Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Pedagogía - Pedagogía social

Das Störungsbild der Dyskalkulie im Kontext pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen

Título: Das Störungsbild der Dyskalkulie im Kontext pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen

Trabajo Escrito , 2020 , 14 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tobias Jahn (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit wird von der Frage geleitet, wie sich das Störungsbild der RS charakterisieren lässt, wie dieses im pädagogischen Kontext frühzeitig erkannt und darauf angemessen reagiert werden kann, um negative Auswirkungen auf Betroffene zu minimieren. Nach einer Begriffsbestimmung soll zunächst das Störungsbild und dessen Ätiologie beschrieben werden. Darauf folgen Ausführungen zur therapeutischen Diagnostik und zu Interventionen. Im nächsten Schritt sollen diese Erkenntnisse dann in die pädagogische Praxis transferiert werden. Am Ende steht eine kurze Zusammenfassung, die einen Überblick zu den wichtigsten Erkenntnissen dieser Arbeit geben soll. Inhaltliche Eingrenzungen sind an den entsprechenden Stellen in den einzelnen Kapiteln der Arbeit kenntlich gemacht. Eine tiefere Auseinandersetzung scheint somit nicht nur interessant, sondern mit Blick auf die pädagogische Praxis in Kindertageseinrichtungen sehr sinnvoll.

Weltweit bekannte Persönlichkeiten wie Wolfgang Amadeus Mozart, Napoleon Bonaparte und Leonardo da Vinci sollen zu ihren Lebzeiten davon genauso betroffen gewesen sein wie zahlreiche Kinder, die heute aufwachsen. Die Rede ist von der Lese- und Rechtschreibstörung (LRS), die sich zu Zeiten der Grundschule besonders im Unterrichtsfach Deutsch manifestiert. Im Mathematikunterricht kann sich eine ähnliche Störung bemerkbar machen, die im Gegensatz zur LRS spürbar seltener thematisiert wird und zu der keine Listen betroffener Persönlichkeiten im Internet zu finden sind: die Rechenstörung (RS). Während sich die Forschung schon lange Zeit intensiv mit der LRS in Kontexten der frühkindlichen Bildung auseinandergesetzt hat, wird die auch als Dyskalkulie bekannte RS zwar ähnlich häufig diagnostiziert. Sie ist aber deutlich unbekannter, weniger gut erforscht und daher noch heute von vielen Unklarheiten bestimmt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung und ICD-10 Klassifikation

3 Darstellung der Störung

4 Ätiologie

5 Diagnostik und Therapie

6 Pädagogische Interventionen

6.1 Früherkennung im Kindergarten

6.2 Das Förderprogramm „Spielend Mathe“

6.3 Prävention im pädagogischen Alltag in Kindergarten und Hort

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Störungsbild der Rechenstörung (Dyskalkulie) im Kontext der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen. Ziel ist es, Charakteristika der Störung zu definieren sowie Strategien zur frühzeitigen Erkennung und angemessenen pädagogischen Reaktion aufzuzeigen, um negative Entwicklungsfolgen für betroffene Kinder zu minimieren.

  • Charakterisierung und Ätiologie der Rechenstörung
  • Diagnostische Verfahren und therapeutische Ansätze
  • Möglichkeiten der Früherkennung im Kindergartenalter
  • Präventionsmaßnahmen und alltagsintegrierte Förderung
  • Die Rolle der pädagogischen Fachkraft und interdisziplinäre Kooperation

Auszug aus dem Buch

3 Darstellung der Störung

Schon mit Beginn des Rechenerwerbs werden große Unterschiede in den Rechenfähigkeiten der betroffenen Kinder sichtbar, da sie deutlich unterhalb des Niveaus ihrer Altersgenossen liegen. Typisch ist, dass das fingerbasierte Rechnen kaum oder nicht zur Stufe des abstrakten Denkens weitergeführt werden kann. Der Erwerb und Abruf von derartigem Faktenwissen ist negativ beeinflusst, weil der für die meisten intuitiv bekannte Zahlenraum von 1 bis 20 das Arbeitsgedächtnis sehr stark belastet. Dies äußert sich in ineffektiven, mechanisch wirkenden Rechenabläufen, verzögerten Bearbeitungszeiten und einer höheren Fehleranfälligkeit. Häufig treten erste Schwierigkeiten bereits beim Erfassen, Zerlegen und Einordnen von Mengen sowie Größen auf. Auch der Umgang mit zugrundeliegenden Zählprinzipien, erweiterten Zahlenräumen und angemessenen Rechenoperationen ist beeinträchtigt (vgl. Jacobs/Petermann/Tischler 2013, S. 181). Weitere Kennzeichen können Schwierigkeiten bei der Differenzierung ähnlicher Zahlenbegriffe („vierzehn“/„vierzig“) und mathematischer Zeichen sein (vgl. Ehlert/Wyschkon 2019, S. 414).

