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Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie in der Erwerbsarbeit

Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung

Title: Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie in der Erwerbsarbeit

Bachelor Thesis , 2020 , 70 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Rebecca Doll (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Aufgrund der massiven Stigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie und dem häufigen Ausschluss aus dem Erwerbsleben hat die Arbeit zum Ziel, Maßnahmen zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie im Kontext von Erwerbsarbeit zu identifizieren.

Im Rahmen der Arbeit wird sich der Thematik genähert, indem in den Kapiteln 1 bis 3 die theoretischen Grundlagen geschaffen werden. Einleitend gibt Kapitel 1 einen Überblick über psychische Störungen im Allgemeinen, deren Epidemiologie sowie deren Auswirkungen. Weiterführend erfolgt eine ausführliche Darstellung des für diese Arbeit relevanten Störungsbilds der Schizophrenie. Im Anschluss thematisiert Kapitel 2 die theoretischen Grundlagen von Stigmatisierung. Hierbei wird ein Zusammenhang zu psychischen Störungen im Allgemeinen sowie zum Störungsbild der Schizophrenie im Speziellen hergestellt. Zunächst werden zentrale Begriffe definiert, damit anschließend der Prozess der Stigmatisierung sowie die Ursachen und Funktionen beschrieben werden können. Des Weiteren werden verschiedene Formen und Folgen von Stigmatisierung sowie Strategien zur Entstigmatisierung vorgestellt. Im Fokus des dritten Kapitels steht der Teilhabebereich der Erwerbsarbeit. Neben der Bedeutung von Erwerbsarbeit wird auch die Situation von Menschen mit psychischen Störungen auf dem Arbeitsmarkt umrissen. Nach den theoretischen Ausführungen der ersten drei Kapitel widmet sich das vierte Kapitel der Fragestellung dieser Arbeit. Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht folgende Forschungsfrage: Welche Maßnahmen zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie lassen sich im Kontext von Erwerbsarbeit identifizieren? Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden in Kapitel 5 zunächst zwei ausgewählte Antistigma-Programme vorgestellt. Darauf aufbauend erfolgt in Kapitel 6 die Identifizierung von Möglichkeiten der Entstigmatisierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Psychische Störungen

1.1 Prävalenz

1.2 Auswirkungen

1.3 Störungsbild Schizophrenie

1.3.1 Epidemiologie

1.3.2 Ätiologie

1.3.3 Symptomatik

1.3.4 Verlauf

1.3.5 Behandlungsmöglichkeiten

2 Stigmatisierung

2.1 Prozess der Stigmatisierung

2.2 Ursachen und Funktionen

2.3 Formen

2.3.1 Grundlegende Komponenten von Stigmatisierung

2.3.2 Stigmatisierende Darstellungen in den Medien

2.4 Folgen

2.5 Strategien zur Entstigmatisierung

2.5.1 Protest

2.5.2 Aufklärung

2.5.3 Kontakt

2.5.4 Individuelle Stigmabewältigung durch Empowerment

3 Erwerbsarbeit und psychische Störungen

3.1 Die Bedeutung von Erwerbsarbeit

3.2 Arbeitsmarktsituation von Menschen mit psychischen Störungen

4 Fragestellung

5 Ausgewählte Programme zur Entstigmatisierung

5.1 Fighting the stigma because of Schizophrenia – Open the Doors

5.2 See Change

6 Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung

6.1 Identifizierung von Möglichkeiten

6.1.1 Allgemeine Möglichkeiten

6.1.2 Möglichkeiten am Beispiel eines Workshops

6.2 Identifizierung von Grenzen

7 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, wirksame Maßnahmen zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie im spezifischen Kontext der Erwerbsarbeit zu identifizieren und kritisch zu beleuchten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Strategien – unter Berücksichtigung sowohl individueller als auch struktureller Barrieren – einen erfolgreichen Wiedereinstieg oder Verbleib im Erwerbsleben unterstützen können.

  • Theoretische Grundlagen psychischer Störungen und des Krankheitsbildes Schizophrenie
  • Analyse des Stigmatisierungsprozesses sowie dessen Folgen für die Teilhabe
  • Bedeutung von Erwerbsarbeit für die psychische Gesundheit und soziale Integration
  • Vorstellung und Bewertung von Antistigma-Programmen wie "Open the Doors" und "See Change"
  • Identifizierung von Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung in der Praxis

Auszug aus dem Buch

Komponente 1 – Differenzierung und Etikettierung von Unterschieden

Zu Beginn der Stigmatisierung steht die Wahrnehmung bestimmter vorhandener Merkmale einer Person. Die meisten davon werden gesellschaftlich ignoriert und stellen keine Relevanz dar (z. B. die Farbe des eigenen Autos). Ein Teil dieser Merkmale ist jedoch sozial relevant und führt zu einer Unterscheidung. Dabei handelt es sich um Merkmale, die eine Abweichung von der Allgemeinheit darstellen (Link & Phelan, 2001, 367). Diese Unterschiede bezeichnen Link und Phelan (2001) als Etikett. Andere Begriffe wie Attribut erachten sie als unpassend, da sich diese auf die Person selbst bzw. ihre innewohnenden Eigenschaften beziehen. Ein Etikett hingegen wird von außen befestigt und verdeutlicht so, dass die Identifizierung menschlicher Unterschiede ein Produkt gesellschaftlicher Prozesse ist (ebd., 368). Unterschiede können bspw. aufgrund von Symptomen einer psychischen Störung identifiziert werden. Es müssen aber nicht immer sichtbare Abweichungen sein. Auch das Wissen um eine Diagnose – unabhängig davon, ob sich Symptome beobachten lassen oder nicht – ist ausreichend, um eine Person mit einem Etikett zu versehen (Schulze, 2004, 850-851).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Psychische Störungen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Epidemiologie, Auswirkungen und das spezifische Störungsbild der Schizophrenie unter Verwendung eines bio-psycho-sozialen Ansatzes.

2 Stigmatisierung: Hier werden der Prozess, die Ursachen, Funktionen und Formen von Stigmatisierung erläutert sowie Strategien wie Protest, Aufklärung, Kontakt und Empowerment vorgestellt.

3 Erwerbsarbeit und psychische Störungen: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Erwerbsarbeit als zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe sowie die besonderen Barrieren für Betroffene auf dem Arbeitsmarkt.

4 Fragestellung: In diesem Kapitel wird das Erkenntnisinteresse der Arbeit konkretisiert und die zentrale Forschungsfrage zur Identifizierung von Entstigmatisierungsmaßnahmen im Arbeitskontext hergeleitet.

5 Ausgewählte Programme zur Entstigmatisierung: Hier werden die internationalen Programme „Fighting the stigma because of Schizophrenia – Open the Doors“ und „See Change“ als Praxisbeispiele für Antistigma-Arbeit vorgestellt.

6 Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit den Praxisbeispielen, um Möglichkeiten zu identifizieren und die Grenzen der Wirksamkeit von Antistigma-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen.

7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengeführt, die Forschungsfrage beantwortet und ein Fazit zur Bedeutung nachhaltiger, mehrebenenorientierter Antistigma-Strategien gezogen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Stigmatisierung, Entstigmatisierung, Erwerbsarbeit, Berufliche Rehabilitation, Soziale Ausgrenzung, Empowerment, Antistigma-Programme, Diskriminierung, Psychische Gesundheit, Soziale Distanz, Arbeitsmarktintegration, Wissensvermittlung, Kontaktstrategie, Vorurteile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Stigmatisierung gegenüber Menschen mit Schizophrenie den Zugang und den Verbleib in der Erwerbsarbeit erschwert und welche Maßnahmen zu einer effektiven Entstigmatisierung in diesem Bereich beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten gehören das Verständnis des Störungsbildes Schizophrenie, die Analyse von Stigmatisierungsprozessen, die Bedeutung von Arbeit für die Identität und Gesundheit sowie Strategien zur Überwindung von Diskriminierung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt: „Welche Möglichkeiten zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie lassen sich im Kontext von Erwerbsarbeit identifizieren?“

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um aktuelle wissenschaftliche Konzepte und praktische Antistigma-Programme zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu psychischen Störungen und Stigmatisierung, eine Analyse der Arbeitsmarktsituation für Betroffene sowie die Untersuchung konkreter Entstigmatisierungs-Programme und deren Möglichkeiten und Grenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Schizophrenie, Entstigmatisierung, Erwerbsarbeit, Empowerment und Diskriminierung geprägt.

Warum ist gerade das Störungsbild der Schizophrenie von besonderem Interesse?

Da Menschen mit Schizophrenie zu den am stärksten stigmatisierten Gruppen gehören, dient dieses Krankheitsbild in der Arbeit als Fokus, um die Auswirkungen von Stigmatisierung exemplarisch zu verdeutlichen.

Welche Bedeutung hat der "Kontakt" als Strategie?

Der direkte Kontakt zwischen Betroffenen und anderen Personengruppen wird als eine der effektivsten Strategien bewertet, um Vorurteile abzubauen und soziale Distanz durch individuelle Begegnung zu verringern.

Welches Fazit zieht die Autorin zu Antistigma-Maßnahmen am Arbeitsplatz?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Antistigma-Maßnahmen am Arbeitsplatz aktuell noch zu wenig Aufmerksamkeit erhalten und dass nur durch eine langfristige, auf mehreren Ebenen ansetzende Strategie eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen erreicht werden kann.

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Details

Title
Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie in der Erwerbsarbeit
Subtitle
Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung
College
University of Dortmund  (Rehabilitationswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Rebecca Doll (Author)
Publication Year
2020
Pages
70
Catalog Number
V993904
ISBN (eBook)
9783346358516
ISBN (Book)
9783346358523
Language
German
Tags
Schizophrenie Stigma Erwerbsarbeit Stigmatisierung psychische Störungen Entstigmatisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rebecca Doll (Author), 2020, Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie in der Erwerbsarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/993904
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