Ein zentraler theoretischer Pfeiler ist die Systemtheorie, die davon ausgeht, dass Organisationen nicht nur aus Menschen bestehen, sondern durch funktionale Kommunikationsstrukturen und spezialisierte Teilsysteme definiert werden. Die Forschung untersucht hierbei intensiv, wie Veränderungen in einem Teilbereich des Systems Auswirkungen auf das gesamte Gefüge haben und wie Resilienzen oder Widerstände gegenüber Transformationsprozessen entstehen. Dabei spielen Konzepte wie Autopoiesis, Homöostase und die Unterscheidung zwischen formellen Hierarchien und informellen Netzwerken eine entscheidende Rolle für das Verständnis organisatorischer Stabilität und Wandel. In der praktischen Anwendung und wissenschaftlichen Debatte stehen oft die Identifikation von Wertkonflikten sowie die Steuerung von Interdependenzen im Vordergrund. Methodisch werden Ansätze verfolgt, die versuchen, die Komplexität moderner Arbeitswelten durch zirkuläre Logiken und ganzheitliche Betrachtungsweisen abzubilden. Es geht um die Frage, wie nachhaltige Transformationen gelingen können, ohne die Funktionsfähigkeit des Systems zu gefährden. Du findest zu der systemischen Organisationsentwicklung wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.