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Eigentum bei Jean-Jacque-Rousseau

Vom zweiten Diskurs zum Gesellschaftsvertrag

Titel: Eigentum bei Jean-Jacque-Rousseau

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nils Jansen (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Was ist Eigentum? Um dieser Frage nachzugehen, beschäftigt sich die Arbeit mit dem Denken und Schaffen des Philosophen, Pädagogen und Komponisten Jean-Jacque-Rousseau. Die großen Denker der Menschheitsgeschichte hatten schon früh erkannt, dass das zu eigen machen von materiellen und immateriellen Dingen und das daraus resultierende staatliche Recht auf Besitz, einen der Grundbausteine von Gesellschaften ausmacht.

Was aber ist Eigentum nun? Ist es ein Übel der Gesellschaft, welches zum Sittenverfall, der Herrschaft und Knechtschaft und der Ungleichheit der Menschen führt? Oder ist es die Voraussetzung, die erfüllt seinen muss, damit ein gesellschaftliches Leben überhaupt möglich wird? Ist es damit ein notwendiges Übel?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Eigentum – Gut oder Böse?

1.1. Literaturbericht

2. Eigentum in den Diskursen

2.1. Erster Naturzustand

2.2. Zweiter Naturzustand

2.3. Entstehung des Eigentums

2.3.1.Technologie

2.3.2.Eigentumsrecht

2.4. Folgen des Eigentums

2.4.1.Ungleichheit

2.4.1.1. Armor Propre

2.4.2.Erster Gesellschaftsvertrag

2.5. Zwischenfazit

3. Eigentum im zweiten Gesellschaftsvertrag

3.1. Zurück zur Natur?

3.2. Eigentumsrecht

3.3. Entäußerungsvertrag

3.4. Eigentumsverhältnisse im Staat

3.5. Zwischenfazit

4. Widerspruchsfreie Auflösung?

4.1. Übertragung auf heutige Systeme?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die philosophische Konzeption des Eigentums bei Jean-Jacques Rousseau, ausgehend von seiner Zivilisationskritik in den Diskursen bis hin zu seiner Lösung im Gesellschaftsvertrag, um zu klären, wie Eigentum und politische Gleichheit in einem gerechten Staat vereinbar sind.

  • Rousseaus Verständnis von Eigentum als soziale Institution
  • Entwicklung von Ungleichheit im Naturzustand und in der Gesellschaft
  • Die Rolle des Gemeinwillens (volonté générale) bei der Eigentumsordnung
  • Kritische Analyse der Machtkonzentration im Staat
  • Übertragbarkeit rousseauistischer Ansätze auf moderne demokratische Systeme

Auszug aus dem Buch

Entstehung von Eigentum

Der Erste, welcher ein Stück Landes umzäunete (sic!), sich in den Sinn kommen ließ zu sagen, dieses ist mein, und einfaltige (sic!) Leute antraf, die es ihm glaubten, der war der wahre Stifter der bürgerlichen Gesellschafft. (Rousseau und Mendelssohn 2000, S. 141)

Mit diesem berühmten Satz beginnt der zweite Abschnitt des zweiten Diskurses. Rousseau rekonstruiert den Akt der Landbesitzergreifung, aber wichtiger noch die erstmalige gesellschaftliche Legitimation dessen. Damit stellt er die Konstruiertheit von Eigentum heraus: Hätten die Leute angefangen ihn auszulachen und nicht ernst genommen, wäre Eigentum nicht entstanden. Rousseau sieht die Menschheitsgeschichte als langen Pfad von zufälligen Gegebenheiten an prägnanten Punkten der Entwicklungsgeschichte. Dieser Punkte stellt einen solchen dar. Die menschliche Natur hat die Entwicklung keinesfalls bedingt, es hätte auch anders kommen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eigentum – Gut oder Böse?: Einleitung in die Debatte über Eigentum und Ungleichheit, wobei die Relevanz der Rousseau’schen Philosophie für heutige Fragestellungen begründet wird.

