Der Verfasser behandelt - als Hausarbeit des Moduls „Controlling“ im Studiengang
„Master of Public Administration“ - das Thema Kennzahlenbildung / Kennzahlen unter der Fragestellung „Aufgaben und Ziele der Kennzahlenbildung an einem
ausgewählten Beispiel unter besonderer Berücksichtigung der Vor- und Nachteile bei deren Anwendung“.
Zum Einstieg in die Thematik werden die Begriffe „Kennzahl“ und
„Kennzahlensystem“ Kennzahlen vorgestellt. Es folgen die Darstellungen der
verschiedenen Kennzahlenarten (absolute Zahlen und Verhältniszahlen) und der
Kennzahlentypen (vergangenheits-, gegenwarts- und zukunftsorientierte
Kennzahlen). Im Weiteren werden die Funktionen der Kennzahlen und der
Kennzahlensysteme erläutert.
Im darauf folgenden Abschnitt thematisiert der Verfasser die Kennzahlenbildung.
Es wird die Frage beantwortet, wie Kennzahlen gebildet werden, welche Kriterien
und Regeln zu beachten sind und welche Fehler begangen werden können.
Die Vor- und Nachteile der Kennzahlenbildung werden aufgezeigt.
Aufgrund der beruflichen Stellung des Verfassers können die Aufgaben und Ziele der Kennzahlenbildung nicht anhand eines praktischen Beispiels aufgezeigt werden. Die Beispiele in der vorliegenden Arbeit sind lediglich theoretischer Natur, die jedoch durchaus in der Praxis erscheinen. Kennzahlen sind Zahlen, die messbare, betriebswirtschaftlich relevante Daten zusammenfassen. Sie bündeln mehrere Daten zu einer aussagekräftigen Größe. Mit ihnen können Unternehmen und Verwaltungen bewertet und Ergebnisse – zum Beispiel aus den Vorjahren – verglichen werden. Unternehmen und Verwaltungen können sich mit diesen auch an anderen messen. Kennzahlen basieren auf aggregierten und kompakten Informationen. Sie unterstützen die Führungskräfte bei ihren Planungen und Entscheidungen, indem sie verschiedene Zustände vergleichen. Nicht quantifizierbare Sachverhalte (wie die Motivation der Mitarbeiter)
entziehen sich jedoch der Erfassung durch Kennzahlen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG
2. KENNZAHLEN
2.1 Beschreibung „Kennzahl“
2.2 Kennzahlenarten
2.3 Kennzahlentypen
2.4 Funktionen und Gliederung der Kennzahlen
3. KENNZAHLENSYSTEME
3.1 Beschreibung „Kennzahlensysteme“
3.2 Funktion der Kennzahlensystemen
4. DIE KENNZAHLENBILDUNG
4.1 Wie werden Kennzahlen gebildet?
4.2 Bildung von absoluten Kennzahlen
4.3 Bildung von Verhältniszahlen
4.4 Erfolgs-, Liquiditäts-, Substanzkennzahlen
4.4.1 Erfolgskennzahlen
4.4.2 Liquiditätskennzahlen
4.4.3 Substanzkennzahlen
4.5 Warum und wozu Kennzahlen bilden?
4.6 Kriterien für die Kennzahlenbildung
4.7 Probleme bei der Bildung und Verwendung von Kennzahlen
5. BEISPIEL „PERSONALBESCHAFFUNG“
6. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen als Steuerungs- und Planungsinstrumente in Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen. Die Forschungsfrage widmet sich der systematischen Bildung von Kennzahlen unter besonderer Berücksichtigung ihrer Vor- und Nachteile im praktischen Anwendungskontext.
- Grundlagen und Definitionen von Kennzahlen und Kennzahlensystemen
- Methodik der Kennzahlenbildung (absolute vs. relative Kennzahlen)
- Differenzierung von Erfolgs-, Liquiditäts- und Substanzkennzahlen
- Qualitätskriterien und Probleme bei der Verwendung von Kennzahlen
- Praxisnahe Anwendung am Beispiel der Personalbeschaffung
Auszug aus dem Buch
4.2 Bildung von absoluten Kennzahlen
Absolute Kennzahlen können direkt aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden, da es sich wie unter Punkt 2.2 beschrieben um Einzelzahlen, Summen, Differenzen etc. (z. B. Bilanzgewinn, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) handelt.
Die absoluten Zahlen stellen aber noch keine komprimierten Informationen dar. Sie gewinnen erst mit einem Vergleich anderer Zahlen an Bedeutung.
Dies ist der Grund, weshalb in Analysen vor allem Verhältniszahlen verwendet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG: Der Verfasser erläutert die Zielsetzung der Hausarbeit und gibt einen Überblick über die behandelte Controlling-Thematik.
2. KENNZAHLEN: Dieses Kapitel definiert Kennzahlen und klassifiziert sie in verschiedene Arten und zeitbezogene Typen.
3. KENNZAHLENSYSTEME: Hier wird die systematische Verknüpfung von Kennzahlen sowie deren Funktion für Planung und Kontrolle beschrieben.
4. DIE KENNZAHLENBILDUNG: Dieser Hauptteil widmet sich den Methoden der Kennzahlenbildung sowie deren Qualitätskriterien und typischen Anwendungsproblemen.
5. BEISPIEL „PERSONALBESCHAFFUNG“: Anhand dieses Beispiels wird die praktische Anwendung der Kennzahlenrechnung verdeutlicht.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Relevanz von Kennzahlen als Hilfe für Führungskräfte zur Messung des Zielerreichungsgrades zusammen.
Schlüsselwörter
Controlling, Kennzahlen, Kennzahlensysteme, Kennzahlenbildung, Erfolgskennzahlen, Liquiditätskennzahlen, Substanzkennzahlen, Personalbeschaffung, Bilanzanalyse, Wirtschaftlichkeit, Kennzahlenarten, Verhältniszahlen, Absolute Zahlen, Unternehmenssteuerung, Zielerreichung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Kennzahlenbildung im betriebswirtschaftlichen Controlling und untersucht, wie Kennzahlen zur Steuerung von Organisationen eingesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition von Kennzahlen, deren Einordnung in Systeme, die mathematische Bildung von Kennzahlen sowie deren kritische Würdigung im praktischen Einsatz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse der Aufgaben und Ziele der Kennzahlenbildung sowie die Untersuchung der Vor- und Nachteile bei der praktischen Anwendung von Kennzahlen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung von Fachliteratur, ergänzt durch ein theoretisches Praxisbeispiel aus dem Bereich der Personalbeschaffung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Kennzahlenbildung, die Differenzierung verschiedener Kennzahlengruppen (Erfolg, Liquidität, Substanz) und die Diskussion von Qualitätskriterien und Anwendungsproblemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Controlling, Kennzahlensysteme, Personalbeschaffung, Wirtschaftlichkeit und Bilanzanalyse geprägt.
Wie werden Kennzahlen im Kontext der Personalbeschaffung eingesetzt?
Die Arbeit nutzt Kennzahlen wie die "Anzahl Bewerber pro Ausbildungsplatz" oder die "Vorstellungsquote", um die Effizienz von Werbemaßnahmen und die Attraktivität einer Organisation als Arbeitgeber zu messen.
Warum ist laut Autor die "Kennzahlengläubigkeit" problematisch?
Der Autor warnt davor, dass Kennzahlen lediglich Indikatoren für eine Situation sind und keine automatische Problemlösung darstellen; sie erfordern stets eine fachlich fundierte Interpretation.
- Quote paper
- Marko Haselböck (Author), 2007, Aufgaben und Ziele der Kennzahlenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112781