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Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in postsozialistischen Staaten Osteuropas

Eine empirische Untersuchung am Beispiel Russlands (1993-1999) und der Ukraine (1994-2002) anhand der Schattschneider-Hypothese

Titre: Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in postsozialistischen Staaten Osteuropas

Dossier / Travail , 2012 , 27 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Slava Obodzinskiy (Auteur)

Politique - Région: Russie
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Diese Arbeit befasst sich mit folgender Forschungsfrage: Warum ist in einigen vergleichbaren osteuropäischen Ländern die Wahlbeteiligung bei nationalen Parlamentswahlen höher, und in anderen niedriger?

Im Zuge der Transformation kam es in den postsozialistischen Ländern Ost- und Ostmitteleuropas zu Demokratisierungsprozessen, die unterschiedlich erfolgreich verliefen. Die politische Transformation bedeutete dabei auf der Ebene der Legislative den Übergang von einem Einparteienstaat zu einem Mehrparteiensystem. Letzteres sollte durch freie und geheime Parlamentswahlen etabliert und legitimiert werden. Die Durchführung von Parlamentswahlen in den postkommunistischen Staaten bedeutete die Umsetzung zweier wichtiger Forderungen der demokratischen Bewegungen: Pluralismus und Integration der Zivilgesellschaft in die politischen Prozesse.

Insofern erwarteten Wissenschaftler und Politiker von der Bevölkerung eine hohe Bereitschaft zur politischen Mitbestimmung. Die Wahlbeteiligung stellt dabei einen wichtigen Indikator für die politische Partizipationsbereitschaft und für die Wahrscheinlichkeit des demokratischen Entwicklungsszenarios dar. Aus diesem Grund wird der Wahlbeteiligung insbesondere in Transformationsgesellschaften eine wichtige Bedeutung beigemessen. Allerdings lässt sich feststellen, dass ost- und ostmitteleuropäische Staaten in den ersten postkommunistischen Wahlzyklen bemerkenswerte Unterschiede bezüglich Wahlbeteiligung aufwiesen, insbesondere bei den Parlamentswahlen auf nationaler Ebene. Während an den ersten Mehrparteienwahlen in der Tschechoslowakei über 90% der Wahlberechtigten teilnahmen, betrug die Wahlbeteiligung bei den ersten freien Parlamentswahlen in Polen 43,20%.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Einleitung und Fragestellung

1.2. Methodisches Vorgehen

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Begriffsbestimmung

2.2. Forschungsstand

2.3. Theoretische Einbettung

3. Forschungsdesign

3.1. Bestimmung der Variablen

3.2. Forschungshypothese

4. Analyse

4.1. Bisherige empirische Forschung

4.2. Fallauswahl, Untersuchungszeitraum und Methode

4.3. Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in der Russländischen Föderation

4.4. Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in der Ukraine

4.5. Vergleich

5. Zusammenfassung

6. Diskussion

7. Quellenangaben

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss wirtschaftlicher Ungleichheit auf die Wahlbeteiligung in postsozialistischen Transformationsländern am Beispiel Russlands und der Ukraine, um zu klären, warum sich das Wahlverhalten in historisch und politisch vergleichbaren Staaten unterscheidet.

  • Analyse des Zusammenhangs von sozialer Ungleichheit und politischer Partizipation.
  • Überprüfung der Schattschneider-Hypothese in einem postkommunistischen Kontext.
  • Vergleichende Fallstudie zwischen der Russländischen Föderation und der Ukraine.
  • Betrachtung sozioökonomischer Transformationsprozesse und deren Auswirkung auf Wahlentscheidungen.
  • Untersuchung der nationalen Parlamentswahlen in den 1990er und frühen 2000er Jahren.

Auszug aus dem Buch

1.1. Einleitung und Fragestellung

„A low voter turnout is an indication of fewer people going to the polls.” Diese Aussage stammt von John Kerry, dem Präsidentschaftskandidaten von 2004 bei den Wahlen in den USA. Kaum jemand würde diese Erkenntnis bezweifeln, dennoch ist die politikwissenschaftliche Forschung bei der Frage nach der Bedeutung der Wahlbeteiligung wesentlich weiter voran gekommen als Kerry. In vielerlei Hinsicht stellt die Wahlbeteiligung ein Spiegelbild der Gesellschaft dar: kultureller Background, soziale Ängste, wirtschaftliche Probleme – das sind nur einige wenige Umstände, die die politische Partizipation der Bevölkerung beeinflusen. Sie wirken, unterschiedlich gewichtet, immer in Kombination und sind dadurch in ihrer Allgemeinheit kaum vollständig zu erfassen. Aus diesem Grund lohnt sich der Blick auf einzelne Faktoren. Diese Hausarbeit untersucht deshalb den Einfluss wirtschaftlicher Ungleichheit auf die Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen in osteuropäischen Transformationsländern am Beispiel der Russländischen Föderation und der Ukraine.

