Intrapreneurship. Ein Garant für Innovationen und Burnout


Hausarbeit, 2020

19 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Begriffserklärung
2.1 Entrepreneur(-ship)
2.2 Intrapreneur(-ship)

3. Zustimmung am Intrapreneurship
3.1 Intrapreneurship als Innovationsmotor und Wachstumsgarant
3.2 Intrapreneurship als Teil organisierten Lernens

4. Kritik am Intrapreneurship
4.1 Struktureller Egoismus
4.2 Burnout
4.2.1 Begriffserklärung
4.2.2 Burnout am Arbeitsplatz
4.3 IntrapreneurIn aus Not

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Arbeits- und Organisationsstrukturen kapitalistischer Unternehmen machen es nötig, sich mit einer neuen Kategorie des Unternehmertums zu befassen: dem Intrapreneurship.

Ferner ist das Intrapreneurship heute kaum noch wegzudenken, da sich die Bedingungen für die Unternehmen auf dem Markt stark verändert haben. „Schuld“ daran ist u. a. die Entwicklung hin zu einer globalisierten, hochbeschleunigten Welt, die das Maß des kapitalistischen Wettbewerbs auf eine ganz neue, kontinuierlich steigende Ebene geführt hat. Für die Unternehmen heißt das: Es müssen Innovationen her; - Innovationen die nötig sind, um mit der (globalen) Konkurrenz mitzuhalten und langfristig solvent zu bleiben. An dieser Stelle kommen die Intra- preneurInnen ins Spiel. Diese gelten unter vielen WirtschaftswissenschaftlerInnen und Unternehmen als Garant für die Entwicklung von betriebsinternen Innovationen. Hinter dieser Wortneuschöpfung verstecken sich nämlich Unternehmerinnen, die, anders als im klassischen Sinne, nicht ihr eigenes Produkt bzw. Unternehmen fördern, sondern selbst Angestellte sind. Und um genau diese Unterkategorie des Unternehmertums wird es in dieser Arbeit gehen. Ausschlaggebend dafür ist wiederum Ulrich Bröcklings Studie „Das unternehmerische Selbst - Soziologie einer Subjektivierungsform“ (2007) gewesen. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es stark verkürzt ausgedrückt, um einen „Wandel moderner Subjektivierung hin zum unternehmerischen Selbst [...], das sich selbst und andere als Unternehmen betrachtet“ (Bührmann 2012: 145). Damit schließt Bröckling gleichzeitig ein, dass man nie zu einem wirklichen unternehmerischen Selbst werden kann. Es ist nämlich stehts von Subjektivierung (präskriptiv) und nicht Subjekt (deskriptiv) die Rede (2002: 1). Bröckling weiter:

Der Appell, zum Unternehmer bzw. zur Unternehmerin des eigenen Lebens zu werden, ergeht nicht im Namen einer zentralen Autorität, sondern ist eingelassen in vielfältige Programme des Regierens und Sich-selbst-Regierens. Er findet sich in veränderten Formen der Betriebsorganisation (Stichwort: Intrapreneurship) ebenso wie in ,neuen Steuerungs- modellen‘ der öffentlichen Verwaltung (Stichwort: Bürger als Kunde), in zeitgenössischen politischen Leitbildern (Stichwort: aktivierender Staat) wie in den Curricula von Schulen und Universitäten (Stichwort: Knowledge-Unternehmer), in Fördermaßnahmen für Arbeitslose (Stichwort: lebenslanges Lernen), ,humanistischen‘ Psychotechniken (Stichwort: personal growth) oder den allgegenwärtigen Evaluationen (Stichwort: Qualitätsverbesserung). (ebd.)

Der bzw. die IntrapreneurIn ist also Teil eines Optimierungsprogramms, in dem es gewisse Erwartungen zu erfüllen gibt, die man allerdings nie vollständig erfüllen kann. Es herrscht also stets „fundamentales Ungenügen“ (ebd.). Und genau dieses Ungenügen bzw. die Norm der Selbstoptimierung und des unternehmerischen Handels wird in dieser Arbeit weiter ausgeführt. Denn in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur gibt es ein Problem: Es wird fast nur über die Vorteile des Intrapreneurships gesprochen.

Sowohl in der Betriebs- aber auch in der Volkswirtschaftslehre wird betont, wie wichtig Intrapreneurship für die Innovationsfähigkeiten der Unternehmen sind. Schlussendlich fördern diese Innovationen (wie bereits erwähnt) die Konkurrenzfähigkeit auf dem Markt, wodurch folgli- chermaßen auch die Volkswirtschaft profitiert. Allerdings gibt es auch eine Schattenseite, die (sowie die Vorteile des Intrapreneurships) in dieser Arbeit Platz finden. So fördert diese Form der Organisationsstruktur strukturellen Egoismus und bildet Nährstoff für verschiedene Erschöpfungserscheinungen.

2. Begriffserklärung

In den folgenden Seiten werden zunächst die beiden wichtigsten Begriffe dieser Arbeit erläutert. Begonnen wird mit dem Entrepreneurship - dem Unternehmertum, welches namengebend für den Kernbegriff dieses Textes ist: dem Intrapreneurship. Ferner ist das Entrepreneurship die Überkategorie des hier analysierten Intrapreneurships, sodass ein Verständnis beider Begriffe nötig ist.

2.1 Entrepreneur(-ship)

Bevor man sich mit dem Begriff des Intrapreneurship auseinandersetzt, ist es vonnöten sich mit dem Begriff des Entrepreneurship (dt. Unternehmertum) zu befassen, da es sich bei Intrapreneurship um eine Wortneuschöpfung aus eben „intracorporate“ und „Entrepreneurship“ handelt. Entrepreneurship lässt sich wiederum auf das französische Wort „entreprendre“ zurückführen, was übersetzt „unternehmen“ bedeutet (vgl. Fueglistaller et al. 2019: 5).

Heute versteht man unter dem Begriff des „Entrepreneurs“ im allgemeinen Sprachgebrauch einen Unternehmensgründer. Die genaue Bedeutung ist hingegen viel tiefsinniger (Faltin 2008: 28).

Der Begriff ist auf den irischen Ökonom Richard Cantillon zurückzuführen und stammt somit aus dem frühen 18. Jahrhundert1. Nach ihm zeichnet sich der Entrepreneur vor allem durch seine unternehmerische Risikobereitschaft aus. Ferner läuft er immer Gefahr, dass seine Einkünfte einbrechen oder er sich sogar hoch verschuldet (vgl. Heidbrink; Seele 2010: 133). Cantillon erklärt dies am Beispiel eines Landwirts. Dieser muss dem Landbesitzer Abgaben zahlen, um seine Felder bestellen zu dürfen, wodurch also zweimal Kosten entstehen. Das heißt genauer, der Landwirt muss finanzielle Investitionen tätigen, bevor er überhaupt weiß, ob sich diese in der Zukunft rentieren werden (vgl. Ripsas 1997: 5). Cantillons Beispiel eines Unternehmers ist also recht simpel gehalten; eignet sich allerdings gerade durch seine Einfachheit als Exempel eines/einer modernen EntrepreneurIn, da der Kern immer noch im Risikomanagement versteckt ist.

Gleichzeitig mit Cantillon beschäftigte sich auch der Franzose Jean-Baptiste Say mit dem Begriff des „Entrepreneurs“ und versuchte diesen von dem des Kapitalisten zu trennen:

Say sieht die Hauptfunktion des Unternehmers in der Koordination der [...] Produktionsfaktoren. Der Unternehmerlohn setzt sich dabei aus drei Teilen zusammen: einer Art Lohn für die Koordinationstätigkeiten und das Treffen der notwendigen Entscheidungen, einem Zins für das eingesetzte Kapital und einer Risikoprämie. Der Kapitalaspekt spielt hierbei eine besonders wichtige Rolle, denn der Unternehmer muss nicht zwangsläufig Kapital verfügen, um seine Funktion zu erfüllen, jedoch sollte er ,solvent sein‘. Um das Vertrauen der Investoren zu erhalten (ebd.: 6).

Demzufolge ist die Zahl der EntrepreneurInnen deutlich höher als die der KapitalistInnen, da diese nicht durch ihr Kapital definiert werden, sondern durch ihr unternehmerisches Handeln, zu dem, wie bei Cantillon auch, das Abwägen von Risiken gehört.

Einige Jahre später befasste sich auch der schottische Philosoph Adam Smith mit dem Unternehmertum. In seinen Veröffentlichungen „The Theory of Moral Sentiments“ und „The Wealth of Nations“ beschrieb er vor allem den egoistischen Geist eines Unternehmers und erklärt somit, weswegen der Unternehmer gleichzeitig Kapitalist sein muss und widerspricht somit teilweise seinem französischen Kollegen Say. Für Smith ist der Entrepreneur an zwei Sachen interessiert: soziale Anerkennung in der Gesellschaft und finanzielles Interesse (vgl. ebd.; Newbert 2003: 251f). Somit wäre zumindest die Eigenart eines Entrepreneurs beschrieben; nicht jedoch seine nötigen Kompetenzen.

Joseph Schumpeter erkennt in seinem 1911 veröffentlichten Buch „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“, dass der Unternehmer neben seinen ökonomischen Kenntnissen vor allem Innovationen in seine Produktion einfließen lassen muss - seien es neue Produkte, Produktionsweisen o. a. Abgrenzungen zur bisherigen Konkurrenz (vgl. Holderegger 1988: 220). Gleichzeitig wird der Entrepreneur weniger als Spekulant dargestellt, sondern hauptsächlich als ein schöpferischer Zerstörer und Innovator. Somit macht die Innovationskraft an sich ein Individuum nicht gleichzeitig zu einem Entrepreneur. Diese Kraft muss ferner auf ökonomische Weise genutzt und durchgesetzt werden, um KonkurrentInnen hinter sich zu lassen. Somit steht wie bereits bei Smith Gier und das Bedürfnis nach Macht im Vordergrund des Unternehmers und wird durch Innovationskraft und der schöpferischen Zerstörung erweitert, die laut Schumpeter als Kernprozess des Kapitalismus gilt. Durch diesen Prozess erlebt die Gesellschaft eine sich steigernde Produktivität und fördert gleichzeitig Wohlfahrtelemente (vgl.: Bröckling: 2007: 117f.; Schönebeck 2010: 14). Individuen mit solcher Innovationskraft und Geschäftsrieben tragen - um Schumpeter et alii ins Jetzt zu holen - zur Gründung von Start-ups bei und besitzen somit einen wichtigen Stellenwert in der Volkswirtschaft (vgl. Fueglistaller et al. 2019: 4).

2.2 Intrapreneur(-ship)

Intrapreneurship ist wie bereits erwähnt, ein Neologismus aus „intracorporate“ und „Entrepreneurship“ und wurde 1985 von Gifford Pinchot III eingeführt. Der Begriff dient der Beschreibung von Angestellten, die jedoch Eigenschaften und Verhaltensweisen von EntrepreneurInnen aufweisen. Diese neue Form der Unternehmensorganisation soll dem Ziel dienen, Innovationen in und durch eigene Strukturen hervorzubringen (vgl. Steinle; Draeger: 2002: 264). Diese aus sich heraus entwickelten Innovationen sollen wiederum „dem Unternehmen ermöglichen, als Ganzes zu wachsen und Gewinne zu erwirtschaften“ (Pinchot 1988: 13). Das UnternehmerInnen nicht unbedingt selbstständig sein müssen, sondern auch angestellt sein können, wusste jedoch auch Schumpeter schon:

Denn wir nennen Unternehmer erstens nicht bloß jene „selbständigen" Wirtschaftssubjekte der Verkehrswirtschaft, die man so zu nennen pflegt, sondern alle, welche die für den Begriff konstitutive Funktion tatsächlich erfüllen, auch wenn sie, wie gegenwärtig immer häufiger, „unselbständige" Angestellte einer Aktiengesellschaft — aber auch Privatfirma —, wie Direktoren, Vorstandsmitglieder usw. sind oder ihre tatsächliche Macht und rechtliche Stellung auf der Unternehmerfunktion begrifflich fremden Grundlagen ruht [...] (71993: 111).

Somit sind die „simulierten Unternehmehrfunktionen“ (Bröckling 2007: 63) keine Erfindung des späten 19. Jahrhunderts, jedoch begann erst in diesem Zeitraum eine vertiefte Auseinandersetzung durch Unternehmen und der Wissenschaft mit dem Intrapreneurship. - Nicht immer jedoch auch objektiv. So versteckt bspw. Pinchot seine äußerst amerikanische Sichtweise ganz und gar nicht. Er lobpreist geradezu den Intrapreneur für seine Innovationskraft und seinen Ehrgeiz, um unbedingt das Unternehmen voranbringen zu wollen. Ferner arbeiten Intrapreneu- rInnen nicht vorwiegend für das Geld beim Unternehmen, sondern in erster Linie, um das eigene Leistungsbedürfnis zu befriedigen. Zusätzlich ist es für die Unternehmen unabdingbar geworden auf EntrepreneurInnen innerhalb von Schlüsselpositionen zusetzten, da diese nötig sind, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben - so zumindest Pinchot (vgl. ebd. 64; vgl.: Pinchot 1985). Doch nicht nur aus Innovationsgründen setzen zahlreiche Unternehmen auf innerbetriebliche EntrepreneurInnen. Weitere Gründe sind die Zunahme von dezentralen bzw. netzwerkartigen Organisationsformen, sowie die Entwicklung der Franchise-Branche. Unternehmerisches Denken und Handeln der eigenen Mitarbeiterinnen erreicht in diesen Bereichen einen stetig wachsenden Stellenwert (vgl. Ebner et al. 2008: 292), um

(a) die Gründung von Geschäftseinheiten innerhalb bereits bestehender Organisationsstrukturen (new business venturing), (b) die Veränderung der Organisation durch Erneuerung von Schlüsselideen und -konzepten wie beispielsweise die Neubestimmung des Geschäftskonzepts (self-renewal), (c) technologie-bezogene Neuentwicklungen von Produkten, Produktverbesserungen oder Entwicklung neuer Produktionsmethoden (redesign of the product line) etc. (Weber et al. 2015: 89) zu fördern.

Aus diesen Gründen beginnen auch immer mehr Unternehmen bereits während der Ausbildung der eigenen Fachkräfte Unternehmertum zu schulen. So wundert es nicht, dass bereits seit 2002 das Intrapreneurship fester Bestandteil im Lehrplan für angehende Industriekaufmänner und - frauen ist (Weber et al. 2016: 75).

Ein Unternehmen, dessen Kernelement das Intrapreneurship geworden ist und in der Literatur oft als Beispiel gewählt wird ist 3M. Hinter diesem Unternehmen stecken u. a. die weltweit erhältlichen Post-It Notes. Die Idee dafür stammt von einem Angestellten, der 1974 nach einer Lösung suchte, um schneller die richtige Stelle in seinem Buch für Kirchenlieder zu finden. Nachdem er verschiede Methoden ausprobierte, stieß er auf Arbeit auf einen äußerst schwachen Kleber, der es ermöglichte, seine Marker einfach und unkompliziert dahin zusetzen, wo sie gerade benötigt worden sind. Zu einem marktreifen Produkt wurde es dann durch die Hilfe von 3M. Das Unternehmen sorgt nämlich dafür, dass jeder Angestellte mindestens 15 % seiner Arbeitszeit für die Entwicklung eigener Ideen und Projekte widmet und versucht diese dann für den Markt zu realisieren (vgl. Virtual Advisor Inc. 2013). Damit ist das Unternehmen zu einer Art Erfinderwerkstatt geworden und ermöglicht es den Personen, die dort arbeiten, ohne eigenes finanzielles Risiko eingehen zu müssen, Projekte zu realisieren.

3. Zustimmung am Intrapreneurship

An dieser Stelle soll es, bevor ein Blick auf die Kritik am Intrapreneurship geworfen wird, die Vorzüge daran betrachtet werden. In den Wirtschaftswissenschaften gilt dieses nämlich als Garant für die Förderung von Wachstum, Innovationen und Wissen. Ferner ist das Intrapreneurship ein wichtiger Bestandteil geworden, um sich von der Konkurrenz absetzen zu können.

3.1 Intrapreneurship als Innovationsmotor und Wachstumsgarant

Um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten, sehen viele Unternehmerinnen und Wirt- schaftswissenschaftlerlnnen das kontinuierliche Suchen nach Innovationen2 als einen grundlegenden Bestandteil des strategischen Managements an (vgl. Kaiser 2007: 171). Peters und Waterman, die in ihrem Bestsellerradgeber Auf der Such nach Spitzenleistungen (1982) US-Unter- nehmen untersuchten, stießen bei ihrer Forschung auf die United Airlines. Diese besaß etwa 1900 Station-Manager, welche fortan „nicht [mehr] nach dem Gesamtergebnis eingestuft oder beurteilt [wurden], sondern nach denjenigen Variablen, auf die sie Einfluss hatten“ (3 1994: 248). Durch diese (Um-)Strukturierung entstanden Stellen, die ein besonderes Maß an Eigeninitiative und unternehmerisches Engagement verlangten. Doch die Möglichkeiten der freiheitlichen Arbeit, ist nur auf den ersten Blick wirklich frei, da die Arbeiterinnen immer noch innerhalb der Schranken des Unternehmens agieren mussten. Die Intrapreneurinnen befanden sich also lediglich in einer simulierten Unternehmerfunktion und füllten quasi-autonome Positionen, schufen jedoch Innovationskräfte, als wäre ihre Unternehmerfunktion real.

Darüber hinaus versuchen Unternehmen ihre Intrapreneurinnen oft als „Champions“ zu heroisieren. Dies fördert eine Unternehmenskultur in der jede/r zu den Besten gehören will. Man versucht also ein innerbetriebliches Wetteifern zu fördern, in dem jede/r versucht möglichst wertvoll für seinen/ihren Arbeitgeber zu sein (vgl. ebd. 248f.).

Wie wichtig Innovationen für Unternehmen sind, stellte der amerikanische Ökonom Robert Solow bereits 1957 fest. So erkannte er in seiner Studie, „dass zwischen 80 % und 90 % des Wirtschaftswachstums auf technologische Innovationen zurückzuführen sind. Daraus wird [auch] die Bedeutung der Innovationsfähigkeit für die Entwicklung von Volkswirtschaften deutlich“ (Bühner 1991: 48). Das heißt allerdings nicht, dass das Intrapreneurship per se notwendig für Innovationen ist. Allerdings schwindet bei steigender Unternehmensgröße die Innovationskraft durch die eigenen bürokratischen Strukturen4. Das heißt, dass Intrapreneurship erst durch das Dasein von Konkurrenz ihre Notwendigkeit erhält. Andernfalls wird es schwer sich weiterhin am Markt zu beweisen (vgl. Brinkmann; Dörre: 2006: 142).

[...]


1 Zwar wurde der Begriff bereits im Frankreich des 16. Jahrhunderts verwendet, jedoch nicht in dem kapitalistischen Kontext, der hier dargestellt wird (vgl. Fallgatter 2002: 12).

2 „Innovation ist ein Prozess, bei dem Ideen zu neuen Produkten, neuen Dienstleistungen oder zu neuartigen Prozessen realisiert werden. Der Erfinder schafft mit der Innovation einen Mehrwert. Deckt sich der Mehrwert mit dem Bedarf der Kunden, sind diese bereit, einen Preis zu zahlen.“ (Paufler 2019: 259)

3 dern viel mehr vom Führungsstil des Managements (vgl. Brinkmann; Dörre 2016: 144).

4 Das bedeutet allerdings nicht, dass nur Großunternehmen auf IntrapreneurInnen setzen. Genauer ge sagt, ist das Konzept des Intrapreneurships nichts abhängig von Unternehmensgröße oder Branche, son

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Intrapreneurship. Ein Garant für Innovationen und Burnout
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Jahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V984660
ISBN (eBook)
9783346341259
ISBN (Buch)
9783346341266
Sprache
Deutsch
Schlagworte
intrapreneur, unternehmerische selbst, bröckling, burnout, arbeitssoziologie, entrepreneur, soziologie, innovation, intrapreneurship, entrepreneurship, unternehmertum, arbeit, wirtschaft
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Intrapreneurship. Ein Garant für Innovationen und Burnout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/984660

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