Wie kann die Anwendung des Skills-Lab-Modells in der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz das Konkurrenzdenken zwischen Theorie und Praxis verbessern?
Die Beantwortung dieser Frage erfolgt mittels Literaturrecherche. Im folgenden Kapitel werden die Gründe und Auswirkungen des Konkurrenzdenkens betrachtet, bevor im nächsten Teil näher auf das Skills-Lab-Modell eingegangen wird. Anschließend wird das Modell mit Käte Meyer-Drawes „Grenzen pädagogischen Verstehens“ in Zusammenhang gebracht. Im vorletzten Kapitel werden die Chancen von Skills-Lab für die Auszubildenden, die Praxisanleiter/innen und den Theorie-Praxis-Transfer erläutert, bevor das Fazit einen abschließenden Überblick über das Thema gibt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Konkurrenzdenken zwischen Theorie und Praxis
2.1 Gründe für das Konkurrenzdenken
2.2 Auswirkungen auf die Auszubildenden
3 Das Skills-Lab-Modell
3.1 Definition und Grundsätze des Skills-Lab-Modells
3.2 Ziele des Skills-Lab-Modells
4 Überwindung von Meyer-Drawes „Grenzen pädagogischen Verstehens“ mittels dem Skills-Lab-Modell
4.1 Überwindung der privativen Grenze
4.2 Überwindung der konstitutiven Grenze
4.3 Überwindung der kritischen Grenze
5 Chancen des Skills-Lab-Modells für die Ausbildung
5.1 Chancen für die Auszubildenden
5.2 Chancen für die Praxisanleitung
5.3 Chancen für den Theorie-Praxis-Transfer
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das Skills-Lab-Modell in der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz (OTA) dazu beitragen kann, das Konkurrenzdenken zwischen Theorie und Praxis zu überwinden und die Qualität der Ausbildung zu steigern.
- Konfliktfeld Theorie-Praxis in der OTA-Ausbildung
- Grundlagen und Ziele des Skills-Lab-Modells
- Analyse der „Grenzen pädagogischen Verstehens“ nach Meyer-Drawe
- Chancen für Auszubildende und Praxisanleitung
- Optimierung des Theorie-Praxis-Transfers
Auszug aus dem Buch
4.2 Überwindung der konstitutiven Grenze
Im Gegensatz zu den privativen Grenzen kritisiert Meyer-Drawe (1984, S. 253) mit den konstitutiven Grenzen die sich überschätzende Theorie. Eine Theorie, die der Meinung ist, sie könnte der Praxis zuvorkommen und Handlungsmuster vor dem Ausüben der Tätigkeit aufklären; eine Theorie, die die Sinnhaftigkeit der Praxis übersieht. Die Handlungskompetenz der Auszubildenden entsteht jedoch nicht durch reine Theorie und nicht umsonst soll die Ausbildung zur OTA nach dem neuen Referentenentwurf (2019, S. 14) mindestens 2500 Stunden praktische Ausbildung beinhalten.
Zudem soll auch der theoretische Teil der Ausbildung laut dem Entwurf (2019, S. 13) fachpraktischen Unterricht einschließen. „Theoretische Konstrukte müssen sich, insofern sie relevant sein sollen für konkretes Handeln, auf Praxis beziehen“ (Meyer-Drawe, 1984, S. 254). Praktischer Unterricht im Skills-Lab kann Meyer-Drawes Aussage entsprechen. Das Skills-Lab ist kein wirklicher OP-Saal, sondern eine pädagogische Einrichtung und deshalb kann die Theorie auch hier nicht gänzlich „an die Stelle der Praxis treten“ (Meyer-Drawe, 1984, S. 253).
