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Positionierung des öffentlichen Fernsehmarktes im Kontext der Privatisierung

Title: Positionierung des öffentlichen Fernsehmarktes im Kontext der Privatisierung

Seminar Paper , 2002 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Jan Hoff (Author), Nina Hasagic (Author)

Economics - Finance
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In dieser Arbeit soll geprüft werden, inwieweit sich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten an die Gegebenheiten des privatisierten Marktes halten können, wollen und müssen, so dass sie auch in zukunft noch wettbewerbsfähig bleiben. Da dies aufgrund der Konzentration auf dem Fernsehmarkt durch die Konzerne Bertelsmann und Kirch immer schwieriger werden wird, ist auch ein Umdenken in der unternehmerischen Struktur der Anstalten nötig. Dabei muss die Finanzierung über Gebühren auch in Zukunft durch die Darbietung eines wettbewerbsfähigen und qualitativ hochwertigen Programms gerrechtfertigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. Struktur öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten

2.1 Historie

2.2 Organisation

2.3 Finanzierung

3. Reform

3.1 Der duale Rundfunk

3.2 Disproporz zwischen Angebot und Nachfrage

4. Öffentliche Kommunikation und Gemeinwohl

5. Das TV-Angebot im Zeitablauf

5.1 TV-Nutzung

5.2 Programmangebot

5.3 Entwicklung des Informationsangebots

5.3.1 Quantitativ

5.3.2 Qualitativ

5.4 Entwicklung des Unterhaltungsangebots

5.4.1 Nischenbesetzung der Öffentlich-rechtlichen

5.5 Standortbestimmung und Relevanz

6. Analyse der Ist-Situation und Zukunftsperspektiven

6.1 Effizienzbeurteilung der Rundfunkanstalten

6.2 Aktuelle Erwerbsprobleme der Übertragungsrechte

6.3 Digitale Neuerungen und technische Konvergenz

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten unter dem Druck eines zunehmend privatisierten Fernsehmarktes positionieren müssen, um trotz wirtschaftlicher Konzentrationen wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Grundversorgungsauftrag zu erfüllen.

  • Anpassung der öffentlich-rechtlichen Sender an den dualen Rundfunkmarkt
  • Entwicklung und Qualität des TV-Angebots zwischen ARD/ZDF und Privatsendern
  • Finanzierungsproblematik und effiziente Mittelverwendung im öffentlichen Sektor
  • Herausforderungen durch Sportrechte, technische Konvergenz und neue Medien

Auszug aus dem Buch

3.1 Der duale Rundfunk

Durch Kooperationsprojekte mit der DBP und einer flächendeckenden Breitbandvernetzung wurden ab diesem Zeitpunkt verstärkt private Anbieter auf der letzten Netzebene zugelassen, wodurch der Weg zu der Marktzersplitterung und der dualen Rundfunkordnung, die den heutigen Fernsehmarkt kennzeichnen, geebnet wurde. 1986 erklärt das BVG eine Reihe von Vorschriften des niedersächsischen Landesrundfunkgesetzes von 1984 für ganz oder teilweise nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Es äußert sich außerdem grundsätzlich zum dualen Rundfunksystem, das sich in den meisten Bundesländern gerade herausbildet. In diesem System sei die »unerlässliche ›Grundversorgung‹« Sache des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Diese Aufgabe umfasse »die essentiellen Funktionen des Rundfunks für die demokratische Ordnung ebenso wie für das kulturelle Leben«. Solange die Wahrnehmung dieser Aufgabe gewährleistet sei, müssten private Rundfunkveranstalter hinsichtlich der Breite und Vielfalt ihres Programmangebots nicht gleich hohe Anforderungen erfüllen wie die Rundfunkanstalten, also ARD und ZDF.

