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Kommunalverwaltung 4.0. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter

Titre: Kommunalverwaltung 4.0. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter

Thèse de Master , 2021 , 107 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Bordnikow (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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Die folgende Masterarbeit befasst sich mit der Innovation des betitelten Konzepts. Durch wissenschaftliche Begründungszusammenhänge beabsichtigt der Autor, eine grundlegende Verbesserung für die kommunale Amtsvormundschaft und die Betreuungsbehörde in der Kreisverwaltung zu entwickeln. Er verfolgt dabei das Ziel, die Arbeits- und Einsatzfähigkeit dauerhaft zu fördern und zu erhalten und dafür ein neues Arbeitsmodell für Jugendämter als Führungsinstrument als Entwurf zu konzipieren.

Den Kern der Arbeit bilden die Kapitel zwei und drei. Darin stellt der Verfasser die politie des Sachgebiets des Jugendamtes ebenso vor, wie die personelle Ausstattung einschließlich des Qualifikationsniveaus, der Rolle der Führungskräfte sowie der – ergänzt durch Fallbeispiele – die Vielfalt der zu erfüllenden Aufgaben. Vor allem interessieren den Wissenschaftler, dem selbst die Leitung des Sachgebietes obliegt, die für die Mitarbeiter*innen im Prozess der Aufgabenwahrnehmung enthaltenen Belastungen und Anforderungen. Die auf Fairness beruhende «automatisierte Allokation», die unter dem Begriff "Kommunalverwaltung 4.0" mittels Digitalisierung aller vorhandenen Informationen über zu betreuende Klienten, Aufgabenportfolio und Belastungsgrade für die Mitarbeiter*innen Stressoren zu erfassen, die als vermeidbar identifiziert und ressourcenaufbauend «eliminiert» werden sollen.

Den Hebel setzt der Autor folgerichtig an den drei Dimensionen Kommunikation, Nutzung technischer Systeme und Führungskompetenz an. Auf der Grundlage erstellt der Autor – nach Abwägung des Machbarkeitsoptimums – eine Systematik. Diese wiederum bildet die Grundlage für die digital gestützte Technikanwendung. Die einzelnen Schritte des Arbeitsprozesses werden ausführlich dargestellt und mittels Graphiken verdeutlicht. Zudem werden die daraus resultierenden Berechnungsgrundlagen für Klienten sowie Beschäftigungs- und Belastungsgrade der Mitarbeiter*innen ausführlich vorgestellt. Schließlich werden auf dieser Basis die technischen Allokationen entwickelt, wobei der Verfasser das Zutun menschlicher Tätigkeit nicht einer vermeintlich technischen Ergebenheit opfert, sondern das Engagement der Mitarbeiter*innen als den Schlüssel zum Erfolg betrachtet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung & Zielsetzung

