Die Frage nach der Rolle des Lesers ist eng mit der Entwicklung der Literaturtheorie und -kritik verbunden. In der Moderne wurde der Leser zunehmend als autonomes Subjekt verstanden, das den Text selbstständig interpretiert. Dieser Ansatz wurde jedoch auch kritisiert, da er die soziale und kulturelle Einbettung des Lesers außer Acht lässt. In verschiedenen Disziplinen wie der Rezeptionsästhetik und der Leserforschung werden unterschiedliche Theorien und Modelle entwickelt, um die Rolle des Lesers zu beschreiben. Diese Ansätze berücksichtigen unter anderem die historische und kulturelle Kontextualisierung des Lesens sowie die Bedeutung von Lesegeschichten und Lesekulturen. Du findest wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, bei GRIN.