Mit seinen realitätsnahen Simulationen kann das Modell die Auszubildenden jedoch dabei unterstützen, sich im wirklichen OP-Alltag zurechtzufinden und somit ihre Ziele schneller zu erreichen. Zudem können die Lernenden ihre bereits gemachten Erfahrungen miteinbringen und das Handeln kann reflektiert betrachtet werden. Nach Meyer-Drawe (1984, S. 254) ist die konstitutive Grenze „durch die prinzipielle Nicht-Koinzidenz von Reflexion und Vollzug [bestimmt].“ Im Skills-Lab erfolgen Reflexion und Handeln jedoch fast zeitgleich und so kann das Skills-Lab-Modell den Theoretikern und den Praktikern gerecht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis in der OTA-Ausbildung ein und definiert das Ziel der Arbeit sowie die zentrale Forschungsfrage.
2 Konkurrenzdenken zwischen Theorie und Praxis: Hier werden die Ursachen des Theorie-Praxis-Konflikts und deren belastende Auswirkungen auf die Lernenden detailliert analysiert.
3 Das Skills-Lab-Modell: Dieses Kapitel erläutert die Definition, die Grundsätze und die pädagogischen Ziele des Skills-Lab-Modells als Trainingsmethode.
4 Überwindung von Meyer-Drawes „Grenzen pädagogischen Verstehens“ mittels dem Skills-Lab-Modell: Das Modell wird theoretisch mit den Grenzen pädagogischen Verstehens nach Käte Meyer-Drawe verknüpft, um Lösungsansätze für spezifische Grenzbereiche aufzuzeigen.
5 Chancen des Skills-Lab-Modells für die Ausbildung: Es werden die konkreten Vorteile für Auszubildende, Praxisanleiter sowie für den allgemeinen Theorie-Praxis-Transfer dargestellt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwieweit das Skills-Lab-Modell den Konflikt zwischen Theorie und Praxis tatsächlich mindern kann.
7 Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Schlüsselwörter
Skills-Lab, Operationstechnische Assistenz, OTA, Theorie-Praxis-Transfer, Ausbildung, Konkurrenzdenken, pädagogisches Verstehen, Handlungskompetenz, Praxisanleitung, Simulation, Pflegepädagogik, Kompetenzförderung, Lernort, Reflexion, Ausbildungsqualität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der OTA-Ausbildung durch den Einsatz des Skills-Lab-Modells, um den häufigen Konflikt zwischen schulischer Theorie und klinischer Praxis zu entschärfen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind das Theorie-Praxis-Konkurrenzdenken, die pädagogische Theorie nach Käte Meyer-Drawe sowie das Skills-Lab als Mittel zur Förderung der beruflichen Handlungskompetenz.
Welche Forschungsfrage steht im Zentrum?
Die Arbeit untersucht, wie die Anwendung des Skills-Lab-Modells in der Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz dazu beitragen kann, das Konkurrenzdenken zwischen Theorie und Praxis zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Beantwortung der Fragestellung erfolgt mittels einer systematischen Literaturrecherche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert zunächst die Gründe für das Konkurrenzdenken, erläutert die Struktur des Skills-Lab-Modells, setzt dieses in Bezug zu den „Grenzen pädagogischen Verstehens“ und diskutiert abschließend die praktischen Chancen für Auszubildende und Praxisanleitung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Skills-Lab, Handlungskompetenz, Theorie-Praxis-Transfer, OTA-Ausbildung und das pädagogische Konzept der Grenzüberschreitung nach Meyer-Drawe.
Inwiefern entlastet das Skills-Lab die Praxisanleitung?
Durch die Verlagerung von Demonstration und Simulation in den fachpraktischen Unterricht im Skills-Lab können sich Praxisanleiter am Lernort Betrieb stärker auf Beratung, Beobachtung und zielgerichtetes Feedback konzentrieren.
Kann das Skills-Lab die Realität im OP komplett ersetzen?
Nein, das Fazit stellt klar, dass das Skills-Lab die Realität nicht ersetzen kann. Es dient als geschützter Lernraum, um Handlungssicherheit zu gewinnen, ersetzt aber nicht die notwendige Erfahrung im realen Arbeitsalltag.
- Citar trabajo
- Christine Ober (Autor), 2019, Überwindung von Meyer-Drawes "Grenzen pädagogischen Verstehens" mittels des Skills-Lab-Modells, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030778