Wohlfühlfaktoren von Grundschulkindern. Was braucht es, damit sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen?


Praktikumsbericht / -arbeit, 2020

31 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Hinführung

1. Wohlbefinden
1.1. Definition
1.1.1. Wohlbefinden als eine spezifische Gefühlsqualität
1.1.2. Wohlbefinden als eine Kombination emotionaler und kognitiver Faktoren
1.1.3. Wohlbefinden als ein Sammelbegriff für positive Emotionen
1.1.4. Zusammenfassung
1.2. Wohlbefinden in der Schule

2. Forschungsdesign
2.1. Fragestellung
2.2. Stichprobe
2.3. Methode und Instrumente
2.4. Vorüberlegungen

3. Ergebnisse
3.1. Schülerergebnisse
3.2. Deutung der Ergebnisse
3.3. Evaluation der Durchführung

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Anhang

Hinführung

Gesellschaftlich gewinnt das Thema des Wohlfühlens in der Schule immer mehr an Bedeutung. War es bis vor ein paar Jahren eventuell noch mit Faullenzen konnotiert, so gewinnt es zunehmend an pädagogischer Bedeutung, da immer häufiger pädagogische Prinzipien stärker darauf eingehen, dass sich Schülerinnen und Schülerin der Schule wohlfühlen. Es wird davon ausgegangen, dass das Wohlbefinden in der Schule Auswirkungen darauf hat, dass Schülerinnen und Schüler adäquate Leistungen bringen, gut zusammenarbeiten und sich besser integrieren (Hascher, 2004, S.13). Dabei stellt sich jedoch die Frage, wie es möglich wird, dass sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und ebenfalls was sie zum Lernen benötigen und wie Schule dementsprechend gestaltet werden muss. Diese kurze Arbeit soll dahingehend erste Erkenntnisse liefern. In meinen Professionalisierungspraktikum hatte ich die Chance Schülerinnen und Schüler zu interviewen und erste Erkenntnisse zu individuellen und wichtigen Wohlfühlfaktoren zu erlangen. Im Folgenden wird hierzu eine Ausarbeitung mit einem theoretischen und praktischen Teil erfolgen.

Dazu werden im ersten Teil theoretische Grundlagen geklärt, die vor allem für das Begriffsverständnis sehr wichtig sind. Danach soll das Forschungsdesign kurz erläutert werden, mit welchem die Befragung der Schülerinnen und Schüler durchgeführt wurde. Anschließend werden die Schülerergebnisse anhand von Abbildungen visualisiert, erklärt und in einem letzten Schritt zusammengefasst und gedeutet. Ziel ist es ein erstes Gefühl für Faktoren zu erlangen, die den Schülerinnen und Schülern in Bezug auf das Wohlbefinden in der Institution Schule wichtig sind.

1. Wohlbefinden

Um Wohlbefinden in der Schule zu steigern, muss man den Begriff des Wohlbefindens als psychologisches Phänomen klären. Dazu wird in diesem Kapitel zunächst der Begriff „Wohlbefinden“ definiert. Um den Schulbezug herzustellen wird in Bezug auf eine schon praktizierte Forschung herausgestellt, was Wohlbefinden in der Schule ausmacht und was dies für den alltäglichen Schultag bedeutet.

1.1. Definition

Wohlbefinden kann nicht einfach definiert werden. Das Phänomen des Wohlbefindens wird mithilfe einer Vielzahl von Theorien und verschiedenen Ansätzen versucht zu erklären. Das führt dazu, dass sich ein auf den ersten Blick unüberschaubares Feld von Bedeutungen eröffnet und sich Begriffsunklarheiten, theoretische Konfundierungen und eine uneinheitliche Meinung über die Elemente des Wohlbefindens auftun(Hascher, 2004, S. 19). Oftmals wird Wohlbefinden mit Gefühlen wie Glück oder Freude verbunden und auch mit Zufriedenheit gleichgesetzt. Hascher unterscheidet in ihrer Arbeit drei verschiedene Verwendungen des Begriffs. Im Folgenden werden diese drei Verständnisse näher beleuchtet, um das Wort „Wohlbefinden“ mit Inhalten zu füllen.

