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Die Entkriminalisierung des Drogenkonsums in Portugal. Erfolg eines Umdenkens?

Título: Die Entkriminalisierung des Drogenkonsums in Portugal. Erfolg eines Umdenkens?

Trabajo Escrito , 2018 , 15 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Felix Früh (Autor)

Política - Otros temas de política internacional
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Ziel dieser Arbeit ist es, über eineinhalb Jahrzehnte nach der Implementierung Folgen und Entwicklungen der Gesetzesänderung aufzuzeigen und anhand der Analyse einzelner Entwicklungen eine Aussage darüber zu treffen, ob eine positive Veränderung zu beobachten ist. Im Umfang dieser Arbeit ist es selbstverständlich nicht möglich, alle relevanten Variablen und Entwicklungen ausreichend zu behandeln. Jedoch sollen die hier betrachteten einen Überblick über das Resultat der Gesetzesänderung geben.

Um die Vorgeschichte und den Anlass zum Wandel in Portugal zu verdeutlichen, wird zunächst der historische Kontext des Drogenkonsums im Land zusammengefasst. Darauffolgend wird die Philosophie, welche hinter der Entkriminalisierung steht, erläutert. Anschließend soll der Ansatz der Entkriminalisierung in seiner Ganzheit dargelegt werden. Dazu werden neben den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen auch die Maßnahmen zur Prävention und Schadensminimierung beschrieben. Es folgt die Analyse einzelner Entwicklungen, anhand derer Aussagen über die Resultate der Gesetzesänderung und einhergehender Maßnahmen getroffen werden können. Hierbei wird die Zahl der Strafverfolgungen, das Konsumverhalten der Bevölkerung, der Entwicklung der Infektionserkrankungen sowie der Drogentoten als die Preisentwicklung der Drogen betrachtet, bevor abschließend eine allgemeine Konklusion getroffen wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Drogenkonsum Portugals im historischen Kontext

3. Philosophie der Entkriminalisierung

4. Der ganzheitliche Ansatz der Entkriminalisierung

4.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen

4.2 Prävention

4.3 Schadensminimierung

5. Analyse einzelner Entwicklungen seit der Entkriminalisierung

5.1 Strafverfolgungen und Belastung des Justizsystems

5.2 Konsumverhalten

5.3 Infektionskrankheiten

5.4 Drogentote

5.5 Preisentwicklung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die langfristigen Auswirkungen der im Jahr 2000 in Portugal implementierten Entkriminalisierung des Drogenkonsums. Ziel ist es, auf Basis der Entwicklungen der vergangenen eineinhalb Jahrzehnte zu analysieren, ob sich die gesetzliche Neuausrichtung positiv auf die Gesellschaft, die Gesundheit der Konsumenten und die staatliche Drogenpolitik ausgewirkt hat.

  • Historische Einordnung der portugiesischen Drogenpolitik
  • Die Philosophie und der ganzheitliche Ansatz der Entkriminalisierung
  • Analyse der Auswirkungen auf das Justizsystem und Strafverfolgung
  • Untersuchung von Konsumverhalten und Gesundheitsdaten (Infektionen, Todesfälle)
  • Überprüfung der Preisentwicklung von Drogen auf dem Schwarzmarkt

Auszug aus dem Buch

3. Philosophie der Entkriminalisierung

Betrachtet man diverse Staaten auf der ganzen Welt, so ist die vorherrschende Reaktion auf eine gesellschaftliche Problematik wie den Drogenkonsum, die einer „'Notstandspolitik' bzw. 'Null Toleranzpolitik'“ (Domoslawski, 2011, S.14), also dem Einführen strengerer Gesetze sowie höherer Strafen. Portugal sticht in dieser Hinsicht aus der Masse heraus, da hier ein völlig konträres Modell angewandt wird, um dem Problem zu begegnen. 1998 ließ die portugiesische Regierung einen Ausschuss, bestehend aus Medizinern, Soziologen, Juristen, Psychologen sowie Aktivisten aus sozialen Bereichen bilden, um sich mit der Thematik zu befassen. Nach achtmonatiger Arbeit legt der Ausschuss eine Empfehlung vor, der zufolge der Besitz von weichen sowie harten Drogen zu entkriminalisieren sei. Ergänzend soll es ein umfangreiches Präventionsprogramm in Form von Aufklärungsarbeit als auch eine Ausweitung der Therapieangebote geben. Kernziel ist es hierbei Drogenkonsumenten schrittweise bei der Reintegration in das eigene soziale Umfeld sowie die Gesellschaft im Allgemeinen zu unterstützen. Die Überzeugung bei dieser Herangehensweise ist hierbei, dass Drogen zwar nichts Positives sind, jedoch auch nicht das „absolute[...] Übel“ (Domoslawski, 2011, S.14) darstellen. Eine Gesellschaft ganz frei von Drogen ist jedoch eine utopische Vorstellung, die so nicht zu realisieren ist. Während es diverse Auslöser gibt, die eine Person dazu bewegen Drogen zu konsumieren, Beispiele sind hier persönliche oder berufliche Probleme, so führt eine Strafverfolgung nur dazu, dass die Konsumenten aus Angst vor Repression Hilfsangebote meiden und daher der Schaden für das Individuum sowie die gesamte Gesellschaft noch größer wird (Domoslawski, 2011, S14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die Ausgangslage im Lissaboner Stadtteil Casal Ventoso in den 1990er Jahren und führt in das Ziel der Arbeit ein, die Auswirkungen der gesetzlichen Entkriminalisierung zu bewerten.

