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Kognitionen und Lernen. Modelllernen in der Prävention und Risiken und Chancen der sozialen Medien

Titel: Kognitionen und Lernen. Modelllernen in der Prävention und Risiken und Chancen der sozialen Medien

Hausarbeit , 2021 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Muller (Autor:in)

Psychologie - Intelligenz und Lernpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Rolle spielt die Kognition in den verschiedenen Formen des Lernens? Was versteht man unter dem Begriff „Modelllernen“? Wie lässt sich das Modelllernen in der Prävention einsetzen? Gehen Sie hierbei explizit auf die vier basalen Prozesse ein, die zur Entstehung von Imitation angenommen werden. Welche Risiken und Chancen bieten spielen in diesem Zusammenhang die sozialen Medien? Diese Fragen sollen in der hier vorliegenden Arbeit beantwortet werden. Dabei wird insbesondere auf die Vorgänge des Klassischen Konditionierens des Operanten Konditionierens und Kognitive Lerntheorien eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kognition und Lernen

2.1 Begriffserklärung "Lernen"

2.2 Assoziative Lerntheorien

2.2.1 Klassische Konditionierung

2.2.1.1 Pawlow'scher Hund

2.2.1.2 Gesetzmäßigkeiten der klassischen Konditionierung

2.2.1.3 Das Kleiner-Albert-Experiment von J. B. Watson

2.2.2 Operante Konditionierung

2.2.2.1 Puzzlebox von E. L. Thorndike

2.2.2.2 Skinnerbox

2.2.2.3 Kontingenzen bei der Verstärkung

2.3 Kognitive Lerntheorien

2.3.1 Kognitive Landkarten

2.3.2 Sozial-kognitive Lerntheorien

2.3.2.1 Modelllernen

2.3.2.2 Anwendung des Modelllernens in der Prävention

2.4 Rolle der Kognition im Rahmen der Lerntheorien

3 Risiken und Chancen von sozialen Medien im Zusammenhang mit dem Modelllernen

4 Kritische Diskussion

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Kognition und verschiedenen Lerntheorien, wobei der Fokus auf dem Modelllernen und dessen praktischer Anwendung sowie den Einflüssen durch soziale Medien liegt.

  • Differenzierung zwischen assoziativen und kognitiven Lerntheorien
  • Bedeutung des Modelllernens in der Prävention
  • Analyse der Rolle der Kognition in Lernprozessen
  • Einfluss sozialer Medien auf das Modelllernen und die Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

2.3.2.1 Modelllernen

Als Modelllernen, auch Beobachtungslernen, Imitationslernen oder soziales Lernen genannt, bezeichnet man das Erlernen neuer Verhaltensweisen durch die Beobachtung des Verhaltens anderer. Becker-Carus und Wendt (2017) sprechen hier von einem komplexen sozialen Lernprozess, da im Gegensatz zur „klassischen Lerntheorie eigentlich kein Lernen zu erwarten wäre, da weder eine Reaktion noch eine Verstärkung zu beobachten ist."41 Die Person nimmt keine aktive Rolle beim Beobachtungslernen ein. Zahlreiche Studien können Nachweisen, dass Organismen sehr viel durch einfaches Beobachten von Modellen lernen. Sie ahmen das Verhalten nach, welches das Modell zum Erfolg geführt hat. Dabei handelt es sich leider nicht nur um prosoziales Verhalten, sondern auch um antisoziales Verhalten.42

Spiegelneuronen, welche sich im Stirnlappenbereich befinden, führen dazu, dass Menschen, aber auch einige Tiere, wie z.B. Ratten und Affen, in der Lage sind intuitiv die Bewegungen, Absichten und Emotionen des anderen zu verstehen. Spiegelneuronen sind aktiv, sowohl wenn jemand selbst eine Bewegung ausführt, wie das Greifen nach einem Gegenstand, als auch wenn jemand anderes dabei beobachtet wird wie er diese Bewegung durchführt. So werden beim Leiden geliebter Menschen, nicht nur deren Gesichtsausdruck widergespiegelt, sondern auch deren Schmerzen werden in unserem Gehirn gespiegelt, folglich nachempfunden. Dabei werden sogar dieselben Hirnaktivitäten angezeigt, als würde man selbst den Schmerz erleiden. Bei diesem Wahrnehmungsprozess der emotionalen Bedeutung eines beobachteten Verhaltens eines Anderen findet keine bewusste kognitive Bewertung statt. Stattdessen handelt der Mensch hier rein intuitiv. Diese Fähigkeit wird auch als “Theory of mind“ bezeichnet.43

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Lernens ein und umreißt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit assoziativen und kognitiven Lerntheorien.

2 Kognition und Lernen: Dieses Kapitel stellt die Prinzipien verschiedener Lernformen dar, fokussiert auf das Modelllernen und analysiert die Rolle kognitiver Prozesse.

2.1 Begriffserklärung "Lernen": Definition des Lernbegriffs als relativ dauerhafte Verhaltensänderung durch Erfahrung und Darstellung der relevanten Gehirnstrukturen.

2.2 Assoziative Lerntheorien: Einführung in Theorien, die den Zusammenhang zwischen Ereignissen, Reizen und Reaktionen in den Vordergrund stellen.

2.2.1 Klassische Konditionierung: Erläuterung des Lernens von Signalen, bei dem ein neutraler Reiz das Auftreten eines wichtigen Reizes vorhersagt, illustriert am Beispiel Pawlows.

2.2.1.1 Pawlow'scher Hund: Detaillierte Darstellung des klassischen Experiments zur Kopplung von neutralem Reiz und Reflex.

2.2.1.2 Gesetzmäßigkeiten der klassischen Konditionierung: Erklärung zentraler Prozesse wie Erwerb, Löschung, Reizgeneralisierung und Diskrimination.

2.2.1.3 Das Kleiner-Albert-Experiment von J. B. Watson: Veranschaulichung der klassischen Konditionierung bei Menschen am Beispiel eines konditionierten Angstverhaltens.

2.2.2 Operante Konditionierung: Vorstellung der Lerntheorie, bei der Verhalten durch nachfolgende Konsequenzen (Verstärkung/Bestrafung) beeinflusst wird.

2.2.2.1 Puzzlebox von E. L. Thorndike: Beschreibung des Experiments mit Katzen und Erläuterung des "Gesetzes der Wirkung".

2.2.2.2 Skinnerbox: Analyse operanten Verhaltens mittels Verstärkern in kontrollierten Versuchsanordnungen.

2.2.2.3 Kontingenzen bei der Verstärkung: Differenzierung von Verstärkerarten und Untersuchung verschiedener Verstärkungspläne.

2.3 Kognitive Lerntheorien: Überblick über Theorien, die innerpsychische Prozesse wie Wahrnehmung und Denken einbeziehen.

2.3.1 Kognitive Landkarten: Darstellung des Experiments von Tolman zur mentalen Repräsentation räumlicher Umgebungen.

2.3.2 Sozial-kognitive Lerntheorien: Untersuchung von Lernprozessen in sozialen Kontexten, insbesondere durch Beobachtung.

2.3.2.1 Modelllernen: Erklärung des Erlernens neuer Verhaltensweisen durch Beobachtung von Modellen und die Rolle der Spiegelneuronen.

2.3.2.2 Anwendung des Modelllernens in der Prävention: Darstellung, wie Modelllernen gezielt zur Gesundheitsförderung und Verhaltensprävention eingesetzt werden kann.

2.4 Rolle der Kognition im Rahmen der Lerntheorien: Diskussion über die Notwendigkeit der Einbeziehung kognitiver Prozesse selbst in klassischen Lerntheorien.

3 Risiken und Chancen von sozialen Medien im Zusammenhang mit dem Modelllernen: Analyse der Einflüsse digitaler Medien und Influencer auf das Modelllernen und die Identitätsentwicklung.

4 Kritische Diskussion: Reflexion über die Grenzen und Schwächen der betrachteten Lerntheorien und deren Übertragbarkeit auf menschliches Verhalten.

5 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Aufzeigen des Bedarfs für weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Lernen, Kognition, Behaviorismus, Klassische Konditionierung, Operante Konditionierung, Modelllernen, Beobachtungslernen, Prävention, Soziale Medien, Verstärkung, Reiz-Reaktion, Identitätsbildung, Spiegelneuronen, Verhaltensänderung, Sozial-kognitive Lerntheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Übersicht über psychologische Lerntheorien, von den klassischen behavioristischen Ansätzen bis hin zu modernen kognitiven und sozial-kognitiven Modellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind assoziatives Lernen (klassische und operante Konditionierung), kognitive Lerntheorien, insbesondere das Modelllernen, sowie deren Bedeutung in der Prävention und der Einfluss sozialer Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Kognition und Lernen zu beleuchten, die Mechanismen des Modelllernens zu erklären und kritisch zu hinterfragen, wie diese Prozesse unser Verhalten im Kontext moderner Medien beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse klassischer und aktueller psychologischer Forschung, darunter berühmte Experimente wie die von Pawlow, Skinner, Thorndike und Bandura.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der assoziativen Lerntheorien, die kognitiven Theorien mit Schwerpunkt auf Modelllernen sowie eine Anwendung in der Prävention und eine Analyse der Risiken und Chancen in sozialen Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Lernen, Kognition, Konditionierung, Modelllernen, soziale Medien, Verhaltenssteuerung und Prävention.

Warum ist das Modelllernen besonders für die Prävention relevant?

Modelllernen ermöglicht es, durch das Vorleben positiver Verhaltensweisen und die Vermeidung negativer Vorbilder, gesundheitsfördernde Einstellungen bei Kindern und Erwachsenen zu etablieren.

Welche Rolle spielen soziale Medien bei der Identitätsbildung laut der Autorin?

Soziale Medien wirken als starke Einflussfaktoren, durch die Nutzer, insbesondere in der Identitätsfindungsphase, Verhaltensweisen und Schönheitsideale von Influencern übernehmen, was sowohl Chancen als auch Risiken für das Selbstbewusstsein birgt.

Warum kritisieren moderne Forscher den reinen Behaviorismus?

Der Behaviorismus wird kritisiert, weil er das "Innenleben" (die Kognition) des Organismus ignoriert und menschliches Verhalten zu stark auf mechanische Reiz-Reaktions-Ketten reduziert, was der Komplexität menschlichen Denkens nicht gerecht wird.

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Details

Titel
Kognitionen und Lernen. Modelllernen in der Prävention und Risiken und Chancen der sozialen Medien
Hochschule
SRH Fernhochschule
Note
1,7
Autor
Lisa Muller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
28
Katalognummer
V1047497
ISBN (eBook)
9783346471222
ISBN (Buch)
9783346471239
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kognition psychologie allgemeine psychologie Modelllernen Imitation soziale Medien Lernen Prävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Muller (Autor:in), 2021, Kognitionen und Lernen. Modelllernen in der Prävention und Risiken und Chancen der sozialen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1047497
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Leseprobe aus  28  Seiten
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