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Welche Zukunft haben die deutschen Parteien?

Eine Analyse ihrer Funktion

Título: Welche Zukunft haben die deutschen Parteien?

Trabajo Escrito , 2007 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Carolin Münzel (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Den Parteien kommt in Deutschland, wie in fast allen parlamentarischen Demokratien eine
zentrale Rolle im politischen Prozess zu. Ihre Aufgaben sind sowohl im Grund-, als auch im
Parteiengesetz definiert, haben sich
jedoch innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte gravierend verändert. Die vorliegende Arbeit will untersuchen, welche traditionellen Aufgaben den Parteien
geblieben, welche weg gebrochen und welche neu hinzugekommen sind.
Dazu soll zunächst die Frage beantwortet werden, welche Rolle die Parteien im politischen
System Deutschlands einnehmen. Anschließend wird kurz die Entwicklung der deutschen Parteien seit Mitte des 19.
Jahrhunderts skizziert bevor ein genauerer Blick auf den Funktionswandel geworfen werden
kann. Nach einer genauen Analyse der Problemursachen wird die Arbeit eine Analyse über
die momentane Bedeutung der Parteien wagen und einen Ausblick auf ihren zukünftigen
Stellenwertgeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Deutschland – Ein Parteienstaat?

3. Entwicklung des Parteiensystems

4. Funktionswandel der Parteien

4.1 Ursachen der Parteienprobleme

4.1.1 Wertewandel

4.1.2 Medienwandel

4.1.3 Politikwandel

5. Fazit: Gegenwart und Zukunft der Parteien in Deutschland

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Funktionswandel politischer Parteien in Deutschland unter Berücksichtigung soziologischer und medialer Einflussfaktoren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die traditionellen Aufgaben der Parteien trotz gesellschaftlicher Veränderungen bestehen bleiben und welchen Stellenwert sie im politischen System der Bundesrepublik einnehmen.

  • Stellenwert der Parteien im politischen System Deutschlands
  • Historische Entwicklung des Parteiensystems
  • Einfluss von Wertewandel und Individualisierung
  • Medialer Druck, Infotainment und Politikwandel
  • Zukunftsperspektiven und Funktionsänderungen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Wertewandel

„Wir leben in einer Gesellschaft, die sich ständig verändert. Das bedeutet, es entstehen neue soziale Schichten mit neuen Interessen und Gesinnungshaltungen – Schlagwort ‚Wertewandel’“, so referierte Richard Löwenthal, Professor (em.) für Außenpolitik an der FU Berlin im Rahmen einer Diskussionsrunde des Bergedorfer Gesprächskreises. Und auch von Alemann beschreibt die moderne Gesellschaft als ein dynamisches System, in dem permanent Veränderungen stattfindet. Damit geht auch ein relativ schneller Wandel moralischer und sozialer Werte einher. Und obwohl dieses Phänomen in der Geschichte der Parteien schon immer zu beobachten war, begann die hitzige Debatte um den „Wertewandel“ erst in den 70er Jahren, auf Basis der vom amerikanischen Politikwissenschaftler Ronald Inglehardt (1977) aufgestellten These der silent revolution. Demnach würden alte „materialistische“ Werte, wie hohes Einkommen, Wachstum, aber auch Sicherheit und Ordnung, von neuen „postmaterialistischen“ Werten abgelöst. Nach seiner Theorie sind die menschlichen Bedürfnisse pyramidenhaft geschichtet: Zuerst und zuunterst kommen die materiellen Bedürfnisse, wie Nahrung, Kleidung, Sicherheit und Wohlstand. Erst wenn diese erfüllt sind, kommen Bedürfnisse wie Selbstverwirklichung und Mitwirkung zum tragen, die Inglehart als „postmaterialistisch“ bezeichnet. Da in unserer heutigen Gesellschaft die materiellen Bedürfnisse meist leicht und schnell zu befriedigen sind, steigt nach Ingleharts These die Zahl der Postmaterialisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert die zentrale Rolle der Parteien in der parlamentarischen Demokratie und erläutert die Forschungsabsicht bezüglich des Funktionswandels und der Zukunft der deutschen Parteien.

2. Deutschland – Ein Parteienstaat?: Dieses Kapitel beleuchtet den Stellenwert der Parteien im politischen System der Bundesrepublik und diskutiert die theoretische Einordnung zwischen bloßer Personalbeschaffung und der Parteienstaatstheorie nach Leibholz.

3. Entwicklung des Parteiensystems: Hier wird der historische Abriss von den Vorformen in der Frankfurter Paulskirche über die Weimarer Republik bis hin zur Konzentrierungsphase der Bonner Republik und den späteren Veränderungen nach 1976 dargestellt.

4. Funktionswandel der Parteien: Dieser Abschnitt analysiert die Ursachen für die abnehmende Bindungskraft der Parteien, insbesondere durch Wertewandel, Medienwandel und Politikwandel, und untersucht die veränderten Rahmenbedingungen in der Gesellschaft.

5. Fazit: Gegenwart und Zukunft der Parteien in Deutschland: Das Fazit resümiert die Umgewichtung der parteilichen Funktionen und kommt zu dem Schluss, dass die Parteien trotz ihrer Probleme weiterhin eine zentrale Rolle für die Legitimation des Systems spielen.

Schlüsselwörter

Parteiensystem, Funktionswandel, Parteienstaat, Wertewandel, Postmaterialismus, Medienwandel, Infotainment, Rekrutierungsfunktion, Politische Partizipation, Volksparteien, Politische Kommunikation, Agenda-Setting, Demokratie, Interessenaggregation, Politische Stabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Rolle und den Funktionen politischer Parteien in Deutschland sowie deren Entwicklung vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die historische Entwicklung, die Auswirkungen von Wertewandel und Individualisierung, den massiven Einfluss der Medien sowie den Wandel der internen Parteistrukturen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach dem Zukunftsstellenwert der deutschen Parteien und untersucht, welche traditionellen Aufgaben erhalten geblieben sind und welche durch gesellschaftlichen Wandel verloren gingen oder modifiziert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und etablierter Theorien der Parteienforschung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, eine Untersuchung der Ursachen von Parteienproblemen (wie Medien- und Wertewandel) sowie die Diskussion über den Funktionswandel in der modernen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Parteienstaat, Funktionswandel, Postmaterialismus, Medialisierung und politische Partizipation beschreiben.

Welche Bedeutung haben die Medien für den Funktionswandel der Parteien?

Laut der Arbeit haben Medien eine starke Machtposition übernommen; sie beeinflussen die politische Agenda und führen zur Notwendigkeit von "Infotainment", was die direkte Parteikommunikation schwächt.

Wie bewertet die Autorin die Zukunft der Parteien?

Die Zukunft wird differenziert betrachtet: Zwar gibt es Krisensymptome wie schwindende Mitgliederzahlen, doch bleibt die Partei als Instrument zur Legitimierung und zur Rekrutierung politischen Personals weiterhin essenziell.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Welche Zukunft haben die deutschen Parteien?
Subtítulo
Eine Analyse ihrer Funktion
Universidad
University of Bamberg
Curso
Proseminar "Einführung in die Politischen Systeme"
Calificación
1,7
Autor
Carolin Münzel (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
18
No. de catálogo
V114894
ISBN (Ebook)
9783640160914
ISBN (Libro)
9783640161263
Idioma
Alemán
Etiqueta
Welche Zukunft Parteien Proseminar Einführung Politischen Systeme
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Carolin Münzel (Autor), 2007, Welche Zukunft haben die deutschen Parteien?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114894
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