Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Beendigung von Kundenbeziehungen umfasst verschiedene theoretische Dimensionen, von der strategischen Portfolioanalyse bis hin zum Risikomanagement. Zentral ist hierbei die Frage, welche Determinanten eine solche Entscheidung provozieren, etwa die Unrentabilität eines Kunden, mangelnde Kompatibilität der Geschäftsmodelle oder die gezielte Steuerung der Kundenstruktur durch Exit-Strategien. Forscher untersuchen dabei oft die Grenze zwischen notwendigem Kundenmanagement und dem riskanten Verlust von Marktanteilen oder Reputation. Neben den rein ökonomischen Kennzahlen spielen auch psychologische und prozedurale Aspekte eine Rolle, insbesondere wenn es um die Wahrnehmung der Fairness bei der Beendigung eines Vertrages geht. Die Debatte umfasst zudem die Auswirkungen auf die Lieferanten- und Partnerbeziehungen, da die Entscheidung, einen Kunden auszuschließen, weitreichende Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette haben kann. Disziplinarübergreifend wird analysiert, wie Unternehmen die Balance zwischen Effizienzsteigerung durch Selektion und der Aufrechterhaltung langfristiger Marktpräsenz finden. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.