Die Prävalenz wird weltweit zumeist zwischen 3 bis 6% beziffert. Gründe für Differenzen sind kulturgebundener Natur (bspw. die Art der Beschulung) sowie variierenden Klassifikationssystemen und Testverfahren geschuldet. Einige Autoren vermuten, dass das Lernverhalten eines Kindes von Bedeutung für die Ausbildung einer RS ist. Die Verteilung unter den Geschlechtern ist in Deutschland relativ ausgeglichen, jedoch sind auf internationaler Ebene Unterschiede zum Nachteil der Mädchen bzw. Frauen festzustellen, die mit dem länderspezifischen Status von ihnen korrelieren (vgl. Jacobs/Petermann/Tischler 2013, S. 184f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Rechenstörung ein, hebt die Bedeutung der Thematik für die pädagogische Praxis hervor und erläutert den Aufbau der Arbeit.

2 Begriffsbestimmung und ICD-10 Klassifikation: Das Kapitel definiert die Begriffe Rechenstörung und Dyskalkulie und ordnet die Störung in das Klassifikationssystem ICD-10 (F81.2) ein.

3 Darstellung der Störung: Hier werden typische Symptome, Prävalenzraten und mögliche Komorbiditäten sowie der Verlauf der Rechenstörung beschrieben.

4 Ätiologie: Dieses Kapitel beleuchtet die multifaktoriellen Ursachen der Rechenstörung, darunter genetische Dispositionen sowie neuropsychologische und psychosoziale Einflussfaktoren.

5 Diagnostik und Therapie: Es werden die Diagnosekriterien sowie multimodale Therapieansätze vorgestellt, die auf neuropsychologischen und verhaltenstherapeutischen Konzepten beruhen.

6 Pädagogische Interventionen: Dieser Abschnitt widmet sich der Früherkennung, konkreten Förderprogrammen wie „Spielend Mathe“ und Möglichkeiten der Prävention im pädagogischen Alltag.

7 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz des Forschungsstandes und betont erneut die Wichtigkeit einer frühen pädagogischen Begleitung und Kooperation.

Schlüsselwörter

Rechenstörung, Dyskalkulie, Elementarpädagogik, Früherkennung, pädagogische Intervention, Lernförderung, Prävention, Kindertageseinrichtung, mathematische Vorläuferfähigkeiten, Diagnostik, Inklusion, Lerntherapie, Sozialpädagogik, ICD-10, Spielend Mathe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rechenstörung, auch Dyskalkulie genannt, und untersucht deren Bedeutung und Handhabung im Kontext der pädagogischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die wissenschaftliche Definition, Ursachenforschung, Diagnosekriterien, therapeutische Ansätze sowie praktische Möglichkeiten der Früherkennung und präventiven Förderung im Kindergarten- und Hortalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte eine Rechenstörung frühzeitig erkennen und durch eine wertschätzende, ressourcenorientierte Begleitung sowie gezielte präventive Maßnahmen unterstützen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes aus der Klinischen Kinderpsychologie, der Verhaltenstherapie sowie bildungsplan-spezifischen Empfehlungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Störung (Symptome, Ätiologie, Diagnostik) und einen praxisorientierten Teil zu Interventionsmöglichkeiten in Kindertageseinrichtungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dyskalkulie, Früherkennung, Prävention, Elementarpädagogik und Kooperation charakterisiert.

Wie kann das Programm „Spielend Mathe“ im Alltag eingesetzt werden?

Das Programm richtet sich an Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren, umfasst spielerische Einheiten von 30-45 Minuten pro Woche und fördert Kompetenzen wie Mengenauffassung oder Raumvorstellung durch alltägliche Materialien.

Warum ist die Kooperation mit Eltern und Lehrern so wichtig?

Eine enge Zusammenarbeit ist essenziell, um einen ganzheitlichen Blick auf das Kind zu gewährleisten, Leistungsdruck zu reduzieren, Ressourcen zu bündeln und eine einheitliche unterstützende Haltung zu etablieren.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Störungsbild der Dyskalkulie im Kontext pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen
Universidad
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Curso
EHP16 „Psychische Störungsbilder und Fallverstehen“
Calificación
1,3
Autor
Tobias Jahn (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
14
No. de catálogo
V988110
ISBN (Ebook)
9783346346698
ISBN (Libro)
9783346346704
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dyskalkulie Rechenstörung Rechenschwäche Mathematik Rechnen Zahlen Pädagogik Kindergarten Kindertagesstätte Kindertageseinrichtung Kita Störung Störungsbild Teilleistungsstörung Teilleistungsschwäche Dyslexie Psyche LRS Lese- und Rechtschreibstörung Lese- und Rechtschreibschwäche RS Entwicklung Entwicklungsstörung Kindheit Entwicklungsstörungen ICD-10 ICD 10 Prävalenz Klassifikation Ätiologie multifaktoriell genetisch Disposition Diagnostik Therapie Früherkennung Interventionen Schule Hort Spielend Mathe Förderprogramm Prävention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Jahn (Autor), 2020, Das Störungsbild der Dyskalkulie im Kontext pädagogischer Arbeit in Kindertageseinrichtungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988110
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint