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Therapie von Alkoholabhängigkeit. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für die Rückfallprävention

Título: Therapie von Alkoholabhängigkeit. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für die Rückfallprävention

Tesis (Bachelor) , 2019 , 45 Páginas , Calificación: 1,05

Autor:in: Stephan Brummet (Autor)

Psicología - Consulta y Terapia
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Alkoholsucht ist eine Charakterschwäche, hieß es noch vor 50 Jahren. Wer von dieser Sucht wegwill, brauche nur einen starken Willen, dann sei das möglich. Kein Wunder, dass Alkoholiker gesellschaftlich stigmatisiert und oft sozial ausgegrenzt waren. Denn es fehle ihnen ja an Willen, sie lassen sich gehen, hieß es im Volksmund.

Dies änderte sich grundsätzlich im Jahr 1968. Damals hat das Paradigma, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, auch in Deutschland Einzug gehalten: Seitdem übernehmen die Sozialversicherungen die Suchttherapie alkoholabhängiger Menschen. Denn wer krank ist, verdient ja Hilfe. Wesentliche Elemente der Suchttherapie sind die Motivation zur Abstinenz, das Erarbeiten von Coping-Strategien und die Rückfallprophylaxe.

In dieser Arbeit wird untersucht, ob die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung (self-efficacy), die Überzeugung, etwas aus eigener Kraft zu schaffen, in der Wirksamkeitsforschung von Alkoholtherapie genügend Beachtung findet. Dazu werden zum einen die Originalquellen der Theoretiker Bandura und Marlatt herangezogen, als auch neuere deutsche Studien zur Entwöhnung und Rückfallprävention unter die Lupe genommen.

Die Hypothese lautet, dass weder die theoretischen Grundlagen der self-efficacy hierzulande ausreichend rezipiert wurden noch dieses Konstrukt hinreichend in die Therapieforschung zur Rückfallprävention Einzug gehalten hat. Die vorliegende Arbeit wird diese beiden Aussagen verifizieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Methodisches Vorgehen (Zielsetzung und Gang der Untersuchung)

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Grundlegendes zur self-efficacy von Albert Bandura

2.2 Indikatoren und Mediatoren der Selbstwirksamkeit

2.2.1 Persönliche Erfolgserfahrungen

2.2.2 Stellvertreter-Erfahrungen

2.2.3 Verbaler Zuspruch durch andere

2.2.4 Physiologische und affektive Zustände

2.3 Das sozial-kognitive Rückfallmodell von Marlatt

3 Die Therapie der Alkoholabhängigkeit in Deutschland

3.1 Abriss der Diagnostik nach ICD-10 und DSM-5

3.2 Epidemiologische Daten und Prävalenz der Alkoholabhängigkeit

3.3 Die Entwöhnung im Kontext der Suchttherapie

3.4 Evidenzbasierte Verfahren der Entwöhnung

4 Studien zur Selbstwirksamkeit in der Suchttherapie

4.1 Abstinenzquote und Psychotherapieforschung

4.2 Prognostische Kriterien für die Abstinenzquote

4.2.1 Klassische Prädiktoren der Abstinenzquote

4.2.2 Self-efficacy als Prädiktor für die Abstinenz

5 Diskussion

5.1 Das Paradoxon der Kontrolle in der Entwöhnungstherapie

5.2 Der Mythos der Abstinenz und das Dilemma der Katamnese

5.3 Forschungslücken und Studiendesign

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung (self-efficacy) für die erfolgreiche Rückfallprävention bei alkoholabhängigen Menschen im Rahmen der stationären Entwöhnungstherapie. Ziel ist es, zu analysieren, ob dieses psychologische Konstrukt in der aktuellen Therapieforschung ausreichend Berücksichtigung findet und inwieweit die theoretischen Ansätze von Bandura und Marlatt in der Praxis wirksam zur Abstinenzförderung beitragen.

  • Theoretische Fundierung des self-efficacy-Konzepts nach Albert Bandura.
  • Analyse des kognitiv-behavioralen Rückfallmodells von Marlatt und Gordon.
  • Überblick über das deutsche Versorgungssystem und evidenzbasierte Entwöhnungsmethoden.
  • Kritische Diskussion aktueller Prädiktoren für den Behandlungserfolg in der Suchttherapie.
  • Identifikation von Forschungslücken und Optimierungsmöglichkeiten für zukünftige Studien.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Persönliche Erfolgserfahrungen

Enactive mastery experiences beeinflussen nach Bandura die wahrgenommene Selbstwirksamkeit (perceived self-efficacy) einer Person am stärksten. Weil die formal korrekte Übersetzung „körperlich verinnerlichte Kontrollerfahrungen“ zu sehr an Rotters Konstrukt der Kontrollüberzeugung erinnern würde, werden in der vorliegenden Arbeit die Begriffe „persönliche Erfolgserfahrungen“, „persönliche Erfahrungen“ oder „eigene Erfolgserlebnisse“ verwendet. Alle drei Termini sollen synonym verstanden werden.

Direkte Erfahrungen und eigene Erfolgserlebnisse beeinflussen die Selbstwirksamkeitsüberzeugung eines Menschen weitaus stärker und nachhaltiger als die anderen drei Indikatoren, seien es Stellvertreter-Erfahrungen, verbaler Zuspruch durch andere oder auch physiologische und affektive Zustände. Hat ein Mensch die persönliche Erfahrung gemacht, dass er durch eigenes Handeln, durch konsequente Anwendung eigener Taktik und Strategie ein angestrebtes Ergebnis erreicht hat, steigt seine Selbstwirksamkeitsüberzeugung und er wird die taktischen Regeln und die Strategien, die er gewählt hat, auch künftig weiter einhalten bzw. einschlagen (Bandura, 1997; Bandura, 1995). Lerntheoretiker sprechen hier von einem instrumentellen Lernvorgang oder einer operanten Konditionierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Verständnisses von Alkoholismus als Krankheit und stellt die Relevanz der Rückfallprävention im deutschen Gesundheitssystem dar.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Bandura sowie das sozial-kognitive Rückfallmodell von Marlatt als theoretische Basis der Arbeit.

3 Die Therapie der Alkoholabhängigkeit in Deutschland: Es wird ein Abriss über Diagnostik, Epidemiologie und die verschiedenen Phasen der Entwöhnung im deutschen Kontext gegeben.

4 Studien zur Selbstwirksamkeit in der Suchttherapie: Dieser Abschnitt analysiert den Forschungsstand zu Prädiktoren der Abstinenz, insbesondere die Rolle der Selbstwirksamkeit im Vergleich zu klassischen klinischen Faktoren.

5 Diskussion: Die Diskussion hinterfragt das Spannungsfeld zwischen Krankheitsmodell und Selbstwirksamkeit sowie die methodischen Herausforderungen bei der Erfassung von Rückfallwahrscheinlichkeiten.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Förderung der Selbstwirksamkeit zusammen und fordert eine stärkere Berücksichtigung dieses Konstrukts in zukünftigen Wirksamkeitsstudien.

Schlüsselwörter

Selbstwirksamkeit, self-efficacy, Alkoholabhängigkeit, Rückfallprävention, Abstinenz, Entwöhnungstherapie, Suchttherapie, Bandura, Marlatt, Abstinenzzuversicht, Psychotherapieforschung, Katamnese, Suchtgedächtnis, Verhaltensmodifikation, Kontrollüberzeugung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Selbstwirksamkeit (self-efficacy) bei der Behandlung von alkoholabhängigen Patienten und deren Bedeutung für die langfristige Abstinenz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die sozial-kognitive Theorie nach Bandura, das Rückfallmodell von Marlatt, der deutsche Therapiekontext sowie aktuelle Studien zur Prognose von Abstinenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Bedeutung der Selbstwirksamkeit in der Suchttherapie ausreichend beachtet wird und wie dieses Konstrukt zur Verbesserung der Rückfallprävention genutzt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine umfassende Literaturrecherche und Review durch, unter Einbeziehung von internationalen Originalquellen und aktuellen deutschsprachigen Studien zur Suchttherapie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Selbstwirksamkeit, das deutsche Versorgungssystem für Suchtkranke sowie Studien zur Wirksamkeit der Entwöhnung detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Selbstwirksamkeit, Rückfallprävention, Alkoholabhängigkeit und Abstinenz geprägt.

Wie unterscheidet sich das Modell von Marlatt von klassischen Ansätzen?

Marlatt betrachtet den Rückfall nicht als bloßes Scheitern, sondern als Teil eines dynamischen Verhaltensänderungsprozesses, bei dem die Selbstwirksamkeit eine zentrale Rolle bei der Bewältigung spielt.

Welche Bedeutung kommt der "Entscheidungswaage" zu?

Die Entscheidungswaage ist ein Instrument in der Therapie, das Patienten hilft, die Vor- und Nachteile von Abstinenz versus Konsum strukturiert zu bewerten und so ihre Veränderungsbereitschaft zu erhöhen.

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Detalles

Título
Therapie von Alkoholabhängigkeit. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für die Rückfallprävention
Universidad
Private University of Applied Sciences Goettingen
Calificación
1,05
Autor
Stephan Brummet (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
45
No. de catálogo
V996464
ISBN (Ebook)
9783346360410
ISBN (Libro)
9783346360427
Idioma
Alemán
Etiqueta
Alkoholtherapie Suchttherapie Entwöhnung Selbstwirksamkeitserwartung Rückfallprävention Rückfallprophylaxe Alkoholabhängigkeit Bandura Marlatt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Brummet (Autor), 2019, Therapie von Alkoholabhängigkeit. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeitserwartung für die Rückfallprävention, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996464
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