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Kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht

Am Beispiel des zweiten Kalifen ʿUmars (ra)

Titre: Kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht

Thèse de Master , 2020 , 86 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Mustafa Aydin (Auteur)

Théologie - Sciences des religion islamique
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Die Arbeit untersucht kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht am Beispiel des zweiten Kalifen ʿUmars (r). Das islamische Recht beruft sich auf die beiden Hauptquellen Koran und Sunna. Bis zum Tode des Propheten (sʿaws) konnten alle Rechtsangelegenheiten mit der Entscheidung des Propheten bereinigt werden. Doch ist zu bedenken, dass der Prophet (sʿaws) bei vielen Entscheidungen seine Gefährten um Rat bat.

Im heutigen Europa lebende Muslime, welche eine Bevölkerungsminderheit darstellen, stehen bei der Ausübung ihrer Religion vor größeren religiösen Problemen als Muslime in muslimischen Regionen. Diese religiösen Probleme können mitunter die Muslime wie auch die nicht muslimische Mehrheit in schwierige Lagen bringen. Hier könnte ʿUmars (r) Ansatz eine Lösung bieten und soll daher hinsichtlich seiner Möglichkeiten, einen Umgang mit den neu entstandenen Problemen in der Gegenwart zu finden, untersucht werden sollen. Zudem ist es ein Grundsatz, dass die Veränderung der Urteile durch die Veränderung der Zeiten nicht geleugnet werden kann. So sollten diese Veränderungen die Religion stützen und sie nicht stürzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Beispiele von ʿUmars (r) Erneuerungen

3 ʿUmars Urteile in religiösen Angelegenheiten

4 ʿUmars (r) Einfluss auf die Rechtsschulen

5 Eine Praxis der Auslegung, die bereits existierte, aber weitgehend ignoriert wird

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Master-Arbeit untersucht kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht, wobei die Rechtsprechung und Erneuerungen des zweiten Kalifen ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb (ra) als zentrales Fallbeispiel dienen. Ziel ist es zu analysieren, wie ʿUmar (ra) religiöse Gebote an veränderte historische und soziale Bedingungen anpasste, ohne dabei den Kern der islamischen Offenbarungsquellen zu verlassen.

  • Analyse der Methodik der Rechtsfindung bei ʿUmar (ra) (Beratung/Šūrā und Iǧtihād).
  • Untersuchung konkreter Rechtsbeispiele wie das Streichen der Zakat-Anteile für Muʾallafat Qulūbuhum.
  • Gegenüberstellung klassischer und moderner Auffassungen zur Veränderbarkeit von Urteilen.
  • Diskussion des Einflusses von ʿUmar (ra) auf die spätere Ausbildung der Rechtsschulen (Maẕhab).
  • Auseinandersetzung mit dem Prinzip der Erleichterung und dem kontextuellen Verständnis des Korans.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit untersucht kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht am Beispiel des zweiten Kalifen ʿUmars (r). Das islamische Recht beruft sich auf die beiden Hauptquellen Koran und Sunna. Bis zum Tode des Propheten (ṣʿaws) konnten alle Rechtsangelegenheiten mit der Entscheidung des Propheten bereinigt werden. Doch ist zu bedenken, dass der Prophet (ṣʿaws) bei vielen Entscheidungen seine Gefährten um Rat bat. So fragte er Abū Bakr (r) und ʿUmar (r) nach der Schlacht von Badr um ihre Meinungen dazu, ob die Kriegsgefangenen bestraft oder für einen bestimmten Preis (Fidya) freigelassen werden sollen. Abū Bakr (r) vertrat die Ansicht, die Gefangenen frei zu lassen, da einige von ihnen möglicherweise gezwungenermaßen in den Krieg gezogen waren. ʿUmar (r) dagegen war für die Bestrafung. Der Prophet (ṣʿaws) entschied sich für die Seite von Abū Bakr (r) und ließ die Kriegsgefangenen für eine Fidya frei. Auf solche Weise unterrichtete er während seiner Lebenszeit seine Nachfolger in der Methode der Beratung (Šūrā).

Zudem wurden während der Lebenszeit des Propheten (ṣʿaws) nicht alle seiner Anordnungen eindeutig verstanden. Hierfür gibt Yusuf Al-Qarḍāwī das Beispiel der Gefährten an, denen vom Propheten (ṣʿaws) befohlen wurde das Nachmittagsgebet an einem bestimmten Ort zu verrichten. Als sie merkten, dass sie es bis zu diesem Ort nicht mehr rechtzeitig schaffen würden, waren sie mit sich im Widerspruch, ob sie das Gebet auf dem Weg oder verspätet an dem angegebenen Ort verrichten sollten. Während einige die Auffassung vertraten, dass der Prophet mit der Anweisung lediglich zur Eile aufrufen wollte und daher das Gebet auch an einem anderen Ort erfolgen kann, bestanden andere darauf, dass die unmittelbare Weisung des Propheten (ṣʿaws) den Vorrang vor der allgemeinen Regel hatte, dass das Nachmittagsgebet zu einer bestimmten Zeit zu leisten sei. Qarḍāwī verdeutlicht anhand dieses Beispiels, dass der Vorgang der Interpretation der Befolgung von Regeln immer inhärent ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung kontextueller Einflüsse auf das islamische Recht und führt in ʿUmars (ra) beratenden Führungsstil ein.

2 Beispiele von ʿUmars (r) Erneuerungen: Dieses Kapitel stellt ʿUmars (ra) Leben vor und dokumentiert verschiedene administrative und organisatorische Neuerungen, die er während seines Kalifats etablierte.

