In der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Customer Buying Cycle stehen vor allem die psychologischen Mechanismen und die strategische Steuerung der einzelnen Phasen im Fokus. Während klassische Modelle den Prozess linear von der Problemwahrnehmung bis zum Kauf abschließen, berücksichtigen modernere Ansätze verstärkt die Post-Purchase-Phase. Hierbei wird untersucht, wie die Kundenzufriedenheit und die erlebte Qualität die Wahrscheinlichkeit einer Wiederholungskaufentscheidung sowie die Weiterempfehlung beeinflussen. Die Integration von digitalen Touchpoints hat die Komplexität dieses Zyklus zusätzlich erhöht, da die Informationsbeschaffung und die Interaktion mit Marken heute oft nicht mehr sequenziell, sondern hochgradig vernetzt ablaufen. Ein zentraler Forschungsgegenstand ist zudem die Verknüpfung des Kaufzyklus mit dem Customer Lifetime Value. Unternehmen versuchen zu verstehen, an welchen Stellen des Zyklus durch gezielte Marketingmaßnahmen oder CRM-Strategien der ökonomische Wert eines Kunden gesteigert werden kann. Debatten drehen sich hierbei oft um die Effektivität von Bindungsprogrammen und die Frage, wie sich die Loyalität in einer volatilen Marktumgebung entwickelt. Die Disziplin betrachtet somit sowohl die individuelle Verhaltensökonomie des Konsumenten als auch die strukturellen Anforderungen an das betriebliche Management. Entdecke dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, die als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, verfügbar sind.