1.1 Vielfalt trifft auf Anspruch

1.2 Ziel und Methodik der Untersuchung

1.3 Die Rollen der Führungskräfte

2. Die theoretische Basis: Forschungsstand und Kontext

2.1 Darstellung des untersuchten Sachgebietes

2.1.1 Organisatorischer Rahmen

2.1.2 Beispielhafte Aufgaben im untersuchten Bereich

2.1.2.1 Kurzdarstellung der Aufgaben

2.1.2.2 Ausgewählte Teile der Personensorge

2.1.2.2.1 Das Aufenthaltsbestimmungsrecht

2.1.2.2.2 Die Regelung des Umgangs

2.1.2.2.3 Die Gesundheitssorge

2.1.3 Herausforderungen an die Leitung

2.1.4 Aktuelle Situation im untersuchten Sachgebiet

2.1.4.1 Neuausrichtung der Infrastruktur

2.1.4.2 Kooperative Arbeit, Beteiligung und Transparenz

2.1.4.3 Kontinuierliche Modernisierung und Automatisierung

2.2 Belastung, Beanspruchung und Stress

2.2.1 Belastung und Beanspruchung

2.2.2 Stress

2.2.2.1 Ausgewählte Definitionen

2.2.2.2 Stressoren als Arbeitsplatzmerkmale

2.2.2.3 Reaktionen auf den Stressor Fairness

2.2.2.4 Einwirkung auf Stressoren durch Ressourcen

2.3 Ausgewählte Arbeitsmodelle

2.3.1 Das Job Characteristics Modell (JCM Modell)

2.3.2 Das Job-Demands-Job Control Modell

2.3.3 Das Job-Demands-Ressource Modell

2.3.4 Arbeit 4.0 Modell

2.4 Ausgewählte Dimensionen der Arbeit 4.0

2.4.1 Autonomie

2.4.2 Digitalisierung

2.4.2.1 Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung

2.4.2.2 Prozessautomatisierung

2.4.2.3 Künstliche Intelligenz (KI): Der Computer als Entscheider

3. Basis des Arbeitsmodells: Implementierung von Automatisierung

3.1 Taxonomie der Arbeit

3.1.1 Stakeholder im Bereich der Amtsvormundschaft

3.1.2 Stakeholder-Cluster im Überblick

3.1.2.1 SH-C Klient

3.1.2.2 SH-C Institution

3.1.2.3 SH-C Mitarbeitende

3.1.3 Arbeitsgebiete-Cluster und deren Items

3.1.3.1 Definition der Ausprägung

3.1.3.2 AC und deren Merkmale

3.1.4 Cluster-Items – Arbeitsvorfälle messen und auswerten

3.2 Das elektronische Posteingangsbuch

3.2.1 Darstellung des elektronischen Posteingangsbuches

3.2.2 Datenerfassung im elektronischen Posteingangsbuch

3.2.3 Verarbeitung der erfassten Daten

3.2.4 Nutzung und Auswertung der erfassten Daten

3.4 Klienten-Analyse, Beschäftigungs- und Belastungsgrad

3.4.1 Klienten-Analyse

3.4.2 Beschäftigungsgrad der Mitarbeitenden

3.4.3 Belastungsgrad der Mitarbeitenden

3.4.4 Interpretation und Früherkennung von Stress

3.5 Automatisierte Allokation

3.5.1 Grundlagen – Menschliche Beteiligung

3.5.2 RPA-Prozess – Wie der Roboter arbeitet

3.6 Wirkung der Automatisierung

4. Zusammenfassung der Erkenntnisse

5. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter als Führungsinstrument. Unter Einsatz digitaler Verfahren, insbesondere der Prozessautomatisierung, sollen Mitarbeitende dauerhaft arbeits- und einsatzfähig gehalten werden, indem durch transparente Allokation und Entlastung die psychische Belastung reduziert wird.

  • Entwicklung eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter
  • Einsatz von Prozessautomatisierung (RPA) zur Entlastung
  • Analyse und Reduzierung von psychischer Belastung und Stress
  • Förderung von Transparenz und Fairness bei der Arbeitsallokation
  • Digitale Transformation der öffentlichen Verwaltung

Auszug aus dem Buch

2.1.2.2.1 Das Aufenthaltsbestimmungsrecht

Aus dem Aufenthaltsbestimmungsrecht folgt für die Mitarbeitenden, dass ihnen generell die Zustimmung zum Wohnort des gewöhnlichen, tatsächlichen oder dauerhaften Aufenthalts nach §§ 163 ff. BGB obliegt. Weiterhin umfasst es die Inhalte, die Herausgabe des jungen Menschen von jedem zu verlangen, insbesondere dann, wenn sein Aufenthalt widerrechtlich ist (§ 1632 BGB).

In der Praxis ist der Aufenthalt beispielsweise widerrechtlich, wenn das Jugendamt durch das Familiengericht zum Vormund bestellt wurde und der Klient noch bei den Eltern wohnt. Verweigern diese die Herausgabe, findet ein zwangsweiser Eingriff statt. Dieser erfolgt unter Anwendung von Gewalt durch hinzuzuziehende Polizeibeamte. Eine solche Maßnahme kann traumatisierend für den Klienten und die weiteren Beteiligten sein. Es wird versucht, derartige Eingriffsformen zu vermeiden, dennoch finden sie regelmäßig statt.

Eine weitere traumatisierende Form der Tätigkeit sind die Entscheidung und das Verfahren über eine freiheitsentziehende Unterbringung des Kindes nach § 1631b BGB. Hierbei erfolgt eine psychiatrische Begutachtung sowie eine üblicherweise gewaltsame Festsetzung und Verbringung des Kindes in eine geschlossene Abteilung eines Fachkrankenhauses. Derartige Aktionen finden ebenfalls unter Einbeziehung der Polizei statt. Die Einwirkung unmittelbaren Zwangs, von Fixierungsmaßnahmen und der Hinzuziehung eines Notarztes zur notwendigen Sedierung des Mündels ist üblich.

