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Die Sozialwahl als Pendant zur Bürgerkommune. Reformbedarf für eine bessere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Titre: Die Sozialwahl als Pendant zur Bürgerkommune. Reformbedarf für eine bessere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Dossier / Travail , 2020 , 22 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Simon Winzer (Auteur)

Organisation et administration - Administration publique
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In dieser Hausarbeit wird die Frage erörtert, inwieweit sich das Konzept der Bürgerkommune auf die Sozialwahlen übertragen lässt, um den Bürgern mehr Beteiligungsmöglichkeiten in der Sozialversicherung zu bieten.

Mit Ausnahme der zwölf Jahre NS-Herrschaft existiert die Selbstverwaltung in der deutschen Sozialversicherung seit Gründung der Krankenversicherung im Jahr 1881 durchgehend. Auch wenn sich in über einem Jahrhundert viel am System verändert hat, gilt in der Sozialversicherung auch heute noch der Gedanke der Bürgerbeteiligung. So finden alle sechs Jahre sogenannte Sozialwahlen statt. Die nächsten ordentlichen Wahlen werden im Jahr 2023 erfolgen. Hier haben die bei den Sozialversicherungsträgern versicherten Bürger die Möglichkeit, eine neue Vertreterversammlung zu wählen oder auch selbst zu kandidieren. Dabei gilt das Prinzip der Listenwahl getrennt nach Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Doch das System der Sozialwahl steht immer häufiger in der Kritik. So werden einerseits eine geringe Wahlbeteiligung sowie hohe Hürden für eine Kandidatur von Bürgern bemängelt, die nicht Mitglied in einer Arbeitnehmer- oder Arbeitgebervereinigung sind. Auf der anderen Seite steht die sogenannte Friedenswahl in der Kritik. Diese findet immer dann statt, wenn nur eine gültige Liste beim Wahlausschuss eingeht. Dieser Wahlvorschlag gilt dann als angenommen und eine Wahlhandlung findet nicht statt. Bei der Sozialwahl 2011 war die Friedenswahl der Regelfall.

Extrait


Gliederung

1 Einleitung

2 Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung

2.1 Die Sozialversicherung und deren Rechtsstellung

2.2 Selbstverwaltungsorgane innerhalb der Sozialversicherungsträger

2.3 Die Sozialwahl

3 Die Bürgerkommune

3.1 Ziele der Bürgerkommune

3.2 Umsetzungsbeispiele der Bürgerkommune in der Praxis

4 Entwicklungsmöglichkeiten der Sozialwahl

4.1 Reformvorschläge der Sozialwahlbeauftragten

4.2 Möglichkeiten bei einer Sozialwahlreform

4.3 Übernahme von Konzepten aus der Bürgerkommune

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Frage, ob ein Reformbedarf für eine stärkere Beteiligung der Bürger in der Selbstverwaltung der Sozialversicherung besteht. Dabei wird untersucht, inwiefern Konzepte der Bürgerkommune – wie eine aktivere Einbindung und neue Beteiligungsformate – auf die Strukturen der Sozialversicherung übertragen werden können, um die Wahlbeteiligung und das bürgerschaftliche Engagement zu steigern.

  • Analyse der aktuellen Strukturen und Defizite der Sozialwahl
  • Untersuchung der Ziele und Umsetzungsbeispiele der Bürgerkommune
  • Diskussion von Reformansätzen zur Steigerung der Wahlbeteiligung
  • Evaluation von Transfermöglichkeiten zwischen Kommunalpolitik und Sozialversicherung

Auszug aus dem Buch

3 Die Bürgerkommune

„Die Bürgerkommune ist in Deutschland zum Paradigma für die Fortentwicklung der lokalen Selbstverwaltung aufgestiegen.“ (Winkel 2013: 123). Dieses Zitat beschreibt sehr gut, dass die Beteiligung der Bürger in den vergangenen Jahren in den Kommunen immer mehr in den Fokus rückt. In diesem Kapitel werden zunächst die Ziele der Bürgerkommune beschrieben. Anschließend werden Beispiele zur Umsetzung dieser Ziele und Konzepte dargestellt.