Im Zuge der Transformation kam es in den postsozialistischen Ländern Ost- und Ostmitteleuropas zu Demokratisierungsprozessen, die unterschiedlich erfolgreich verliefen. Die politische Transformation bedeutete dabei auf der Ebene der Legislative den Übergang von einem Einpartenistaat zu einem Mehrparteiensystem. Letzteres sollte durch freie und geheime Parlamentswahlen etabliert und legitimiert werden. Die Durchführung von Parlamentswahlen in den postkommunistischen Staaten bedeutete die Umsetzung zweier wichtiger Forderungen der demokratischen Bewegungen: Pluralismus und Integration der Zivilgesellschaft in die politischen Prozesse.

Insofern erwarteten Wissenschaftler und Politiker von der Bevölkerung eine hohe Bereitschaft zur politischen Mitbestimmung. Die Wahlbeteiligung stellt dabei einen wichtigen Indikator für die politische Partizipationsbereitschaft und für die Wahrscheinlichkeit des demokratischen Entwicklungsszenarios dar. Aus diesem Grund wird der Wahlbeteiligung insbesondere in Transformationsgesellschaften eine wichtige Bedeutung beigemessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird die Relevanz der Wahlbeteiligung als gesellschaftlicher Indikator dargelegt und die zentrale Forschungsfrage nach den Unterschieden der Wahlbeteiligung in Osteuropa formuliert.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Wahlbeteiligung und soziale Ungleichheit, gibt einen Überblick über den Forschungsstand und führt die Schattschneider-Hypothese als theoretischen Rahmen ein.

3. Forschungsdesign: Hier werden die Variablen (Wahlbeteiligung und Gini-Koeffizient) bestimmt sowie die konkrete Forschungshypothese zur Überprüfung aufgestellt.

4. Analyse: In diesem Hauptteil erfolgt die empirische Untersuchung für Russland und die Ukraine, inklusive einer regionalen Kontrolle in Russland und eines abschließenden Vergleichs beider Staaten.

5. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Hypothese für Russland, während sie für die Ukraine nicht haltbar ist.

6. Diskussion: Hier werden die abweichenden Ergebnisse kritisch reflektiert, die Grenzen der Untersuchung aufgezeigt und weiterer Forschungsbedarf benannt.

7. Quellenangaben: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendete Literatur und Datengrundlagen auf.

Schlüsselwörter

Wahlbeteiligung, Soziale Ungleichheit, Schattschneider-Hypothese, Russland, Ukraine, Transformation, Parlamentswahlen, Gini-Koeffizient, Partizipation, Demokratisierung, Osteuropa, Politikwissenschaft, Wirtschaftsreformen, Einkommensverteilung, Politische Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und der Wahlbeteiligung bei nationalen Parlamentswahlen in den postsozialistischen Transformationsländern Russland und der Ukraine.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die politische Transformation nach dem Ende der Sowjetunion, die Auswirkungen wirtschaftlicher Ungleichheit auf das Wahlverhalten sowie der Vergleich demokratischer Performanz in Transformationsgesellschaften.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu beantworten, warum die Wahlbeteiligung in politisch und historisch vergleichbaren osteuropäischen Staaten signifikante Unterschiede aufweist, unter Anwendung der Schattschneider-Hypothese.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Fallstudie unter Nutzung der Differenzmethode, bei der sozioökonomische und politische Daten sowie Sekundärliteratur analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die empirischen Daten zur Wahlbeteiligung und Ungleichheit in Russland und der Ukraine, führt eine regionale Kontrolle durch und vergleicht die Ergebnisse beider Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wahlbeteiligung, soziale Ungleichheit, Transformation, Schattschneider-Hypothese und der Vergleich zwischen Russland und der Ukraine.

Warum konnte die Forschungshypothese in Russland bestätigt werden, in der Ukraine jedoch nicht?

In Russland zeigte sich ein klarer kausaler Zusammenhang und eine indirekte Proportionalität zwischen Ungleichheit und Wahlbeteiligung, während in der Ukraine die Daten eine solche Konsistenz nicht aufwiesen.

Welche Bedeutung hat die Schattschneider-Hypothese für die Ergebnisse?

Sie dient als theoretische Basis, die besagt, dass soziale Ungleichheit die Wahlbeteiligung negativ beeinflusst; die Arbeit zeigt jedoch, dass diese Annahme nicht universell auf alle postsozialistischen Länder übertragbar ist.

Welche Rolle spielt die Wirtschaftsgeschichte der 1990er Jahre?

Die ökonomische Transformation, Preisschwankungen und Armut prägten das Wahlverhalten, wobei die Auswirkungen in beiden Ländern als zentrale politische Themen identifiziert wurden.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in postsozialistischen Staaten Osteuropas
Sous-titre
Eine empirische Untersuchung am Beispiel Russlands (1993-1999) und der Ukraine (1994-2002) anhand der Schattschneider-Hypothese
Université
Free University of Berlin
Note
1,3
Auteur
Slava Obodzinskiy (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
27
N° de catalogue
V996698
ISBN (ebook)
9783346368430
ISBN (Livre)
9783346368447
Langue
allemand
mots-clé
soziale ungleichheit wahlbeteiligung staaten osteuropas eine untersuchung beispiel russlands ukraine schattschneider-hypothese
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Slava Obodzinskiy (Auteur), 2012, Soziale Ungleichheit und Wahlbeteiligung in postsozialistischen Staaten Osteuropas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/996698
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Extrait de  27  pages
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