Im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Gewerbeuntersagung steht das Spannungsfeld zwischen der staatlichen Aufsichtspflicht und der Berufsfreiheit. Ein wesentlicher Aspekt ist die Beurteilung der persönlichen Zuverlässigkeit, die sich aus verschiedenen Quellen wie strafrechtlichen Verurteilungen oder Verstößen gegen spezifische Fachgesetze wie das Gaststättenrecht ergeben kann. Hierbei wird analysiert, inwieweit vergangenes Fehlverhalten eine Prognose über die künftige Eignung zur Ausübung eines Gewerbes zulässt und welche Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit der staatlichen Intervention zu stellen sind. Darüber hinaus befassen sich Forschungsfragen mit der dogmatischen Einordnung der Maßnahme innerhalb des Ordnungsrechts und der Abgrenzung zu anderen sanktionierenden Instrumenten. Besonders relevant sind dabei die Auswirkungen spezieller Fachgesetze auf die gewerberechtliche Beurteilung, etwa im Kontext des Jugendschutzes oder der öffentlichen Sicherheit. Die Disziplinen des Verwaltungs- und Wirtschaftsrechts beleuchten zudem die prozeduralen Anforderungen, die bei der Feststellung einer Unzuverlässigkeit einzuhalten sind, um den rechtlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Verwaltung gerecht zu werden. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.