Das Ziel dieser Arbeit ist es, ein Blended-Learning Konzept oder auch Hybrides Lernkonzept zu entwickeln, welches auch in der Praxis angewendet werden kann.
Der Begriff Blended-Learning oder auch Hybrides Lernen stammt aus dem Englischen und lässt sich mit vermengt, vermischt oder ineinander übergehen übersetzen.
Beim Blended-Learning werden klassische Lehr- und Lernmethoden wie Seminare, Plan- und Rollenspiele, Vorträge oder Workshops mit Formen des E-Learning didaktisch sinnvoll kombiniert. Zu den Lehrformen des E-Learning zählen z.B. Computer-based Trainings (CBT), Web-based Trainings (WBT) und Internet-Diskussionsforen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Wiesbaden e. V. (VWA Wiesbaden)
1.2 Vorstellung des Themas und Ziel der Arbeit
2. Blended-Learning im Allgemeinen
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Die 4 Blended-Learning Modelle nach Staker und Horn
2.3 Vor- und Nachteile eines Blended-Learning Konzepts
3. Einsatz der SWOT-Analyse zur Beurteilung des Blended-Learning Ansatzes
3.1 Die SWOT-Analyse Definition
3.2 Durchführung der SWOT-Analyse
4. Erstellung eines Konzepts für die VWA Wiesbaden
4.1 Beispielhafter Ablauf eines Blended-Learning Konzepts
4.2 Bestimmung des IST-Zustandes der Wissensvermittlung an der VWA Wiesbaden
4.3 Vorstellung des Blended-Learning Konzepts für die VWA Wiesbaden
4.4 Implementierung des Konzepts in die Struktur der VWA-Wiesbaden
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung eines in der Praxis anwendbaren Blended-Learning-Konzepts für die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (VWA) Wiesbaden, um die Wissensvermittlung zu optimieren und auf moderne digitale Anforderungen anzupassen.
- Grundlagen und Definitionen von Blended-Learning
- Analyse der Blended-Learning-Modelle nach Staker und Horn
- Durchführung einer SWOT-Analyse zur Evaluierung hybrider Lernformate
- Entwicklung eines maßgeschneiderten Konzepts unter Berücksichtigung der VWA-Struktur
- Implementierungshinweise und strategische Handlungsempfehlungen
Auszug aus dem Buch
2.2 Die 4 Blended-Learning Modelle nach Staker und Horn
Aufgrund der Vielzahl von Modellen zum Thema Hybrides Lernen beschränkt sich der Autor dieser Arbeit auf die 4 Modelle nach Heather Staker und Michael B. Horn. Die Modelle dienen als Basis für die Anwendung in der Praxis. In den Modellen nach Staker und Horn stehen die Ausprägungen der Online- und Präsenzphasen unterschiedlich stark im Vordergrund. Die vier Modelle werden nachfolgend kurz erklärt (siehe Abb. 1):
(1) Beim Rotationsmodell rotieren die Lernenden nach einem festgelegten Plan oder nach Vorgabe des Dozenten zwischen den verschiedenen Lernmodalitäten. Zu beachten ist, dass mindestens eine Modalität das Online-Lernen sein muss. Die weiteren Modalitäten können Instruktionsphasen in Kleingruppen oder im Plenum, Projekte, Einzeltutorien oder individuelle Aufgabenbearbeitungen sein. Das Rotationsmodell teilt sich in vier verschiedene Varianten auf: Zunächst gibt es das Station-Rotation Model (deutsch: Stationenlernen), hier finden alle Lernmodalitäten im Klassenzimmer statt. Die zweite Variante ist das Lab-Rotation Model, hier wechseln die Lernenden zwischen verschiedenen Orten oder Räumen hin und her, wichtig ist dabei, dass mindestens ein Raum ein Computerraum ist. Die dritte Variante ist das Flipped-Classroom Model, hier wird zwischen lehrerbetreutem Präsenzlernen und Online-Lernen abgewechselt, wobei der Hauptteil des didaktischen Inputs über die Online-Medien erfolgt. Die vierte Variante ist das Individual-Rotation Model, hier hat jeder lernende einen individuellen Lernplan nach dem er rotiert, auch hier ist mindestens eine Lernmodalität das Online-Lernen.
