Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy Beyond Occidental Tradition

Östliche Weisheitslehren

Ein Sammelband von Vorträgen über Buddhismus

Title: Östliche Weisheitslehren

Textbook , 2008 , 111 Pages

Autor:in: Peter Grieder (Author)

Philosophy - Philosophy Beyond Occidental Tradition
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Daniel Aufschläger, der bekannte Tibetkenner, schreibt in der Publikation zum vierzigjährigen Jubiläum des Klösterlichen Tibet-Institutes in Rikon „Buddhismus und westliche Welt im Gespräch“: "Im Jahre 1980 übernahm Peter Grieder die Position des Kurators im Tibet-Institut. Er bildete sich autodidaktisch in Sachen Tibet weiter, unter anderem durch die Betreuung von Studentenarbeiten. Zu jungen Leuten fand er einen besonders guten Draht, denn er vermittelte den Buddhismus in einfachen Worten und in unserer Sprache; im Laufe der Jahre führte er Hunderte von Klassen durch das Tibet-Institut. Peter Grieder war ein begnadeter Kulturvermittler.

Eine Schlüsselrolle bei seiner Tätigkeit nahm die Unterstützung einer Arbeit über das Tibetische Totenbuch ein. Dieses Thema begründete einen weiteren Schritt in seiner Laufbahn, nämlich als Referent im C.-G.-Jung-Institut. Seine Vortragstätigkeit über den Buddhismus führten in bald über die Landesgrenzen hinaus. Er fand auch Zeit, sich Buchprojekten zu widmen, davon zwei veritable Bestseller: „Buddhismus – eine atheistische Religion?“ und „Tibet – Land zwischen Himmel und Erde“. Peter Grieder wurde zu einem der bedeutendsten Vermittler des tibetischen Buddhismus in der Schweiz. Seine Kollegen im Stiftungsrat konnte er davon überzeugen, 1985 die erste Kalachakra-Initiation in Europa in Rikon zu organisieren, die ein voller Erfolg wurde.

Obwohl selber kein Buddhist, hat er eine grosse Affinität zu dieser Religion, die eigentlich keine ist. Unter anderem fasziniert ihn, dass der Buddhismus nicht auf Glauben baut, sondern auf Logik und Erkenntnis: „Der Buddhismus ist einsichtig wie unsere Wissenschaft. So gibt es eine einfache Brücke zu unserer Geisteswelt. Das westliche Denken ist mit dem Buddhismus kompatibel.“

Im Alter von 77 Jahren trat Peter Grieder 2004 von seiner Funktion im Tibet-Institut zurück. Er setzt sich aber weiterhin aktiv mit philosophischen Fragen auseinander, unter anderem als Förderer des „World Spirit Forum Arosa“, das als spirituelles Gegenstück zum World Economic Forum Davos konzipiert wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Das Tibetanische Totenbuch spricht von 49 Tagen...

Die Bedeutung der Klöster für Tibet und seine Kultur

Die tibetische Kultur im Exil

Die tibetischen Flüchtlinge sind nicht mit leeren Händen gekommen

Zielsetzung und Wirken des Klösterlichen Tibet-Institutes in der Schweiz

Der klösterliche Alltag in Rikon

Die erste Generation der geflüchteten Tibeter im Schweizer Exil

Die Bedeutung der Arbeit für die Buddhisten - am Beispiel der Tibeter

Das Tibetanische Totenbuch

Das Totenbuch der Tibeter

Ist der Buddhismus eine atheistische Religion?

Tibetische Bildmeditation

Die Lehre Buddhas und das Bodhisattva-Ideal

Der Zeitbegriff in Ost und West

Die 'stehende Zeit'

Der 'leere' Raum

Buddhismus und das moderne Weltbild

Stellungnahme zur Schrift ‚Und der Dalai Lama lächelte..’ von Bruno-Waldvogel-Frei

Der Zeitbegriff in Ost und West - Das Unendliche - einige Annäherungen

Der 'leere' Raum

Die Buddhistische Erkenntnislehre

Der Kaiser Alexander und der Yogi

Der geheime tantrische Weg zur Erleuchtung

Samatha, der Meditationspfad zur geistigen Ruhe

Gedanken zum Thema 'Wiedergeburt'

Der zyklische Zeitbegriff

Zur Diskussion mit Schülern:

Mandala, der Weg zur Mitte

DIE WELTWOCHE vom 13. Februar 2003

Beitrag von Lukas Lessing: „Der Schrein trügt“

Kinder sind Brücken zum Himmel

Einführung in Hermann Hesses Roman 'Siddhartha'

Der historische Siddhartha Gautama Buddha

Der Sohn des Brahmanen

Bei den Samanas

Gotama

Erwachen

Kamala

Bei den Kindermenschen

Samsara

Am Flusse

Der Fährmann

Der Sohn

OM

Govinda

Gott im Buddhismus

Der Buddhismus und die Praxis der Gewaltfreiheit

Gesundheit und Selbstverantwortung im Buddhismus

Der Buddhismus ist kein Glaubensbekenntnis sondern eine Erkenntnislehre

'Die Vier Edlen Wahrheiten': die Diagnose

Eröffnungsansprache ,WSF World Spirit Forum’ Arosa

Der ‚blaue Planet’

Katalog Basel, Einführung zur Tibet-Ausstellung

Exodus

Die Schweiz und die Flüchtlinge aus dem Schneeland

Projektionen, Illusionen und Überraschungen auf beiden Seiten

Der Bau des Klosters Rikon

Die Tibeter in der zweiten und dritten Generation, in der Schweiz und in Indien.