1.1.1. Wohlbefinden als eine spezifische Gefühlsqualität

Dieser Zugang zum Begriff stammt von Brandburn & Caplovitz (1965). Unter den Begriffen seelische Gesundheit, Glück und psychisches Wohlbefinden diskutieren sie, wie das Wohlbefinden untersucht werden kann. Sie setzten die Begriffe gleich und sind der Meinung, dass das Wohlbefinden der Menschen durch Emotionen bestimmt sei. So sagen sie, dass durch das Erleben von überwiegend positiven Gefühlen eine höhere Zufriedenheit und dementsprechend ein größeres Wohlbefinden ausgelöst wird. Die Ursachen für das Erleben positiver Gefühlen sahen die beiden Forscher in dem Ausmaß sozialer Aktivitäten. Hierzu zählen Kontakte zu Freunden und Verwandten, sowie gemeinsame Unternehmungen. Die erste Vermutung, dass es sich bei negativen und positiven Emotionen um gleiche Faktoren einer Dimension handle, revidieren sie nach ihren Forschungen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass es sich bei den genannten Emotionen um unabhängige Dimensionen handelt, die auf verschiedenen Kontexten beruhen. Ergebnis der Auswertung ihrer Forschung war es, dass die Differenz zwischen den positiven und negativen Emotionen (affect balance) das zentrale Maß des menschlichen Wohlbefindens darstellen müsse und somit von dem Verhältnis angenehmer und unangenehmer Erlebnisse abhängig ist. Somit ist die relative Intensität und nicht die Häufigkeit der Gefühle ausschlaggebend. Diener & Larsen, (1987) führten die Diskussion um die Dimensionen Häufigkeit und Intensität weiter. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass es unterschiedliche Qualitäten von Wohlbefinden geben muss. So sprachen sie von Wohlbefinden, wenn positive Gefühle häufig erlebt werden. Sie stellten Heiterkeit und Zufriedenheit als spezifische Formen des Wohlbefindens heraus und grenzten sie von Stress und Melanchonie, welche ihrer Meinung nach als Ausdrucksformen fehlenden Wohlbefindens gelten, ab. Im Allgemeinen sind sie jedoch der selben Meinung wie Brandburn, da sie ebenfalls annahmen, dass das Wohlbefinden gesteigert wird indem das Individuum häufiger starke positive Gefühle erlebt(Hascher, Wohlbefinden in der Schule, 2004, S. 23).

1.1.2. Wohlbefinden als eine Kombination emotionaler und kognitiver Faktoren

Eine weitere Auffassung des Wohlbefindens liefert das Konzept von Veenhoven (1991). Er betrachtet neben den positiven Emotionen auch nebensächliche positive Werte und Lebensumstände. Dabei versuchte er bestehende Konzepte zum Wohlbefinden anhand von zwei Dimensionen zu systematisieren: objektive und subjektive Konzepte, individuelle und kollektive Ebene und Mischformen. Viele Forscher vertreten ebenfalls die Meinung, dass Emotionen und kognitive Anteile das subjektive Wohlbefinden ausmachen. Dabei ist die richtige Zusammensetzung der Faktoren ausschlaggebend(Kafka & Kozma, 2002). Mayring (1991) sah das Wohlbefinden als Oberbegriff für die psychologischen Konstrukte Glück, Zufriedenheit, Freuden und Belastungsfreiheit. Somit besteht Wohlbefinden seiner Ansicht nach aus kognitven und emotionalen, kurzfristigen und länger andauernden Anteilen, aber auch aus positiven und negativen Emotionen, sowie dem Fehlen von Beschwerden und dem Bestehen von Belastungen. Mit einem Verweis auf andere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen macht er aber auch deutlich, dass das subjektive Wohlbefinden nicht als alleiniger Faktor für ein glückliches und gutes Leben verstanden werden darf. Es muss mit den individuellen Kompetenzen, Lebensbedingungen, der psychischen Gesundheit und der Lebensqualität eines Menschen in Beziehung gesetzt werden. Durch eine von ihm eigens durchgeführte qualitative Pilotstudie gelang Mayring zu vier Erkenntnissen, die für eine Theorie des Wohlbefindens wesentlich sind.

a. Es ist wichtig sowohl zwischen positiven und negativen Aspekten des Wohlbefindens als auch zwischen objektiven und subjektiven Faktoren zu differenzieren.
b. Wohlbefinden ist aus kognitiven und emotionalen Anteilen zusammengesetzt.
c. Positive Emotionen stammen größtenteils aus sozialen Interaktionen.
d. Wohlbefinden entspringt je nach Altersstufe aus unterschiedlichen Bereichen.