3.1 Ziele der Bürgerkommune

Durch die Bürgerkommune erhofft man sich durch die stärkere Einbindung der Bürger in die Kommunalpolitik den Abbau von Politikverdrossenheit sowie die Förderung von Engagement und die Reduzierung von Haushaltsproblemen (Bogumil et al. 2003: 7). Um diese Ziele zu erreichen, definiert Lars Holtkamp fünf abstrakte Ziele der Bürgerkommune:

1. „höhere Bürgerzufriedenheit mit kommunalen Dienstleistungen und Planungsprojekten (stärkere Akzeptanz);

2. Förderung des sozialen Ehrenamtes in neuen Formen zur Stärkung persönlicher Unterstützungsnetzwerke;

3. stärkere Teilnahme der Bürger an der demokratischen Willensbildung;

4. Entlastung der kommunalen Haushalte durch Bürgerbeteiligung (höhere Effizienz);

5. bessere Politikergebnisse im Sinne der politischen Zielsetzung (höhere Effektivität).“ (2000: 10 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der Selbstverwaltung und identifiziert die aktuelle Kritik am System der Sozialwahl, insbesondere im Hinblick auf die geringe Wahlbeteiligung.

2 Die Selbstverwaltung in der Sozialversicherung: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Stellung der Sozialversicherungsträger, deren Organstruktur sowie die geltenden Abläufe und Probleme der Sozialwahl.

3 Die Bürgerkommune: Es werden die theoretischen Grundlagen der Bürgerkommune, deren zentrale Ziele und Praxisbeispiele für eine gesteigerte Bürgerbeteiligung dargestellt.

4 Entwicklungsmöglichkeiten der Sozialwahl: Hier erfolgt eine kritische Analyse aktueller Reformvorschläge, ergänzt um die Überlegung, wie Instrumente der Bürgerkommune zur Belebung der Sozialwahl genutzt werden können.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Notwendigkeit von Reformen im Sozialwahlrecht zusammen und plädiert für die Implementierung flexiblerer Beteiligungsformen jenseits der starren Wahlsysteme.

Schlüsselwörter

Sozialwahl, Selbstverwaltung, Bürgerkommune, Sozialversicherung, Bürgerbeteiligung, Friedenswahl, Reformbedarf, Vertreterversammlung, Wahlsystem, Mitgestalterrolle, Auftraggeberrolle, Kommunalpolitik, Wahlbeteiligung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, das System der Sozialwahl durch Ansätze aus der Bürgerkommune zu reformieren, um die Beteiligung der Versicherten zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Strukturen der Selbstverwaltung in der Sozialversicherung, das Konzept der Bürgerkommune und die Identifizierung von Reformmöglichkeiten für eine demokratischere Mitbestimmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Reform des Sozialwahlrechts und die Adaption kommunaler Partizipationsmodelle das Engagement der Bürger in der Sozialversicherung gesteigert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die rechtliche Rahmenbedingungen und sozialwissenschaftliche Konzepte zur Bürgerbeteiligung vergleicht und in den Kontext der Sozialverwaltung stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die aktuelle Organisation der Sozialversicherung, kritisiert die Problematik der Friedenswahlen und entwickelt konkrete Reformvorschläge zur Verbesserung der Bürgerbeteiligung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialwahl, Selbstverwaltung, Bürgerkommune, Reformbedarf und Partizipation.

Warum wird die "Friedenswahl" in dieser Arbeit so intensiv kritisiert?

Die Friedenswahl wird kritisiert, weil bei ihr keine echte Wahlhandlung stattfindet, was dazu führt, dass Versicherte de facto von der demokratischen Mitbestimmung ausgeschlossen sind.

Welche Rolle spielt das Konzept der "Bürgerkommune" in diesem Kontext?

Das Konzept dient als Vorbild für eine stärkere, vielfältigere Einbindung der Bürger, etwa durch Foren oder eine stärkere Rolle als Auftraggeber und Mitgestalter, um die starre Struktur der Sozialversicherung zu modernisieren.

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Résumé des informations

Titre
Die Sozialwahl als Pendant zur Bürgerkommune. Reformbedarf für eine bessere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
Université
University of Kassel
Cours
Verwaltungsorganisation
Note
2,0
Auteur
Simon Winzer (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
22
N° de catalogue
V988203
ISBN (ebook)
9783346348067
ISBN (Livre)
9783346348074
Langue
allemand
mots-clé
Bürgerkommune Sozialwahl Sozialversicherung Sozialversicherungswahl Bürgerbeteiligung Gewerkschaften Arbeitgeberverbände Kommunen Kommune Gemeinde Vorstand Vertreterversammlung Geschäftsführung Rentenversicherung Deutsche Rentenversicherung Krankenkasse Berufsgenossenschaft Unfallversicherung Krankenversicherung Arbeitslosenversicherung Agentur für Arbeit Bundesagentur für Arbeit Arbeitsamt
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Citation du texte
Simon Winzer (Auteur), 2020, Die Sozialwahl als Pendant zur Bürgerkommune. Reformbedarf für eine bessere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/988203
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Extrait de  22  pages
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