Das Ziel der Arbeit ist die umfangreiche Einführung in das Thema Lean Management in der Instandhaltung sowie ein Verständnis für dessen Konzepte und Wirkungsweisen. Entlang der vier Lean Prinzipien sollen die Auswirkungen des Lean Konzeptes auf die Instandhaltung vermittelt werden. Des Weiteren soll die vorliegende Seminararbeit die oben dargestellte Problemstellung wissenschaftlich untersuchen und Optimierungsmöglichkeiten in der Wertschöpfungskette aufzeigen, um so mögliche Handlungsempfehlungen für Unternehmen im Bereich der Instandhaltung abzuleiten.
Auf Basis der Problemstellung beantwortet diese Seminararbeit in den folgenden Kapiteln die Forschungsfragen: Wie ist die Instandhaltung aufgebaut? Was ist unter Lean Management zu verstehen? Welche Methoden gibt es im Lean Management? Wie muss Lean Management in der Instandhaltung angewendet werden?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsleitfragen
1.3. Methodische Herangehensweise
2. Grundlagen
2.1. Begriffe der Instandhaltung
2.2. Aufbau der Instandhaltung
2.2.1. Organisationsformen der Instandhaltung
2.2.2. Ablauforganisation
2.3. Lean Management
2.3.1. Wertdefinition aus Sicht des Kunden
2.3.2. Identifikation des Wertstroms
2.3.3. Das Fluss-Prinzip
2.3.4. Das Pull-Prinzip
2.3.5. Perfektion anstreben
2.4. Methoden des Lean Management
3. Handlungsbedarf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine fundierte Einführung in das Lean Management innerhalb der Instandhaltung zu geben. Dabei soll untersucht werden, wie durch die Anwendung von Lean-Prinzipien und -Methoden die Instandhaltung als Organisation zukunftsfähig weiterentwickelt und die Effizienz in der Wertschöpfungskette gesteigert werden kann.
- Struktur und Organisation der Instandhaltung
- Grundlagen und Prinzipien des Lean Management
- Methodische Ansätze zur Prozessoptimierung
- Anwendung von Lean-Methoden auf instandhaltungsspezifische Herausforderungen
- Identifikation und Eliminierung von Verschwendung in der Instandhaltung
Auszug aus dem Buch
2.1. Begriffe der Instandhaltung
Der Begriff Instandhaltung ist nach DIN 31051 definiert als „Kombination aller technischen und administrativen Maßnahmen sowie Maßnahmen des Managements während des Lebenszyklus einer Einheit, die dem Erhalt oder der Wiederherstellung ihres funktionsfähigen Zustands dient, sodass sie die geforderte Funktion erfüllen kann“.3 Der Wirkungskreis der Instandhaltung beinhaltet also sowohl die vorbeugende Instandhaltung, als auch die störungsbedingte Instandsetzung. Diese Bereiche lassen sich wiederum in die vier Teilaufgaben Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung gliedern.4
Nachfolgend werden nun die vier Maßnahmen Wartung, Inspektion, Verbesserung und Instandsetzung genauer erläutert und ihr Einfluss auf den Verschleiß eines Bauteils aufgezeigt.
Wartung
Die Wartung beinhaltet nach DIN 31051 „Maßnahmen zur Verzögerung des Abbaus des vorhandenen Abnutzungsvorrats“. Das Ziel der Wartung ist die Bewahrung des Soll-Zustands eines technischen Mittels, wodurch der laufende Betrieb einer Anlage sichergestellt werden soll.6 Die Wartung wird meist als zeitbasierte Instandhaltung betrachtet. Diese strebt an, vor Erreichen des Mindestabnutzungsvorrats einen Austausch vorzunehmen und dadurch Schäden zu vermeiden.7
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Herausforderungen moderner Produktionsanlagen ein und definiert die Zielsetzung sowie die Forschungsleitfragen der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die wesentlichen Instandhaltungsbegriffe, Organisationsformen, Abläufe sowie die Kernprinzipien und Methoden des Lean Managements theoretisch erläutert.
3. Handlungsbedarf: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und leitet spezifische Handlungsfelder für die Anwendung von Lean Management in der Instandhaltung ab.
Schlüsselwörter
Lean Management, Instandhaltung, Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Wertstromanalyse, Kaizen, Pull-Prinzip, Verschwendung, Prozessoptimierung, DIN 31051, Anlagenverfügbarkeit, Wertschöpfung, Organisationsform, Industrie 4.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Integration von Lean-Management-Prinzipien in die betriebliche Instandhaltung, um diese an moderne Anforderungen anzupassen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die organisatorischen Grundlagen der Instandhaltung, die Lean-Philosophie nach Womack & Jones sowie spezifische Methoden wie die Wertstromanalyse und Kaizen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines Verständnisses für Lean Management in der Instandhaltung, um Schwachstellen in der Wertschöpfungskette zu identifizieren und Handlungsempfehlungen zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, die Fachbücher, wissenschaftliche Artikel sowie relevante Internetquellen zur theoretischen Beschreibung nutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Instandhaltungsbegriffen, die Analyse von Organisationsformen und Abläufen sowie die detaillierte Darstellung der fünf Lean-Prinzipien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Lean Management, Instandhaltung, Wertstrom, Verschwendung, Kaizen, Pull-Prinzip und DIN 31051.
Was unterscheidet die zentrale von der dezentralen Instandhaltung?
Die zentrale Instandhaltung ist strikt von der Produktion getrennt und hierarchisch organisiert, während die dezentrale Instandhaltung organisatorisch in die Produktion integriert sein kann.
Wie trägt das Kaizen-Prinzip zur Instandhaltung bei?
Durch die Einbeziehung aller Mitarbeiter in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess werden Prozesse schrittweise optimiert und das Potenzial der Belegschaft genutzt.
- Arbeit zitieren
- Mirko Beckmann (Autor:in), 2020, Lean Management in der Instandhaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/998314