1. Inhaltsangabe
2. Einordnung
3. Leben des Livius
4. Quellen Livius´
5. Sprachstil und Intentionen Livius´
6. Frage nach der Objektivität
7. Fazit
Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsangabe
2. Einordnung
3. Leben des Livius
4. Quellen Livius´
5. Sprachstil und Intentionen Livius´
6. Frage nach der Objektivität
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit analysiert das Geschichtswerk „Ab urbe condita“ von Titus Livius mit einem spezifischen Fokus auf die Schilderung der „Schlacht am Regillus-See“. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit und Objektivität des Autors im historischen Kontext zu untersuchen und seinen literarischen Stil sowie seine ideologische Einflussnahme auf den Leser zu bewerten.
- Historische Einordnung der Schlacht am Regillus-See und deren Bedeutung für Roms Aufstieg.
- Biografischer Hintergrund und Arbeitsweise des Historikers Titus Livius.
- Untersuchung der verwendeten Quellen und der methodischen Herangehensweise.
- Analyse des Sprachstils, der Intentionen und des Patriotismus des Autors.
- Kritische Reflexion der Objektivität von Livius' Geschichtsschreibung.
Auszug aus dem Buch
5. Sprachstil und Intentionen Livius´
In der behandelten Textpassage lassen sich zahlreiche, für das gesamte Werk typische, literarische Mittel ausmachen. Livius schreibt formal und inhaltlich in der Tradition der römischen Literatur. Er schreibt seine Quellen jedoch nicht einfach ab, sondern setzt sie individuell und lebendig um. Allerdings verwendet Livius abgesehen von der behandelten Textpassage innerhalb des Werks verschiedene Stile. So benutzt er beispielsweise je nach Abschnitt kurze oder lange Sätze, um entweder zusammenfassend oder ausgedehnt zu erzählen.
Livius benutzt eine analistische Erzählform, was bedeutet, dass er die Geschichte chronologisch wiedergibt. Dabei unterteilt er die Historie in einzelne Abschnitte, sodass das Werk für den Leser sehr übersichtlich ist. Zudem beschreibt er sehr verständlich und verzichtet auf jegliche Fachausdrücke beziehungsweise konkrete Militär- und Angriffstaktiken. Es ist ihm wichtig, dass jeder Leser die geschichtliche Entwicklung nachvollziehen und verstehen kann. Livius hat die Intention, die Leser zu unterhalten, was auch in seiner lebendigen Sprachweise deutlich wird. Er hebt interessante, meist blutige und brutale Ereignisse hervor und schildert diese detailliert. Beispiele hierfür sind „so groß war die Wucht, als sie mit gesenkten Lanzen aufeinander trafen, dass Aebutius der Arm durchbohrt und Mamilius in die Brust getroffen wurde“ („Ab urbe condita“: 19,8 f) oder „den Valerius [...] griff einer von der Seite her an und durchbohrte ihn, und ohne dass das Pferd sich durch die Verwundung seines Reiters hätte aufhalten lassen, sank der Römer sterbend zu Boden, und seine Waffen fielen auf ihn“ (20,3 f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Inhaltsangabe: Diese Sektion bietet einen chronologischen Abriss der kriegerischen Ereignisse zwischen Rom, den Latinern und Sabinern, die in der untersuchten Textpassage beschrieben werden.
2. Einordnung: Das Kapitel verortet die Schlacht am Regillus-See zeitlich und geografisch und erläutert deren strategische Bedeutung für das Selbstverständnis und den Aufstieg des Römischen Reiches.
3. Leben des Livius: Es wird das Leben und Wirken des Historikers Titus Livius beleuchtet, wobei sein enormer Arbeitseifer und seine Einbindung in das augusteische Umfeld hervorgehoben werden.
4. Quellen Livius´: Dieses Kapitel analysiert, auf welche historischen Überlieferungen sich Livius stützte und kritisiert seine mangelnde Distanz bei der Verwendung dieser oftmals zweifelhaften sekundären Quellen.
5. Sprachstil und Intentionen Livius´: Die Ausarbeitung thematisiert den lebendigen Erzählstil von Livius, seine rhetorische Prägung und den Wunsch, den Leser durch eine patriotisch gefärbte Darstellung zu beeinflussen.
6. Frage nach der Objektivität: Hier wird dargelegt, warum Livius aufgrund seiner subjektiven Sichtweise und seines ausgeprägten Patriotismus nicht als objektiver Historiker im modernen Sinne gelten kann.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass Livius trotz seines literarischen Wertes aufgrund mangelnder historischer Zuverlässigkeit heute nur bedingt als Quelle für reale Ereignisse, aber hervorragend als Zeugnis römischer Ideologie dienen kann.
Schlüsselwörter
Titus Livius, Ab urbe condita, Schlacht am Regillus-See, Römische Geschichte, Historiografie, Objektivität, Patriotismus, Bellum iustum, Quellenkritik, Antike, Römische Tugenden, Augustus, Analistische Erzählform, Latiner, Geschichtsschreibung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse einer spezifischen Textpassage aus dem Werk „Ab urbe condita“ des römischen Autors Titus Livius.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Mittelpunkt stehen die historische Einordnung der Schlacht am Regillus-See, die Person Livius, seine Arbeitsweise und die Frage, wie objektiv er die römische Frühgeschichte dargestellt hat.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist die Untersuchung der Zuverlässigkeit des Autors Titus Livius sowie die Analyse, inwiefern seine eigene Intention und zeitgenössische römische Ideologie die historische Darstellung beeinflusst haben.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?
Der Verfasser nutzt eine philologisch-historische Analyse, bei der er den Text im Kontext der antiken Historiografie betrachtet und mit anderen Sekundärquellen und historischen Gegebenheiten vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Zusammenfassung, die biografische Vorstellung des Livius, eine Analyse seiner Quellenwahl, eine Untersuchung seines Sprachstils und eine kritische Diskussion zur Objektivität seiner Schilderungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Titus Livius, Historische Objektivität, Römische Ideologie, Quellenkritik und Patriotismus charakterisiert.
Warum hält der Autor Livius für subjektiv?
Der Autor argumentiert, dass Livius die römischen Siege verherrlicht, Gegner als „Feinde“ diffamiert und Kriege unter dem Konzept des „bellum iustum“ rechtfertigt, um den Leser zu erziehen.
Welche Rolle spielt Kaiser Augustus für die Darstellung des Livius?
Livius stand in einer gewissen Abhängigkeit und Nähe zum kaiserlichen Hof, was dazu führte, dass er die Geschichte Roms aus einem patriotischen Blickwinkel betrachtete, um Anerkennung bei seinen Zeitgenossen zu finden.
- Quote paper
- Bachelor of Arts Christian Werth (Author), 2006, Titus Livius und die Frage nach der Objektivität seiner Schriften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119957