Becker (1994) entwickelte die Ansichten von Mayring und Brandburn weiter und stellte hervor, dass nur bei Vorhandensein von positiven Emotionen, Sinneswahrnehmungen und Stimmungen, sowie dem fehlen von negativen Einflüssen und körperlicher Beschwerden von Wohlbefinden gesprochen werden sollte. Er spricht dabei von der Beschwerdefreiheit (vgl. Abb. 1). Ebenfalls unterscheidet er das habituelle und aktuelle Wohbefinden. Unter letzterem versteht er das momentale Erleben eines Individuums, das hauptsächlich von positiven Emotionen determiniert ist. Dies ist zum Beispiel beim Ausführen der Lieblingstätigkeit zu beobachten. Das habituelle Wohlbefinden hingegen definiert er als kognitives Aggregat positiver und negativer Erlebnisse über einen längeren Zeitraum hinweg. Ein für eine Person typisches Wohlbefinden. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht sein Verständnis von Wohlbefinden (Abb. 1):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Strukturmodell des Wohlbefindens (Becker, 1994, S. 14)

Diese Abbildung zeigt, dass das habituelle und das aktuelle Wohlbefinden verschiedene Ausprägungen des Wohlbefindens sind. Diese beiden Formen sind zudem von Faktoren der Person (individuelle Ziele, Normen, etc.) und von Aspekten der Umwelt (Kontakt mit anderen Menschen, Über-oder Unterforderung, etc.) beeinflusst(Hascher, Wohlbefinden in der Schule, 2004, S. 30). Das bedeutet, dass sich das Wohlbefinden von Person zu Person und ebenfalls von Ort zu Ort sehr unterscheiden kann.

1.1.3. Wohlbefinden als ein Sammelbegriff für positive Emotionen

Des Weiteren gibt es auch Ansätze, die das Wohlbefinden und positive Emotionen als synonym verstehen. So fasste auch Mayring (1991) die Emotionen Freude, Lustgefühl, Erleichterung, Glück und Zufriedenheit unter dem Oberbegriff „Wohlbefindensgefühle“ zusammen. Bei diesen fünf Emotionen handelt es sich um positive Gefühle. Auch andere Autoren machen den Zusammenhang von Wohlbefinden mit anderen Glücksqualitäten deutlich. Mees (1991) teilte die Emotionen dazu in drei Hauptgruppen ein(Mees, 1991, S. 86ff.):

a. Ereignisfundierte Emotionen (z.B. Freude)
b. Attributions- und Verbindungsemotionen (z.B. Stolz)
c. Beziehungsemotionen (z.B. Liebe)

Was Mees unter den ereignisfundierten Emotionen versteht, fasst Mayring (1991) als Wohlbefindensgefühle auf. Der Forschung dient dieser Ansatz der Gleichsetzung des Wohlbefindens mit anderen Emotionsbegriffen jedoch relativ wenig, da sie begriffliche Unschärfen unterstützt. „Wohlbefinden, Glücksgefühle, Zufriedenheit etc. sind zwar verwandte Konzepte, aber ebenso wenig identisch wie Wohlbefinden und positive Emotionen.“ (Hascher, Wohlbefinden in der Schule, 2004, S. 33).

1.1.4. Zusammenfassung

Trotz der unterschiedlichen Zugänge zum Begriff Wohlbefinden kann ein Terminus festgestellt werden: Allen Ansätzen gemeinsam ist, dass Emotionen einen grundlegenden Teil des Wohlbefindens ausmachen. Versteht man Emotionen als zusammengesetztes Konstrukt mehrerer Komponenten, so sticht der Ansatz hervor, dass auch das Wohlbefinden aus mehreren Faktoren, emotionalen und kognitiven Elementen, zusammengesetzt ist. Die Forschungen unterscheiden sich jedoch in der Art dieser Komponenten.

