Zielfrage dieser Arbeit soll es sein, inwiefern Exchange Traded Funds (ETFs) als Produkt einen Grundstein für den fundierten Vermögensaufbau liefern. Besonders soll auf den Vergleich zum Konkurrenzprodukt der aktiven Fonds Bezug genommen werden.
Beschäftigt man sich mit dem Thema Vermögensaufbau, so wird man in diesem Kontext auch auf das Themenfeld der ETFs stoßen. Eine nähere Einordnung der ETFs wird im folgendem Hauptkapitel vorgenommen, jedoch scheint Warren Buffet, einer der populärsten Investoren seiner Zeit, ein Befürworter der ETFs zu sein, denn er tätigte die Aussage: "Die Intelligenz von Hedgefondsmanagern ist in der Regel nicht höher als die Kosten, die sie von ihren Investoren verlangen. Langfristig wird man mit passiven und günstigen Indexfonds besser fahren".
Im aktuell niedrigem Zinsumfeld wird es immer wichtiger, sich mit Anlagemöglichkeiten zu beschäftigen, die keine Zinsinstrumente sind. Das staatliche Rentenniveau wird künftig nicht ausreichen, um seinen Lebensstandard zu wahren, vor diesem Hintergrund wird die dritte Säule der Altersvorsorge, die private Altersvorsorge, eine elementare Rolle einnehmen. Kapitalmärkte locken mit attraktiven Renditen, doch traditionell sind die deutschen Anleger konservativ eingestellt und "… in Puncto Aktien eher unterinvestiert". Hierbei scheinen die ETFs eine passende Lösung zu sein, da sie günstig sind und teilweise den diversifizierten Einstieg für unerfahrene Investoren in den Kapitalmarkt bieten.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Exchange Traded Funds (ETFs)
2.1 Definition
2.2 Kernelemente von ETFs
3 Analyse der Vermögensanlage anhand eines aktiven und passiven Fonds
3.1 Würdigung beider Anlagemöglichkeiten
3.2 Auswertung beider Anlagemöglichkeiten in Bezug auf die Vermögensanlage
4 Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwiefern Exchange Traded Funds (ETFs) als Anlageprodukt einen soliden Grundstein für den privaten Vermögensaufbau bilden können, insbesondere im direkten Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds.
- Grundlagen und Definition von ETFs
- Kernelemente und Funktionsweise passiver Indexfonds
- Vergleichsanalyse zwischen einem aktiven Fonds (DWS Akkumula) und einem passiven ETF (ComStage MSCI World)
- Bewertung anhand der Kriterien Rendite, Risiko (Volatilität/Sharpe-Ratio) und Liquidität
Auszug aus dem Buch
3.2 Auswertung beider Anlagemöglichkeiten in Bezug auf die Vermögensanlage
Zuallererst sollte der Fokus auf der Rendite liegen. Es gibt viele Kennzahlen, die die Rendite messen können und dabei zwei- oder sogar dreidimensional weitere Aspekte berücksichtigen. Beim Vergleich beider Fonds soll die Sharpe-Ratio einen Aufschluss über die Rendite im Bezug zum eingegangenen Risiko geben. Je positiver dieser Wert ist, desto attraktiver ist diese Art der Geldanlage für einen Investor.
In Abb.3 wird ersichtlich, dass der Chartverlauf beider Investments ähnlich ist, doch der ETF ist in der Lage, eine bessere Rendite zu erzielen. Es gibt viele aktive Fonds, die kurzzeitig ihre Benchmark schlagen, wie im Jahr 2009 in Abb. 3, aber über einen längeren Zeitraum wird es immer schwieriger, diese Outperformance aufrecht zu erhalten. Hinsichtlich des Vermögensaufbaus ist eine positivere Entwicklung über einen längeren Zeitraum, wie der ETF es realisiert, sinnvoller, da der Vermögensaufbau nicht nur über einige wenige Jahre stattfindet, sondern als langfristiger Prozess. Vor allem bei Aktienfonds ist ein langer Anlagehorizont unumgänglich, um Verluste zu minimieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Vermögensaufbaus im Niedrigzinsumfeld und führt ETFs als kostengünstige, diversifizierte Anlagelösung ein.
2 Exchange Traded Funds (ETFs): Dieses Kapitel definiert ETFs, erläutert ihre wesentlichen Eigenschaften wie Indexnähe und Börsenhandel sowie die verschiedenen Replikationsmethoden.
3 Analyse der Vermögensanlage anhand eines aktiven und passiven Fonds: Hier findet ein direkter Vergleich zwischen dem DWS Akkumula und einem MSCI World ETF anhand von Kennzahlen wie Rendite, Volatilität und Sharpe-Ratio statt.
4 Schluss: Das Fazit bestätigt ETFs als effektives Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau und betont die Bedeutung niedriger Kosten und breiter Diversifikation.
Schlüsselwörter
Vermögensaufbau, ETFs, Exchange Traded Funds, passive Fonds, aktive Fonds, Indexfonds, Rendite, Volatilität, Sharpe-Ratio, Diversifikation, DWS Akkumula, MSCI World, Altersvorsorge, Kapitalmarkt, Kostenmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Eignung von Exchange Traded Funds (ETFs) als Instrument für den privaten Vermögensaufbau im Vergleich zu aktiv verwalteten Investmentfonds.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Untersuchung deckt die theoretischen Grundlagen von ETFs, deren Funktionsweise, regulatorische Rahmenbedingungen sowie eine praxisnahe Analyse der Performance gegenüber aktiven Fonds ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zu eruieren, ob ETFs für Privatanleger einen fundierten Grundstein für den Vermögensaufbau legen und ob sie bei Kriterien wie Kosten, Rendite und Risiko besser abschneiden als aktive Produkte.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Definition der Grundlagen sowie einen quantitativen Vergleich zweier konkreter Anlageprodukte (DWS Akkumula vs. ComStage MSCI World ETF) anhand von Finanzkennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Definition und Kernelemente von ETFs geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse und Gegenüberstellung von ETF- und aktiven Fondskonzepten sowie deren Performance-Auswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Die zentralen Begriffe sind Vermögensaufbau, ETFs, Rendite, Volatilität, Sharpe-Ratio und das Kostenmanagement im Vergleich zwischen aktiven und passiven Anlagen.
Warum schneidet der betrachtete ETF im Vergleich zur Sharpe-Ratio besser ab?
Obwohl der ETF eine höhere Volatilität aufweist, erzielt er über den zehnjährigen Analysezeitraum eine höhere Sharpe-Ratio, was bedeutet, dass die erzielte Überrendite das eingegangene Risiko rechtfertigt.
Welche Rolle spielt die Liquidität beim Vergleich der beiden Fonds?
Die Arbeit stellt fest, dass der ETF aufgrund seiner Börsenpräsenz schneller liquidierbar ist, während der aktive Fonds einen Verkaufsantrag über die Depotbank erfordert, was den Prozess verlangsamt.
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- Maximilian Ebeling (Autor), 2020, ETFs. Schlüssel zum Vermögensaufbau als Alternative zu aktiven Fonds, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988039