In der kulturwissenschaftlichen Forschung wird die Pose oft als Ausdruck einer performativen Identität verstanden, bei der Körperhaltungen genutzt werden, um Zugehörigkeiten oder soziale Status zu kommunizieren. Besonders in der Untersuchung von Subkulturen spielt die Pose eine zentrale Rolle, da sie als visuelles Signal innerhalb einer Gemeinschaft fungiert und gleichzeitig eine Abgrenzung nach außen ermöglicht. Hierbei wird analysiert, wie durch spezifische Gestiken und Mimiken Machtstrukturen reflektiert oder bewusst unterlaufen werden können. Darüber hinaus lässt sich das Konzept auf die Ästhetik der Kunst und die Medientheorie übertragen. In der Kunstgeschichte dient die Pose der Charakterisierung von Figuren und der Vermittlung von Narrativen, während die moderne Medienforschung die Inszenierung des Selbst in digitalen und audiovisuellen Räumen thematisiert. Die Debatte dreht sich häufig darum, inwieweit eine Pose lediglich eine Nachahmung bestehender Normen ist oder ob sie ein Instrument zur aktiven Konstruktion von Subjektivität darstellt. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.