Ein wesentlicher Aspekt der Forschung liegt in der Untersuchung der Abhängigkeit von Wissen von seinem Entstehungskontext. Wenn Lernende Informationen nur in einem sehr eng gefassten Rahmen abrufen können, spricht man von einer starken Kontextgebundenheit. Die wissenschaftliche Debatte konzentriert sich hierbei auf die Frage, wie die Situiertheitserklärung dazu beitragen kann, die Transferleistung von erworbenem Wissen auf neue, unbekannte Situationen zu verbessern. Dabei werden Modelle untersucht, die erklären, warum Wissen in einer spezifischen Lernumgebung präsent ist, in einer anderen jedoch scheinbar verloren geht. Neben der kognitiven Psychologie finden diese Fragestellungen auch in der Didaktik und der Lernforschung Anwendung. Es geht darum, methodische Wege zu finden, um die Bindung von Wissen an situative Merkmale aufzubrechen und eine flexiblere Anwendungskompetenz zu fördern. Die theoretische Auseinandersetzung umfasst dabei auch die Abgrenzung zwischen allgemeiner Problemlösefähigkeit und kontextspezifischen Reaktionsmustern. Du findest zu diesem Thema wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN, die als PDF und eBook, viele auch als Print-on-Demand, verfügbar sind.