Aus diesem Verständnis leitete Hascher (2004) vier Dimensionen als Bestandteile des Wohlbefindens ab:

1. Wohlbefinden besteht aus positiven und negativen Gefühlen und Bewertungen. Es ist also eine Mischung aus verschiedensten Emotionen und Kognitionen und meint nicht nur das Abwesend sein von negativen Emotionen.
2. Durch die Berücksichtigung kognitiver und emotionaler Aspekte wird es einfacher das Konzept des Wohlbefindens von den Begriffen „Freude“ und „Zufriedenheit“ abzugrenzen.
3. Das Maß an seelischen und körperlichen Komponenten variiert von Definition zu Definition und führt zu einer Unterscheidung zwischen verschiedenen Formen des Wohlbefindens.
4. Wohlbefinden kann ebenfalls auf die Zeit definiert werden. So führt eine Unterscheidung zwischen aktuellem und habituellem Wohlbefinden und dem Wohlbefinden als ein Prozess, zu einer weiteren Differenzierung(Hascher, Wohlbefinden in der Schule, 2004, S. 33).

1.2. Wohlbefinden in der Schule

Prof. Dr. Tina Hascher, Leiterin der Abteilung Schul- und Unterrichtsforschung der Universität Bern, beschäftigt sich intensiv mit der Frage wie Unterricht und Schule wohl gestaltet werden müsse, damit jeder bestmöglich in der Entwicklung und Bildung unterstützt werden kann. Die Wohlbefindensforschung macht dabei einen wesentlichen Anteil ihrer Forschung aus.

In ihrer Forschung stellt sie fest, dass die Freude an der Schule und dem Lernen, die im Kindergartenalter sehr hoch ist, schon in den ersten zwei Schuljahren enorm nachlässt (Hascher, 2004b, S. 8). Die Prämisse, sich in der Klasse und an der Schule wohlzufühlen, scheint keine Selbstverständlichkeit zu sein. Hascher dazu:

„Schulisches Wohlbefinden bezeichnet einen Gefühlswohlstand, bei dem positive Emotionen und Kognitionen gegenüber der Schule, den Personen in der Schule und dem schulischen Kontext bestehen und gegenüber negativen Emotionen und Kognitionen dominieren. Wohlbefinden in der Schule bezieht sich auf die individuellen emotionalen und kognitiven Bewertungen im sozialen Kontext schulischer bzw. schulbezogener Erlebnisse und Erfahrungen.“ (Hascher & Edlinger, 2009, S. 107).

Dem schließt sich die Frage an, was zum Wohlbefinden eines Menschen beiträgt. Dazu werden drei Komponenten dargelegt: Situative Bedingungen, Persönlichkeitsfaktoren und die Wechselwirkungen zwischen den Personen und der Umwelt(Hascher, 2004b, S. 14ff.). Situative Bedingungen (z.B. berufliche Tätigkeiten) spielen dann für das Wohlbefinden eine wichtige Rolle, wenn sie für die Person als wichtig und erstrebenswert angesehen werden. Die Forschung zeigt, dass vor allem die individuellen Empfindungen der Menschen eine wichtige Rolle spielen, da sich unterschiedliche Menschen in ähnlichen Situationen unterschiedlich wohlfühlen. Das ist durch die Persönlichkeit eines jeden Menschen bedingt, da durch sie jeder seine Umwelt anders interpretiert, was dazu führt, dass das Wohlbefinden unterschiedlich stark ausgeprägt ist (ebd., S. 15). In der allgemeinen Wohlbefindensforschung sind bisher fünf bedeutsame Faktoren, die Einfluss auf das Wohlbefinden ausüben, herausgestellt worden(Hascher, 2004b, S. 17):

1. Soziale und individualhistorische Vergleiche
2. Adaptionsprozesse
3. Ziele bzw. Wünsche und Bedürfnisse
4. Kontrollüberzeugungen (Leben im Griff haben)
5. Kausalattributionen (Erfolge durch eigene Leistung)

Es wird immer deutlicher, dass das Wohlbefinden durch Situationen, die Persönlichkeit und die Umwelt beeinflusst wird. Da die Schule einen erheblichen Anteil des Lebens eines Kindes in Anspruch nimmt, stellt sich ebenfalls die Frage, wie diese einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Kinder nehmen kann. Hascher & Lobsang (2004) stellen sechs Komponenten des schulischen Wohlbefindens hervor:

