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Intertextualität am Beispiel moderner Interpretationen des Märchens Dornröschen. "Der geduldige Prinz" und "Mädchen, pfeif auf den Prinzen!"

Título: Intertextualität am Beispiel moderner Interpretationen des Märchens Dornröschen. "Der geduldige Prinz" und "Mädchen, pfeif auf den Prinzen!"

Trabajo Escrito , 2020 , 24 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Hausarbeit gibt einen Überblick über Intertextualität am Beispiel moderner Märcheninterpretationen. Die behandelten Texte sind das Märchen "Dornröschen" der Brüder Grimm, die Kurzgeschichte "Der geduldige Prinz" von Karen Duve und das Gedicht "Mädchen, pfeif auf den Prinzen!" von Josef Reding.

Dazu wird die Arbeit zunächst einen Blick auf den Begriff der Intertextualität als solches werfen. Im Hinblick auf die zu untersuchenden Texte eignen sich dazu insbesondere die Überlegungen von Gérard Genette und Broich und Pfister. Nach diesem allgemeinen kurzen Einstieg wird die Parodie als eine Sonderform der Intertextualität thematisiert, da sich parodistische Züge vor allem in der modernen Märcheninterpretation von Duve wiederfinden lassen. Nachdem der theoretische Teil der Arbeit abgeschlossen ist, folgt die genauere Betrachtung der gewählten Texte. Dazu wird zunächst das Ursprungsmärchen Dornröschen betrachtet, hierbei geht es vor allem um die Darstellung der inhaltlichen Unterschiede in den verschiedenen Fassungen der Märchen der Brüder Grimm und um den für Märchen typischen Schreibstil, der an einigen Stellen deutlich wird.

Danach wird Duves Erzählung genauer analysiert und mit dem ursprünglichen Märchen verglichen, wobei die Analyse anhand vier verschiedener Gesichtspunkte aufgeteilt werden soll. Im Kontrast zum Märchen der Brüder Grimm werden Schreibstil und Wortwahl genauer betrachtet. Inhaltliche Besonderheiten und Unterschiede werden in Duves Interpretation besonders deutlich an ihrer Darstellung der Figuren. Daher werden je ein Unterkapitel der Auseinandersetzung von ihr mit den Hauptpersonen des Ursprungsmärchens, eines der bösen Fee, und das letzte dem Prinzen Alphons als weitere Hauptperson gewidmet.

Im letzten Kapitel vor dem abschließenden Fazit wird das Gedicht von Josef Reding genauer betrachtet. Diese Betrachtung wird aufgrund der deutlich kürzeren Länge des Gedichts nicht in einzelne Teile untergliedert werden, sondern in einem Kapitel abgehandelt werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf den Fragen liegen wo Bezugnahmen auf das ursprüngliche Märchen der Brüder Grimm zu finden sind, ob und wann dem Leser deutlich wird, dass sich das Gedicht überhaupt auf ein früheres Märchen bezieht und was die Intention des Gedichts sein könnte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriff der Intertextualität

2.1 Fünf Typen nach Gérard Genette

2.2 Broich & Pfister

3 Parodie als Sonderform der Intertextualität

4 Ursprüngliche Fassung des Märchens Dornröschen der Brüder Grimm

5 Moderne Interpretationen

5.1 Karen Duve: Der geduldige Prinz

5.1.1 Schreibstil & Wortwahl

5.1.2 Darstellung der Hauptpersonen des ursprünglichen Märchens

5.1.3 Kontrastierende Darstellung der bösen Fee

5.1.4 Prinz Alphons als weitere Hauptperson

5.2 Josef Reding: Mädchen, pfeif auf den Prinzen!

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht intertextuelle und parodistische Bezüge zwischen dem klassischen Märchen Dornröschen der Brüder Grimm und zwei modernen literarischen Rezeptionen: Karen Duves Erzählung Der geduldige Prinz und Josef Redings Gedicht Mädchen, pfeif auf den Prinzen!. Dabei wird analysiert, wie diese Texte den Ursprungsstoff aufgreifen, verfremden und zur Kritik an traditionellen Frauenbildern nutzen.

  • Analyse der Intertextualitätstheorien von Gérard Genette sowie Broich & Pfister.
  • Untersuchung der Parodie als spezifische Form der intertextuellen Auseinandersetzung.
  • Vergleichende Analyse von Schreibstil, Figurengestaltung und Handlungsmotiven bei Karen Duve.
  • Interpretation des kritischen und emanzipatorischen Gehalts in Josef Redings Lyrik.
  • Reflektion über die Rolle von Märchenvorlagen für moderne Geschlechterrollen.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Schreibstil & Wortwahl

Mit dem Satzanfang „Nun denn: Es waren ein König und eine Königin, denen wurde eine Tochter geboren“ wirkt der Einstieg in die moderne Märcheninterpretation des Klassikers Dornröschen von Karen Duve zunächst einmal ebenfalls recht traditionell. Mit ebendieser auf den ersten Blick traditionellen Wirkung spielt Duve und verkehrt diese teilweise ins Gegenteilige: „Das Vertraute, auf das ausdrücklich angespielt wird, wird zugleich verfremdet und […] ins Unbehagliche transportiert“ beschreibt Spreckelsen den Schreibstil, den Duve in ihren gesammelten Märcheninterpretationen nutzt.