2. Der Drogenkonsum Portugals im historischen Kontext: Hier wird die konservative Abschottung während der Diktatur und der anschließende Anstieg des Drogenkonsums nach der Öffnung des Landes sowie die Problematik der Kriminalisierung von Abhängigen beleuchtet.

3. Philosophie der Entkriminalisierung: Das Kapitel erläutert den humanitären Ansatz, Drogenabhängige als Kranke zu behandeln, anstatt sie durch Repressionen weiter zu marginalisieren.

4. Der ganzheitliche Ansatz der Entkriminalisierung: Es werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Rolle der Kommissionen sowie die ergänzenden Präventions- und Schadensminimierungsmaßnahmen beschrieben.

5. Analyse einzelner Entwicklungen seit der Entkriminalisierung: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Datenanalyse zu Strafverfolgung, Konsumverhalten, Infektionskrankheiten, Drogentoten und Preisentwicklung.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass trotz bestehender Herausforderungen die Entkriminalisierung zu signifikanten positiven Entwicklungen hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der sozialen Reintegration geführt hat.

Schlüsselwörter

Entkriminalisierung, Portugal, Drogenpolitik, Suchtprävention, Schadensminimierung, Heroin, HIV-Infektionen, Strafverfolgung, Gesundheitsfolgen, Drogenkonsum, Gesellschaftliche Reintegration, Drogenhandel, Substitutionstherapie, Illegale Drogen, Öffentliche Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der im Jahr 2000 in Portugal eingeführten Entkriminalisierung des Drogenkonsums und bewertet, ob sich die Strategie im Vergleich zur vorherigen repressiven Politik als erfolgreich erwiesen hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtliche Neuausrichtung, gesundheitspolitische Präventionsstrategien, die Entlastung des Justizsystems sowie die Entwicklung von Infektionsraten und Drogentoten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis von Datenmaterial nachzuweisen, dass ein humanitärer, gesundheitsorientierter Ansatz effektiver bei der Bewältigung der Drogenproblematik ist als eine rein strafrechtliche Verfolgung.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Analyse zugrunde?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse, die empirische Daten (z.B. von EMCDDA und nationalen Berichten) und historische Entwicklungen miteinander vergleicht.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse konkreter Parameter wie die Reduktion von HIV-Neuinfektionen, die sinkende Zahl von Drogentoten und die Verschiebung der Polizeiarbeit weg von der Konsumentenverfolgung hin zur Bekämpfung des Handels.

Welche Schlüsselbegriffe definieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Entkriminalisierung, Schadensminimierung, öffentliche Gesundheit, Reintegration und ein Wandel weg von der Notstandspolitik.

Wie wirkt sich die Entkriminalisierung konkret auf die polizeiliche Arbeit aus?

Die Polizei muss weniger Ressourcen für die Verfolgung von Kleindelikten aufwenden, wodurch sie effektiver gegen organisierte Drogennetzwerke und den Drogenhandel vorgehen kann.

Welche Rolle spielen Nichtregierungsorganisationen in diesem Modell?

NGOs bewältigen einen Großteil der Schadensminimierung, etwa durch die Ausgabe von sauberem Spritzbesteck und Substitutionsstoffen, da sie oft leichter ein Vertrauensverhältnis zu Abhängigen aufbauen können als staatliche Stellen.

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Detalles

Título
Die Entkriminalisierung des Drogenkonsums in Portugal. Erfolg eines Umdenkens?
Universidad
University of Hamburg  (Politikwissenschaft)
Curso
Drogen- und Prohibitionspolitik im weltweiten Vergleich
Calificación
1,3
Autor
Felix Früh (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
15
No. de catálogo
V996465
ISBN (Ebook)
9783346362919
ISBN (Libro)
9783346362926
Idioma
Alemán
Etiqueta
Drogen Portugal Entkriminalisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Felix Früh (Autor), 2018, Die Entkriminalisierung des Drogenkonsums in Portugal. Erfolg eines Umdenkens?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996465
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