Der erste Rundfunkstaatsvertrag aller Bundesländer - genau: Staatsvertrag zur Neuordnung des Rundfunkwesens - trat 1987 in Kraft. Der Vertrag war im April nach über vierjährigen Verhandlungen von den Ministerpräsidenten unterzeichnet worden. Er regelte das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk im Rahmen des dualen Rundfunksystems und schrieb die Bestands- und Entwicklungsgarantie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erstmals fest. Auf der Grundlage der schnellen Verbreitung von Kabel- und Satellitentechnik in der Bundesrepublik und den veränderten Rundfunkgesetzen in den Bundesländern entwickelte sich rasch ein Markt für private Rundfunk- und Fernsehanbieter. So zählte etwas das Institut der Deutschen Wirtschaft 1991 bereits 62 TV- und 261 Hörfunkveranstalter in der Bundesrepublik.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und des Untersuchungsrahmens zur Zukunftsfähigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

2. Struktur öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten: Überblick über historische Genese, organisationsrechtliche Stellung und die Finanzierungsgrundlagen.

3. Reform: Erläuterung der Entwicklung hin zum dualen Rundfunksystem und der entstehenden Kapazitätskonflikte.

4. Öffentliche Kommunikation und Gemeinwohl: Reflexion über die normativen Ziele der Rundfunkanstalten in einer sich wandelnden Medienlandschaft.

5. Das TV-Angebot im Zeitablauf: Empirische Analyse der Programm- und Nutzungsentwicklung unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Kriterien.

6. Analyse der Ist-Situation und Zukunftsperspektiven: Untersuchung der wirtschaftlichen Effizienz, des Erwerbs von Übertragungsrechten und der digitalen Konvergenz.

7. Schlussbetrachtung: Fazit zur Rolle der öffentlich-rechtlichen Anstalten als Qualitätsgarant gegenüber kommerziellen Interessen.

Schlüsselwörter

öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Privatisierung, duales Rundfunksystem, Grundversorgung, Fernsehmarkt, Medienpolitik, Programmangebot, Werbeeinnahmen, Rundfunkgebühren, Rundfunkstaatsvertrag, Medienkonzentration, digitale Konvergenz, Übertragungsrechte, Wettbewerbsfähigkeit, Gemeinwohl

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, denen sich öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten in Deutschland durch die Privatisierung des Medienmarktes stellen müssen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur der Anstalten, die Finanzierung durch Gebühren, der Wettbewerb mit privaten Sendern und die Erfüllung des gesetzlichen Grundversorgungsauftrags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, wie ARD und ZDF ihre Marktposition behaupten können, ohne die Qualität ihres Programms und ihre demokratische Funktion durch reine Quotenorientierung zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Programmdaten, Rechtsgrundlagen und ökonomischen Rahmenbedingungen im Zeitraum von 1978 bis 1995/2002.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Rundfunkstruktur, eine Analyse der Programmentwicklung (quantitativ und qualitativ) sowie eine ökonomische Effizienzbeurteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rundfunkgebühren, duales System, Grundversorgung, Marktkonzentration und digitale Konvergenz.

Warum ist die Finanzierung durch Rundfunkgebühren heute ein Problem?

Durch den Erfolg privater Sender und hohe Werbeeinnahmen geraten die öffentlich-rechtlichen Anstalten unter Druck, da sie bei steigenden Preisen für Sportrechte und Produktionen in der Finanzierung benachteiligt sind.

Welchen Einfluss haben die neuen Spartensender wie Phoenix auf die Marktposition?

Sie werden als notwendige Innovationen gesehen, um Nischen zu besetzen, bergen jedoch das Risiko von Quersubventionierungen gegenüber privaten Wettbewerbern.

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Details

Title
Positionierung des öffentlichen Fernsehmarktes im Kontext der Privatisierung
College
University of Hamburg  (Institut für Öffentliche Wirtschaft und Personalwirtschaft)
Course
Seminar zur Öffentlichen Wirtschaft: Effizienz- und Effektivitätssteigerung im öffentlichen Sektor
Grade
2,0
Authors
Jan Hoff (Author), Nina Hasagic (Author)
Publication Year
2002
Pages
21
Catalog Number
V9974
ISBN (eBook)
9783638165471
ISBN (Book)
9783638746540
Language
German
Tags
Öffentliche Wirtschaft Fersehmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hoff (Author), Nina Hasagic (Author), 2002, Positionierung des öffentlichen Fernsehmarktes im Kontext der Privatisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9974
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