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Vergleich präventiver Angebote im Internet für KonsumentInnen von legalen und illegalen Drogen

Title: Vergleich präventiver Angebote im Internet für KonsumentInnen von legalen und illegalen Drogen

Term Paper , 2002 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christine Hölzmann (Author)

Social Work
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Ursprünglich stammt das Konzept der Prävention aus der Medizin. Die europäische Medizin betrachtet den Menschen als potentiell krank und legt den Schwerpunkt auf die Verhinderung und Bekämpfung von Krankheiten. Seit den achtziger Jahren wird das Konstrukt der Prävention auch zunehmend in der sozialen Arbeit eingesetzt. Prävention, übertragen auf die soziale Existenz des Menschen, betrachtet das Individuum unter dem Blickwinkel der möglichen Abweichung von der Norm. Entwicklung wird aus dieser Perspektive nicht mehr als Entfaltung von Fähigkeiten, sondern als Entwicklung von Risikopotentialen verstanden. Ziel der Prävention ist also die Verhinderung negativer Entwicklung.
Kritisch zu bewerten ist bei diesem Konzept, daß Sozialpädagogik und soziale Arbeit besonders im Kinder- und Jugendbereich grundsätzlich das Ziel der Förderung von positiven Entwicklungen verfolgt. Kinder und Jugendliche werden in der sozialen Arbeit als Subjekte verstanden, die in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, Entfaltung, Verantwortung und sozialen Integration bestärkt werden sollen. Prävention orientiert sich im Vergleich dazu am kompletten Gegenteil. Die Fixierung auf Gefährdung verfehlt beispielsweise die Ausrichtung des KJHG, welches das Recht auf Förderung positiver Entwicklung als zentrales Ziel formuliert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Kritik am Konzept der Prävention

1.2 Klassifizierung der verschiedenen Präventionsformen

1.3 Drogenspezifische Einstellungen, Erfahrungen und Kommunikation von Jugendlichen

1.4 Ideen zu einem anderen Verständnis von Prävention

2 Prävention durch das Medium Internet

2.1 Vor- und Nachteile der Prävention im Internet

2.2 Auswahl der Beispiele von Internetseiten zur Prävention.

2.3 Ziele von Substanzinformationen und Safer Use Hinweisen im Internet

3 Analyse der verschiedenen eingesetzten Methoden um die Ziele der Prävention zu erreichen.

4 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch das Konzept der klassischen Suchtprävention und untersucht die Eignung und Wirksamkeit von Online-Angeboten als Instrument zur drogenspezifischen Wissensvermittlung und Risikominimierung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

  • Kritische Reflexion des klassischen Präventionsbegriffs und dessen Normalitätsvorstellungen.
  • Bedeutung der horizontalen Kommunikation unter Jugendlichen im Kontext von Drogenkonsum.
  • Chancen und Risiken des Mediums Internet für die Suchtprävention.
  • Vergleich verschiedener Internetangebote (öffentliche Träger vs. Suchthilfe vs. private Initiativen).
  • Ableitung von Anforderungen an zeitgemäße, akzeptanzorientierte Präventionsangebote.

Auszug aus dem Buch

1.1 Kritik am Konzept der Prävention

Der Begriff Prävention stammt ab von dem lateinischen Wort „prae-venire“ und bedeutet „zuvorkommen“.

„Prävention heißt: Zielgerichtetes Handeln, um unerwünschte Zustände zu verhindern. Suchtprävention heißt: Zielgerichtetes Handeln, um unerwünschte Suchtzustände zu verhindern.“

Ursprünglich stammt das Konzept der Prävention aus der Medizin. Die europäische Medizin betrachtet den Menschen als potentiell krank und legt den Schwerpunkt auf die Verhinderung und Bekämpfung von Krankheiten. Seit den achtziger Jahren wird das Konstrukt der Prävention auch zunehmend in der sozialen Arbeit eingesetzt. Prävention, übertragen auf die soziale Existenz des Menschen, betrachtet das Individuum unter dem Blickwinkel der möglichen Abweichung von der Norm. Entwicklung wird aus dieser Perspektive nicht mehr als Entfaltung von Fähigkeiten, sondern als Entwicklung von Risikopotentialen verstanden. Ziel der Prävention ist also die Verhinderung negativer Entwicklung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Suchtprävention und hinterfragt kritisch die medizinisch geprägten Normalitätsvorstellungen sowie die Auswirkungen auf die Arbeit mit Jugendlichen.

1.1 Kritik am Konzept der Prävention: Hier wird das Konzept der Prävention historisch und fachlich dekonstruiert, insbesondere im Hinblick auf die Konsequenzen für die pädagogische Praxis und die Individualisierung von Suchtproblemen.

1.2 Klassifizierung der verschiedenen Präventionsformen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die klassischen Modelle der primären, sekundären und tertiären Prävention und diskutiert deren Anwendbarkeit im Drogenkontext.

1.3 Drogenspezifische Einstellungen, Erfahrungen und Kommunikation von Jugendlichen: Die Bedeutung der horizontalen Kommunikation unter Gleichaltrigen wird hier anhand von Längsschnittstudien untersucht, um zu zeigen, wie Jugendliche Wissen über Drogen generieren und bewerten.

1.4 Ideen zu einem anderen Verständnis von Prävention: Hier werden Ansätze für eine akzeptanzorientierte Präventionsarbeit formuliert, die Mündigkeit und die Integration von Drogenwissen in den pädagogischen Alltag betonen.

2 Prävention durch das Medium Internet: Dieses Kapitel analysiert das Internet als Kommunikationsmedium für Suchtprävention und beleuchtet sowohl die Vorteile der Anonymität als auch die Herausforderungen in Bezug auf Qualität und Reichweite.

2.1 Vor- und Nachteile der Prävention im Internet: Hier werden die spezifischen Charakteristika des Online-Mediums in Bezug auf Aufklärung, Beratungsmöglichkeiten und die Schwierigkeiten bei der inhaltlichen Kontrolle diskutiert.

2.2 Auswahl der Beispiele von Internetseiten zur Prävention.: Dieser Abschnitt präsentiert eine kategoriale Übersicht ausgewählter Internetangebote, die von öffentlichen Trägern bis hin zu privaten Initiativen reicht.

2.3 Ziele von Substanzinformationen und Safer Use Hinweisen im Internet: Die Zielsetzungen von Online-Informationen werden hier als Mittel zur Gesundheitsförderung und zur Senkung von Zugangsschwellen zu Hilfsangeboten definiert.

3 Analyse der verschiedenen eingesetzten Methoden um die Ziele der Prävention zu erreichen.: In diesem Hauptteil erfolgt eine subjektive Bewertung der untersuchten Internetportale anhand von Kriterien wie Informationsgehalt, Zielgruppenorientierung und Glaubwürdigkeit.

4 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Literatur.

Schlüsselwörter

Suchtprävention, Drogenkonsum, Jugendliche, Internet, Safer Use, Gesundheitsförderung, Kommunikation, Aufklärung, Akzeptanzorientierung, Substanzinformationen, Online-Beratung, Drogenhilfe, Risikominimierung, Partydrogen, Jugendliche Lebenswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich präventiver Online-Angebote für Konsumenten von legalen und illegalen Drogen und untersucht deren Eignung für Jugendliche.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die theoretische Kritik am Präventionsbegriff, die Bedeutung jugendlicher Kommunikation über Drogen sowie die Wirksamkeit digitaler Informations- und Beratungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob aktuelle Internetangebote den Bedürfnissen junger Konsumenten gerecht werden und wie eine akzeptanzorientierte Suchtprävention gestaltet sein sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Die Autorin führt eine explorative Analyse durch, indem sie bestehende Studien zur Jugendkommunikation nutzt und verschiedene Internetportale anhand definierter Ziele qualitativ bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Internetseiten unterschiedlicher Träger – von staatlichen Stellen über Suchthilfeprojekte bis hin zu privaten Initiativen – im Hinblick auf deren Informationsqualität und Methoden zur Risikominimierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Suchtprävention, Safer Use, Akzeptanzorientierung, horizontale Kommunikation und jugendliche Lebenswelt geprägt.

Warum wird die klassische Suchtprävention in der Arbeit kritisiert?

Sie wird kritisiert, weil sie oft auf einem diffusen Normalitätsbegriff basiert, Drogenkonsum als generell krankhaft abwertet und durch einseitige Abschreckungsansätze bei Jugendlichen an Glaubwürdigkeit verliert.

Welche Rolle spielt die horizontale Kommunikation?

Horizontale Kommunikation, also der Austausch unter Gleichaltrigen, ist laut der Autorin für Jugendliche die wichtigste Quelle für drogenbezogene Informationen, da sie diese als glaubwürdiger und lebensnäher empfinden als die „vertikale“ Belehrung durch Erwachsene.

Welches Fazit zieht die Autorin zu Online-Angeboten der Polizei?

Die Autorin bewertet Online-Angebote der Polizei kritisch, da diese primär auf Abschreckung und strafrechtliche Aspekte fokussieren, was aus pädagogischer Sicht wenig effektiv ist und eine ablehnende Haltung bei den Zielgruppen provozieren kann.

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Details

Title
Vergleich präventiver Angebote im Internet für KonsumentInnen von legalen und illegalen Drogen
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln  (Masterstudiengang Suchthilfe)
Course
Suchtprävention
Grade
2,0
Author
Christine Hölzmann (Author)
Publication Year
2002
Pages
24
Catalog Number
V113683
ISBN (eBook)
9783640142095
ISBN (Book)
9783640142170
Language
German
Tags
Vergleich Angebote Internet KonsumentInnen Drogen Suchtprävention
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Hölzmann (Author), 2002, Vergleich präventiver Angebote im Internet für KonsumentInnen von legalen und illegalen Drogen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113683
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