In der ökonomischen Theorie wird die Überbewertung oft im Kontext der Markteffizienzhypothese diskutiert. Während effiziente Märkte davon ausgehen, dass alle verfügbaren Informationen bereits in den Preisen enthalten sind, untersuchen kritische Ansätze systematische Abweichungen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Identifikation von Faktoren, die eine Fehlbewertung begünstigen, wie etwa psychologische Effekte bei Investoren, Informationsasymmetrien oder die Schwierigkeit, immaterielle Vermögenswerte wie Markenrechte oder Patente präzise zu quantifizieren. Die Frage, wie stille Reserven oder Bewertungsmodelle auf unterschiedlichen Rechnungslegungsstandards die Wahrnehmung eines Wertes beeinflussen, spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Methodisch variiert die Untersuchung von Überbewertungen zwischen quantitativen Modellen der Fundamentalanalyse und qualitativen Ansätzen zur Verhaltensökonomie. Während die klassische Bewertung versucht, durch komplexe Diskontierungsverfahren den wahren Wert zu ermitteln, setzt die Behavioral Finance an der menschlichen Entscheidungsfindung an, um irrationales Marktverhalten zu erklären. Die Forschung befasst sich zudem mit den Konsequenzen solcher Bewertungsunterschiede bei komplexen Transaktionen wie Fusionen und Übernahmen. Du findest dazu wissenschaftliche Arbeiten bei GRIN als PDF und eBook, viele davon auch als Print-on-Demand.