Tibetischer Buddhismus im Exil

Buddhismus

Die zwei religiösen Strömungen der Menschheit

Der Zeitbegriff in Ost und West

Reinkarnation und Karma

Prinz Siddharta Gautama aus dem Geschlecht der Sakya

Die 'Vier Ausfahrten'

Der Grosse Aufbruch

Die Sieben Lehrjahre

Die Erleuchtung

'Die Vier Edlen Wahrheiten'

Der 'Achtgliedrige Pfad'

Buddhismus, eine atheistische Religion?

Der Wandel von der 'Kleinen Lehre' (Hinayana)

zur 'Grossen Lehre' (Mahayana)

Vajrayana, das 'Diamantene Fahrzeug'

NIRVANA

Ansprache Hochzeit Melanie und Damian

DS-Prävention in einem Heim für resozialisierte ehemalige Bettelkinder ('Street Kids') in Kathmandu, Nepal

Ausgangslage

Auftrag

Vorauszusehende Schwierigkeiten

Konzept

Dokumentation:

Durchführung:

1. Abend, Sexualaufklärung

2. Abend: AIDS-Prävention und Verhütungsmassnahmen

Lebenslauf und Abschiedsworte für Hans Peter

Wer bin ich?

Interview mit Stephan Mögle-Stadel

Ansprache Hochzeit Miriam und Matthias

Abdankung Florian Braun, 3. Januar 2001, Krematorium Rüti

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich tiefgehend mit dem tibetischen Buddhismus als erkenntnisbasierter Lebensphilosophie auseinander und untersucht dessen Integration sowie Rezeption in der westlichen Welt. Zentrales Forschungsinteresse ist dabei die Brücke zwischen der logischen, wissenschaftlich kompatiblen buddhistischen Erkenntnislehre und dem menschlichen Bedürfnis nach ethischer Orientierung und emotionalem Halt.

  • Die Analyse des Bardo Thödöl und des Prozesses von Tod und Wiedergeburt als spiritueller Pfad.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Gottesbegriff im Buddhismus vs. westlichen Religionen.
  • Die Rolle von Klöstern als kulturelle und soziale Zentren im tibetischen Exil.
  • Methodische Reflexionen über Bildung, Sexualaufklärung und soziale Verantwortung in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen.
  • Die Verbindung von westlicher Wissenschaftslogik mit östlicher Weisheitslehre zur Förderung einer friedfertigen Weltsicht.

Auszug aus dem Buch

Die Lehre Buddhas und das Bodhisattva-Ideal

Eine Inschrift aus dem 2. nachchristlichen Jahrhundert in Turkmenistan lautet: 'Buddha ist Licht und sein Name: MENSCH'

Nicht von Gott oder von Göttern ist in der Lehre Buddhas die Rede sondern vom Menschen, vom zu seiner göttlichen Veranlagung erwachten, 'erleuchteten Menschen’.

Die 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung vom Prinzen Siddharta Gautamo, dem nachmaligen Buddha begründete Heilslehre könnte überspitzt atheistisch genannt werden, da sie jede Gottesvorstellung verwirft, jeder metaphysischen Spekulation abhold ist, eine 'ewige Seele' des Menschen ausdrücklich in Abrede stellt, keinen Messias erwartet und somit keinerlei Dogmen oder Glaubensbekenntnisse kennt. Der Buddhismus versteht sich denn auch nicht als Glaubensbekenntnis, sondern vielmehr als eine Erkenntnislehre. Im Gegensatz zu allen anderen Hoch- Religionen soll der Mensch die Wahrheiten erkennen und nicht glauben. Dies kommt unserem westlichen Denken vorerst einmal sehr entgegen. Im Mittelalter hat die Kirche geglaubt, die Erde stünde im Mittelpunkt der Schöpfung. Dann hat die Wissenschaft erkannt, dass dem nicht so ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Das Tibetanische Totenbuch spricht von 49 Tagen...: Das Kapitel erläutert den Zustand zwischen Tod und Wiedergeburt im tibetischen Buddhismus und betont, dass dieses Wissen als Anleitung für die Lebenden dient, um sich auf den Jenseitsübergang vorzubereiten.

Die Bedeutung der Klöster für Tibet und seine Kultur: Es wird die historische Funktion der Klöster als Bildungszentren und Bewahrer kultureller Identität für das tibetische Volk, besonders im Exil, dargestellt.

