich mit einer Vielfalt an Informationen und Perspektiven, wodurch eine ständige Veränderung des Wissens, der Perspektiven und eigener Positionen stattfindet (vgl. Tiedemann 2015, S. 23). Dies kann sowohl als fortlaufende Weiterentwicklung und damit positiv, sowie als Unbeständigkeit und eher negativ gesehen werden. Die fortlaufende Weiterentwicklung des Wissens und der eigenen Gedanken wirkt präventiv gegen festgefahrene und veraltete Gedanken und bewegt die SuS dazu, sich immer wieder neu mit der eigenen Position zu unterschiedlichsten Themen auseinander zu setzen. Diese ständige Veränderung kann jedoch auch dazu führen, dass besonders Kinder und Jugendliche durch die daraus resultierende Unbeständigkeit in eine Orientierungslosigkeit verfallen. In diesem Fall ist es von besonderem Wert, dass der Philosophie- oder Ethikunterricht SuS Orientierungen bietet und sie in ihrer Entwicklung an die Hand nimmt. Ein weiterer Aspekt ist die immer weiter fortschreitende Technik, die eine Vielfalt von Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten bietet (vgl. Tiedemann 2015, S.24). Da es im Bereich von neuer Technik, beispielsweise künstlicher Intelligenz, kaum Historie gibt auf die im Entscheidungsbedarf zurückgeblickt werden kann, ist es umso wichtiger, besonders der jungen Generation, welche nie wieder ohne diese Technik sein wird, verschiedene Orientierungshilfen zu vermitteln, die ihnen helfen kann angemessene Risikoabwägungen zu betreiben. Es geht somit im Philosophie- und Ethikunterricht nicht darum, traditionelle Sitten und Werte zu vermitteln und zu festigen, sondern vielmehr geht es um die Erziehung mündiger Bürger die die Fähigkeit zu kritischen Urteilsbildung vorweisen und sich an der kollektiven Willensbildung beteiligen können.

Auch das Kerncurriculum des Hessischen Kultusministeriums für Philosophie in der gymnasialen Oberstufe greift die Notwendigkeit des Ethikunterrichts auf und bezieht diese besonders auf die Grundfragen der Moralphilosophie, welche auch im Kontext dieser Arbeit eine bedeutende Rolle spielen. Im Kerncurriculum für die Einführungsphase der Sekundarstufe II wird die Notwendigkeit wie folgt beschrieben: der globale Informationstransfer durch die Medien, die rasante gesellschaftliche Entwicklung im Gefolge des technologischen Fortschritts und die Beschleunigung des Kulturwandels führen-gegenüber vergangenen Jahrhunderten- zu einem In-Frage-Stellen und damit einhergehenden Rückgang von Traditionen.“ (vgl. Kerncurriculum 2016, S.24)

[...]

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
28
Katalognummer
V983930
ISBN (eBook)
9783346340269
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moralphilosophie, ethikunterricht, notwendigkeit, ansätze, versuch, umsetzung
Arbeit zitieren
Jana Held (Autor), 2019, Moralphilosophie im Ethikunterricht. Die Notwendigkeit, fachdidaktische Ansätze und der Versuch einer Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/983930

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