(2) Beim Flex Model (deutsch: Flexibles Modell) wird hauptsächlich Online gelernt, der Lernende wird vom Lehrenden betreut, die Betreuung kann sowohl in Form von physischer Präsenz als auch Online erfolgen. Wie häufig der Kontakt zum Betreuenden gesucht wird hängt vom Lernenden ab.
(3) Das Self-Blend Model (deutsch: Selbstkombinierungsmodell), die Lernenden können hier ihr Lernen selbst zusammenstellen, es wird der reguläre Präsenzunterricht in der Schule oder Hochschule durch Online-Kurse ergänzt. Die meiste Zeit verbringt der Lernende allerdings weiterhin in der Schule oder Hochschule.
(4) Das Enriched-Virtual Model (deutsch: Angereichertes/Erweitertes virtuelles Modell) ist ähnlich dem Self-Blend Model, allerdings ergänzen sich hier die Präsenzveranstaltungen und die Online-Kurse gleichberechtigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die VWA Wiesbaden als Bildungsinstitut vor und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein praxisorientiertes Blended-Learning-Konzept zu entwickeln.
2. Blended-Learning im Allgemeinen: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Hybriden Lernens geschaffen, gängige Modelle erläutert sowie Vor- und Nachteile diskutiert.
3. Einsatz der SWOT-Analyse zur Beurteilung des Blended-Learning Ansatzes: Dieses Kapitel nutzt die SWOT-Analyse, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken bei der Einführung hybrider Lernmethoden systematisch zu bewerten.
4. Erstellung eines Konzepts für die VWA Wiesbaden: Auf Basis des IST-Zustandes wird ein konkretes Blended-Learning-Konzept entwickelt, das den strukturellen Rahmen der Akademie berücksichtigt und in einen beispielhaften Ablauf überführt wird.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt eine persönliche Einschätzung zur Zukunftsfähigkeit und Implementierung von Blended-Learning an der VWA Wiesbaden.
Schlüsselwörter
Blended-Learning, Hybrides Lernen, E-Learning, VWA Wiesbaden, Wissensvermittlung, Präsenzveranstaltung, SWOT-Analyse, Rotationsmodell, Flex-Modell, Selbstlernphase, Digitalisierung, Weiterbildung, Didaktik, Lernmanagement, Online-Lehre.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Implementierung von Blended-Learning-Methoden an der Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie (VWA) Wiesbaden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Definition hybrider Lernmodelle, die analytische Bewertung mittels SWOT-Analyse sowie die praktische Ausgestaltung digitaler und präsenter Lehrformate.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Entwicklung eines durchführbaren Blended-Learning-Konzepts, das auf die Bedürfnisse berufsbegleitender Studierender zugeschnitten ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche zu Blended-Learning-Modellen sowie einer SWOT-Analyse zur strategischen Bewertung des Ansatzes für die VWA Wiesbaden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Modelle (Staker und Horn) erläutert, eine SWOT-Analyse durchgeführt und ein spezifischer Ablaufplan für Blended-Learning-Einheiten an der VWA erstellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Blended-Learning, Hybrides Lernen, VWA Wiesbaden, E-Learning, SWOT-Analyse und Selbstlernphase.
Warum ist die SWOT-Analyse für dieses Konzept besonders relevant?
Sie ermöglicht eine differenzierte Abwägung zwischen den Chancen der Digitalisierung (z.B. Kostenersparnis, größere Reichweite) und den Risiken (z.B. soziale Isolation, technischer Aufwand).
Wie sieht der empfohlene Ablauf einer Veranstaltung konkret aus?
Der Vorschlag beinhaltet eine Kickoff-Veranstaltung, eine 4-6 wöchige Selbstlernphase, strukturierte Workshops zum Austausch und eine Abschlussveranstaltung zur Klärung offener Fragen.
Welche Rolle spielt die aktuelle Situation der VWA Wiesbaden?
Die VWA hat durch die Corona-Pandemie bereits Erfahrungen mit digitalen Formaten wie Zoom gesammelt, was als Basis für die weitere Implementierung hybrider Ansätze dient.
Welches Resümee zieht der Autor zur Umsetzung?
Der Autor befürwortet den kontinuierlichen Ausbau digitaler Medien, betont jedoch, dass für den Erfolg ein hohes Maß an Eigeninitiative der berufsbegleitend studierenden Teilnehmer erforderlich ist.
- Citation du texte
- Yannik Hartenfels (Auteur), 2020, Das Blended-Learning-Konzept. Chancen und Risiken des Hybriden Lernens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/999958