2. Eigentum in den Diskursen: Analyse der Entstehung von Eigentum und Ungleichheit, beginnend bei den Naturzuständen bis hin zum ersten, ungleichen Gesellschaftsvertrag.

3. Eigentum im zweiten Gesellschaftsvertrag: Untersuchung der Reform des Eigentumsrechts durch den Gemeinwillen, um eine gerechte Gesellschaft jenseits der natürlichen Freiheit zu schaffen.

4. Widerspruchsfreie Auflösung?: Kritische Diskussion darüber, ob Rousseau die Problematik des Eigentums in seiner Theorie auflösen kann und wie diese Ansätze auf moderne politische Systeme anwendbar sind.

Schlüsselwörter

Eigentum, Jean-Jacques Rousseau, Ungleichheit, Gesellschaftsvertrag, Gemeinwille, Naturzustand, Zivilisationskritik, politische Philosophie, Eigentumsrecht, Staatstheorie, soziale Gerechtigkeit, Eigentumsverhältnisse, Herrschaft, Freiheit, bürgerliche Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe und kritische Verständnis von Eigentum im Denken von Jean-Jacques Rousseau, insbesondere den Übergang von der Eigentumsentstehung in den Diskursen bis hin zur theoretischen Einhegung im Gesellschaftsvertrag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entstehung von Eigentum als soziale Institution, die daraus resultierende soziale und politische Ungleichheit, das Konzept des Gemeinwillens sowie die Rolle des Staates bei der Regulation von Eigentum.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, wie Rousseau gesellschaftliche und politische Gleichheit unter dem Aspekt des Eigentums schafft und ob es ihm gelingt, das Übel des Eigentums im Gesellschaftsvertrag widerspruchsfrei aufzulösen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine ideengeschichtliche Textanalyse der Hauptwerke Rousseaus, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur zur Interpretation seines philosophischen Systems.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Eigentums in den Diskursen (Entstehung, Ungleichheit, Armor Propre) und die Analyse der Reform des Eigentums im zweiten Gesellschaftsvertrag, einschließlich eines Exkurses zur Übertragung auf heutige Systeme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Eigentum, Ungleichheit, Gemeinwille, Gesellschaftsvertrag und Naturzustand charakterisiert.

Wie unterscheidet Rousseau laut der Arbeit Eigentumsrechte von Freiheitsrechten?

Freiheitsrechte sind bei Rousseau naturgegeben und politisch unantastbar, während das Eigentum für ihn kein natürliches Recht darstellt, sondern eine soziale Institution ist, die der Kontrolle und Gestaltung durch den Staat unterliegt.

Welche Bedeutung hat der „Gemeinwille“ für das Eigentum?

Der Gemeinwille dient als Korrektiv; er soll eine gerechte Ordnung sicherstellen, indem er Eigentumsrechte im Sinne des Allgemeinwohls reguliert und so die zerstörerischen Folgen exzessiver Ungleichheit begrenzt.

Warum sieht Rousseau Eigentum als „Kernübel“?

Rousseau sieht Eigentum als Ursprung von Ungleichheit, Sittenverfall und der Entstehung von Abhängigkeitsverhältnissen, welche die menschliche Freiheit untergraben und zu einem sozialen Antagonismus führen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eigentum bei Jean-Jacque-Rousseau
Untertitel
Vom zweiten Diskurs zum Gesellschaftsvertrag
Hochschule
Universität Regensburg  (Politische Philosophie und Ideengeschichte)
Note
1,3
Autor
Nils Jansen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1002943
ISBN (eBook)
9783346381842
ISBN (Buch)
9783346381859
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eigentum jean-jacque-rousseau diskurs gesellschaftsvertrag
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Jansen (Autor:in), 2021, Eigentum bei Jean-Jacque-Rousseau, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002943
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Leseprobe aus  18  Seiten
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