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Von der bildungstheoretischen zur kritisch-konstruktiven Didaktik

Eine Gegenüberstellung der beiden Ansätze Wolfgang Klafkis

Title: Von der bildungstheoretischen zur kritisch-konstruktiven Didaktik

Term Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ilona Sontag (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Summary Excerpt Details

Wolfgang Klafki, einer der bedeutendsten Vertreter der bildungstheoretischen Didaktik, entwickelte in den 1950er Jahren seinen bildungstheoretischen Ansatz, den er aber keine zwei Jahrzehnte später überarbeitete.
Bei seinem neuen, 1977 erstmals veröffentlichten Modell, der kritisch-konstruktiven Didaktik, hatte er nicht nur eigene Veränderungen vorgenommen, sondern auch Aspekte aus anderen didaktischen Theorien einfließen lassen.
Mir erscheint es sinnvoll, der Entwicklung der bildungstheoretischen hin zur kritisch-konstruktiven Didaktik mittels dieser Hausarbeit nachzugehen, da Klafki sich in beiden Ansätzen stark mit der Frage der Unterrichtsvorbereitung auseinandersetzt, einem Thema, was wohl nie an Aktualität verlieren wird und welches einem zukünftigen Lehrer durchaus hilfreich sein kann. Vor allem soll jedoch der Fragestellung nachgegangen werden, aus welchen Gründen die bildungstheoretische Didaktik für überarbeitungswürdig gehalten wurde, wie die Kritiker auf dieses Modell reagierten und inwiefern Klafki die Kritik am alten Ansatz in seinem neuen Konzept berücksichtigt hat. Auch soll gezeigt werden, welche Einflüsse aus anderen didaktischen Theorien erkennbar sind.
Als Grundlage soll dazu zuerst die ursprüngliche bildungstheoretische Didaktik kurz umrissen, sowie die wichtigsten darin enthaltenen Begrifflichkeiten geklärt werden. Als nächsten Schritt werde ich mich der Kritik an diesem Modell zuwenden, die letztendlich dazu führte, dass Klafki seinen Ansatz überarbeitete...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2.1 Bildungstheoretische Rahmung

2.2 Kategoriale Bildung

2.3 Didaktische Analyse

3. Die kritisch-konstruktive Didaktik

3.1 Kritik am alten Modell

3.2 Der neue Bildungsbegriff

3.3 Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung

3.4 Einflüsse anderer Theorien

4. Zusammenfassung der Entwicklung

5. Bewertung der Entwicklung aus pragmatischer Perspektive

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretische Entwicklung von Wolfgang Klafkis didaktischem Ansatz, ausgehend von der ursprünglichen bildungstheoretischen Didaktik hin zur weiterentwickelten kritisch-konstruktiven Didaktik, um aufzuzeigen, wie Klafki auf Kritik reagierte und neue Impulse integrierte.

  • Grundlagen der bildungstheoretischen Didaktik und das Konzept der kategorialen Bildung
  • Kritikpunkte am frühen Modell, insbesondere hinsichtlich Praxisferne und fehlender Zielorientierung
  • Der neue Bildungsbegriff der kritisch-konstruktiven Didaktik (Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Solidarität)
  • Das neue Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung und die Einführung der Schlüsselprobleme
  • Einflüsse anderer didaktischer Theorien auf die Weiterentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.2 Der neue Bildungsbegriff

Bereits der Name des neuen Theorieentwurfs von Klafki lässt die Richtung erkennen, in die er sein Modell nunmehr zu lenken versucht. Kritisch nennt er seine Didaktik, da er die vorfindbaren Umstände, wie z.B. die Lehrpläne, nicht mehr einfach als solche hinnimmt, sondern sie auch erstmals in Frage stellt. Konstruktiv heißt sie, weil er sich nicht mehr nur mit der Beschreibung von Problemen zufrieden gibt, sondern auch Lösungsansätze und sinnvolle Veränderungsvorschläge anbietet (vgl. Peterßen 2001, S. 76).

Bei seinem neuen Ansatz entwirft Klafki ein neues Allgemeinbildungskonzept und entwickelt dabei Grundzüge eines „zeitgemäßen und zukunftsoffenen Bildungsbegriffs“ (Klafki 1991, S. 49). Die wichtigsten Punkte der von ihm entworfenen neuen Bestimmungen werde ich hier im Folgenden darlegen.

Klafki stellt die These auf, dass Bildungsfragen Gesellschaftsfragen seien um somit auf das generelle Verhältnis von Bildung und Gesellschaft und dessen fundamentale Bedeutung aufmerksam zu machen (vgl. Klafki 1991, S. 49-50).

Auch deutet er Bildung als Zusammenhang von drei Grundfähigkeiten, die er dem Unterricht als grundlegende Zielstellungen aufgibt: die Selbstbestimmungsfähigkeit, die Mitbestimmungsfähigkeit und die Solidaritätsfähigkeit. Dies stellt eine neue Grundlage für das Modell dar, denn da Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität in unserer demokratisch verfassten Gesellschaft keineswegs gesicherte Güter darstellen, wird die neue Didaktik Klafkis zu einem hochpolitischen Programm, was sich u.a. für die Demokratisierung der Schule einsetzt (vgl. Jank/Meyer 2005, S. 230).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einleitung in das Thema, Darlegung der Fragestellung bezüglich der Entwicklung von Klafkis Didaktik-Konzepten und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.

2.1 Bildungstheoretische Rahmung: Erläuterung der vier zentralen Charakteristika von Bildung im ursprünglichen Ansatz Klafkis.

2.2 Kategoriale Bildung: Beschreibung der kategorialen Bildung als dialektische Verbindung von materialen und formalen Bildungstheorien durch die Prinzipien des Elementaren, Fundamentalen und Exemplarischen.

2.3 Didaktische Analyse: Darstellung des Modells der didaktischen Analyse als Kern der Unterrichtsvorbereitung und Vorstellung der fünf Grundfragen zur Ermittlung des Bildungsgehalts.

3. Die kritisch-konstruktive Didaktik: Einleitendes Kapitel zum neuen Modell und dessen theoretischer Einordnung.

3.1 Kritik am alten Modell: Zusammenfassung der Vorwürfe gegen das frühe Modell, insbesondere Praxisferne, Konservatismus und mangelnde methodische Unterstützung.

3.2 Der neue Bildungsbegriff: Vorstellung der Neudefinition von Bildung durch die Fähigkeiten zur Selbst-, Mit- und Solidaritätsfähigkeit sowie den Bezug zu Gesellschaftsfragen.

3.3 Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung: Erläuterung der Weiterentwicklung der didaktischen Analyse hin zu einem sieben-stufigen Perspektivenschema unter Einbeziehung einer Bedingungsanalyse.

3.4 Einflüsse anderer Theorien: Analyse der Integration von Elementen der lerntheoretischen, kritisch-kommunikativen und lernzielorientierten Didaktik in Klafkis Modell.

4. Zusammenfassung der Entwicklung: Retrospektiver Überblick über die Transformation der Didaktik und die stärkere politische Ausrichtung im neuen Konzept.

5. Bewertung der Entwicklung aus pragmatischer Perspektive: Persönliche Reflexion der Autorin/des Autors über die Fortschritte, Stärken und verbleibenden Schwachstellen von Klafkis Ansatz.

Schlüsselwörter

Wolfgang Klafki, Bildungstheoretische Didaktik, Kritisch-konstruktive Didaktik, Kategoriale Bildung, Didaktische Analyse, Perspektivenschema, Unterrichtsvorbereitung, Selbstbestimmungsfähigkeit, Mitbestimmungsfähigkeit, Solidaritätsfähigkeit, Schlüsselprobleme, Allgemeinbildung, Problemunterricht, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Weiterentwicklung des didaktischen Modells von Wolfgang Klafki von der ursprünglichen bildungstheoretischen hin zur kritisch-konstruktiven Didaktik.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die didaktische Unterrichtsplanung, der Bildungsbegriff, die Auseinandersetzung mit Kritik an traditionellen Modellen sowie die Einflüsse gesellschaftspolitischer Theorien auf die Didaktik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, aus welchen Gründen Klafki seinen Ansatz überarbeitete, wie er auf Kritik reagierte und inwiefern sein neues Konzept eine Verbesserung oder Neufassung darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative und literaturanalytische Methode, um die beiden Konzepte Klafkis einander gegenüberzustellen und auf Basis erziehungswissenschaftlicher Fachliteratur zu bewerten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der bildungstheoretischen Rahmung, der kategorialen Bildung, der didaktischen Analyse, der Kritik am frühen Modell sowie der Einführung neuer Elemente wie Schlüsselprobleme und der Bedingungsanalyse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakterisierende Begriffe sind unter anderem kategoriale Bildung, kritisch-konstruktive Didaktik, Unterrichtsplanung, Schlüsselprobleme und Demokratisierung der Schule.

Inwiefern unterscheidet sich das neue Perspektivenschema von der ursprünglichen didaktischen Analyse?

Das neue Schema ist zielorientierter, reagiert auf die veränderte Planungssituation der Lehrer, erweitert die fünf Grundfragen zu sieben Problemfeldern und stellt eine Bedingungsanalyse voran.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der von Klafki eingeführten Schlüsselprobleme?

Die Einführung von Schlüsselproblemen wird als sehr nützlicher und moderner Ansatz zur Gestaltung von Allgemeinbildung bewertet, wobei jedoch bemängelt wird, dass eine praktische methodische Umsetzung im Modell fehlt.

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Details

Title
Von der bildungstheoretischen zur kritisch-konstruktiven Didaktik
Subtitle
Eine Gegenüberstellung der beiden Ansätze Wolfgang Klafkis
College
RWTH Aachen University  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Seminar "Grundlagen der Didaktik"
Grade
2,0
Author
Ilona Sontag (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V113005
ISBN (eBook)
9783640125692
ISBN (Book)
9783640126460
Language
German
Tags
Didaktik Seminar Grundlagen Didaktik Klafki Bildungstheorie kritisch-konstruktiv kritisch-konstruktive Wolfgang Klafki bildungstheoretisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ilona Sontag (Author), 2008, Von der bildungstheoretischen zur kritisch-konstruktiven Didaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113005
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