Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu


Hausarbeit, 2018

13 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bildung / Ausbildung

3 Pierre Bourdieu

4 Soziale Schichten nach Bourdieu

5 Kapital
5.1 kulturelles Kapital
5.1.1 Inkorporiertes Kulturkapital
5.1.2 Objektiviertes Kulturkapital
5.1.3 Institutionalisiertes Kulturkapital
5.2 Soziales Kapital
5.2.1 Soziale Reproduktion
5.3 Ökonomisches Kapital
5.4 Zwischenfazit

6 Habitus

7 Fazit

Quellenverzeichnis

Internetquellen

1 Einleitung

Ob im Alltag mit Freunden und Familie im Beruf oder in der Schule, sind kleine manchmal auch größere Ungleichheiten zwischenmenschlicher aber auch finanzieller Art zu beobachten. Am häufigsten sind Ungleichheiten allerdings in der Bildung zu erkennen. Denn schon im Grundschulalter wird klar wer später einmal ein Gymnasium besuchen darf und wer eher auf eine Real-, oder Gesamtschule geht. Dabei fällt auf, das immer mehr sozial schwächere Kinder einen niedrigeren Schulabschluss bekommen als sozial starke (vgl. 16. Shell Jugenstudie, S.2). Dies ist ein Problem das nicht neu aufgetaucht ist, sondern schon eine sehr lange Zeit in unserer Gesellschaft für Unruhen sorgt. In den 50er und 60er Jahren Entwickelte sich der Bereich der Bildung stark weiter und es gab sowohl negative als auch positive Veränderungen. Ein klar positiver Aspekt ist die Verbesserung des Bildungssystems besonders in Realschulen und Gymnasien. Die Schüler haben verbesserte Möglichkeiten einen guten Abschluss zu erlangen. Ein negativer Aspekt ist nach wie vor die Ungleichheit. Immer noch sind die Bildungschancen von der sozialen Herkunft der einzelnen Schüler stark abhängig. So ist deutlich zu erkennen das ein privilegierter Schüler eher ein Gymnasium besuchen wird als ein nicht ganz so privilegiertes Kind. Doch wie kommen diese Ungleichheiten zustande? Woran kann es liegen das sozial schwache Menschen einen niedrigeren Bildungsgrad haben als sozial höher gestellte? Mit diesen Fragen beschäftigen sich seit geraumer Zeit viele Wissenschaftler, darunter auch Pierre Bourdieu. Der Soziologe setzte sich vor allem im 20. Jahrhundert mit den Bildungsungleichheiten auseinander und versuchte seine Ergebnisse am französischen Bildungssystem durchzusetzen.

In folgender Hausarbeit wird zunächst der Begriff der Bildung im Vergleich zur Ausbildung analysiert. Daraufhin wird das Leben von Wilhelm von Humboldt aufgezeigt und die Begriffe wie Kapital und Habitus genauer erklärt. Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Bildungsungleichheiten in Deutschland entstehen, nach der Meinung von Pierre Bourdieu.

2 Bildung / Ausbildung

Der Begriff Bildung ist für jedermann ein geläufiger Begriff, doch trotzdem gibt es eine große Anzahl an Definitionen, sowohl im wissenschaftlichen Bereich als auch im Alltag. In der Pädagogik zählt er neben dem Begriff der Erziehung, der Sozialisation und des Lernens zu den Grundbegriffen. Denkt man an den Begriff der Bildung so assoziiert man zunächst die Schule oder jegliche Art von Intuition, die versucht das Individuum zu „bilden“. Doch man darf nicht vergessen: Bildung ist etwas anders als die Ausbildung. Bilden kann man sich nur selbst ohne fremde Hilfe oder Zwang. Bei einer Ausbildung verfolgt der Einzelne ein konkretes Ziel, einen Abschluss, um dann in der Gesellschaft anerkannt zu werden, um Geld zu verdienen, einen guten Schulabschluss zu erlangen oder auf eine Hochschule oder Universität gehen zu können. Wohin gegen die Bildung rein darauf abzielt an sich selbst zu arbeiten und sich weiter zu Entwickeln. Man soll die Fähigkeit erlangen, als Individuum sich und die Welt zu verstehen (vgl. Bieri 2014). Einen klar definierten Bildungsbegriff gibt es allerdings nicht. Dies würde sich auch in sich wiedersprechen so Horkheimer 1952. „Erwarten Sie nicht, dass ich ihn [den Begriff Bildung] definiere. Es gibt Bereiche, in denen es vor allem auf saubere und eindeutige Definitionen ankommt, und die Rolle von Definitionen in der Erkenntnis soll gewiss nicht unterschätzt werden. Wenn man aber dem Wesentlichen und Substantiellen nachgehen will, das in Begriffen sich anmeldet, dann muss man versuchen, des ihnen einwohnenden Lebens, ihrer Spannungen und Mehrdeutigkeiten inne zu werden, auf die Gefahr hin, dass man dabei auf Widersprüche stößt, ja, dass man sich selbst der Widersprüche schuldig macht.“(Horkheimer 1952, S. 409 f.). Bildung geht auch stark mit Neugier einher. Ist der Mensch neugierig neues zu entdecken beziehungsweise seinen Horizont zu erweitern, so bildet er sich automatisch weiter. Dadurch lässt er Veränderung zu und versucht neue Erfahrungen zu deuten und zu reflektieren um diese dann für sich selbst zu nutzen (vgl. Prof. Dr. Peter Bieri 2005).

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Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V989089
ISBN (eBook)
9783346348784
ISBN (Buch)
9783346348791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bildungsungleichheiten, deutschland, gründe, theorie, pierre, bourdieu
Arbeit zitieren
Cassandra Götz (Autor), 2018, Bildungsungleichheiten in Deutschland. Gründe nach der Theorie von Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/989089

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