Deutlich wird dieser Schreibstil nicht nur in den einzelnen Erzählungen selbst, sondern bereits im Titel des Buches, welches mehrere Märcheninterpretationen der Brüder Grimm beinhaltet. Denn Bezug genommen wird im Titel Grrrimm auf die beiden Brüder „als Referenz nicht nur inhaltlich, sondern vor allem namentlich, man könnte auch sagen: [sie sind] als Marke präsent […], wenn auch […] lautmalerisch ins Grausame gewendet oder vielmehr einen […] grausamen Kern offenbarend“. Dies gibt dem Leser zwei Hinweise: Zum einen handelt es sich um Erzählungen, die in einer Verbindung zu denen der Brüder Grimm stehen. Zum anderen entsteht durch die lautmalerische Verwendung des „R“, das ein wenig an ein fernes Donnergrollen oder das Knurren eines wilden Tieres erinnert, der Gedanke beim Leser, dass es sich wahrscheinlich nicht immer nur um die Behandlung lustiger und angenehmer Themen drehen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der intertextuellen Bezüge zu Dornröschen.

2 Begriff der Intertextualität: Dieses Kapitel definiert den theoretischen Rahmen anhand der Konzepte von Gérard Genette sowie Broich und Pfister.

3 Parodie als Sonderform der Intertextualität: Hier wird die Parodie als literarische Technik beleuchtet, die eine komische Distanz zum Prätext schafft.

4 Ursprüngliche Fassung des Märchens Dornröschen der Brüder Grimm: Es wird die Genese des Grimmschen Märchens skizziert und auf zentrale Motive wie die Zeitlosigkeit hingewiesen.

5 Moderne Interpretationen: Das Hauptkapitel analysiert die Erzählung von Karen Duve und das Gedicht von Josef Reding im Hinblick auf ihre spezifische Aneignung des Märchenstoffes.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und bestätigt die Wirksamkeit der intertextuellen und parodistischen Verfahren in den modernen Texten.

Schlüsselwörter

Intertextualität, Parodie, Dornröschen, Gebrüder Grimm, Karen Duve, Josef Reding, Märchenrezeption, Emanzipation, Frauenbild, Literaturtheorie, Gérard Genette, Broich und Pfister, Moderne Literatur, Schreibstil, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Autoren wie Karen Duve und Josef Reding den bekannten Stoff des Märchens Dornröschen für eigene, oft kritische oder parodistische Zwecke adaptieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die intertextuellen Beziehungen zwischen Original und Rezeption sowie die Transformation traditioneller Frauenrollen und Märchenfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch literarische Techniken wie die Parodie ein etablierter Stoff neu interpretiert wird, um gesellschaftliche Botschaften, wie etwa Emanzipation, zu vermitteln.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Untersuchung stützt sich auf literaturwissenschaftliche Modelle der Intertextualitätsforschung, insbesondere die Theorien von Gérard Genette sowie Broich und Pfister.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Vorstellung der Primärtexte und eine detaillierte vergleichende Analyse der figurenspezifischen und stilistischen Abweichungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Intertextualität, Parodie, Dornröschen, moderne Märchenrezeption und Emanzipation.

Wie unterscheidet sich die Figur der Fee Fanny in Karen Duves Erzählung vom Original?

Duve weist der Fee eine verwandtschaftliche Beziehung zum Königshaus zu, macht sie zu einer Hauptfigur und lässt sie im Verlauf der Erzählung menschliche Züge annehmen, was sie weniger unnahbar und bedrohlich wirken lässt.

Warum wählt Josef Reding gerade Dornröschen als Prätext für sein Gedicht?

Reding nutzt die Bekanntheit des Märchens und das darin vermittelte, passive Frauenbild, um durch eine parodistische Umkehrung den Leser direkt zur aktiven Selbstbestimmung aufzufordern.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Intertextualität am Beispiel moderner Interpretationen des Märchens Dornröschen. "Der geduldige Prinz" und "Mädchen, pfeif auf den Prinzen!"
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Germanistik)
Curso
Literaturtheorien
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
24
No. de catálogo
V990219
ISBN (Ebook)
9783346350848
ISBN (Libro)
9783346350855
Idioma
Alemán
Etiqueta
Intertextualität Märchen Dornröschen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2020, Intertextualität am Beispiel moderner Interpretationen des Märchens Dornröschen. "Der geduldige Prinz" und "Mädchen, pfeif auf den Prinzen!", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/990219
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