Der klösterliche Alltag in Rikon: Ein Einblick in das Leben der Mönchsgemeinschaft, deren wissenschaftliche und seelsorgerische Arbeit sowie deren Rolle als Brücke zwischen tibetischer Tradition und westlicher Kultur.

Die Bedeutung der Arbeit für die Buddhisten - am Beispiel der Tibeter: Hier wird der Arbeitsethos der tibetischen Flüchtlinge thematisiert, die durch genossenschaftliche Organisation und Disziplin erfolgreich in der Diaspora Fuß gefasst haben.

Das Tibetanische Totenbuch: Eine vertiefende Betrachtung des Bardo Thödöl als Mysterienbuch, das Anweisungen für den Bardo-Zustand gibt, um Befreiung durch Hören zu erlangen.

Ist der Buddhismus eine atheistische Religion?: Das Kapitel diskutiert die Abwesenheit eines Schöpfergottes im Buddhismus und definiert die Lehre stattdessen als Erkenntnisweg, der auf Logik und Erfahrung basiert.

Tibetische Bildmeditation: Erklärung der Meditationspraxis, bei der religiöse Bilder visualisiert und anschließend zur Erkenntnis der Leerheit wieder aufgelöst werden.

Die Lehre Buddhas und das Bodhisattva-Ideal: Beleuchtung des Wandels vom individuellen Heilsweg des Hinayana zum Mahayana, in dem das Bodhisattva-Ideal der allumfassenden Liebe und Hilfe für alle Wesen im Vordergrund steht.

Der Zeitbegriff in Ost und West: Gegenüberstellung des linearen westlichen Zeitverständnisses und der zyklischen, gegenwartsorientierten Sichtweise des Ostens.

Buddhismus und das moderne Weltbild: Untersuchung der Kompatibilität buddhistischer Lehren mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren wachsende Attraktivität für junge Menschen im Westen.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Dalai Lama, Tibet-Institut Rikon, Erkenntnislehre, Bodhisattva-Ideal, Nirvana, Bardo Thödöl, Meditation, Gewaltfreiheit, Selbstverantwortung, Interkultureller Dialog, Karma, Wiedergeburt, Ethik, Logik der Liebe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk primär?

Das Buch bietet eine fundierte Einführung in die Philosophie und Praxis des tibetischen Buddhismus, eingebettet in den Kontext der kulturellen Identität der Tibeter im Exil und des Dialogs zwischen östlicher Weisheitslehre und westlichem Denken.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Buch ab?

Die Schwerpunkte liegen auf buddhistischer Erkenntnistheorie, dem Totenkult bzw. dem Bardo-Zustand, der Rolle der Klöster als Kulturträger sowie der Anwendung buddhistischer Prinzipien wie Mitgefühl und Eigenverantwortung in modernen Lebensbereichen.

Was ist das primäre Ziel des Autors?

Das Ziel ist es, den Buddhismus als eine logisch nachvollziehbare, dogmenfreie Erkenntnislehre vorzustellen, die universelle Prinzipien der Liebe und Achtsamkeit bietet, welche über religiöse Grenzen hinweg verbindend wirken.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?

Der Autor verbindet phänomenologische Beobachtungen, religionswissenschaftliche Vergleiche und persönliche Reflexionen aus seiner langjährigen Praxis als Kurator und Dozent zu einem ganzheitlichen, erfahrungsbasierten Analyseansatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben den philosophischen Grundlagen werden die Praxis der Meditation, die Relevanz des Bardo Thödöl und die ethische Praxis der Gewaltfreiheit sowie die Integration dieser Lehren im Alltag behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die wesentlichen Begriffe sind Erkenntnislehre, Mitgefühl, Selbstverantwortung, Bardo, Mahayana-Buddhismus, Interkulturalität und Weisheit.

Wie unterscheidet sich die im Buch beschriebene Praxis der Sexualaufklärung von gängigen Modellen?

Der Autor integriert als Berater buddhistische Werte wie Aufrichtigkeit und Verantwortung in die Aufklärungsarbeit mit Straßenkindern in Kathmandu, um Tabus zu brechen und Schutz vor Krankheit durch Verständnis zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt der Dalai Lama in der Argumentation des Autors?

Er fungiert als zentrale Integrationsfigur und leuchtendes Beispiel für die „Logik der Liebe“, deren Anwendung in einer globalisierten Welt der Autor als Schlüssel für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen betrachtet.

Excerpt out of 111 pages  - scroll top

Details

Title
Östliche Weisheitslehren
Subtitle
Ein Sammelband von Vorträgen über Buddhismus
Course
Seminare
Author
Peter Grieder (Author)
Publication Year
2008
Pages
111
Catalog Number
V119991
ISBN (eBook)
9783640234288
ISBN (Book)
9783640234547
Language
German
Tags
Weisheitslehren Seminare
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Grieder (Author), 2008, Östliche Weisheitslehren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119991
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  111  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint