[...] Diese Arbeit soll die Indikationen, den Verlauf und die Prognose eines Patienten mit Herzunterstützungssystem darstellen.
Der Versuch durch Herztransplantation Leben zu retten besteht schon sehr lange, wie der Überblick über die Geschichte der Herztransplantation zeigt. Wichtig dabei sind vor allem die Indikationen und Kontraindikationen der Herztransplantation.
Bei den Indikationen zur Herztransplantation, wird einem bewusst, dass ein großer Anteil der Patienten an einer Herzinsuffizienz leidet.
Darum bin ich im nächsten Abschnitt näher auf die Herzinsuffizienz mit ihren verschiedenen Formen eingegangen.
Dabei wird klar, wie wichtig die Herztransplantation bzw. eine linksventrikuläre Unterstützung für eine austherapierte Herzinsuffizienz ist.
Zum besseren Verständnis und zur Prävention stelle ich dann zwei Möglichkeiten der left ventricular assist device (LVAD linksventrikulären Untertsützersysteme) vor, die hier an der kardiochirugischen Abteilung bisher eingesetzt wurden. Ich gehe dabei auf Funktion, Technik, Indikation und Kontraindikation der Systeme ein.
Bei der Bearbeitung dieser verschiedenen Teilbereiche sind die Punkte für meine pflegerelevanten Themen, die im letzten Abschnitt behandelt werden, entstanden.
Es geht um die Komplikationen, die pflegerischen Schwerpunkte und die einzelnen Besonderheiten, die ein linksventrikuläres System (LVAD) hervorrufen können.
Damit sollen weitere Einblicke in die pflegerischen Schwerpunkte und die Therapiemöglichkeiten der Herzinsuffizienz mit LVAD beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 HERZTRANSPLANTATION
2.1 GESCHICHTLICHER RÜCKBLICK
2.2 INDIKATIONEN
2.3 KONTRAINDIKATIONEN
3 DIE HERZINSUFFIZIENZ
3.1 DEFINITION
3.2 HÄUFIGKEIT
3.3 PROGNOSE
3.4 DIE AKUTE HERZINSUFFIZIENZ
3.5 DIE CHRONISCHE HERZINSUFFIZIENZ
3.6 LINKSHERZINSUFFIZIENZ
3.7 RECHTSHERZINSUFFIZIENZ
3.8 GLOBALHERZINSUFFIZIENZ
4 MECHANISCHE UNTERSTÜTZUNGSSYSTEME
4.1 DIE INDIKATIONEN DER PUMPE
4.2 DIE KONTRAINDIKATIONEN DER PUMPE
4.3 THORATEC HEARTMATE II LVAS
4.3.1 Die Pumpeneinheit
4.3.2 Die Gerätetechnik
4.3.2.1 Der Aufbau und Funktionsprinzipien
4.3.2.2 Das Percutankabel
4.3.2.3 Die Konfiguration
4.3.2.4 Die Kontrollparameter am Monitoring
4.3.2.5 Die Betriebsarten
4.3.2.6 Die Energieversorgung
4.4 BERLIN HEART INCOR
4.4.1 Die Pumpeinheit
4.4.2 Die Gerätetechniken
4.4.2.1 Der Aufbau und Funktionsprinzipien
4.4.2.2 Das Percutankabel
4.4.2.3 Die Konfiguration
4.4.2.4 Die Kontrollparameter am Laptop mit Monitoring
4.4.2.5 Die Betriebsarten
4.4.2.6 Die Energieversorgung
4.5 DIE KOMPLIKATIONEN DURCH IMPLANTATION VON KINETISCHEN PUMPEN
5 POSTOPERATIVER VERLAUF AUF DER INTENSIVSTATION
5.1 PFLEGEPROZESS
5.1.1 Die Blutung
5.1.2 Thromboembolien und Thrombosen
5.1.3 Neurologische Komplikationen
5.1.4 Hämolyse
5.1.5 Infektionen an der Einstichstelle
5.1.6 Leber - und Niereninsuffizienz
5.1.7 Niereninsuffizienz
5.1.8 Herzrhythmusstörungen
5.1.9 Rechtsherzversagen
5.1.10 Gerätedefekt
5.2 DIE SPEZIELLE PFLEGE BEI ASSISTSYSTEMEN
5.2.2 Die Antikoagulation
5.2.3 Die Psychische Situation und Lebensqualität
5.2.4 Betreuung und Verlauf
6 ZUKUNFTSAUSSICHT
7 RESÜMEE
Zielsetzung & Themen
Diese Abschlussarbeit untersucht die Therapiemöglichkeiten bei austherapierter Herzinsuffizienz mittels mechanischer Linksherz-Unterstützungssysteme (LVAD) sowie die daraus resultierenden pflegerischen Schwerpunkte und Anforderungen auf der Intensivstation.
- Grundlagen der Herztransplantation und Herzinsuffizienz.
- Funktionsweise und Technik von LVAD-Systemen (Thoratec HeartMate II und Berlin Heart Incor).
- Postoperatives Komplikationsmanagement auf der Intensivstation.
- Spezielle pflegerische Aufgaben, insbesondere Verbandswechsel und Antikoagulation.
- Psychosoziale Betreuung von Patienten mit Unterstützungssystemen.
Auszug aus dem Buch
4.3.2.1 Der Aufbau und Funktionsprinzipien
Das System besteht aus drei Komponenten - implantierbaren Antriebseinheit ein Systemkontroller und eine Energieversorgung (wieder aufladbare Energiezellen mit Ladegerät).
Die Antriebseinheit wird unterhalb des Zwerchfells entweder präperitoneal oder intraabdominal implantiert. Die präperitoneale Technik erfordert das Anlegen einer „Tasche“ für die Pumpe unterhalb der vorderen Rektusscheibe. Dafür wird die Pumpeneinheit in den oberen linken Quadranten eingeführt. Entscheidend ist, dass der Patient eine Körperoberfläche von mehr als 1,2 m² hat, um das System implantieren zu können. Höchstmögliche Zuverlässigkeit bei optimaler Energieausnutzung und geringster möglicher Abnutzung im Dauereinsatz, werden hier durch ein Minimum an beweglichen Teilen erreicht. Die inneren Oberflächen des HeartMate II LVAD (Rotor, Blutrohr, Einlassstator und Auslassstator) bestehen aus glattem polierten Titanium. Die Einlass- und Auslasskanülen haben eine texturierte Titanium-Mikrosphärenoberfläche. Diese Maßnahme dient zur Vermeidung von Thromben.
Das LVAD enthält einen integrierten Elektromotor, der die Pumpe antreibt. Der Rotor ist in einem dünnwandigen Titanrohr (Durchmesser: 12 mm) untergebracht, das durch den Motor geführt wird. Der Motor generiert ein wechselndes Magnetfeld, das den im Rohr integrierten Dauermagnet im Kreis bewegt. Durch diese Drehung wird der Rotor gedreht. Diese Rotordrehung löst eine Kraftübertragung aus, wodurch das Blut beschleunigt (gepumpt) wird. Die Lager auf der Einlass- und der Auslassseite der Rotorbaugruppe arbeiten gegen Radial und Axiallasten. Sie sind als Kugeln und Teller ausgeformt. Die Außenseiten der Lageroberflächen werden direkt vom Blutfluss umspült.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Darstellung der persönlichen Motivation sowie Zielsetzung der Arbeit bezüglich der pflegerischen Betreuung bei LVAD-Implantationen.
2 HERZTRANSPLANTATION: Überblick über die Geschichte, Indikationen und Kontraindikationen der Herztransplantation als Therapieoption für schwere Herzinsuffizienz.
3 DIE HERZINSUFFIZIENZ: Definition, Prognose und Klassifikation der verschiedenen Formen der Herzinsuffizienz.
4 MECHANISCHE UNTERSTÜTZUNGSSYSTEME: Detaillierte technische Beschreibung der LVAD-Systeme Thoratec HeartMate II und Berlin Heart Incor sowie deren Funktionsweisen.
5 POSTOPERATIVER VERLAUF AUF DER INTENSIVSTATION: Abhandlung des Pflegeprozesses und Managements spezifischer postoperativer Komplikationen nach einer LVAD-Implantation.
6 ZUKUNFTSAUSSICHT: Betrachtung der Überlebenschancen und Möglichkeiten der ambulanten Betreuung für Patienten mit LVAD.
7 RESÜMEE: Zusammenfassende Betrachtung der Wichtigkeit einer frühzeitigen LVAD-Implantation und des Vertrauensverhältnisses zwischen Patient und Technik.
Schlüsselwörter
Herzinsuffizienz, Herztransplantation, LVAD, Linksherz-Unterstützungssystem, Thoratec HeartMate II, Berlin Heart Incor, Intensivpflege, Hämodynamik, Antikoagulation, Komplikationsmanagement, Patientenbetreuung, Lebensqualität, Postoperativer Verlauf, Kardiologie, Mechanische Kreislaufunterstützung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die medizinischen und pflegerischen Aspekte bei der Anwendung von mechanischen Linksherz-Unterstützungssystemen (LVAD) zur Therapie der terminalen Herzinsuffizienz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Indikationen für Unterstützungssysteme, die technische Funktionsweise von LVAD-Modellen sowie das Management des postoperativen Verlaufs auf der Intensivstation.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung der Therapiemöglichkeiten und pflegerischen Schwerpunkte bei Patienten mit einem LVAD, um eine bestmögliche Versorgung und Mobilisation der Patienten zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der klinischen Erfahrung des Autors auf einer kardiochirurgischen Intensivstation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in technische Details der Pumpensysteme (Thoratec HeartMate II, Berlin Heart Incor) und eine umfassende Darstellung der pflegerischen Maßnahmen bei Komplikationen wie Blutungen, Infektionen oder Organinsuffizienzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Herzinsuffizienz, LVAD, Intensivpflege, Komplikationsmanagement und mechanische Kreislaufunterstützung sind die prägenden Begriffe.
Warum ist der Verbandswechsel bei LVAD-Patienten kritisch?
Der Verbandswechsel ist entscheidend, da das Percutankabel eine Eintrittspforte für Infektionen darstellt, die bei diesen Patienten lebensbedrohliche Auswirkungen haben können.
Welche Rolle spielt die Antikoagulation?
Aufgrund des Fremdmaterials der Pumpe im Blutkreislauf haben Patienten ein extrem hohes Thromboembolierisiko, weshalb eine engmaschige und strikte antikoagulatorische Therapie zwingend erforderlich ist.
- Citation du texte
- Fachkrankenpfleger Alexander Niklaus (Auteur), 2008, Die Therapiemöglichkeiten und pflegerischen Schwerpunkte der austherapierten Herzinsuffizienz durch Links-Herz-Unterstützungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114940