3 ʿUmars Urteile in religiösen Angelegenheiten: Hier werden spezifische religiöse Rechtsfragen analysiert, bei denen ʿUmar (ra) vom Wortlaut etablierter Praxen abwich, um dem Sinn und Zweck der Gebote gerecht zu werden.

4 ʿUmars (r) Einfluss auf die Rechtsschulen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie ʿUmars (ra) Methoden der Rechtsfindung und seine pragmatischen Entscheidungen die späteren theoretischen Grundlagen des islamischen Rechts (ʿUṣūl al-Fiqḥ) beeinflussten.

5 Eine Praxis der Auslegung, die bereits existierte, aber weitgehend ignoriert wird: Das Fazit stellt fest, dass eine kontextualisierende Auslegung bereits bei ʿUmar (ra) praktiziert wurde und plädiert für die Erforschung der Beweggründe hinter rechtlichen Urteilen.

Schlüsselwörter

Islamisches Recht, ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb, Maṣlaḥa, Iǧtihād, Rechtsfindung, Koran, Sunna, Kontextualisierung, Kalifat, Scharia, Muʾallafat Qulūbuhum, Zakat, Rechtsmethodik, Reform, Hadith.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie der zweite Kalif ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb (ra) islamische Rechtsurteile im Lichte veränderter zeitlicher und sozialer Umstände interpretierte und anpasste.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die islamische Rechtsgeschichte, die Methodenlehre (ʿUṣūl al-Fiqḥ), das Verständnis von Maṣlaḥa (Nutzen) und die Rolle des Kontextes bei der Interpretation von Koran und Sunna.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ʿUmar (ra) durch seinen Iǧtihād (eigenes Bemühen) Lösungen fand, die zwar äußerlich von früheren Handlungsweisen abwichen, aber dem geistigen Zweck der Offenbarung treu blieben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-theologische Analyse angewandt, die klassische und moderne Rechtsquellen (Tafsīr, Ḥadīṯ-Sammlungen, Rechtsgutachten) vergleichend gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert fünf konkrete Rechtsbeispiele, darunter das Aussetzen der Zakat für Muʾallafat Qulūbuhum, die Verteilung von Kriegsbeute und die Unterlassung von Strafen bei Dürre.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Iǧtihād, Maṣlaḥa (Nutzen), ʿIlla (Beweggrund), ʿUmars (ra) Reformpraxis und die Flexibilität islamischer Normen.

Wie begründet ʿUmar (ra) das Aussetzen der Zakat-Zahlung für Muʾallafat Qulūbuhum?

ʿUmar (ra) argumentierte, dass die Unterstützung dieser Gruppe, die zur Zeit des Propheten der Stärkung des Islams diente, nicht mehr notwendig sei, da der Islam inzwischen erstarkt sei und kein Bedarf mehr für eine solche "Bestechung" bestehe.

Inwieweit rechtfertigt der Autor eine "Neuinterpretation" von ʿUmars (ra) Entscheidungen für die Gegenwart?

Der Autor argumentiert, dass wenn sich die Bedingungen, die ʿUmar (ra) zu seiner Zeit bewertete, in der Gegenwart erneut ändern (z.B. Schwächung der muslimischen Gemeinschaft), die ursprünglichen Regeln wieder Anwendung finden könnten, um den Zweck des Gesetzes zu schützen.

Welche Rolle spielt der Iǧmāʿ (Konsens) in der Arbeit?

Der Autor diskutiert, dass Iǧmāʿ zwar wichtig ist, aber nicht bedeuten darf, dass Urteile, die auf einer zeitgebundenen Maṣlaḥa basieren, für alle Ewigkeit unveränderlich bleiben müssen, wenn sich die zugrunde liegende Realität wandelt.

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Résumé des informations

Titre
Kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht
Sous-titre
Am Beispiel des zweiten Kalifen ʿUmars (ra)
Université
University of Osnabrück  (Institut für islamische Theologie)
Note
1,7
Auteur
Mustafa Aydin (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
86
N° de catalogue
V1012275
ISBN (ebook)
9783346405821
ISBN (Livre)
9783346405838
Langue
allemand
mots-clé
Islamische Theologie Islam Islamisches Recht Istihsan islamische Methodologie Dehnbarkeit Religion Änderungen bei der Religion Reform Umar Hz. Ömer Kalifen Rechtgeleitete Kalifen Islam nach den Propheten Rechtsschulen Praktische Theologie Fiqh Usul Al-Fiqh Maqasit Maqasid Asharia Aspekte der Scharia Scharia Sunna Iǧtihād Ictihad Muctehid Gelehrten Ulama Maslaha Illa Grund Beweggrund Urteil Mittel Zweck Ziel Faqih Fakih Ahl As-Sunna Zakat Muallafat Al-Qulubuhum Diejenigen deren Herzen den Islam näher gebracht werden sollen Das streichen der Zakat Anteile Überlassen der Felder an die Kriegsfeinde moderne Gelehrte klassische Gelehrte Had-Strafe Unterlassen der Ḥadd-Strafe Dürre Talaq Drei Mal Talaq Scheidung Ahl Al-Kitab Eheschließung Nikah Abu Bakr Bayt Al-Mal Staatskasse Diwan Staatsverwaltung Erneuerung Nash Abrogation
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Citation du texte
Mustafa Aydin (Auteur), 2020, Kontextuelle Einflüsse auf das islamische Recht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012275
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Extrait de  86  pages
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