1. Positive Emotionen und Kognitionen gegenüber der Schule
2. Freude in der Schule
3. Schulisches Selbstbewusstsein
4. Sorgen und Probleme wegen der Schule
5. Körperliche Beschwerden wegen der Schule
6. Soziale Probleme in der Schule (Hascher & Lobsang, 2004, S. 205)

Oftmals wird das Wohlbefinden als Kontrast zum Leistungsgedanken verstanden. Aber dass nur Dinge gemacht werden, auf die man Lust hat, führt noch lange nicht zu einem Wohlbefinden. Im Gegenteil sogar. Ein gewisses Maß an Unwohlsein und Druck kann ausschlaggebend dafür sein, um als Antrieb für Entwicklungen und Verbesserungen zu fungieren und genau das, sich selbst über unangenehme Grenzen hinwegzusetzten und sich selbst aus unangenehmen Lagen zu befreien, löst im Endzustand Stolz und positive Emotionen hervor (ebd., 207). Doch was bedeutet es für die Schülerinnen und Schüler ein hohes oder niedriges Wohlbefinden in der Schule zu haben? Fend und Sandmeier haben diesbezüglich vier Bedeutungen herausgearbeitet:

1. Wohlbefinden ist ein Kriterium der Lebensqualität. Aufgrund des hohen zeitlichen Aufenthalts der Kinder in der Schule, bieten positive Emotionen den Schülerinnen und Schülern eine andere Alltagswelt als ein ständiges Unwohlsein.
2. Aufgrund einer gemeinsamen positiven emotionalen Basis, die von der Lehrperson geschaffen wird, ist anzunehmen, dass sich dadurch der Unterricht und das Lernen erleichtern lässt.
3. Anhaltendes Unwohlsein kann dazu führen, dass die Kinder keinen Zugang zur Schule und dem Lernen finden und sie dadurch keinen persönlichen Nutzen für sich sehen.
4. Zudem kann ein fehlendes Wohlbefinden auch zu psychischen und physischen Beschwerden führen(Fend & Sandmeier, 2004, S. 162f.).

Die Autoren vertreten zudem die Meinung, dass es weniger wichtig ist, welche Schulart die Schülerinnen und Schüler besuchen, als die eigene Stellung, die innerhalb eines Systems wahrgenommen wird. Das bedeutet, dass sich ein guter Realschüler oftmals wohler fühlt als ein schwacher Gymnasiast (ebd., S. 170). Das eigentliche Problem liegt darin, dass in jeglicher Schulform, in der viel Druck wahrgenommen wird, die Bereitschaft sinkt, sich für die Schule zu engagieren. Das führt zu einem Anpassungsdruck, welcher die Schule zu einem Meidungskontext überführt, in dem man sich unwohlfühlt (ebd., S. 171).

Trotz vieler verschiedener Meinungen und Ansätzen, was unter Wohlbefinden in der Schule zu verstehen ist, bleibt es bisher wohl ungelöst wie sich das Wohlbefinden in der Schule ausdrückt, manifestiert und wie es sich am besten entwickelt. Hascher (2004) hat in ihrem Werk „Wohlbefinden in der Schule“ genau dies erforscht und sowohl theoretische als auch praktische Hintergrundinformationen dargelegt. In dieser kurzen Forschungsarbeit hier geht es um einen Bruchteil von dem, was Hascher in ihrer Arbeit ebenfalls bearbeitet hat. Ausgehend von Schülerinterviews sollen Faktoren, die das Wohlbefinden von einigen Schülerinnen und Schülern ausmachen und wahrscheinlich steigern, herausgearbeitet werden. Diese Faktoren können helfen Schule weiterzuentwickeln und die Qualität zu steigern.

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Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Wohlfühlfaktoren von Grundschulkindern. Was braucht es, damit sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
31
Katalognummer
V988180
ISBN (eBook)
9783346348166
ISBN (Buch)
9783346348173
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wohlfühlfaktoren, grundschulkindern, schülerinnen, schüler
Arbeit zitieren
Katrin Höllein (Autor), 2020, Wohlfühlfaktoren von Grundschulkindern. Was braucht es, damit sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988180

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