Im Regelfall wird eine Maßnahme vom Richter am Familiengericht für sechs Wochen genehmigt; in einigen Fällen auch für mehrere Monate. Eine Obergrenze ist gesetzlich nicht definiert, Verlängerungsanträge und Beschlüsse sind möglich. Entscheidend ist, ob der Klient eine Gefahr für sich und / oder Dritte darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung & Zielsetzung: Einführung in die Problematik der emotionalen Belastung in Jugendämtern und Darstellung des Forschungsziels, ein neues Arbeitsmodell zur Entlastung mittels Automatisierung zu entwerfen.

2. Die theoretische Basis: Forschungsstand und Kontext: Analyse der Arbeitssituation in Jugendämtern, Definition von Stressoren und Belastungsfaktoren sowie Vorstellung theoretischer Arbeitsmodelle wie Arbeit 4.0.

3. Basis des Arbeitsmodells: Implementierung von Automatisierung: Detaillierte Beschreibung der praktischen technischen Umsetzung durch ein elektronisches Posteingangsbuch und die automatisierte Allokation von Klienten zur Steigerung der Fairness.

4. Zusammenfassung der Erkenntnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse, wobei die Entlastung durch automatisierte, transparente Prozesse bestätigt und weiterer Forschungsbedarf identifiziert wird.

5. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells: Vorstellung des "AKTIV"-Modells, das JCM-Modell und Arbeit 4.0 um neue Dimensionen wie Automatisierung und KI erweitert, um als Führungsinstrument zu dienen.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung des Nutzens digitaler Lösungen für die Verwaltungsarbeit und Ausblick auf künftige Potenziale der Künstlichen Intelligenz.

Schlüsselwörter

Amtsvormundschaft, Jugendamt, Arbeitsmodell, Prozessautomatisierung, Robotic Process Automation, RPA, Arbeitsbelastung, Stressmanagement, Fairness, Digitalisierung, Verwaltungsmodernisierung, elektronische Akte, Führungsinstrument, Personalbemessung, Arbeit 4.0

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter, um Mitarbeitende in einem emotional belastenden Umfeld durch den Einsatz digitaler Technologien dauerhaft arbeits- und einsatzfähig zu halten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die psychische Belastung im Sozialdienst, die Bedeutung von Fairness und Transparenz bei der Arbeitsallokation sowie die Anwendung moderner IT-Lösungen (RPA) in der öffentlichen Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist die Schaffung eines Führungsinstruments ("AKTIV"-Modell), das auf Basis objektiver Daten (automatisierte Allokation) eine faire Arbeitsverteilung sicherstellt und so Stress bei den Beschäftigten reduziert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturrecherche und qualitative, unstrukturierte Interviews mit Mitarbeitenden sowie auf die deskriptive Modelltheorie nach Stachowiak, ergänzt durch eigene Praxiserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Arbeit 4.0, Belastungsmodelle) erläutert, eine Taxonomie der Arbeit erstellt und die technische Implementierung einer automatisierten Fallallokation mittels Microsoft SharePoint und Power Automate beschrieben.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Begriffe "Automatisierung", "Amtsvormundschaft", "Belastungsgrad", "Transparenz", "Fairness" und "Arbeit 4.0" sind zentral für das Verständnis des Modells.

Wie unterscheidet sich die "automatische Allokation" von der bisherigen Praxis?

In der bisherigen Praxis wurde die Arbeit oft intransparent und subjektiv (willkürlich) durch Vorgesetzte verteilt, was zu Frust und Haftungsrisiken führte. Die automatisierte Lösung verteilt Fälle anhand messbarer Belastungsdaten, was als deutlich fairer empfunden wird.

Warum spielt das elektronische Posteingangsbuch eine so wichtige Rolle?

Es dient als beweiskräftiges Messinstrument, um Arbeitsvorfälle zu erfassen, zu klassifizieren und schließlich mittels mathematischer Formeln den individuellen Belastungsgrad der Mitarbeitenden objektiv zu berechnen.

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Résumé des informations

Titre
Kommunalverwaltung 4.0. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter
Université
University resin university for applied sciences
Note
1,0
Auteur
Andreas Bordnikow (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
107
N° de catalogue
V997173
ISBN (ebook)
9783346375568
ISBN (Livre)
9783346375575
Langue
allemand
mots-clé
Robotic Process Automation Arbeitsmodelle Stress Belastung Automatisierung Prozessanalyse Segmentierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Andreas Bordnikow (Auteur), 2021, Kommunalverwaltung 4.0. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/997173
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Extrait de  107  pages
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