Selbstmotivation ist ein Lernbooster: Sie hilft uns, unsere Ziele effizient und schnell zu erreichen und dabei auch noch Freude an der Arbeit zu haben. Ohne sie kommen wir gar nicht erst in Bewegung und dümpeln ewig auf einer Stelle herum. Wer nun seine Aufgaben aufschiebt und stattdessen einen Netflixmarathon startet, ärgert sich im Nachhinein umso mehr. Doch wie bekommt man sie, diese ominöse Selbstmotivation? Ein paar Schritte können die Wende bringen.

Das richtige Mindset

Wer oder was Sie motiviert, ist individuell. Vielleicht ist es ein bestimmtes Morgenritual, Musik, Sport oder ein Erfolgstagebuch. Es kann auch ein Treffen mit Freunden oder ein gutes Essen sein, das man für die Zeit nach dem Lernen geplant hat. Kleine Belohnungen, die in greifbarer Nähe sind, sorgen in jedem Fall für einen beschwingten Start in den Tag. Aber auch wenn mal nichts Motivierendes ansteht, kann das richtige Mindset einiges bewirken. Hier hilft es, sich die Vorteile des Lernens in diesem Moment und für die weitere Zukunft vor Augen zu führen: Wer sich jetzt reinhängt, der kann weiterstudieren und viel für sich und seine berufliche Zukunft lernen. In den allermeisten Fällen haben wir uns diesen Studiengang selbst ausgesucht und auch wenn nicht jeder Kurs und jedes Thema spannend ist, so ergibt sich im Ganzen gesehen doch ein rundes Bild und die eigene Arbeit macht Sinn.

Die richtige Umgebung

Das beste Mindset kann allerdings gestört werden, wenn die Umgebung nicht stimmt. Achten Sie darauf, einen ruhigen und aufgeräumten Ort zum Lernen zu wählen, an dem Sie sich wohl fühlen und der keine Irritationen für Ohren und Augen bietet. Am besten das Smartphone ausschalten und Mitbewohner und andere potenzielle Störenfriede vorab informieren, um Unterbrechungen zu vermeiden. Das hat sogar noch einen netten Nebeneffekt: Denn wer von seinen Zielen erzählt, ist vielleicht eher gewillt, diese auch zu erreichen, um im Nachhinein davon berichten zu können. In entspannter Atmosphäre kann es dann losgehen. Und wenn es am Schreibtisch mal so gar nicht klappen will, empfiehlt sich ein Tapetenwechsel. Vielleicht gibt es einen Park oder eine Bibliothek in der Nähe?

Das richtige Vorgehen

Ist der erste Schritt erstmal geschafft, hat man sein erstes Ziel schon erreicht. Damit die Motivation aber nicht auf halber Strecke flöten geht, empfiehlt es sich, einen Arbeitsplan aufzustellen und zunächst kleinere, realistische Zwischenziele anzupeilen. Dabei können Sie sich beispielsweise eine Liste mit Tageszielen anlegen, die mehrere Unterpunkte enthält. Es gibt nichts Befriedigenderes, als Punkte auf einer To-do-Liste abzuhaken. Neben dem Stolz, etwas geschafft zu haben, bieten die Listen die Möglichkeit für einen inneren Ansporn, um auch noch die nächsten Punkte abhaken zu dürfen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Mensch anders lernt. Die einen lernen am besten, während sie sich bewegen, die anderen, während sie das Lehrmaterial laut vorlesen oder während sie sich einen Beitrag zum Thema anhören. Probieren Sie verschiedene Lernmethoden aus und finden Sie die individuell passende für sich. Manchmal hilft auch eine Anpassung der Lernzeiten. Stellen Sie sich die Frage: Wann und wie lange kann ich mich am besten konzentrieren? Morgens, mittags, abends oder sogar nachts – es gibt hier kein richtig oder falsch.

 

Die richtige Pause

Die ersten Punkte sind abgehakt und die Motivation sinkt wieder? Dann kann eine Pause Wunder wirken. Damit die Pause auch wirklich erholsam wird, muss man sich und seinen Rhythmus kennenlernen. Wie lange brauche ich, um mich zu erholen? Mache ich lieber eine lange Pause oder mehrere kurze? In welcher Umgebung fühle ich mich wohl und entspannt? Brauche ich in der Pause Ruhe oder tanze ich lieber zu meiner Lieblingsplaylist? Statt die Zeit am Smartphone zu verbringen, kann ein Spaziergang an der frischen Luft helfen, um neue Kräfte zu sammeln. Auch das Essen sollte an einem Lerntag nicht zu kurz kommen. Hier empfiehlt sich etwas Leichtes, das nicht zu schwer im Magen liegt. Wer gerne nascht, kann während des Lernens zu Obst oder Nüssen greifen, um sich zu stärken.

 

Der richtige Abschluss

Nun ist endlich alles geschafft? Dann können Sie den Tag Revue passieren lassen. Was habe ich alles gelernt und erreicht? Ein Blick auf die To-do-Liste oder auf die Arbeitsunterlagen kann Beweis genug sein, dass der Lerntag erfolgreich war. Wer die eigenen Fortschritte anerkennt, der wird auch den nächsten Lerntag motiviert angehen. Dabei ist es übrigens gar nicht wichtig, wie groß die Fortschritte sind. Solange man selbst damit zufrieden ist, reicht ein Teilerfolg. Wenn man daran anknüpft, wird aus dem Teil- bald ein voller Erfolg. Und wer schon ein gewisses Vorwissen aufgebaut hat, tut sich beim nächsten Mal leichter.

 

Jeder Mensch lernt anders

Letztendlich wird klar, dass es kein Allgemeinrezept für Selbstmotivation gibt. Das ist zwar auf den ersten Blick schade, birgt aber auf den zweiten viel Potential. Um den eigenen Lerntypen kennen und schätzen zu lernen, bedarf es sicherlich einiger Anläufe. Nicht jede Lernmethode, Lernzeit, Pausenbeschäftigung oder Belohnung ist für jeden das Richtige. Statt sich zu grämen, weil die eine Variante nicht geklappt hat, kann man den Spaß darin sehen, Verschiedenes auszuprobieren. Eine nächtliche Lernsession? Tanzparty in der Mittagspause? Turnübungen während des Vokabellernens? Diese Versuche sind keine Zeitverschwendung, sondern eine gute Möglichkeit, den eigenen Lernrhythmus zu finden. Wer Neues probiert, der bleibt in Bewegung. Und hat sich damit ganz nebenbei selbst motiviert.

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Quellen:

  • https://www.unicum.de/de/erfolgreich-studieren/lerntipps/mehr-motivation-im-studium
  • https://karrierebibel.de/selbstmotivation/
  • https://fitvolution.de/selbstmotivation/

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